Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Ein Dorstener Appell, den alle Bürger teilen sollten

„Dorsten steht weiterhin für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander ein“

Als Reaktion auf die bundesweite Debatte um „Stadtbild“-Aussagen des Bundeskanzlers bekräftigen der bisherige Integrationsrat und die Mitglieder des neuen Ausschusses für Chancengleichheit und Integration einstimmig: Dorsten steht für ein weltoffenes, tolerantes und solidarisches Miteinander. Aussagen auf Bundesebene, die Menschen anhand ihres äußeren Erscheinungsbildes einteilen, verunsichern weite Teile der Bürgerschaft. „Wir erleben in Dorsten täglich, dass Migration, Vielfalt und Hilfsbereitschaft unsere Stadt stärken. Pauschale Zuschreibungen widersprechen unserem gelebten Miteinander“, so die gemeinsame Position der Integrationsgremien. Der zukünftige Ausschuss für Chancengleichheit und Integration sieht sich in der Verantwortung, weiterhin aktiv an der Verbesserung der Migrationspolitik auf kommunaler Ebene mitzuwirken. Bereits heute werden in Dorsten gezielt Maßnahmen umgesetzt, um Herausforderungen wie beispielsweise drohende Segregation oder fehlende Sprachkenntnisse anzugehen. Gleichzeitig wird kontinuierlich an neuen Lösungen und Verbesserungen gearbeitet, um auch zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Deshalb rufen die Integrationsgremien alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, weiterhin gemeinsam für ein weltoffenes und tolerantes Miteinander einzustehen und klar Stellung gegen Rassismus zu beziehen. Migration, Vielfalt, Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft sind Stärken, die Dorsten auszeichnen – und daran darf sich auch in Zukunft nichts ändern!

Übernahme der Pressemitteilung Stadt Dorsten vom 11.11.2025

Veröffentlicht am 17.11.2025

 

Standort: Rhade Bahnhof. Die fehlenden Werkzeuge wurden nie ersetzt Kommunalpolitik Eine gute Idee, aber …

Sind fest installierte Radservicestationen in der Stadt wirklich noch zeitgemäß?

Wer viel mit dem Rad in Dorsten unterwegs ist, kennt die festinstallierten Servicestationen siehe Foto, die mit angeseiltem Kleinwerkzeug einem Radler in Not bei einfachen Reparaturen unterstützen sollen. Eine gute Idee, aber vielleicht doch eher nur Symbolik? Noch nie hat nämlich der Vielradler aus Rhade einen Zeitgenossen gesehen, der mit dem dort vorhandenen Werkzeugsatz sein Zweirad wieder fahrbereit repariert hat. Hinzu kommt, dass diese gut gemeinten Servicestationen auch als Ziel für Schabernack und Vandalismus angesteuert werden. Geklautes, aber nie erneuertes Werkzeug (Bahnhof Rhade), zeugt davon, dass die Servicestationen anscheinend gar nicht überprüft werden. Hinzu kommt, dass die Fahrradtechnik sich soweit entwickelt hat, dass Radler mit versuchter Selbstreparatur schnell an ihre handwerklichen Grenzen kommen. Wenn das Beschriebene von der Verwaltung bestätigt wird, sollte der nächste Schritt sein, darüber nachzudenken, ob die Servicestationen nicht doch eher nur Symbolik und ein Kostenfaktor sind. Vielleicht wäre die bessere Lösung auf Handwerksbetriebe in der Umgebung hinzuweisen, die ein „gestrandetes“ Hightech-Rad, früher Drahtesel genannt, erfolgreich zur weiteren Nutzung reparieren können. Die Dorstener Verwaltung wird gebeten, eine Einschätzung mitzuteilen, die hier ergänzend veröffentlicht wird.

Veröffentlicht am 14.11.2025

 

