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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhade: Stirnrunzeln über eine Baustelle
Verschiebung einer Fußgängerampel um 50 Meter dauert an
Der bisherige Standort der Fußgängerampel nahe der Urbanus-Grundschule diente jahrelang als sicherer Überweg. Eine Anregung, sie um 50 (!) Meter in Richtung Turnhalle zu verschieben, sollte noch besser in das vorhandene Fuß- und Radwegenetz passen. Der Kreis RE kam sogar in Person des Landrates, um mit dem Bürgerforum und dem Bürgermeister die gesamte Verkehrslage in Rhade zu besprechen. Herausgekommen ist u. a. die „Umsiedlung“ der Fußgängerampel. Ob allen Besprechungsteilnehmern klar war, dass sich daraus eine Großbaustelle mit wochenlanger Verkehrsbeschränkung entwickelt, wissen wir nicht. Nun wird die Straße sogar bis Ende Oktober komplett gesperrt, um Restbauarbeiten durchzuführen. Eine weiträumige Umgehung wurde ausgeschildert. Ortskundige nutzen inzwischen aber die Wirtschaftswege als persönliche Umleitung. Verständlich. Für Radfahrer und Fußgänger jedoch nicht ungefährlich. Haken wir das ab. Was wir aber gerne wüssten, wie tief der Kreis Recklinghausen in die Tasche greifen muss, um diese Maßnahme zu bezahlen. Und natürlich, ob auch unsere Stadt die Kosten beziffern wird, die durch begleitende Maßnahmen entstanden sind. Fragen wir doch einfach mal den Landrat und den Bürgermeister. Dieser Text wird ihnen deshalb zugestellt, um zu erfahren was die Verschiebung der besagten Fußgängerampel gekostet hat. Wir berichten umgehend, wenn die erbetenen Auskünfte eingetroffen sind.
Veröffentlicht am 13.10.2025
Kommunalpolitik Kommunalwahl NRW und Dorsten
SPD verharrt im Keller
Jetzt ausschließlich in Pessimismus zu machen, ist nicht angebracht. Aber die Lage schönzureden wäre fataler Selbstbetrug. Die SPD schafft es seit längerer Zeit nicht, in der Fläche Wahlen zu gewinnen. Wer genau hinsieht erkennt, dass die Parteien-Konkurrenz im Prinzip nicht besser ist, dennoch mehr Wählerzustimmung erhält. Wer die Kommunalwahlprogramme der demokratischen Parteien nebeneinander legt, wird kaum Unterschiede erkennen. Also sind es andere Faktoren, die wahlentscheidend sind. In der Außendarstellung punktet immer der, der gerade oben steht. Einem Bürgermeister steht dazu eine eigene Rathaus-Presseabteilung zur Verfügung, die täglich die örtlichen Medien mit Meldungen aller Art versorgt. Eine SPD auf der Oppositionsbank muss sich anders Gehör verschaffen. Sie muss beispielsweise in jedem Stadtteil präsent sein. Monatliche öffentliche Sprechstunden helfen zu erkennen, wo der Schuh in nächster Nachbarschaft drückt. Nur so wird Vertrauen zurückgewonnen. Der Erfolg bei Wahlen stellt sich dann ein, wenn diese oder ähnliche Aktivitäten nicht erst 8 Wochen vor der Kommunalwahl starten, sondern morgen!
Ein persönlicher Kommentar eines Sozialdemokraten aus Rhade
Veröffentlicht am 30.09.2025
Kommunalpolitik SPD-Kandidat unterliegt knapp
Landratswahl RE bestätigt Amtsinhaber der CDU
Dr. Karsten Schneider hat es nicht geschafft, die Stichwahl gegen den bisherigen Amtsinhaber Bodo Klimpel zu gewinnen. Das Endergebnis im gesamten Kreis Recklinghausen, bestehend aus 10 Kommunen, ist denkbar knapp. Für Karsten Schneider stimmten 48,1 %, für Bodo Klimpel 51,9 %. Damit ändert sich nichts an der Spitze im Kreishaus.
