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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft „Erzählt bitte nicht länger, nichts gewusst zu haben“
Unterbringung von „Wander- oder Gastarbeitern“ war schon immer ein Problem
Die Arbeits- und Hygienebedingungen in Fabriken sind in Deutschland bestens geregelt. Dass sie nicht immer eingehalten werden, wissen wir alle. Dass sie nicht regelmäßig überprüft werden, hat mit Personaleinsparungen in unseren Verwaltungen zu tun. Also ein hausgemachtes Problem. Um in unserer Produktion Kosten zu sparen, werden Arbeitskräfte aus EU-Mitgliedsländern mit niedrigerem Lebensstandard angeworben, hier auf Zeit Geld zu verdienen. Einfach gesagt, sie sind billiger zu haben. Egal ob sie in der Landwirtschaftsindustrie, der Automobilindustrie, der Textilindustrie, der Bauindustrie oder in der Fleischindustrie „malochen“. Damit sie nach getaner Arbeit wieder abgestoßen werden können, erhalten sie, wenn überhaupt, sogenannte Werkverträge. Alles nach gültigem Recht und Gesetz. Um also in kurzer Zeit mehr zu verdienen als im eigenen Heimatland, nehmen diese „Wanderarbeiter“ einiges auf sich. Sie werden nicht selten in Massenunterkünften untergebracht. Organisiert von ihren „Vermittlungsagenturen“ zu horrenden Mietpreisen pro Bett und Zimmer. Dazu werden „Schrottimmobilien“ ersteigert, die sich dann zu Problemhäusern entwickeln. Stellenweise hausen mehr als 100 Menschen in einem 3 Familienhaus. Die hygienischen Bedingungen schreien zum Himmel. Gelsenkirchen, Dortmund, Duisburg und andere Städte kennen diese europäische Fehlentwicklung und – sind machtlos. Die Bilder aus Göttingen und Gütersloh, die uns zurzeit aus den Corona-Hotspots im TV erreichen, müssen nicht weiter kommentiert werden. „Wir haben Gastarbeiter gerufen, aber es kamen Menschen“. Diese Aussage trifft immer noch zu. Unser Unmut, unsere Justiz, unsere Politiker müssen sich auf die Ausbeuter in den Chefetagen und auf die Familienclans konzentrieren, die mit krimineller Energie unseren Rechtsstaat und unsere Liberalität untergraben. Gewusst haben wir das alles schon lange. Jetzt brennt es aber lichterloh. Jetzt muss sich etwas Gravierendes ändern. Auch in der Europäischen Union.
Klartext aus Rhade
Veröffentlicht am 23.06.2020
Gesellschaft Wenn Bürgerbeteiligung missverstanden wird
Sonntagsgedanken aus Rhade
Aktive Bürgerbeteiligung ist ein riesiger kostenloser Mehrwert für jede Stadt. Sie so zu organisieren, dass nicht nur das „Problem vor der eigenen Haustür“ diskutiert wird, sondern auch diejenigen, die „um die Ecke liegen“, ist eine besondere Herausforderung für die Stadtverwaltung. Die fehlende Kontinuität der freiwilligen Akteure vor Ort ist ein weiterer Prüfstein für den Anspruch, Bürgerkommune zu sein. Dennoch ist der Ansatz alternativlos, um die Zukunft zum Beispiel in Rhade und Dorsten zu gestalten. Er muss aber kontinuierlich den vielfältigen Gegebenheiten angepasst werden. Und hier kommen nun die örtlichen Parteien ins Gespräch. Der Eindruck, dass ihre ehrenamtliche Arbeit immer weniger wertgeschätzt wird, als die, die in den Stadtteil-Bürgerforen geleistet wird, setzt sich immer mehr fest. Hier muss der Hebel angesetzt werden, um alle vorhandenen Wissenspotenziale zu heben. Die Rhader SPD, sicherlich Vorreiter einer aktiven Bürgerbeteiligung, plädiert eindringlich dafür, den Begriff Bürgerbeteiligung künftig so zu definieren, dass sich auch die Parteien darin wiederfinden. Der Einwand, dass dafür der Stadtrat das entsprechende Gremium ist, trifft nur bedingt zu. Hier arbeiten sich nämlich die gewählten Parteienvertreter fast ausschließlich an den Vorlagen der Stadtverwaltung ab.
Veröffentlicht am 21.06.2020
Gesellschaft Andere Länder, andere Sitten – Andere Religionen, andere Rituale
Eine Rhader Beobachtung, gepaart mit einem gut gemeinten Hinweis
Wir sind ein weltoffenes Land. Wir respektieren Andersgläubige ebenso wie Menschen mit anderer Hautfarbe. Unser Grundgesetz ist im Artikel 3 und 4 unmissverständlich. Sicherlich werden nicht wenige unter uns lebende Muslime die christlichen Symbole und Rituale auf Anhieb verstehen. Umgekehrt fragen wir vielleicht, warum Menschen anderen Glaubens eine Kippa oder einen Turban tragen, oder warum sie ihre Teppiche häufig waschen. Letzteres geschieht, um rein vor Gott zu treten. Also absolut nachvollziehbar. Ob aber die gewaschenen Teppiche so, wie im Bild gezeigt, tagelang über Balkonbrüstungen liegen müssen, darf hinterfragt werden. Es wäre doch eine gute Idee, wenn der Hausbesitzer oder die Vermietungsgesellschaft, Teppichstangen im Hof oder Garten aufstellen würden. Dann wäre dem religiösen Reinlichkeitsaspekt ebenso gedient, wie den Nachbarn, die andere Wertvorstellungen in Bezug auf eine ansehnliche Hausfassade, zum Beispiel in Rhade, haben. Gegenseitiger Respekt unterstützt das Zusammengehörigkeitsgefühl.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 15.06.2020
Gesellschaft Aktuell: „Hüte Dich vor pauschalen Urteilen und Bewertungen“
SPD-Vorsitzende in der Kritik
Saskia Esken hatte Amerika im Blick, um dann den Abzweig nach Deutschland zu nehmen. Während jenseits des Atlantiks die Polizei weltweit und berechtigt kritisiert wird, verbietet sich ein pauschaler negativer Vergleich mit den deutschen Ordnungshütern. Die Betonung liegt auf pauschal. Das schließt Kritik an hier dokumentiertem Fehlverhalten nicht aus. Saskia Esken ist gut beraten, künftig differenzierter zu urteilen.
Ein Rhader SPD-Ratschlag von unten zur SPD nach oben
Veröffentlicht am 11.06.2020
Gesellschaft Aktuell: IG Metall sucht den Schuldigen auf der falschen Seite
Kritik an der SPD ist Selbstbetrug
Anstatt die Autobosse zu kritisieren, die den technologischen Sprung in die Zukunft verschlafen haben, hat die IG-Metall die SPD als Schuldigen für ausbleibende „Staatsknete“ ausgemacht. Anstatt die SPD zu kritisieren, wäre auch ein Blick in den Gewerkschaftsspiegel hilfreich, um eigene Versäumnisse bei der Zukunftsgestaltung zu erkennen. Die kontroverse Diskussion ist gut. Sie muss aber so geführt werden, dass sich nicht die falsche Seite ins Fäustchen lacht.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 09.06.2020
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