Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft 8. Mai – Ein nationaler Gedenktag

Vor 76 Jahren wurden wir vom menschenverachtenden Nationalsozialismus befreit

 

Es war der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker, der 1985 endlich den Deutschen schonungslos sagte, dass sie nicht den Weltkrieg verloren haben, sondern vom Faschismus befreit wurden. Heute, am 8. Mai, machen wir auf eine 16-teilige Edition „Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden“ aufmerksam, um gegen das Vergessen aufzustehen. Dazu zitieren wir 2 Dokumente, die das Blut in den Adern gefrieren lassen:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, … richte ich an Sie die ergebene Bitte, mir zu gestatten, noch einige jüdische Wohnungen wegen Überlassung von Möbeln zu besichtigen, … um unsere neue Dienststelle im alten Rathaus einzurichten. Dazu fehlen noch einige Schreibtische …, besonders auch kauk. Nußbaumstühle, die zu den Möbeln aus der jüdischen Wohnung Durst … passen. Für einen baldigen Bescheid bin ich dankbar. Heil Hitler!“

Schreiben der Kreisfrauenschaftsleiterin … der NSDAP an den Bürgermeister von Teschen, Koperberg vom 13.12.1939

Betr. Waffenschaden – Gewehr Nr. 6682. Bei der am 3.11.1943 in Trawnicki stattfindenden Judenaussiedlung wurde ich von einer Jüdin … tätlich angegriffen und leicht verletzt. Da die Person Anstalten machte, nochmals zum Schlage auszuholen, sah ich mich genötigt, abzuwehren, und schlug ihr mit dem Kolben … auf den Schädel, wobei der Kolben leicht beschädigt wurde. Der Schaden selbst ist unerheblich … und beeinträchtigt die Feuerkraft … nicht im geringsten, was durch den Gebrauch im Anschluß an diesen Vorfall unter Beweis gestellt werden konnte.“

Meldung vom SS-Hauptscharführer Miller vom 31.1.1944

 

Quelle: DIE ZEIT Nr. 17, 22. April 2021 „Bald sprechen nur noch die Quellen“

Veröffentlicht am 08.05.2021

 

Gesellschaft SOLIDARITÄT IST ZUKUNFT

Der 1. Mai ist mehr als ein Feiertag - Michael Hübner, SPD-MdL erinnert an Gewerkschaftswerte, die auch der Sozialdemokratie nie fremd waren und nie von gestern sein dürfen:

„Das Motto zum diesjährigen Tag der Arbeit lautet „Solidarität ist Zukunft“. In diesem Jahr fordern die Gewerkschaften zum Tag der Arbeit, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Ende nicht die Zeche für die Krise zahlen. Diese Forderung ist richtig, denn diese Pandemie und ihre Folgen kann nur gemeinsam und solidarisch bewältigt werden“, so der SPD-Landtagsabgeordnete für Dorsten und Gladbeck, Michael Hübner.

 

Veröffentlicht am 01.05.2021

 

Foto:Internetseite Stoplersteine Dorsten Gesellschaft Dorstener SPD: „Wir dürfen nicht vergessen, wir müssen die Erinnerung wach halten“

Ein Antrag an den Stadtrat und die Geschichte dahinter

 

Ein angesehener Dorstener Bürger wird 1942 von den hiesigen Nationalsozialisten aus seiner Heimatstadt ins KZ Riga (heute Lettland) deportiert und dort ermordet. Einer von 25.000 deutschen Juden. Seit 1988 erinnert eine Straße in unserer Stadt an den letzten Vorsteher der Jüdischen Gemeinde. In Riga wurde 2001 vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der lettischen Partnerorganisation eine Gedenkstätte errichtet, um sich zu erinnern und nicht zu vergessen. Unterstützt wird dieses wichtige Anliegen vom Deutschen Riga-Komitee, dem inzwischen viele Städte in unserem Land beigetreten sind. Jetzt hat die Dorstener SPD-Fraktion auf Initiative des Ortsvereins Wulfen beantragt, Dorsten möge dem Komitee beitreten, um so das wichtige Anliegen gegen das Vergessen zu unterstützen. Ergänzend beantragen die Sozialdemokraten jährlich 5.000 Euro in den Haushalt der Stadt einzustellen, um Jugendlichen aus Dorsten den Besuch im Gedächtniswald Riga-Bikernieki zu ermöglichen. Eine wichtige Initiative, die im Stadtrat eine einstimmige Unterstützung finden sollte.

Eigener Bericht

 

Weitere Informationen zu Julius Ambrunn u. a. unter

www.stolpersteine-dorsten.de

www.dorsten-lexikon.de

Veröffentlicht am 15.04.2021

 

Gesellschaft Dorsten darf den 22. März 1945 nie vergessen

Bombenhagel zerstörte die Stadt

Nie wieder Krieg! Ein Versprechen, an das immer wieder neu erinnert werden muss. Es war Nazi-Deutschland, das 1939 die Nachbarstaaten überfiel und für millionenfachen Tod verantwortlich zeichnete. Um den Fanatismus und das Morden der Nazis endlich zu beenden, warfen die Alliierten auch Bomben über deutschen Städten ab. Die Lippestadt wurde heute vor 76 Jahren in Schutt und Asche gelegt. 47 Tage später, am 8. Mai, kapitulierte Deutschland. Der 2. Weltkrieg war zu Ende. Nach und nach wurden die fassungslos machenden Gräueltaten der Nazi-Mörder sichtbar. Wir Dorstener haben die Pflicht, am heutigen 76. Jahrestag der Bombardierung uns in Erinnerung zu rufen, dass „Krieg niemals ein Mittel der Politik sein darf“, Willy Brandt anlässlich der Friedensnobelpreis-Verleihung 1971.

„Der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben“, so auch Gustav Heinmann (SPD), der zwischen 1969 und 1974 unser Bundespräsident war. Ein Vermächtnis, das gleichwertig neben dem beeindruckenden Plakat von Käthe Kollwitz mit der Inschrift „Nie wieder Krieg“ steht.

 

Eigener Beitrag

Veröffentlicht am 22.03.2021

 

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