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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Aktuell:Yasmin Fahimi, SPD, soll DGB-Vorsitz übernehmen. 2014 war sie in Dorsten, um Fracking-Einsprüche mit zu nehmen
Veröffentlicht am 26.01.2022
Allgemein Ein ganz besonderer Jahresrückblick 2021 - Gastbeitrag von Bertold Hanck
Wieder ist ein Jahr vorbei,
vielen ist das einerlei,
doch ich hör' auch manche sagen:
„Lass uns einen Rückblick wagen.“
Der Grundakkord für dieses Jahr
erklang uns aus Amerika,
von dort, wo Trumpsche Prügelhorden
wollten Demokraten morden.
Mit wüstem Sturm aufs Capitol -
die Schnauze laut, die Birne hohl -
so stimmten sie auf Stumpfsinn ein,
es sollte nicht der letzte sein.
In Deutschland, kaum wagt man's zu sagen,
sind gleiche Lagen zu beklagen.
Hetze, Häme, Schund und Schmutz:
aktiv wird der Verfassungsschutz.
Der kennt sich aus in unserm Land,
besonders auch am rechten Rand:
Weidels, Höckes rechter Lohn,
auch Chrupalla zittert schon!
Doch bringt dies wirklich echten Segen,
wenn man ständig trifft Kollegen
in der nazibraunen Scheiße
dort an Oder und an Neiße.
Der Karneval fiel dies Jahr aus,
die Jecken schunkeln nur zu Haus.
Traurig nüchtern singen sie:
„Et is ne Driss de Pandemie!“
Im März sind uns're Schulen dicht,
den Kiddies fehlt der Unterricht,
wegen Rieseninzidenzen
muss man nicht die Schule schwänzen!
Bildung wird vom Amt verwehrt,
die Penne wird ganz zugesperrt,
die deutsche Bildungsrepublik
setzt auf den digitalen Klick.
Jeder, der nicht up to date ist,
im Internet oft allzu late ist,
scheitert so – die arme Sau -
durch diesen HyperbildungsGAU.
Unfall soll das Stichwort sein:
Im März schafft es ein Kahn allein
bei Suez den Kanal zu schließen
und unsre Wirtschaft zu verdrießen.
Container fehlen überall,
geliefert wird von Fall zu Fall,
zerrissen sind die Lieferketten,
die Produktion ist kaum zu retten,
nun ja, die Börse trotzdem zog
hinauf zu einem Allzeithoch,
weil Frankfurt und die Wallstreet meint,
dass häufig wird zu viel gegreint.
Denn ist die Nachricht wirklich schlecht,
kauft der Broker meist erst recht.
Doch dieses gilt nicht – sonnenklar -
für bad news aus dem Tal der Ahr.
Viele Tränen sind geflossen,
als die Wassermassen schossen
durch das enge, schöne Tal.
Die traurig-hohe Todeszahl
führt dann zu tollen Bürgertaten.
Statt auf unsren Staat zu warten,
schickt man Geld und hilft vor Ort,
auch als das Wasser längst schon fort.
Selbst an des Jahres Ende spät
gibt’s weiter Solidarität.
Der WDR beständig sendet
das Lieblingslied für den, der spendet.
Doch nun zurück, do you remember,
die Wahlen jüngst noch im September?
Schwerin, Berlin in Stadt, fürs Land,
das Ende ist uns wohlbekannt.
Die totgesagte SPD
erhebt sich hin zu Kanzlerhöh',
auch weil ein blödes Laschet-Grinsen
im Ahrtal tat sich nicht verzinsen.
Der CDU, der merkellosen,
flattern deshalb Hemd und Hosen.
Wer künftig deren Vorsitz hat,
steht noch auf einem leeren Blatt.
„Lass – et – Laschet“ ist zwar weg,
doch hat's mit Helge B. mehr Zweck
und ist es nicht ein schlechter Scherz,
dass wieder kandidiert der Merz?
Derweil recht flott und schweigsam tagt
die Ampel, aber mancher fragt,
ob's Personalproporzgeschacher -
„Wie schubs' ich weg den Widersacher?“ -
die Besten zum Regieren führt.