Kommunalpolitik Wie ein Denkmal ins Abseits gerät …

Der Dorstener Marktplatz wird gerne auch als gute Stube der Lippestadt bezeichnet. Könnte er aus seiner Geschichte erzählen, würden u. a. Aufmärsche, Feste, Kundgebungen, Verkaufsstände und Treffen unter Freunden dazugehören. Das Gesicht des Marktplatzes änderte sich im Laufe der Zeit nur unwesentlichen . Zwei Brunnen, jeweils an den Kopfenden, gelten einerseits als Blickfang, haben zum anderen aber viel über die 775jährige Geschichte zu berichten. Der eine Brunnen, von der Ehrenbürgerin Tisa von der Schulenburg, auch als Schwester Paula ein Begriff, entworfen und gestaltet hat eine besondere Bedeutung für Dorsten. Gespendet und der Stadt geschenkt hat ihn die Kreissparkasse Recklinghausen, heute Sparkasse Vest. Jahrzehntelang sprudelte er vor der alten Stadtwaage. An seinen Reliefs war die Geschichte der Stadt abzulesen. Dann kamen mächtige und einflussreiche Eventmanager, für die der Markplatz nie groß genug sein kann, um mit Veranstaltungen Kasse zu machen. Das ist überhaupt nicht zu kritisieren, wenn auf das „gewachsene“ Umfeld Rücksicht genommen wird. Als die Innenstadt mit Marktplatz neu gepflastert wurde, stand aber plötzlich die Forderung im Raum, den Brunnen vom Marktplatz zu verbannen. Obwohl es einen Empörungsaufschrei von Teilen geschichtsbewusster Bürgerinnen und Bürger gab, setzte sich die Gruppe durch, die heute den gesamten Marktplatz mit riesigen Zelten wochenlang zustellt. Der Brunnen wurde zwar vor der „Verschrottung“ gerettet, saniert, aber auf den Hinterhof des Marktplatzes verbannt. Dort plätschert er still und überwiegend unbeachtet vor sich hin. Und wenn der Marktplatz mit Zelten komplett zugestellt wird, mutiert Schwester Paulas Geschichtsbrunnen zur Abstellkammer für Müllbehälter. Siehe Foto vom 5. November 2025. Ihre Kunst hat mehr Respekt verdient.

Rhader Gedanken über das "Dorstener Wohnzimmer"

Veröffentlicht am 07.11.2025

 

Kommunalpolitik Erwartungen an den neuen Stadtrat

„Suchet der Stadt Bestes“

Nun sind sie im Amt. 44 Ratsmitglieder, plus Bürgermeister, also 45 Dorstener, die unsere Stadt positiv weiterentwickeln wollen. Wollen und müssen! Sie werden in mehreren Ausschüssen über Vorgaben der Verwaltung und eigene Ideen beraten. Die Bürger, die sie in dieses Ehrenamt auf Zeit gewählt haben, haben berechtigte Erwartungen, dass die Beschlüsse allen Bürgerinnen und Bürgern zugute kommen. Einige Gedanken im Vorfeld:

  • Schule/Weiterbildung: Bessere Kooperation aller Schulformen untereinander mit Vernetzung der VHS
  • Stadtmarketing/Kultur/Tourismus: Angebote auf alle Stadtteile ausweiten. Schwerpunktwerbung für bisher nicht erreichte Bevölkerungsschichten
  • Bauen: Bezahlbaren Wohnraum schaffen. Kein Baugebiet ohne sozial geförderte Wohnungen
  • Jugendhilfe: Ausweitung der präventiven Beratung in Schulen und Jugendhäusern
  • Sozial: Bundes- und Landesvorgaben durch eigene Programme ergänzen.
  • Sport: Sportförderung ist praktizierte Sozialarbeit. Unterstützung aller Vereine durch Fachberatung
  • Wirtschaft: Pflege der vorhandenen Unternehmen, Förderung neuer Firmengründungen. Tourismus/Übernachtungen flächendeckend neu denken
  • Umwelt/Planung: Kein Bauvorhaben ohne Photovoltaik. Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erhöhen. Fuß-, Rad- und Schulwege als Schwerpunkt-Projekt behandeln

Klar ist, dass kein Ausschuss losgelöst von anderen kreativ gestalten kann. Ohne ein Gesamtkonzept wird es nicht funktionieren. Daher sind Verwaltung und neuer Stadtrat aufgefordert, möglichst ohne Parteibrille das Wohl aller Bürgerinnen und Bürger in den Blick zu nehmen. Unser Appell von außen lautet: Suchet der Stadt Bestes!

Rhader Appell an den neuen Stadtrat unbd die Verwaltung 

Veröffentlicht am 06.11.2025

 

Kommunalpolitik Morgen nimmt der neue Stadtrat seine Arbeit auf

45 Ratsmitglieder stellen die Weichen für Dorstens Entwicklung

Um 17 Uhr wird die konstituierende erste Sitzung des neuen Stadtrates im großen Saal des Rathauses eröffnet. Dann wählen 23 CDU-Mitglieder, je 7 von der SPD und der AfD, drei Grüne, zwei Linke sowie je einer von der FDP und von der Satirepartei, u. a. den Bürgermeister. Tobias Stockhoff, einer der 23 CDU-Ratsmitglieder und langjährig im Amt des Ersten unter Gleichen, wird bei dieser eigenen Mehrheit problemlos wiedergewählt und seine dritte Amtszeit antreten können. Ein ökumenischer Gottesdienst kann zuvor um 16 Uhr besucht werden. So eingestimmt sollten alle 45 Ratsmitglieder bei ihrer kommenden ehrenamtlichen Arbeit immer das ganze Wohl der Stadt im Auge behalten. Hier liegt die Betonung auf DAS GANZE WOHL DER STADT. 75000 Einwohner in 11 Stadtteilen werden ganz genau hinsehen, ob die Wahlversprechen aller Parteien und ihrer Kandidaten eingehalten werden. Wir werden auf dieser Internetseite den neuen Stadtrat zwar kritisch aber konstruktiv begleiten.

Veröffentlicht am 04.11.2025

 

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