Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein Die Woche ist um

Sonntagsgedanken aus Rhade

  • Corona und kein Ende. Oder ist doch Land in Sicht? Die Ungeduld nimmt zu. Erste Lockerungsübungen einzelner Bundesländer werden bundesweite Bewegung auslösen. Uns allen muss aber klar sein, dass wir weiter wären, hätten wir eine dänische Impfquote. Anders ausgedrückt: Die Ungeimpften zwingen uns alle zur Rücksichtnahme.
  • Was will der Russe? Wie tickt Putin? Seine gefährlichen Muskelspiele an der Grenze zur Ukraine haben eine diplomatische Tsunami-Welle ausgelöst. Wenn das so gewollt war, hat Putin sein erstes Ziel erreicht. Nun gilt es, Vereinbarungen zu treffen, die einerseits die Unverletzlichkeit der Landesgrenzen, andererseits ein friedliches Miteinander garantieren.
  • China ist Weltmacht. China kennt keine Demokratie. China ist ein totalitär regiertes Land. Wir profitieren wirtschaftlich von China. Wir ballen die Faust in der Tasche und handeln mit China. Wir werden in den nächsten Tagen täglich nach China blicken. In China ist Olympiade. Den Sportlern zusehen, aber die Augen vor China nicht verschließen, so unser Tipp.
  • Wo ist Olaf Scholz? Nachdem eine Zeitung diese Überschrift gesetzt hat, gefallen sich viele darin, sie zu kopieren. Zur Erinnerung: Die Ampelregierung ist nicht einmal 100 Tage im Amt, dafür auf allen Ebenen im Dauereinsatz. An der vergifteten Frage einiger Medien wird sich die Unions-Opposition erfreuen, die seit Anfang Februar nur noch Merz schreibt.
  • Die katholische Kirche und die Aufarbeitung des Missbrauchs. Mit Vertuschung und Lügen versuch(t)en höchste Würdenträger ruhiges Fahrwasser zu erreichen. Der Strudel war aber stärker, der sie in den Abgrund gezogen hat. Jetzt endlich das Eingeständnis, dass das Zölibat aufgegeben werden sollte. Die Erkenntnis kommt spät, vielleicht zu spät.
  • Allen Lesern einen schönen Sonntag, verbunden mit der Bitte, weiter für diese besondere, täglich aktualisierte Internetseite zu werben.

Veröffentlicht am 06.02.2022

 

Allgemein Ein ganz besonderer Jahresrückblick 2021 - Gastbeitrag von Bertold Hanck

Wieder ist ein Jahr vorbei,

vielen ist das einerlei,

doch ich hör' auch manche sagen:

„Lass uns einen Rückblick wagen.“

 

Der Grundakkord für dieses Jahr

erklang uns aus Amerika,

von dort, wo Trumpsche Prügelhorden

wollten Demokraten morden.

 

Mit wüstem Sturm aufs Capitol -

die Schnauze laut, die Birne hohl -

so stimmten sie auf Stumpfsinn ein,

es sollte nicht der letzte sein.

 

In Deutschland, kaum wagt man's zu sagen,

sind gleiche Lagen zu beklagen.

Hetze, Häme, Schund und Schmutz:

aktiv wird der Verfassungsschutz.

 

Der kennt sich aus in unserm Land,

besonders auch am rechten Rand:

Weidels, Höckes rechter Lohn,

auch Chrupalla zittert schon!

 

Doch bringt dies wirklich echten Segen,

wenn man ständig trifft Kollegen

in der nazibraunen Scheiße

dort an Oder und an Neiße.

 

Der Karneval fiel dies Jahr aus,

die Jecken schunkeln nur zu Haus.

Traurig nüchtern singen sie:

„Et is ne Driss de Pandemie!“

 

Im März sind uns're Schulen dicht,

den Kiddies fehlt der Unterricht,

wegen Rieseninzidenzen

muss man nicht die Schule schwänzen!

 

Bildung wird vom Amt verwehrt,

die Penne wird ganz zugesperrt,

die deutsche Bildungsrepublik

setzt auf den digitalen Klick.

