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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Die örtliche Skaterbahn im Dornröschenschlaf
Mit offenen Augen durch Rhade
Während aktuell kreative Köpfe versuchen, Forks Busch zum Zentrum für Spiel und Begegnung zu entwickeln, gerät ein vor Jahren gewünschter Jugendtreffpunkt im Freien in Vergessenheit. Gemeint ist die Rhader Skaterbahn, die, als Wunsch genannt, bereits für Aufregung im Ort sorgte. Die Idee, sie dort zu errichten wo „das Leben spielt“, stieß an mehreren möglichen Standorten auf Ablehnung der Anwohner. So blieb am Ende nur noch das Sportzentrum Dahlenkamp übrig. Als endlich die Fertigstellung gefeiert werden konnte, waren aus den Jugendlichen, die sich sehnlichst eine Skaterbahn gewünscht hatten, Erwachsene geworden. Fortan fristete die Sportfläche ein tristes Dasein. Ab und zu benutzt, überwiegend aber verlassen. Heute wirkt sie ungepflegt. Grün wuchert von allen Seiten, Blätter in der Bahn signalisieren Nichtbenutzung. Zu wünschen ist, dass eine neue Jugendgeneration in Rhade dem Skaten wieder neues Leben einhaucht und die Bahn nahe dem Sportzentrum aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Darüberhinaus sollten Verwaltung, Parteien, Bürgerforum, Jugendförderverein und andere versuchen, ein abgestimmtes Konzept der Begegnung in Rhade zu entwickeln. Sonst werden aus gut gemeinten Projekten schnell „Investitionsruinen“.
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 23.10.2023
Kommunalpolitik Mit offenen Augen durch Rhade
Debbingstraße ist ein Sanierungsfall - seit Jahren
Sie könnte ein Aushängeschild des Dorfkerns Rhade sein. Ein Erkennungsmerkmal, sich im über 800 Jahren alten historischen Ortskern zu befinden. Statt dessen ist sie marode, für Fußgänger ein Sicherheitsrisiko, für Autofahrer eine Parkfläche. Anregungen, etwas zu ändern, zu verbessern, gab und gibt es genug. Aber auch drohende Anliegerbeiträge verhinderten bisher notwendige Änderungen. Nun signalisiert die NRW-Landesregierung diese komplett abzuschaffen. Eine Nachricht, die der Startschuss für eine komplette Neugestaltung des Dorfes sein könnte. Dazu gehört die Verkehrsführung, die Kirchplatzgestaltung und der verkehrssichere Umbau der Debbingstraße. Die Bitte, sich den Verantwortungshut aufzusetzen, ist an die Stadtverwaltung gerichtet. Sie sollte ihre und die bisher gesammelten Bürgeranregungen sichten, um mit einem Projektvorschlag „Dorf Rhade und Debbingstraße“ die Öffentlichkeit in die Planung miteinzubeziehen.
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.10.2023
Kommunalpolitik Ist Rhade wirtschaftlich gut aufgestellt?
Eine Anregung an WINDOR und ein Briefwechsel
Dorsten hat mit WINDOR eine eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Professionell wird dafür geworben, neue Unternehmen in der Lippestadt anzusiedeln und vorhandene zu stärken. Verfolgt man die Veröffentlichungen, agiert die Gesellschaft erfolgreich und ist so ein Gewinn für Dorsten. Gefühlt konzentriert sie sich aufs Zentrum Dorsten. Ob die Landgemeinden, wie Rhade und Lembeck, die optimale Aufmerksamkeit der „Unternehmensberater“ erhalten, darf kritisch hinterfragt werden. Ein Mail-Briefwechsel zwischen dem Geschäftsführer Markus Funk und dem Unterzeichner dieses Textes, ist über einen kurzen Meinungsaustausch mit unterschiedlichem Vorzeichen leider nicht hinausgegangen. Der Rhader Vorschlag lautet, stark verkürzt, einen Mitarbeiter zu benennen, der sich (fast) ausschließlich um die wirtschaftliche Stabilisierung und Förderung des Dorstener Nordens kümmert. Markus Funk antwortet, ebenfalls hier stark verkürzt wiedergegeben, dass WINDOR gut vernetzt aufgestellt sei und somit Rhade und Lembeck bestens im Blick habe. Ein weiterer Rhader Versuch mit zwei Beispielen aufzuzeigen, dass mehr möglich wäre, ist in der Verwaltung angekommen. Dazu in einem weiteren Text in Kürze mehr. Die Beispiele in Kurzform:
- Die gewünschte Erweiterung des Rhader Einkaufszentrums kollidiert weiter mit den auch berechtigten Lembecker Forderungen. Eine Wirtschaftswerbeoffensive, die beide Dörfer gleichwertig in den Fokus nimmt, könnte „Druck aus dem Kessel“ nehmen.
