Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft WIR IN DORSTEN

10 Grundsätze, die uns täglich begleiten sollen 

Im Rahmen des Dorstener Stadtdialogs für Menschenwürde, Demokratie und Respekt wurde die „Dorstener Erklärung“ mit dem folgenden Handlungskatalog für alle Dorstener Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Wir bitten alle Leser, diese Erklärung zu teilen. Das wird unser Zusammenleben und die Demokratie als Ganzes stärken.

  • Wir respektieren die Vielfalt der Gesellschaft in Offenheit und Toleranz: Menschen haben unterschiedliche Lebenshintergründe, Lebenswirklichkeiten und Lebensentwürfe.
  • Wir helfen denen, die Hilfe benötigen und engagieren uns für eine umfassende Teilhabe aller Menschen.
  • Wir zeigen Mut und Zivilcourage, wenn unsere Grundwerte angegriffen werden.
  • Wir übernehmen Verantwortung für das Miteinander in unserer Stadt und bringen unsere Talente in die Stadtgesellschaft ein.
  • Wir pflegen respektvolle Offenheit in Gespräch und Streit.
  • Wir achten die Erfahrung des Alters und setzen uns dafür ein, dass Jugend Teilhabe erfährt und in eine gute Zukunft blicken kann.
  • Wir wollen uns zusammen wohlfühlen können und tragen mit unserem Tun dazu bei.
  • Wir achten auf unsere Umwelt, Natur und Tierwelt sowie unser persönliches Umfeld.
  • Wir sehen, achten und pflegen die verschiedenen Dimensionen und Ebenen unserer Stadtgesellschaft: Die Familien, die Nachbarschaften, die Quartiere, die Stadtteile und die Gesamtstadt.
  • Wir wollen jederzeit ein gutes Vorbild sein für unsere Mitmenschen. Deshalb engagieren wir uns und packen an, statt zuzusehen.

Unter www.dorsten.de/stadtdialog kann diese Erklärung unterzeichnet werden. Die Rhader Sozialdemokraten fördern und unterstützen diese stadtweite Aktion der Bürgerinnen und Bürger, der Parteien, des Stadtrates und der Verwaltung.

Eigener Bericht

 

Veröffentlicht am 17.09.2020

 

Gesellschaft Außenansichten – heute: Die Rechtsaußenparteien

Warum sie gefährlich sind – warum sie zu ignorieren sind – warum sie nicht wählbar sind

 

Sie bewegen sich am äußeren politischen Rand. Sie haben auf alle Fragen ganz einfache Antworten. Sie denunzieren, beleidigen und grenzen aus. Sie schrecken weder vor Gewalt noch vor Betrügereien zurück. Sie sind aber als Partei zugelassen und dürfen sich dem Wähler als Alternative zu demokratischen Parteien anbieten. Sie sind für den aufgeklärten Zeitgenossen niemals wählbar. Sie sind gefährlich, wenn sie weiteren Zulauf haben. Sie verdienen Verachtung und Ablehnung. Sie sind dann überflüssig, wenn die demokratischen Parteien ihnen keinen Spielraum lassen. Sie sind sprachlos, wenn unsere Gesellschaft zusammenhält und solidarisch füreinander eintritt. Wir Sozialdemokraten haben unter Rechtsaußenparteien gelitten. Wir Sozialdemokraten haben uns immer gegen sie gestellt. Wir Sozialdemokraten sind Vorbild. Wir bleiben in dieser Frage immer Vorbild. Wir Rhader Sozialdemokraten fordern alle Wahlberechtigten in unserer Stadt auf, besonders denen, die sich als Alternative versuchen zu positionieren, die rote Karte zu zeigen. Wir Rhader Sozialdemokraten wackeln hier überhaupt nicht.

 

Ein Zwischenruf aus Rhade zur Kommunalwahl am 13. September

Veröffentlicht am 05.09.2020

 

Gesellschaft Ziemlich beste Freunde

Über Politiker, die Machtmissbrauch zum Programm erhoben haben und die deutsche Alternative 

 

Putin und Lukaschenko sind ziemlich beste Freunde. Beide sind nicht zimperlich, Bürger mit eigener Meinung (mund)tot zu machen. Trump und Bolsonaro sind auch ziemlich beste Freunde. Beide sind nicht zurückhaltend, Andersdenkende zu beleidigen, herabzusetzen und die eigene Verfassung zu beugen. Chinas Präsident und der von Nordkorea sind sowieso beste Freunde. Beide zerschlagen im wahrsten Sinne des Wortes alle Oppositionellen in ihren Ländern. Ziemlich beste Freunde dieser Art gibt es auch in Afrika und Arabien. Sogar im Europa der EU. Aber es gibt auch Politiker und Politikerinnen, die sich ausgesprochen positiv von diesen Typen abheben. Sie respektieren Andersdenkende, sie übernehmen gute Ideen vom politischen Konkurrenten, sie zeigen wie Demokratie funktioniert. Sie sind so zum Vorbild für viele Menschen geworden, die sich noch von ihren Despoten befreien müssen. Eine Politikerin, die seit Jahren unaufgeregt und mit ruhiger Hand regiert, heißt Angela Merkel. Dass ihr dabei die Sozialdemokraten wesentlich geholfen haben, soll nicht einschränkend gewertet werden. Im Gegenteil. Der Union dämmert, dass da etwas verloren geht, was international höchste Anerkennung genießt. Vielleicht ist es ungewöhnlich auf einer SPD-Internetseite eine parteipolitische Konkurrentin zu loben. Vielleicht ist es aber einfach nur souverän und aufrichtig.

