Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Überregionale Radwege führen durch Rhade. Kommunalpolitik Ist Rhade wirtschaftlich gut aufgestellt?

Eine Anregung an WINDOR und ein Briefwechsel

Dorsten hat mit WINDOR eine eigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft. Professionell wird dafür geworben, neue Unternehmen in der Lippestadt anzusiedeln und vorhandene zu stärken. Verfolgt man die Veröffentlichungen, agiert die Gesellschaft erfolgreich und ist so ein Gewinn für Dorsten. Gefühlt konzentriert sie sich aufs Zentrum Dorsten. Ob die Landgemeinden, wie Rhade und Lembeck, die optimale Aufmerksamkeit der „Unternehmensberater“ erhalten, darf kritisch hinterfragt werden. Ein Mail-Briefwechsel zwischen dem Geschäftsführer Markus Funk und dem Unterzeichner dieses Textes, ist über einen kurzen Meinungsaustausch mit unterschiedlichem Vorzeichen leider nicht hinausgegangen. Der Rhader Vorschlag lautet, stark verkürzt, einen Mitarbeiter zu benennen, der sich (fast) ausschließlich um die wirtschaftliche Stabilisierung und Förderung des Dorstener Nordens kümmert. Markus Funk antwortet, ebenfalls hier stark verkürzt wiedergegeben, dass WINDOR gut vernetzt aufgestellt sei und somit Rhade und Lembeck bestens im Blick habe. Ein weiterer Rhader Versuch mit zwei Beispielen aufzuzeigen, dass mehr möglich wäre, ist in der Verwaltung angekommen. Dazu in einem weiteren Text in Kürze mehr. Die Beispiele in Kurzform:

  • Die gewünschte Erweiterung des Rhader Einkaufszentrums kollidiert weiter mit den auch berechtigten Lembecker Forderungen. Eine Wirtschaftswerbeoffensive, die beide Dörfer gleichwertig in den Fokus nimmt, könnte „Druck aus dem Kessel“ nehmen.
  • Die privilegierte Lage Rhade und Lembecks könnte mit einem „sanften“ Tourismuskonzept wirtschaftlich punkten. Z. B. kreuzen mehrere überregionale Radwege die Stadtteile. Fehlende Übernachtingsmöglichkeiten und Hinweise auf Restaurationsbetriebe laden nicht dazu ein, zu bleiben.

Fazit: Rhade und Lembeck haben es verdient, auch von WINDOR mehr Aufmerksamkeit und Förderung zu erhalten.

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 19.10.2023

 

Kommunalpolitik Bogenstraße: Kinderherzen schlagen höher

Mit offenen Augen durch Rhade

„Frage nicht, was deine Stadt für dich tun kann – frage, was du für deine Stadt tun kannst“. Dieses abgewandelte Kennedy-Zitat haben sich Mitglieder des Rhader Bürgerforums zu eigen gemacht, um den nicht mehr zeitgemäßen Spielplatz an der Bogenstraße mit Anliegern und Unterstützung der Stadt von Grund auf zu erneuern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die kleine Spielfläche in der Siedlung wird von alten Bäumen beschattet, ein hölzerner Kletterturm will von den Kleinen erobert werden, Bänke bieten begleitenden Erwachsenen idyllische Ausruhmomente. Die Akteure des Bürgerforums verdienen Lob, Dank und Anerkennung für ihr Engagement. Das Quartier hat an Attraktivität gewonnen. Ein gutes Beispiel ehrenamtlichen „Anpackens“. Die Stadtverwaltung darf zufrieden zur Kenntnis nehmen, dass ihre Bemühungen, bürgerschaftliches Engagement zu fördern, Früchte trägt. Das heißt aber nicht, dass sie ihre Verantwortung für eine funktionierende Infrastruktur in Rhade minimieren darf. Sonst, so die begründete Sorge, führt Überforderung der Gutwilligen zum dauerhaften Aufgeben.

Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 16.10.2023

 

Stein des Anstoßes und vieler Fragezeichen Kommunalpolitik Ein leerstehendes Haus verursacht Stirnrunzeln

