Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik 2023 - Zur Erinnerung: Darüber haben wir im Juni berichtet

Ein Dorfmanager für Rhade und Lembeck -  Eine erste Frage an Laszlo Taube und Joachim Thiehoff

Um unsere wertvollen demokratischen Strukturen zu stärken, ist direkte kommunale Bürgerbeteiligung ein wesentlicher Baustein. Das Bürgerforum Rhade und die Porte Lembeck sind beste praktische Beispiele. Um die Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlich agierenden Bürgern, der Verwaltung und dem Stadtrat zu verbessern, wurde für Rhade und Lembeck ein Dorfmanager gesucht - und gefunden. Laszlo Taube (26) wird am 1. Juli einen Arbeitsplatz einnehmen, den es so noch nicht in der Verwaltung gab. Wir haben Laszlo Taube und Joachim Thiehoff, Leiter des Büros für Bürgerengagement, Ehrenamt und Sport der Stadt Dorsten eine erste Frage gestellt, um zu verstehen und zu motivieren, wie wir „den Neuen“ bei seiner Arbeit unterstützen können. 

Frage: Was ist ein Dorfmanager? Ein „personifizierter Kummerkasten“ der Stadtverwaltung für den Dorstener Norden?

Antwort: Die Aufgabe des Dorfmanagers der Stadt Dorsten kann mit drei Begriffen erläutert werden: Kommunikation: Er fördert die Kommunikation zwischen allen Beteiligten aus Bewohnerschaft, Verwaltung und ggf. Politik. Er vermittelt dabei zwischen diesen verschiedenen Lebens- und Arbeitswelten. Er übermittelt Informationen, organisiert und moderiert Austausch- und Planungsgespräche. Beratung: Er steht für Fragen aller Art zu gemeinwohlorientierten Themen der Dörfer zur Verfügung, er vermittelt Kontakte und Kooperationen und berät zu fachlichen und methodischen Themen der Dorfentwicklung inklusive Fördertöpfen. Unterstützung: Er unterstützt Menschen und Gruppen vor Ort dabei, ihre Themen und ihr Engagement möglichst gut kommunizieren und praktisch umsetzen zu können. Ein personifizierter Kummerkasten ist er weniger im Sinne eines Meckerkastens, sondern im Sinne der Unterstützung bei Anliegen und Zielen für die Dorfentwicklung und ggf. auch bei einer Konfliktbewältigung.

Veröffentlicht am 29.12.2023

 

Kommunalpolitik Eine Dorstener Ehrenbürgerschaft wird überprüft

Nazi-Vergangenheit auf dem Prüfstand

Paul Schürholz hat sich um Dorsten verdient gemacht. Dafür erhielt er 1963 die höchste Wertschätzung einer Stadt, nämlich die Auszeichnung zum Ehrenbürger. In seine Amtszeit als Bürgermeister (1948 bis 1964) fiel besonders der Wiederaufbau nach dem verheerenden 2. Weltkrieg, den die deutschen Nationalsozialisten, deren aktives Mitglied er vor 1945 war, „vom Zaune brachen“. Und genau um diese Mitgliedschaft und die damit ausgeübte Funktion, geht es in einem Antrag einer Fraktion des Stadtrates. Paul Schürholz soll posthum der Titel „Ehrenbürger“ aberkannt werden. Grundlage der Forderung sind u. a. Erkenntnisse, die Wolfgang Stegemann, Dorstener Journalist, bereits vor vielen Jahren zusammengetragen hat. Rat und Verwaltung haben sich Mitte 2023 verständigt, vor einer Entscheidung, die erwähnte Nazimitgliedschaft des Paul Schürholz nochmals unabhängig untersuchen zu lassen. Damit beauftragt wurden die Dorstener Dr. Josef Ulfkotte und Jochen Schräjahr. Beide haben sich durch ihre ehrenamtliche Arbeit und als studierte Historiker in der Lippestadt einen Namen gemacht. Tobias Stockhoff, Bürgermeister, teilt auf Anfrage von www.spd-rhade.de mit, dass mit einer Entscheidung im Frühjahr 2024 gerechnet werden kann. Sein Statement (Auszüge) im Wortlaut:

  • Dr. Josef Ulfkotte und Hans-Jochen Schräjahr haben … den Auftrag angenommen und unmittelbar mit der Arbeit begonnen.
  • Unterlagen aus dem Landes- und Bundesarchiv wurden zeitnah zur Verfügung gestellt.
  • … die Familie Schürholz (hat) dem Stadtarchiv ebenfalls Akten zur Verfügung gestellt. Diese dürfen für Forschungszwecke verwendet werden. …
  • Ein weiterer wichtiger Teilaspekt (m. W. die Militärzeit) ist aktuell ebenfalls im Focus.
  • Sowohl Rat als auch die beiden Forschenden waren sich einig, dass am Ende ein umfassendes Gesamtbild stehen sollten und Zwischenergebnisse oder Wasserstände kontraproduktiv für eine wissenschaftliche Aufarbeitung sind.