- Die privilegierte Lage Rhade und Lembecks könnte mit einem „sanften“ Tourismuskonzept wirtschaftlich punkten. Z. B. kreuzen mehrere überregionale Radwege die Stadtteile. Fehlende Übernachtingsmöglichkeiten und Hinweise auf Restaurationsbetriebe laden nicht dazu ein, zu bleiben.
Fazit: Rhade und Lembeck haben es verdient, auch von WINDOR mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu erhalten.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 19.10.2023
Kommunalpolitik Bogenstraße: Kinderherzen schlagen höher
Mit offenen Augen durch Rhade
„Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann – frage, was du für deine Stadt tun kannst“. Dieses abgewandelte Kennedy-Zitat haben sich Mitglieder des Rhader Bürgerforums zu eigen gemacht, um den nicht mehr zeitgemäßen Spielplatz an der Bogenstraße mit Anliegern und Unterstützung der Stadt von Grund auf zu erneuern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die kleine Spielfläche in der Siedlung wird von alten Bäumen beschattet, ein hölzerner Kletterturm will von den Kleinen erobert werden, Bänke bieten begleitenden Erwachsenen idyllische Ausruhmomente. Die Akteure des Bürgerforums verdienen Lob, Dank und Anerkennung für ihr Engagement. Das Quartier hat an Attraktivität gewonnen. Ein gutes Beispiel ehrenamtlichen „Anpackens“. Die Stadtverwaltung darf zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass ihre Bemühungen, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, Früchte trägt. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Verantwortung für eine funktionierende Infrastruktur in Rhade minimieren darf. Sonst, so die begründete Sorge, führt Überforderung der Gutwilligen zum dauerhaften Aufgeben.
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 16.10.2023
Kommunalpolitik Ein leerstehendes Haus verursacht Stirnrunzeln
Mit offenen Augen durch Rhade
Als Wohn- und Geschäftshaus Ende der 1960er Jahre gebaut, trägt es die Hausnummer 49 der Straße Am Stuvenberg. Neben mehreren Mietwohnungen gehörte eine Bäckerei, ein kleiner Supermarkt, dann eine Spielstube, später ein Teil des städtischen Kindergartens, im Keller eine Disco - zum Haus mit den vielen Gesichtern, bevor es leer gezogen wurde und vergammelte. Zwischendurch wurde es auch als Behelfsunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Im Volksmund galt es als das Rhader Problemhaus. Polizei- und Feuerwehreinsätze bleiben in Erinnerung. Plötzlich ein Besitzerwechsel. Das gesamte Haus wurde von Grund auf saniert. Aufatmen im Quartier. Aus dem heruntergekommenen Miethaus sollten Eigentumswohnungen entstehen. Nach der Fertigstellung warb ein großflächiges Hinweisschild um Käufer. Monatelang keine Bewegung. Bis heute. Das Werbeschild verschwand, das Grundstück beginnt zuzuwachsen, Käufer oder Mieter wurden nie gesehen. Fragen nach dem Warum stellten sich alle Beobachter von außen. Eine Antwort ist nicht bekannt. Einerseits wird nach bezahlbarem Wohnraum gerufen, andererseits können Investoren quasi neue Häuser unbewohnt in ihrer Bilanz führen. Sind es steuerliche Gründe? Oder Eigentumsstreitigkeiten? Oder eine nicht abgeschlossene Insolvenz? Oder ist das Kaufangebot so überteuert, dass alle Interessenten abwinken? Fragen über Fragen, keine zufriedenstellende Antwort. Einmal Problemhaus, immer Problemhaus?
Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 11.10.2023
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