Mit offenen Augen durch Rhade

Als Wohn- und Geschäftshaus Ende der 1960er Jahre gebaut, trägt es die Hausnummer 49 der Straße Am Stuvenberg. Neben mehreren Mietwohnungen gehörte eine Bäckerei, ein kleiner Supermarkt, dann eine Spielstube, später ein Teil des städtischen Kindergartens, im Keller eine Disco - zum Haus mit den vielen Gesichtern, bevor es leer gezogen wurde und vergammelte. Zwischendurch wurde es auch als Behelfsunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Im Volksmund galt es als das Rhader Problemhaus. Polizei- und Feuerwehreinsätze bleiben in Erinnerung. Plötzlich ein Besitzerwechsel. Das gesamte Haus wurde von Grund auf saniert. Aufatmen im Quartier. Aus dem heruntergekommenen Miethaus sollten Eigentumswohnungen entstehen. Nach der Fertigstellung warb ein großflächiges  Hinweisschild um Käufer. Monatelang keine Bewegung. Bis heute. Das Werbeschild verschwand, das Grundstück beginnt zuzuwachsen, Käufer oder Mieter wurden nie gesehen. Fragen nach dem Warum stellten sich alle Beobachter von außen. Eine Antwort ist nicht bekannt. Einerseits wird nach bezahlbarem Wohnraum gerufen, andererseits können Investoren quasi neue Häuser unbewohnt in ihrer Bilanz führen. Sind es steuerliche Gründe? Oder Eigentumsstreitigkeiten? Oder eine nicht abgeschlossene Insolvenz? Oder ist das Kaufangebot so überteuert, dass alle Interessenten abwinken? Fragen über Fragen, keine zufriedenstellende Antwort. Einmal Problemhaus, immer Problemhaus?

Die Serie „Mit offenen Augen durch Rhade“ wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 11.10.2023

 

Kommunalpolitik Künstliche Intelligenz (KI) in der Verwaltung?

„Wer zu spät kommt, bestraft das Leben“

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde. Ihre Entwicklungsfortschritte schreiten rasend voran. Sie explodieren förmlich. Gestern konnten „nur“ Texte von entsprechender Computer-Software  angefordert werden, die nicht vom menschlich verfassten Original zu unterscheiden sind, heute kann Sprache so kopiert werden, dass ein Statement einer Person „in den Mund gelegt“ werden kann. Diese Technik kann auf allen Ebenen, in allen Lebensbereichen helfen, oder umgekehrt, uns von KI beherrschen zu lassen. Weltweit geltende Regeln (Gesetze) sind unumgänglich. Zurück zur Überschrift. Während in vielen Unternehmen und Verwaltungen KI-Arbeitsgruppen eingesetzt sind, um den bereits fahrenden Zug noch zu erreichen, war „bis gestern“ nicht klar, ob inzwischen auch im Dorstener Rathaus kluge Köpfe prüfen, ob und wo KI von Vorteil wäre. Zwei Positiv-Beispiele: Weit entwickelte KI-Programme lassen zu, eigens erstellte Unterlagen (Bebauungsplan) hochzuladen und Fragen zur Klimaverträglichkeit zu stellen. Die umgehend gesendeten Antworten können für den Entscheidungsprozess hilfreich sein. Oder eine Ratsfraktion wünscht einen Textentwurf für die nächste Haushaltsrede. Nichts einfacher und schneller als das. Wichtig ist, dass künftig immer verdeutlicht wird, dass KI „seine Hand im Spiel“ hat. Spannend und verwirrend gleichermaßen. Und nicht ungefährlich, weil Missbrauch bereits jetzt durch das Netz schwappt. KI im Dorstener Rathaus? Wir berichten weiter.

Rhader Gedanken ohne KI-Unterstützung      

Veröffentlicht am 06.10.2023

 

Idyllisch. Der nicht genutzte Bolzplatz Forks Busch. Kommunalpolitik Forks Busch soll zum Spielparadies werden

Kinder nennen ihre Wünsche

Noch liegt die für Rhade ökologisch wertvolle Waldfläche nahe der Raiffeisen-Tankstelle im Dornröschenschlaf. Mittendrin eine kleine freie Fläche, die als Bolzplatz dienen könnte, aber selten genutzt wird. Aus dem aktuellen Dorfentwicklungsplan, es gab bereits zwei Vorgänger, soll nun die genannte Fläche (plus) zum Spielplatz und Treffpunkt entwickelt werden. Ein Landschaftsplaner wurde beauftragt, Ideen zu entwickeln. Er konnte dabei auf entsprechende Vorstellungen des Rhader Bürgerforums zurückgreifen. Nun waren rund 30 Kinder an der Reihe. Bei einem Vororttermin konnten sie, mit Unterstützung ihrer Eltern, ihre Wünsche äußern. Laszlo Taube, der neue Dorfmanager dokumentierte die Ergebnisse, die sich aus geklebten grünen und roten Punkten ergaben. So lernten die Jüngsten bereits wie Bürgerbeteiligung geht. Jetzt sind die Profis gefragt, das Gewünschte umzusetzen. Gespannt warten die Kleinen darauf, ob und wann die Versprechen der Großen eingelöst werden. Ein langjähriger Begleiter der Rhader Kommunalpolitik erinnert an das Kapitel Skaterbahn. Nach jahrelangen kontroversen Diskussionen wurde eine Fläche neben dem Sportzentrum gefunden und entwickelt. Diejenigen, die den Wunsch vehement geäußert hatten, waren bei der Eröffnung bereits aus dem Skateralter heraus. Nun liegt die Bahn im tiefen Dornröschenschlaf.

Veröffentlicht am 02.10.2023

 

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