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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft WILLKOMMEN 2021
Rhade: Wir blicken nach vorn
Selten schwebte soviel Unsicherheit über unseren Köpfen. 2020 hat uns plötzlich und völlig unerwartet unsere Grenzen aufgezeigt. Wir alle waren gezwungen, uns mit dieser neuen Situation zu arrangieren. Statt überschäumende Freude zum Start des neuen Jahres zu zeigen, ist Nachdenklichkeit mit den Händen zu greifen. Betrachten wir das nicht negativ. Blicken wir nach vorn, um die erkennbaren Herausforderungen zu bestehen. Und diese sind nur gemeinsam zu bewältigen. In der Partnerschaft und der Familie, genauso wie in der Schule, dem Berufsleben und der Politik. Wenn wir „oben“ etwas verbessern wollen, müssen wir „unten“ damit beginnen. Ein Vorsatz, der uns im neuen Jahr begleiten soll.
Ein gesellschaftspolitischer Willkommensgruß der Rhader SPD zum Jahresbeginn
Veröffentlicht am 01.01.2021
Gesellschaft Deutschland stillgelegt – Auswirkungen treffen auch die Parteien
Demokratischen Strukturen werden geschwächt
Abstand halten. Diese harte Maßnahme begleitet uns schon seit Monaten. Dennoch müssen ständig auf allen Ebenen wichtige, teils lebensnotwendige Entscheidungen getroffen werden. In der Familie, den Schulen, den Unternehmen, aber auch auf der politischen Bühne im Bund, den Ländern und unseren Kommunen. Demokratisch legitimiert sind sie dann, wenn die gewählten Abgeordneten in den Parlamenten und Stadträten mitberaten und mitentscheiden. So die Theorie. Zurzeit entscheiden aber die Regierungen und Bürgermeister, um sich erst danach das OK der Legislative geben zu lassen. Eine politische Gratwanderung. Die Parteien wären jetzt gefragt, um mit ihren Ideen, Anregungen und Forderungen die Exekutive zu unterstützen und zu kontrollieren. Aber sie sind auch stillgelegt. Eine unheimliche Sprachlosigkeit hat unsere Parteien befallen. Während „die da oben“ noch per Videokonferenz regelmäßig miteinander kommunizieren, macht sich „da unten“ überwiegend Ratlosigkeit und Schulterzucken breit. Es wird für die Ortsvereine aller Parteien sehr schwer werden, aus dieser depressiven Phase wieder herauszukommen. Unsere demokratischen Strukturen werden so geschwächt. Keine guten Aussichten.
Ein besorgter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 16.12.2020
Gesellschaft Aktuell: Historischer Rückblick - Der Kniefall Willy Brandts vor 50 Jahren in Warschau
Eine unvergessene Geste der Versöhnung des damaligen SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzlers. Willy Brandt ehrte so die Opfer der Nazizeit und des 2. Weltkriegs. Willy Brandt erhielt 1971 den Friedensnobelpreis.
Veröffentlicht am 08.12.2020
Gesellschaft Corona und die vergessenen Menschen - Sonntagsgedanken aus Rhade
Selbstbestimmtes Leben in Behinderteneinrichtungen zur Zeit unmöglich
Bundesteilhabegesetz. Ein Meilenstein in unserer Gesetzgebung. Ein beeindruckender Erfolg der Großen Koalition. Der Kern des Gesetzes besteht darin, allen Menschen (mehr) Möglichkeiten zu bieten, am öffentlichen Leben selbstbestimmt und gleichberechtigt teilhaben zu können. Auch denen, die zum Beispiel an einer geistigen Behinderung leiden. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es dazu unmissverständlich im Artikel 1 unseres Grundgesetzes. Die fortschrittliche Gesetzgebung ist ein ungemein wichtiger Teil unseres Wollens, die Umsetzung stößt aber im Alltag an bittere Grenzen. Blicken wir aktuell in eine sogenannte Behinderteneinrichtung, die ältere (und alte) Menschen betreut. Würde hier das Corona-Virus auftreten, wäre es für die Mehrzahl der nicht selten auch körperlich sehr schwachen Bewohner tödlich. Das bedeutet, dass seit Monaten ein absolutes Ausgehverbot vom Träger der Einrichtung ausgesprochen werden musste. Alle Gruppenaktivitäten sind so gut wie eingestellt. Besucher, wenn es überhaupt noch Angehörige gibt die sich kümmern, können nur von Fall zu Fall in absoluter Schutzkleidung das abgeschlossene Wohngebäude des zu Betreuenden betreten. Während wir die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen verstehen und teilen, lösen sie bei den Menschen mit Behinderungen Unverständnis, Nichtverstehen, Trauer und Tränen aus. Da spielen sich täglich Dramen ab. Mitleid ist angebracht! Eine weitere Gruppe verdient unseren Respekt und Dank. Die Betreuerinnen und Betreuer vor Ort. Sie leisten täglich Unglaubliches, um den von der Öffentlichkeit weitgehend vergessenen Menschen psychische Stabilität zu verleihen. DANKE!
Veröffentlicht am 06.12.2020
Gesellschaft Für Sie gelesen: DIE MACHT DER CLANS
Kein Roman! - Eine Beschreibung aus dem wirklichen kriminellen Leben in Deutschland
Nach der Lektüre des fast 350 Seiten starken Buches, das vom SPIEGEL Bestseller-Autor Thomas Heise und Claas Meyer-Heuer verfasst wurde, ist Nachdenklichkeit angesagt. Irritation, Ungläubigkeit und Fassungslosigkeit machen sich nämlich nach der Lektüre beim Leser breit. Dass es kriminelle Familienclans in unseren Großstädten gibt, war bekannt. Neu ist das Ausmaß der kriminellen Machenschaften arabischer Großfamilien, gepaart mit einer kalten Verachtung gegenüber unserem liberalen Rechtsstaat. Leidtragende sind nicht nur die Opfer der Täter, sondern auch unsere Polizei, die akribisch ermittelt und überführt, aber nicht selten durch Datenschutz und personell unterbesetzte Staatsanwaltschaften und Gerichte im wahrsten Sinne des Wortes ausgebremst wird. Man ist beim Lesen immer wieder versucht, an Übertreibung der Autoren zu glauben. Dafür sind aber alle Belege über die Täter, die Taten und die Ermittlungserkenntnisse akribisch zusammengefasst und genauestens dokumentiert. Gefährlich wird es, wenn das Buch „falsch“ gelesen und interpretiert wird. Nämlich, wenn der politische Ruck nach rechts damit verbunden ist. Die Autoren fordern am Schluss des lesenswerten Buches dazu auf, dass „die Politik ihren (momentanen) rationalen Blick auf die Auswüchse der Großfamilien beibehalten muss und auf keinen Fall in ideologische Grabenkämpfe absinken darf. Die Bekämpfung der Clan-Kriminalität muss ein fester Bestandteil der Politik bleiben.“
Eigener Rhader Beitrag. SPIEGEL Buchverlag - Deutsche Verlags-Anstalt
Veröffentlicht am 05.12.2020
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