 

Sonntagsgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 23.08.2020

 

Gesellschaft SPD: Das Auf und Ab einer glücklosen Partei

Unübersehbare Erfolge treffen ständig auf schlechte Nachrichten

Die Grundrente ist beschlossen. Was für ein tolles SPD-Ergebnis. Der Mindestlohn - ein Kind der SPD. Eine inzwischen von (fast) allen gelobte Erfolgsgeschichte. Fast vergessen: Abschaffung der Studiengebühren, Rechtsanspruch auf Kita-Plätze, Atomausstieg - alles ohne die SPD nicht möglich. Die Positivliste ließe sich fortsetzen. Dann gibt es aber die parteiinternen Rückschläge. Fast kann die Uhr danach gestellt werden. Mal sind es die schnellen Vorsitzendenwechsel, mal die Animositäten und Eitelkeiten untereinander, mal die irritierenden Beschäftigungsverhältnisse nach getaner politischer Arbeit. Eigentlich die Privatangelegenheit der Akteure. Eigentlich. In Wirklichkeit guckt die Öffentlichkeit genau hin, wer der neue Brötchengeber ist. Wenn dabei aber die bisherigen klaren SPD-Aussagen keine Rolle mehr spielen, dann scheitert die Glaubwürdigkeit empfindlich. Und in diesen Strudel der Peinlichkeit wird die SPD mit hineingezogen. Das hat sie nicht verdient. Ein Blick in die erwähnte Positivliste stützt diese Basismeinung.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 04.07.2020

 

Gesellschaft „Erzählt bitte nicht länger, nichts gewusst zu haben“

Unterbringung von „Wander- oder Gastarbeitern“ war schon immer ein Problem

 

Die Arbeits- und Hygienebedingungen in Fabriken sind in Deutschland bestens geregelt. Dass sie nicht immer eingehalten werden, wissen wir alle. Dass sie nicht regelmäßig überprüft werden, hat mit Personaleinsparungen in unseren Verwaltungen zu tun. Also ein hausgemachtes Problem. Um in unserer Produktion Kosten zu sparen, werden Arbeitskräfte aus EU-Mitgliedsländern mit niedrigerem Lebensstandard angeworben, hier auf Zeit Geld zu verdienen. Einfach gesagt, sie sind billiger zu haben. Egal ob sie in der Landwirtschaftsindustrie, der Automobilindustrie, der Textilindustrie, der Bauindustrie oder in der Fleischindustrie „malochen“. Damit sie nach getaner Arbeit wieder abgestoßen werden können, erhalten sie, wenn überhaupt, sogenannte Werkverträge. Alles nach gültigem Recht und Gesetz. Um also in kurzer Zeit mehr zu verdienen als im eigenen Heimatland, nehmen diese „Wanderarbeiter“ einiges auf sich. Sie werden nicht selten in Massenunterkünften untergebracht. Organisiert von ihren „Vermittlungsagenturen“ zu horrenden Mietpreisen pro Bett und Zimmer. Dazu werden „Schrottimmobilien“ ersteigert, die sich dann zu Problemhäusern entwickeln. Stellenweise hausen mehr als 100 Menschen in einem 3 Familienhaus. Die hygienischen Bedingungen schreien zum Himmel. Gelsenkirchen, Dortmund, Duisburg und andere Städte kennen diese europäische Fehlentwicklung und – sind machtlos. Die Bilder aus Göttingen und Gütersloh, die uns zurzeit aus den Corona-Hotspots im TV erreichen, müssen nicht weiter kommentiert werden. „Wir haben Gastarbeiter gerufen, aber es kamen Menschen“. Diese Aussage trifft immer noch zu. Unser Unmut, unsere Justiz, unsere Politiker müssen sich auf die Ausbeuter in den Chefetagen und auf die Familienclans konzentrieren, die mit krimineller Energie unseren Rechtsstaat und unsere Liberalität untergraben. Gewusst haben wir das alles schon lange. Jetzt brennt es aber lichterloh. Jetzt muss sich etwas Gravierendes ändern. Auch in der Europäischen Union.

 

Klartext aus Rhade  

Veröffentlicht am 23.06.2020

 

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