 

Jeder, der nicht up to date ist,

im Internet oft allzu late ist,

scheitert so – die arme Sau -

durch diesen HyperbildungsGAU.

 

Unfall soll das Stichwort sein:

Im März schafft es ein Kahn allein

bei Suez den Kanal zu schließen

und unsre Wirtschaft zu verdrießen.

 

Container fehlen überall,

geliefert wird von Fall zu Fall,

zerrissen sind die Lieferketten,

die Produktion ist kaum zu retten,

 

nun ja, die Börse trotzdem zog

hinauf zu einem Allzeithoch,

weil Frankfurt und die Wallstreet meint,

dass häufig wird zu viel gegreint.

 

Denn ist die Nachricht wirklich schlecht,

kauft der Broker meist erst recht.

Doch dieses gilt nicht – sonnenklar -

für bad news aus dem Tal der Ahr.

 

Viele Tränen sind geflossen,

als die Wassermassen schossen

durch das enge, schöne Tal.

Die traurig-hohe Todeszahl

 

führt dann zu tollen Bürgertaten.

Statt auf unsren Staat zu warten,

schickt man Geld und hilft vor Ort,

auch als das Wasser längst schon fort.

 

Selbst an des Jahres Ende spät

gibt’s weiter Solidarität.

Der WDR beständig sendet

das Lieblingslied für den, der spendet.

 

Doch nun zurück, do you remember,

die Wahlen jüngst noch im September?

Schwerin, Berlin in Stadt, fürs Land,

das Ende ist uns wohlbekannt.

 

Die totgesagte SPD

erhebt sich hin zu Kanzlerhöh',

auch weil ein blödes Laschet-Grinsen

im Ahrtal tat sich nicht verzinsen.

 

Der CDU, der merkellosen, 

flattern deshalb Hemd und Hosen.

Wer künftig deren Vorsitz hat,

steht noch auf einem leeren Blatt.

 

„Lass – et – Laschet“ ist zwar weg,

doch hat's mit Helge B. mehr Zweck

und ist es nicht ein schlechter Scherz,

dass wieder kandidiert der Merz?

 

Derweil recht flott und schweigsam tagt

die Ampel, aber mancher fragt,

ob's Personalproporzgeschacher -

„Wie schubs' ich weg den Widersacher?“ -

 

die Besten zum Regieren führt.

Wenn Annalena ungerührt 

sich ernsthaft für  geeignet hält

zu reisen durch die weite Welt,

 

nicht nur, um Neues zu entdecken

oder zu Erholungszwecken,

nein, um Deutschland stolz zu dienen -

ich sehe schon Herrn Lawrow grienen.

 

Die Regierungsübergabe

ist ja immer eine Plage,

weil dann stets die Führung fehlt

und jedermann die Tage zählt,

 

bis Klarheit wieder ist geschaffen,

die Alten ihre Brocken raffen,

und wieder klar wird dann regiert.

Was diesmal zur Verzweiflung führt,

 

ist, dass grad an dieser Stelle

wogt die schlimme vierte Welle

der Pandemie mit Omicron.

Ob Biontec oder John-

 

son helfen uns in dieser Lage,

bleibt derweil die off'ne Frage.

Doch nicht kritteln, zaudern, schimpfen,

statt zu motzen, hilft nur impfen

 

und Kontakte reduzieren.

Dieses sollte dazu führen,

dass man sagt in Jahresfrist,

dass Zweiundzwanzig besser ist,

 

als Einundzwanzig ist gewesen,

dass viele  Kranke sind genesen,

dass Covid uns von Mutationen

fürderhin wird mehr verschonen,

 

dass Ignoranten jeder Richtung

fühlen dann  vielleicht Verpflichtung

für alle und nicht nur für sich,

endlich weg vom Ich, Ich, Ich!

