Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Stolpersteine in Dorsten sind Teil des größten dezentralen Mahnmals - weltweit!

Dorstener Ursula-Gynasium erinnert mit beeindruckender Broschüre - Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist

Erst Ende der 70er Jahre wurde vielen Dorstenern klar, dass auch hier jüdische Bürger lebten, die in der Nazizeit zwischen 1933 und 1945 „gedemütigt, verfolgt, vertrieben und ermordet“ wurden, so wie es auf der von Schwester Paula gestalteten Gedenktafel in der Wiesenstraße zu lesen ist. Der Mantel des (Ver)Schweigens, der schwer über der Stadt lag, wurde endlich beiseite gezogen. Nach der Bürgerinitiative „Dorsten unterm Hakenkreuz“, die das Grauen in mehreren Büchern dokumentierte, war es in der Folge die Initiative, „Frauen für den Frieden“, die sich in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gunter Demnig ab 2005 mit sogenannten Stolpersteinen gegen das Vergessen stemmte. 38 Messingplatten an 10 Dorstener Standorten erinnern so an die schrecklichen Schicksale der ermordeten Dorstener Juden. Nun haben Schülerinnen und Schüler des St. Ursula-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Westfalen eine Broschüre „Stolpersteine in Dorsten“ veröffentlicht, die bestens in die Dorstener Geschichtsarbeit von unten passt. Dorsten darf stolz sein, die Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte „angepackt“ zu haben. Dank den jungen Menschen des Ursula-Gymnasiums, dass sie uns wieder über diesen dunklen Fleck haben stolpern lassen.

Ein Dank aus Rhade in Richtung St. Ursula-Gymnasium

mehr unter: www.stolpersteine-dorsten.de

                    www.jmw-dorsten.de

                    www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de

Veröffentlicht am 25.01.2022

 

Gesellschaft Erinnerung: Heute vor 80 Jahren fand die sogenannte Wannsee-Konferenz der Nazis statt

Endlösung war eiskalt geplanter Mord - millionenfach!


Am 20. Januar 1942 beschlossen 14 hochrangige Mitglieder der NSDAP unter Leitung des SS-Obergruppenführers Heydrich in knapp 2 Stunden "Verhandlungsdauer", alle erfassten 11 Millionen Juden in Deutschland und Europa zu deportieren und der Endlösung zuzuführen. Das 15seitige Protokoll schrieb Adolf Eichmann. Es ist ein Dokument des Schreckens. Zu lesen auf der Internetseite der "Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz" www.ghwk.de Wir Rhader Sozialdemokraten gedenken der Opfer und versprechen: NIE WIEDER!

 

Veröffentlicht am 20.01.2022

 

Gesellschaft Für Sie gelesen: Die Kluft zwischen Arm und Reich wird seit Jahren immer breiter

Die soziale Ungleichheit auf der Welt ist dramatisch: Seit 1995 hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung fast 20-mal mehr Vermögen angehäuft als die ärmsten 50 Prozent der Menschheit zusammen.

Quelle: Oxfam ist eine globale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation

Veröffentlicht am 18.01.2022

 

Gesellschaft Wenn Parteien die Mitglieder ausgehen - Bürgerforen sind Ergänzung, aber kein Ersatz

Eine Gefahr für unsere Demokratie

Noch versuchen fast alle Parteien ihren Mitgliederschwund schönzureden. Tatsächlich gibt es kurzfristig auch andere Entwicklungen, die aber schnell verpuffen. Der „treue Parteisoldat“, auf den die Volksparteien immer setzen konnten, war gestern. Auf den ersten Blick nicht beunruhigend, aber hinter die Kulissen geblickt, eine gefährliche Entwicklung für unsere Demokratie. Auch wenn es einschränkend im Grundgesetz Artikel 21 heißt, dass die Parteien an der Willensbildung mitwirken, ist auf sie nicht zu verzichten. Gut zu beobachten, wenn Bürgerinitiativen kurzfristig hochpolitisch agieren, aber nur ihren Problembereich sehen und sehen wollen, und sich nach erfolgtem Engagement ins Private zurückziehen. Parteien dagegen müssen die ganze Bandbreite unserer Gesellschaft im Blick haben. Finanzen, Jugend, Kultur, Sport, Soziales, Umwelt, Bildung, Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft - kurz alles, was uns in unserem Leben täglich begegnet. Bürgerbeteiligung, auch in sogenannten Bürgerforen organisiert, ist eine wesentliche Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz. Die Fluktuation der Akteure gehört zu diesem „Geschäftsmodell“ dazu. Politik, besonders Kommunalpolitik ist nur dann erfolgreich, wenn über den Tag hinaus gedacht und gehandelt wird. Jede Bürgeridee muss in ein Gesamtkonzept passen, das die genannte Bandbreite unserer Gesellschaft berücksichtigt. Parteien, die sich zur Wahl stellen und so demokratisch legitimiert sind, sind daher unverzichtbar. Bluten sie wegen fehlender Mitglieder aus, wackeln unsere demokratischen Strukturen. Dass Parteien selbst einen wesentlichen Anteil an dieser Entwicklung haben, soll nicht unterschlagen werden. Wer aber will, dass sich wirklich etwas, zum Beispiel vor Ort, bessert, sollte Mitglied in einer demokratischen Partei werden.

Ein Rhader Werbetext für demokratische Parteien

Veröffentlicht am 13.01.2022

 

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