Veröffentlicht am 28.12.2023

 

Kommunalpolitik 2023 - Zur Erinnerung: Darüber haben wir im Januar berichtet (1)

Rhades Schokoladenseite - das südliche Wiesengelände - Naherholung vor der Haustür

Während seit Monaten auf vielen Ebenen darüber nachgedacht wird, wie Rhade weiterentwickelt werden kann, gibt es intakte Bereiche, die vor falschen Eingriffen geschützt werden müssen. Das Rhader Wiesengelände, im Süden Rhades gelegen, gehört genau in diese Kategorie. Von Bächen durchzogen, bietet die große Fläche einer Vielzahl von Tieren Ruheräume sowie Brut- und Nistplätze. Ein gutes Wegenetz motiviert zum Spazierengehen, Radfahren oder Joggen. Das Nebeneinander von Natur und Erholungssuchenden funktioniert ohne größere Probleme. Die Biologische Station in Lembeck hat über eine ins Gelände passende kleine Beobachtungsstation nachgedacht, um eine weitere Natursensibilisierung der Erholungssuchenden zu erreichen. Oberstes Ziel ist aber, die Schutzwürdigkeit des wertvollen Rhader Naturraums, der auch als Rhader Schokoladenseite bezeichnet werden kann, zu erhalten.

Der Rhader Jahresrückblick wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 27.12.2023

 

Kommunalpolitik Rhade: Es tut sich was

Stadt hält Versprechen ein

Vorgestern berichteten wir, dass die Stadt zugesagt hat, die Uralt-Restbaustelle „Glasfaser“ im Kreuzungsbereich Stuvenberg/Kalter Bach/Mainstraße noch in diesem Jahr beseitigen zu lassen. Vorausgegangen waren mehrfach Hinweise auf dieser Internetseite, endlich den Verursacher an seine vertraglichen Zusagen zu erinnern. Nun ist es tatsächlich soweit. Die Baustelle wurde inzwischen eingerichtet. Die Arbeiten können beginnen. Das Versprechen der Verwaltung wurde eingehalten. Festzuhalten ist, dass auftretende Probleme in unserer Stadt in konstruktiver Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung gelöst werden können. Dass manchmal Hartnäckigkeit „von außen“ erforderlich ist, um etwas zu erreichen, ist kein Widerspruch zu dieser Kernaussage. Unser Versprechen gegenüber den Bürgern in Rhade lautet, wir kümmern uns weiter, um unseren gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu stärken.   

Veröffentlicht am 22.12.2023

 

Kommunalpolitik Rhade: Vergessene Glasfaser-Baustelle soll jetzt abgeschlossen werden

Mehrfach haben wir an dieser Stelle darüber berichtet und geklagt, dass die Versprechungen des Glasfaser-Unternehmens, nämlich die flächendeckenden Baustellen in Rhade nach Abschluss der Arbeiten wieder in den Originalzustand zu versetzen, nicht, oder nur unzureichend eingehalten wurden. Immerhin handelt es sich um städtischen Grund und Boden, also um echte Bilanzwerte. Heute ein Kurzbericht über einen lange vergessenen Bauzaun, der im Kreuzungsbereich Stuvenberg/Kalter Bach/Mainstraße seit Monaten (und mehr) darauf wartet, abgebaut zu werden. Dass parallel der städtische Zaun, der den dortigen Spielplatz einfriedet, ebenfalls instand gesetzt werden muss, sei nur ergänzend erwähnt. Nachdem die Stadtverwaltung mehrfach auf den geschilderten Sachverhalt aufmerksam gemacht wurde, kommt nun die positive Rückmeldung, dass in Kürze die Beanstandung Geschichte sein wird. Ein Ortstermin soll bereits stattgefunden haben, um abzustimmen, den Spielplatzzaun wiederherzustellen, die Fläche um das Glasfaser-Schaltgebäude neu zu gestalten und den hässlichen Bauzaun abzubauen. Das alles soll noch 2023 geschehen, wenn, so die Einschränkung, krankheitsbedingt keine Ausfälle zu beklagen sind. Sollte der Vorgang erfolgreich abgeschlossen sein, zeigen wir der Stadt weitere Instandsetzungsversäumnisse der Glasfaser-Verlegungsfirmen in Rhade auf.

Veröffentlicht am 20.12.2023

 

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