Das Ergebnis in Dorsten hatte schon bei der letzten Wahl, als Michael Hübner für die Sozialdemokraten antrat, wesentlichen Anteil daran, dass ein Wechsel ausblieb. Auch in diesem Jahr hat der CDU-Kandidat in der Lippestadt deutlich gewonnen. Bodo Klimpel 67,4%, Dr. Karsten Schneider 32,6%. Wir gratulieren Bodo Klimpel zur Wiederwahl und äußern Dank und Respekt gegenüber Karsten Schneider für sein gewaltiges Engagement. Erstes Fazit aus Rhade: Die Sozialdemokraten müssen „morgen“ beginnen, sich klar und unmissverständlich auf allen Politikfeldern zu positionieren. Leichter gesagt als getan - aber alternativlos, wollen sie wieder vorne „mitspielen“.
Veröffentlicht am 28.09.2025
Kommunalpolitik Dorsten: Kommunalwahl-Nachlese
Julian Fragemann überzeugt mit Stil und Fairness
Die Wahlniederlage der gesamten SPD in der Lippestadt war dramatisch. Auch Julian Fragemann, der als Bürgermeisterkandidat „vornweg marschierte“, konnte seine Außenseiterrolle gegenüber dem Amtsinhaber nicht verlassen. Er zeigte sich als fairer Verlierer und gratulierte umgehend und aufrichtig dem alten und neuen Bürgermeister zu dessen deutlichem Wahlsieg. Julian Fragemann war in den langen Monaten seit seiner Nominierung in ganz Dorsten ständig unterwegs um zuzuhören und sich zu positionieren. Ein absoluter Kraftakt. Dabei hat er auf ganzer Linie überzeugt und auch den müde gewordenen Sozialdemokraten neues Leben, sprich Motivation, eingehaucht. Sie bildeten eine Einheit und traten selbstbewusst auf. Grund für Julian Fragemann noch am Abend der bitteren Erkenntnis, dennoch verloren zu haben, allen Helfern, Mitgliedern und Wählern der SPD Respekt und Dank auszusprechen. Dass, was nach Wahlen häufig als Pflichtübung der Politiker „rüberkommt“, war bei Julian Fragemann aufrichtig und ehrlich. Die SPD ist gut beraten, jetzt nicht „in Sack und Asche“ zu verharren, sondern die gewaltige Herausforderung anzunehmen, unsere Demokratie durch weiteres Engagement zu stärken und zu verteidigen. Ein Zitat von Bertold Brecht kann helfen, die Niederlage zu verarbeiten:
„Die Schwachen kämpfen nicht,
Die Stärkeren kämpfen vielleicht eine Stunde lang.
Die noch stärker sind, kämpfen viele Jahre.
Aber die Stärksten kämpfen ihr Leben lang.
Diese sind unentbehrlich.“
Veröffentlicht am 22.09.2025
Kommunalpolitik Kommunalwahl Rhade: Nachdenklichkeit ist angesagt
Die Weichen sind neu gestellt. Die Wahl zum Dorstener Stadtrat hat die CDU (wieder) klar gewonnen. Der Bürgermeister Tobias Stockhoff wurde mit außergewöhnlich gutem Ergebnis wiedergewählt. Aus Rhade ziehen Andreas Richter und Maren Niermann direkt in den 44-köpfigen Stadtrat ein. Unser aufrichtiger Glückwunsch gilt allen dreien gleichermaßen. Während auf der genannten Seite Freude herrscht, dominiert bei den unterlegenen Konkurrenten verständliche Enttäuschung. Besonders Achim Schrecklein und Lothar Danielowski, die für die SPD in Rhade kandidiert haben, können auch Tage nach dem Wahlsonntag das Rhader Ergebnis nicht deuten. Warum Kandidaten anderer Parteien, die kein Mensch in Rhade kennt oder je gesehen hat, Wählerstimmen in nicht geringer Zahl erhalten, will den hier heimischen engagierten Sozialdemokraten einfach nicht in den Kopf. Obwohl der Begriff Kommunalwahl signalisiert, dass es dabei um den eigenen Lebensmittelpunkt geht, scheinen insbesondere bundespolitische Akzente höher gewertet worden zu sein. Das muss nachdenklich stimmen. Nachdenklich deshalb, weil der Ausgang dieser Kommunalwahl in ganz NRW gezeigt hat, dass selbst ehrenamtliche Kümmerer vor Ort, wie Achim Schrecklein und Lothar Danielowski, gegen den negativen Trend, den die eigene Partei erfasst hat, momentan nicht ankommen. Auch sie (und ihre vielen Helfer) haben unseren uneingeschränkten Dank für ihren gesellschaftspolitischen Einsatz verdient.
Veröffentlicht am 18.09.2025
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