Veröffentlicht am 30.12.2021

 

Allgemein Das politische Weihnachtsmärchen

Es war einmal eine Krisensituation, die viele Unternehmen erfasste. Eines von ihnen verkaufte Träume, Visionen und Illusionen, das zweite Gerechtigkeit und Solidarität. Ein drittes, der in Schieflage geratenen Gesellschaften, verstand sich eher auf Beratung und Controlling. Alle drei Unternehmen wurden wegen ihrer genannten Kernkompetenzen lange Jahre nachgefragt. Ein jedes auf seine Art. Als die Krise einsetze und alle an Marktanteilen verloren, setzten sie sich zusammen, um gemeinsam nachzudenken. Ein Ergebnis war, dass künftiger Erfolg wohl nicht mehr nur einzeln, sondern gemeinsam erzielt werden kann. Wer nämlich nur einen Verkaufsschlager im Programm hat, ist in einer Krisensituation ganz schnell weg vom Fenster. Alle erkannten plötzlich, dass Gerechtigkeit und Solidarität wunderbar mit Träumen und Visionen ergänzt werden könnte und auch gute Beratung, kombiniert mit funktionierenden Kontrollmechanismen, unverzichtbar für das neue Verkaufsprogramm wäre. Gesagt getan. Nur der neue Name war noch nicht festgelegt. Er sollte selbsterklärend sein und auch international leicht von der Zunge gehen. Die Mitarbeiter der noch autonomen Firmen, einige hunderttausend, wurden in mehreren Umfragen beteiligt. „Der Gewinner ist“, so die überraschende Ankündigung vor der internationalen Presse, „der Gewinner ist AMPEL AG.“ Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das neue Unternehmen vom ersten Tag seines Bestehens, deutliche Marktanteile gewann. Der einstimmig von den Gesellschaftern gewählte Vorstandsvorsitzende hat zielstrebig, anfangs gegen viele Widerstände in der eigenen Firma, diesen Weg vorgezeichnet. Er ist der eigentliche Gewinner der AMPEL AG, würde das aber nie so sagen. Statt dessen orakeln die vielen Beobachter von außen, „wenn sie sich weiter vertragen und gemeinsam an allen genannten Kernkompetenzen arbeiten, dann wird der Kurs dieses neuen Unternehmens noch lange leuchten. So wie alle Jahre wieder die Lichter am Weihnachtsbaum.

Vorgetragen vom Rhader Märchenerzähler

Veröffentlicht am 25.12.2021

 

Allgemein „Wir müssen so reden, dass uns die Bürger wieder besser verstehen“

Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin appelliert an Politiker auf allen Ebenen

Die Sozialdemokratin Bärbel Bas ist eine sogenannte Aufsteigerin. In Duisburg aufgewachsen, wie die überwiegende Mehrzahl in unserem Land, ohne „Vitamin B“ und einen prallen Geldbeutel der Eltern. Schule, Lehre, Weiterbildung und gesellschaftspolitisches Engagement in der SPD und der Gewerkschaft stellten die Weichen für einen so nicht vorhergesehenen Aufstieg. Sie wurde in den Bundestag gewählt und nun zur Bundestagspräsidentin. Bärbel Bas ist aber eine von uns geblieben. Gefragt, was sie sich für die neue Legislaturperiode vorgenommen hat, nannte sie unter anderem die teils unverständliche Politikersprache, die korrigiert werden müsse. Wer uns nicht versteht, wird unserer Arbeit desinteressiert und ablehnend gegenüberstehen. So ihre Positionierung. Wir greifen diesen Faden auf und nennen einige Begriffe, die, fast täglich angewendet, aber bei nicht wenigen für Stirnrunzeln sorgen:

  • Boosterimpfung = Auffrischungsimpfung
  • Vakzine = Impfstoff gegen Infektionskrankheiten
  • Vulnerabel = Besonders schützenswerte Personen
  • Narrativ = Sinnstiftende Erzählung
  • Resilenz = Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit
  • Biodiversität = biologische Arten-Vielfalt (Tiere, Pflanzen)
  • Exponentiell = Mathematischer Begriff für Wachstumsberechnung in immer schnelleren Zeitabläufen
  • Cringe = Jugendwort des Jahres. Soll Fremdschämen bedeuten.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 24.12.2021

 

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