Wenn Annalena ungerührt
sich ernsthaft für geeignet hält
zu reisen durch die weite Welt,
nicht nur, um Neues zu entdecken
oder zu Erholungszwecken,
nein, um Deutschland stolz zu dienen -
ich sehe schon Herrn Lawrow grienen.
Die Regierungsübergabe
ist ja immer eine Plage,
weil dann stets die Führung fehlt
und jedermann die Tage zählt,
bis Klarheit wieder ist geschaffen,
die Alten ihre Brocken raffen,
und wieder klar wird dann regiert.
Was diesmal zur Verzweiflung führt,
ist, dass grad an dieser Stelle
wogt die schlimme vierte Welle
der Pandemie mit Omicron.
Ob Biontec oder John-
son helfen uns in dieser Lage,
bleibt derweil die off'ne Frage.
Doch nicht kritteln, zaudern, schimpfen,
statt zu motzen, hilft nur impfen
und Kontakte reduzieren.
Dieses sollte dazu führen,
dass man sagt in Jahresfrist,
dass Zweiundzwanzig besser ist,
als Einundzwanzig ist gewesen,
dass viele Kranke sind genesen,
dass Covid uns von Mutationen
fürderhin wird mehr verschonen,
dass Ignoranten jeder Richtung
fühlen dann vielleicht Verpflichtung
für alle und nicht nur für sich,
endlich weg vom Ich, Ich, Ich!
Veröffentlicht am 30.12.2021
Allgemein Das politische Weihnachtsmärchen
Es war einmal eine Krisensituation, die viele Unternehmen erfasste. Eines von ihnen verkaufte Träume, Visionen und Illusionen, das zweite Gerechtigkeit und Solidarität. Ein drittes, der in Schieflage geratenen Gesellschaften, verstand sich eher auf Beratung und Controlling. Alle drei Unternehmen wurden wegen ihrer genannten Kernkompetenzen lange Jahre nachgefragt. Ein jedes auf seine Art. Als die Krise einsetze und alle an Marktanteilen verloren, setzten sie sich zusammen, um gemeinsam nachzudenken. Ein Ergebnis war, dass künftiger Erfolg wohl nicht mehr nur einzeln, sondern gemeinsam erzielt werden kann. Wer nämlich nur einen Verkaufsschlager im Programm hat, ist in einer Krisensituation ganz schnell weg vom Fenster. Alle erkannten plötzlich, dass Gerechtigkeit und Solidarität wunderbar mit Träumen und Visionen ergänzt werden könnte und auch gute Beratung, kombiniert mit funktionierenden Kontrollmechanismen, unverzichtbar für das neue Verkaufsprogramm wäre. Gesagt getan. Nur der neue Name war noch nicht festgelegt. Er sollte selbsterklärend sein und auch international leicht von der Zunge gehen. Die Mitarbeiter der noch autonomen Firmen, einige hunderttausend, wurden in mehreren Umfragen beteiligt. „Der Gewinner ist“, so die überraschende Ankündigung vor der internationalen Presse, „der Gewinner ist AMPEL AG.“ Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das neue Unternehmen vom ersten Tag seines Bestehens, deutliche Marktanteile gewann. Der einstimmig von den Gesellschaftern gewählte Vorstandsvorsitzende hat zielstrebig, anfangs gegen viele Widerstände in der eigenen Firma, diesen Weg vorgezeichnet. Er ist der eigentliche Gewinner der AMPEL AG, würde das aber nie so sagen. Statt dessen orakeln die vielen Beobachter von außen, „wenn sie sich weiter vertragen und gemeinsam an allen genannten Kernkompetenzen arbeiten, dann wird der Kurs dieses neuen Unternehmens noch lange leuchten. So wie alle Jahre wieder die Lichter am Weihnachtsbaum.
