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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhade: Apothekenschließung ist ein großer Verlust
Zurück in die 70er Jahre?
Als 1973 die Rhader Ärztin Carola Martius starb, stand Rhade plötzlich ohne ärztliche Versorgung da. Ein riesiger Verlust und unhaltbarer Zustand. Die Kassenärztliche Vereinigung, zuständig für die flächendeckende Besetzung der Arztpraxen, verpflichtete übergangsweise einen persischen Arzt, die entstandene Lücke zu schließen. In kürzester Zeit gewann er zwar das Vertrauen der Rhader Bürger, durfte aber nicht dauerhaft bleiben. Sein Ausbildungsvertrag sah vor, wieder in sein Heimatland zurückzukehren. Die Rhader SPD warb mit einer viel beachteten Unterschriftenaktion für seinen Verbleib. Letztlich erfolglos.
Parallel machten die Rhader Sozialdemokraten das Fehlen einer Apotheke vor Ort zum Thema. Die (Presse)Wellen schlugen hoch, als die Versorgung der Rhader mit Medikamenten aus dem Nachbarort beschrieben wurde. Die wurde nämlich von der Lembecker Apotheke äußerst kreativ gehandhabt. Die Anlieferung erfolgte täglich, der Sammel- und Abholpunkt war der Frisör an der Lembecker Straße. In einem Wandkasten, alphabetisch gekennzeichnet, fand z. B. Frau Meier ihre Herztabletten unter dem Buchstaben M. Die öffentliche Diskussion darüber nahm Fahrt auf und führte schließlich dazu, in einem Neubau der Urbanus-Apotheke Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Nun ist die Rhader Apotheke geschlossen und Geschichte. Und das Angebot der Lembecker Apotheke, die Versorgung in Rhade zu übernehmen, erinnert an die 70er Jahre. Dass das keine dauerhafte Lösung ist, muss die Kommunalpolitik, im Zusammenwirken mit WINDOR, der städtischen Wirtschaftsfördergesellschaft, als zentrale Stadtentwicklungsaufgabe erkennen und eine schnelle Lösung für Rhade finden.
Ein dringlicher Zwischenruf eines Rhader Bürgers
Veröffentlicht am 15.11.2023
Kommunalpolitik Bürgerforum Rhade trifft sich - am Montag
Was muss vor Ort besser werden?
Seit einigen Jahren können alle Rhader Bürger und Bürgerinnen direkt an der Zukunftsentwicklung des eigenen Lebensmittelpunktes mitwirken. In freiwilligen Arbeitsgruppen werden so aus Ideen geförderte Projekte. Am kommenden Montag wird das Carola Martius-Haus zur offenen Bühne der Information und Diskussion. Begriffe wie Dorfentwicklung und Kultur vor Ort werden dann zum Leben geweckt. Um 19 Uhr wird der Sprecher des Bürgerforums, Heribert Triptrap, das Treffen eröffnen und zum Mitmachen auffordern. Die Rhader Sozialdemokraten, die sich immer für mehr Bürgerbeteiligung eingesetzt haben, schließen sich dem Wunsch der ehrenamtlichen „Macher“ nahtlos an: „Das Orgateam hofft wie immer auf eine gute Resonanz und einen interessanten und spannenden Abend.“ Montag, 13. November, 19 Uhr, Carola Martius-Haus.
Veröffentlicht am 10.11.2023
Kommunalpolitik Ein Dorfmanager für Rhade und Lembeck
Was ist das denn?
Jung, sympathisch und voller Dynamik. Die Rede ist von Laszlo Taube, dem ersten Dorfmanager für Rhade und Lembeck. Erst seit wenigen Monaten im Amt, sein Arbeitgeber ist die Stadtverwaltung Dorsten, ist er vielen im nördlichen Stadtgebiet bereits ein Begriff. Die Berufsbezeichnung DORFMANAGER ist neu und wirft natürlich Fragen auf. Was ist das? Was tut der? Wo arbeitet er? Was will oder soll er erreichen? Viele Fragen, doch die Antworten sind relativ klar. Laszlo Taube soll u. a. für eine bessere Verbindung zwischen den Bürgern in Rhade und Lembeck und der 12 Kilometer entfernten Stadtverwaltung sorgen. Daneben wird er als Netzwerker für alle engagierten Einzelpersonen, Vereine und Gruppen in beiden Dörfern wirken. Eine Zusammenarbeit über die emotionale Dorfgrenze Rhade/Lembeck hinaus, ist letztlich ein Mehrwert nicht nur für den Dorstener Norden, sondern auch für die Lippestadt. Wichtig ist, dass die neue Verwaltungsstelle kein Experiment auf Zeit ist, sondern unbefristet eingerichtet wurde. Wichtig ist aber auch, dass der Dorfmanager sich nicht von einzelnen Gruppen vor Ort vereinnahmen lässt, sondern frei im Denken und Handeln bleibt. Eine Sorge, die Laszlo Taube durch sein bisheriges Auftreten gar nicht erst aufkommen lässt. Mit der Einstellung des Dorfmanagers sind wiederkehrende Anregungen aus dem kommunalpolitischen Raum, auch über einen gemeinsamen, durch Wahlen legitimierten Ausschuss des Stadtrates für Rhade und Lembeck nachzudenken, nicht vom Tisch. Im Gegenteil. Dorfmanager, Bürgerforen und ein neuer Unterausschuss des Rates würden für größere Identifikation, für steigende Akzeptanz und kürzere Wege stehen, um gemeinsame Zukunftsprojekte im dörflichen Dorstener Norden zu stemmen.Kontakt: E-Mail: laszlo.taube@dorsten.de oder telefonisch unter der Rufnummer 02362 66-3338.
