Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Der (Welt)Frieden ist in Gefahr - Aufstehen für den Frieden!

Demonstrationen gegen militärische Gewalt? Fehlanzeige!

Vor 40 Jahren gingen Hunderttausende auf die Straße, um für ein friedliches Miteinander zu werben. Der Kalte Krieg, so ein feststehender Begriff, sorgte für immer mehr Aufrüstung in den beiden Machtblöcken des Westens und Ostens. Das Ziel war, ein „Gleichgewicht des Schreckens“ zu erreichen. Dann, so die These, wird es keine militärischen Abenteuer geben. Parallel wurde angestrebt, Verhandlungen über ein friedliches Miteinander aufzunehmen, gegenseitige Sicherheitsgarantien zu vereinbaren und friedlichen Wandel durch Annäherung anzustreben. Heute blicken wir verstört auf die geopolitische Lage. Der Kalte Krieg ist wieder da, neue Machtzentren (China) sind Realität, autoritäre Politiker immer häufiger an der Macht. Während Politiker die Pendeldiplomatie viel zu spät wieder neu entdeckt haben, Presseberichte versuchen, die Lage in Putins Reich zu kommentieren, macht sich in der breiten Öffentlichkeit eine erstaunliche Gleichgültigkeit breit. Vor 40 Jahren gab es eine Friedensbewegung in unserem Land, die gehört wurde. Auch in Dorsten. Heute lesen wir nur noch von Impfgegnern die auf die Straße gehen, um für ihre queren Gedanken aggressiv zu demonstrieren. Gut wäre, wenn es eine neue Bewegung für Frieden von Schülern und Studenten, unterstützt von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien und anderen gesellschaftlichen Institutionen gäbe. Das Motto der Straße vor 40 Jahren lautete „Aufstehen für den Frieden“. Hat an Aktualität nichts verloren.

Ein friedlicher Appell aus Rhade

 

Veröffentlicht am 20.02.2022

 

Gesellschaft Vom Flüchtling zum Facharbeiter - Ein Lehrstück für Integration und Standfestigkeit

Khalid Hashimi aus Afghanistan und Konrad Neumann aus Rhade haben es gemeinsam geschafft

Es war ein weiter Weg. Der aus Afghanistan und der zur bestandenen Gesellenprüfung. Khalid Hashimi hat ihn bewältigt. Dass er in seinem Heimatland nie eine allgemeinbildende Schule besuchen konnte, toppt das Erreichte nochmals deutlich. Einer, der ihn als zertifizierter Integrationslotse dabei seit 2015 begleitet hat, ist Konrad Neumann. Beide verdienen Respekt und Dank für ihre Standfestigkeit. Wer aber glaubt, dass dieser Weg glatt und eben war, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Flüchtlinge, die in Deutschland an die Eingangstür klopfen, haben einen Parcours teils unüberwindlicher Hindernisse zu bewältigen. Neben der neuen Sprache und unbekannten Regeln, sind es vor allem bürokratische Hürden, die nicht selten Bittsteller und ehrenamtliche Unterstützer verzweifeln lassen. Heute ist Khalid Hashimi 27 Jahre alt. Heute blickt er stolz auf seine Leistung, die Facharbeiterprüfung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker geschafft zu haben. Er zeigt sich sehr dankbar allen gegenüber, die ihn dabei unterstützt haben. Konrad Neumann und seine Familie haben einen Flüchtling betreut und einen Freund gewonnen. Und unsere Gesellschaft ist gut beraten, dieses Beispiel erfolgreicher Integration als Blaupause für weitere Anstrengungen  zu übernehmen. Deutschland muss nämlich mehr Einwanderungsland werden, um mit der überalterten Gesellschaft in der global vernetzten Welt „zu überleben“. Ohne Khalid Hashimi wären wir bereits jetzt ärmer.

Eigener Bericht auf Grundlage der Dorstener Zeitungsreportage - Khalid Hashimi hat den Gesellenbrief und sagt: „Danke für alles“ - am 04.02.2022

Veröffentlicht am 16.02.2022

 

Gesellschaft Ein stilles Gedenken im Garten des Jüdischen Museums Dorsten

Veröffentlicht am 27.01.2022

 

Gesellschaft Heute einmal kurz inne halten

Holocaust-Gedenktag - „Was hätte ich getan?“

Am 27. Januar gedenken weltweit Menschen an die bestialische Ermordung von über 6 Millionen Juden zwischen 1933 und 1945. Von Deutschen kalt geplant, siehe Wannsee-Konferenz vor 80 Jahren, von Deutschen verübt, von Deutschen unterstützt, von Deutschen geduldet. Überall. In Berlin, Leipzig, Bremen, Frankfurt, München und auch in Dorsten. Die nicht mehr lebende aktive Tätergeneration hat uns Nachgeborenen ein schweres Erbe hinterlassen. Nicht Kollektivschuld, aber Kollektivscham. In einer groß angelegten aktuellen Studie wurden 16-25jährige nach ihrem Wissen und Interesse an den Gräueltaten der Nazis befragt. Interessant ist, dass sich 75% der Befragten offen zeigten, während sich ihre Elterngeneration in der Umfrage mit 66% zurückhaltender erwies. Wichtig für die jungen Menschen ist die Erkenntnis, dass durch Rassismus Demokratien in Gefahr geraten. Und, dass ihnen nur eine friedliche Welt für die eigene Entwicklung offen steht. Während sich ein Großteil der Befragten vom Gedankengut der Nazis distanziert, verhehlt ein kleiner Teil nicht, damit zu sympathisieren. Eine Studie, die die Teilnehmer zwingt, inne zu halten und selbstkritisch zu fragen, wie sie sich selbst in dieser Zeit verhalten hätten. Ein Ansatz, der für den Schulunterricht wichtig ist, so der Leiter der Studie. Heute gedenken wir der Nazi-Opfer und nutzen die Studie auch, um aktiv unsere demokratischen Strukturen zu stärken. Ein Versprechen gegenüber der jungen Generation.

Eigener Beitrag auf Grundlage des Berichts in den Ruhr Nachrichten „Was hätte ich getan?“ am 26.01.2022

Veröffentlicht am 27.01.2022

 

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