Vorgetragen vom Rhader Märchenerzähler
Veröffentlicht am 25.12.2021
Allgemein „Wir müssen so reden, dass uns die Bürger wieder besser verstehen“
Bärbel Bas, Bundestagspräsidentin appelliert an Politiker auf allen Ebenen
Die Sozialdemokratin Bärbel Bas ist eine sogenannte Aufsteigerin. In Duisburg aufgewachsen, wie die überwiegende Mehrzahl in unserem Land, ohne „Vitamin B“ und einen prallen Geldbeutel der Eltern. Schule, Lehre, Weiterbildung und gesellschaftspolitisches Engagement in der SPD und der Gewerkschaft stellten die Weichen für einen so nicht vorhergesehenen Aufstieg. Sie wurde in den Bundestag gewählt und nun zur Bundestagspräsidentin. Bärbel Bas ist aber eine von uns geblieben. Gefragt, was sie sich für die neue Legislaturperiode vorgenommen hat, nannte sie unter anderem die teils unverständliche Politikersprache, die korrigiert werden müsse. Wer uns nicht versteht, wird unserer Arbeit desinteressiert und ablehnend gegenüberstehen. So ihre Positionierung. Wir greifen diesen Faden auf und nennen einige Begriffe, die, fast täglich angewendet, aber bei nicht wenigen für Stirnrunzeln sorgen:
- Boosterimpfung = Auffrischungsimpfung
- Vakzine = Impfstoff gegen Infektionskrankheiten
- Vulnerabel = Besonders schützenswerte Personen
- Narrativ = Sinnstiftende Erzählung
- Resilenz = Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit
- Biodiversität = biologische Arten-Vielfalt (Tiere, Pflanzen)
- Exponentiell = Mathematischer Begriff für Wachstumsberechnung in immer schnelleren Zeitabläufen
- Cringe = Jugendwort des Jahres. Soll Fremdschämen bedeuten.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 24.12.2021
Allgemein Der Kompromiss
Warum fällt es uns so schwer, ihn anzuwenden?
Egal ob es sich um Familienzwist handelt, um harte Verkaufsverhandlungen, oder um politische Ergebnisse, ohne Kompromiss funktioniert es in der Regel nicht. Es geht dabei um Vernunft und weise Voraussicht. Das Gegenteil davon ist das „über den Tisch ziehen“ durch den momentan vermeintlich Stärkeren. „Man trifft sich im Leben immer zweimal“ lautet eine Volksweisheit zutreffend, um diesen Standardfehler zu benennen. Klingt einfach, ist aber hoch kompliziert. Ein amerikanischer Wissenschaftler hat sich jahrelang mit diesem Thema beschäftigt. Heute ist er weltweit der wichtigste Berater, wenn es darum geht, „die Kuh vom Eis“ zu holen. Regierungschefs, Politiker und global agierende Unternehmen gehören zu seinen Auftraggebern. William Ury, so der Name des Experten, leitet seine Beratungen immer mit einem Beispiel ein, um den Konfliktparteien die Logik des Kompromisses nahe zu bringen:
„Ein Vater regelt seinen Nachlass indem er seinen 3 Söhnen mitteilt, wie seine Kamelherde untereinander aufzuteilen ist. Der Älteste soll die Hälfte, der Mittlere ein Drittel und der Jüngste ein Neuntel der Kamelherde erhalten. Nach dem Tod des Vaters zerstreiten sich die Brüder, weil die geerbten 17 Tiere sich nicht halbieren, durch 3 oder 9 dividieren lassen. Sie holen Rat ein. Eine Nachbarin schenkt ihnen ein Kamel. Nun sind es 18. Der Älteste erhält die Hälfte = 9, der Mittlere ein Drittel = 6 und der Jüngste ein Neuntel = 2. Als sie ihre Aufteilung addieren stellen sie fest, dass die geerbten 17 Kamele, so wie es der Vater wollte, aufgeteilt werden konnten. Das 18. Tier konnten sie zurückgeben.“
Fazit: Ein Kompromiss ist immer möglich, wenn man will oder einen guten Rat bekommt.
Eigener Text auf Grundlage der Dokumentation in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 21.10.2021 ""Muss ja - Keiner mag ihn, jeder braucht ihn - den Kompromiss"
Veröffentlicht am 23.12.2021
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