Ein Zwischenruf aus Rhade zur Einstellung des Dorfmanagers Laszlo Taube
Veröffentlicht am 06.11.2023
Kommunalpolitik Rhader Unternehmergemeinschaft (RUG) diskutiert über Entwicklungsziele
Was kann wo erweitert und neu entstehen?
Eine interessante Diskussion über die wirtschaftliche Entwicklung Rhades fand in der letzten Woche im Heimathaus an der Lembecker Straße statt. Eingeladen hatte die RUG, als Referent stand Holger Lohse, Stadtbaurat der Dorstener Verwaltung, Rede und Antwort. Obwohl das wichtige Zukunftsthema für Rhade existenziell ist, folgten nur wenige RUG-Mitglieder der Einladung. Dennoch war der Meinungsaustausch wichtig und als erster Aufschlag einer weiteren Diskussion, auch mit der städtischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft WINDOR, zu verstehen, so Achim Schrecklein auf Nachfrage, der als Mitglied der RUG, als stellvertretender Bürgermeister und als Mitglied der Rhader SPD vor Ort war. Der Wunsch, das Rhader Einkaufszentrum erheblich zu erweitern und Neuansiedlungen entlang der Lembecker Straße zu ermöglichen, muss mit allgemeinen Stadtentwicklungszielen und Vorgaben der Bezirksregierung in Übereinstimmung gebracht werden, dämpfte Holger Lohse etwas die Rhader Vorstellungen. Er zeigte aber auf, dass es durchaus eine größere Fläche im Eigentum der WINDOR gäbe, die als gewerbliches Mischgebiet entwickelt werden könnte. In der lebhaften Diskussion wurde die Ankündigung der Volksbank, etwas Neues in Rhade schaffen zu wollen, ebenso wie der Wunsch nach einem großzügigen Rhader Ärztehaus, verdeutlicht. Deutlich wurde aber auch, dass das Planungsamt (Lohse) nur die Rahmenbedingungen schaffen kann, auf mögliche Investoren keinen Einfluss habe. Hier, so ein Teilnehmer, müsste WINDOR den Dorstener Norden als Entwicklungsschwerpunkt erkennen und fördern. Gespannt darf auf die langwierige Fortsetzungsgeschichte „Rhade und die Zukunft“ geblickt werden.
Bericht eines Veranstaltungsteilnehmers
Veröffentlicht am 30.10.2023
Kommunalpolitik Rhade: Landrat und Bürgermeister vor Ort
Absichtserklärungen zur Verkehrslage
Dass seit der Eröffnung der A31 die mitten durch Rhade führende Kreisstraße verkehrsreicher, und dadurch gefährlicher wird, war allen Akteuren vor über 35 Jahren bewusst. Deshalb wurden Pläne zur Verkehrssicherheit ausgearbeitet und beschlossen. Nur die Umsetzung erfolgte nie. Mal protestierten die Anlieger der Lembecker- und Erler Straße erfolgreich, mal waren keine Finanzmittel verfügbar, mal konnte man sich nicht auf einen Komplettentwurf einigen. Konstant verlässlich waren dagegen immer Absichtserklärungen, etwas tun zu wollen. Nun, nach Jahrzehnten der Diskussion und 3 Rhader Rahmenplänen, sagen der amtierende Landrat aus RE und der Dorstener Bürgermeister vor Ort zu, „gemeinsam pragmatische Lösungen zu unterstützen“, so wörtlich aus der städtischen Pressemitteilung zitiert. 3 Bereiche wurden in den Focus der Überlegungen gerückt:
- Kreuzungsbereich am Ehrenmal. Der nun angedachte Kreisverkehr war übrigens bereits mehrfach im Haushaltsplan des Kreises vermerkt
- Die Querung zur Urbanusschule durch Verlegung der Fußgängerampel
- Der Kreuzungsbereich im Bereich Forks Busch
Zusätzlich stellte der Bürgermeister die Überplanung der Debbingstraße in Aussicht. Auch hier kann auf Pläne und Versprechungen zurückgegriffen werden, die noch aus der BM-Amtszeit von Lambert Lütkenhorst stammen. Unverständlich ist, dass der sehr gefährliche Kreuzungsbereich Stuvenberg/Lembecker Straße keine Erwähnung findet.
Fazit: Rhade muss verkehrssicherer werden. Aus den wiederholten Absichtserklärungen müssen nun fest terminierte Umsetzungen erfolgen. Und Termine wurden bisher nicht genannt.
Ein Rhader Zwischenruf nach Aktenlage
Veröffentlicht am 24.10.2023
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