Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Die Menschlichkeit ertrinkt – und wir schauen zu oder weg

Angela Merkel und weitere EU-Regierungschefs werden vor dem EU-Gerichtshof verklagt

 

Seit 2014 sind im „himmelblauen“ Mittelmeer mehr als 18.000 (!) Menschen ertrunken. Fast ausschließlich Flüchtlinge. Ein griechischer Karikaturist hat die Wasserfarbe daher von blau in rot getauscht. Mehr Bitternis und Verzweiflung über das kollektive Wegsehen geht fast nicht. Nun hat ein israelischer Anwalt nach 3jähriger Recherche gehandelt und Klage gegen die EU in Den Haag eingereicht. „Es handelt sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und um keine Naturkatastrophe“, so lässt sich in Kurzform seine Klage zusammenfassen. Das Besondere an der Klage ist, dass sich die EU-Regierungschefs bis heute mitschuldig machen und daher zur Verantwortung gezogen werden müssen. Sie haben die eigene Seenotrettung eingestellt und sie mit Millionenbeträgen der korrupten libyschen Küstenwache übertragen. Flüchtlinge werden so nicht gerettet, sondern in den Tod auf See geschickt oder in Lagern auf entsetzliche Art und Weise eingesperrt, gefoltert, vergewaltigt und umgebracht. Das wissen wir und schweigen trotzdem. So wie die angeklagten Regierungschefs. Ob die Klage beim Internationalen Strafgerichtshof  zugelassen wird, ist noch offen. Der israelische Rechtsanwalt hat aber mit seinem Engagement erreicht, dass die täglichen Tragödien im Mittelmeer nicht gänzlich durch Wegsehen verdrängt werden können und dürfen.

 

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT - Berichts vom 1. August 2019 „Diese Politik ist ein Verbrechen“ 

 

Anmerkung: Dem griechischen Karikaturisten Michael Kountouris wurde vor ca. 3 Jahren eine bemerkenswerte Ausstellung in der Galerie Fiftyfifty, Düsseldorf gewidmet. Fiftyfifty ist eine Obdachlosenorganisation mit beeindruckendem Engagement. Sie ist absolut unterstützenswert. Siehe auch www.fiftyfifty.de  

Veröffentlicht am 07.08.2019

 

Gesellschaft Nichts kommt von selbst …

Rhader Gedanken zum Wochenbeginn

Ferienzeit, Urlaubszeit und Schützenfest in Rhade. Alle Jahre wieder. Das ist gut, schafft Identifikation mit dem Ort, erhält Freundschaften und lässt neue entstehen. Eine gute Gelegenheit daran zu erinnern, dass nichts von selbst kommt. Ehrenamtliches Engagement heißt das Schlüsselwort. Egal, ob im Schützenverein, einem Sportverein, der Schule, dem Bürgerforum oder in einer demokratischen Partei - ohne das selbstlose Anpacken läuft nichts oder nur in die falsche Richtung. Genießen wir heute unsere Freizeit und unseren Spaß an der Freud, vergessen aber nicht, dass wir gemeinsam gesellschaftspolitisch daran mitwirken müssen, um alle mitzunehmen. Ein Zitat von Willy Brandt, das aus 1992 stammt, bringt es auf den Punkt und sollte Richtschnur für unser tägliches Handeln sein: “Nichts kommt von selbst. Und nur wenig ist von Dauer. Darum — besinnt Euch auf Eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll.“

Veröffentlicht am 29.07.2019

 

Freude über die 3. Rhader Mitnahmebank: Hans-Peter Steffens mit den Einweihungsgästen. Foto Guido Hegemann Gesellschaft Dritte Rhader Mitnahmebank aufgestellt

Arbeitskreis des Rhader Bürgerforums schließt Projekt erfolgreich ab

 

Wir alle werden älter. Eine Binsenweisheit, aber noch kein Nachteil. Spätestens wenn aber der selbständige Bewegungsradius kleiner wird, und z. B. der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) die Lücke schließen könnte, die sich auftut, spätestens dann sind wir in einer neuen Phase des Lebens angekommen. Gut, wenn so wie in Rhade, engagierte Bürgerinnen und Bürger erkennen, dass auch hier ergänzend zum ÖPNV gegengesteuert werden muss. Und so wurde die Idee geboren, Mitnahmebänke aufzustellen und so hilfsbereite Autofahrer zu motivieren, die dort Wartenden mitzunehmen. Das gewünschte Ziel wird durch ein aufgeklapptes Hinweisschild, zum Beispiel Apotheke oder Lembeck, deutlich angezeigt. 3 Bänke in Rhade, eine an der Urbanuskirche (nahe der Arztpraxis), eine gegenüber der Apotheke und eine gegenüber dem städtischen Kindergarten Stuvenberg laden dazu ein, genutzt zu werden. Mit dem Aufstellen der 3. Bank am letzten Freitag, ist Rhade gut versorgt. Hans-Peter Steffens, Sprecher der Initiative die sich beim Rhader Bürgerforum gebildet hat, konnte bei der Einweihung viele Gäste begrüßen. Darunter Vertreter der Volksbank (Sponsor der Mitnahmebank), den Bürgermeister und Mitglieder des Rhader Jugendfördervereins. Letzte haben in einem begleitenden Projekt die Fotomotive gefunden, die jetzt die Rhader Mitnahmebänke zieren. Der Wunsch, das Projekt stadtteilübergreifend weiterzuentwickeln, zum Beispiel mit Lembeck, wurde abschließend in Richtung der Lembecker Porte, dem dortigen Bürgerforum, mehrfach geäußert.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 22.07.2019

 

Gesellschaft Dank und Gruß an den Bürgerschützenverein Rhade

Ein Volksfest mit langer Tradition steht bevor

 

In knapp 10 Tagen startet das Rhader Schützenfest. Zur Einstimmung wurde jetzt an alle Haushalte das „Rhader Schützenblatt“ verteilt. Eine überaus gelungene Zeitung mit wichtigen Informationen über das bevorstehende Fest und vielen Rückblicken in die Vergangenheit. Unseren Lesern wird besonders das „Editorial 2019“ empfohlen. Auf 2 Seiten fassen die Redakteure zusammen, was ihnen wichtig ist. Und hier wird besonders das ehrenamtliche Engagement auf allen Ebenen des Lebens hervorgehoben. Es macht unser Leben reicher, oder wie es die Schützenblatt-Redaktion formuliert: „Wer sich früh engagiert, ist meist auch später im Leben aktiv. Engagement braucht den Willen, das Interesse, die Zeit und die Gelegenheit.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir wünschen dem Bürgerschützenverein Rhade ein harmonisches und fröhliches Schützenfest 2019.

Veröffentlicht am 19.07.2019

 

Gesellschaft Sonntagsgedanken: Angela Merkel wirkt befreit

Nach Harvard-Rede wird sie gefeiert

 

Angela Merkel gilt nicht als große Rednerin. Nun ist sie vor tausenden neuen und ehemaligen Harvard Universitätsabsolventen über sich hinausgewachsen. Sie hat zurückgeblickt, sie hat ein Resümee ihrer Arbeit gezogen und, sie hat so etwas wie eine Vision vorgetragen. Alles, was sich auf Deutschland bezog, wurde in Amerika innenpolitisch verstanden. Genau das war so gewollt und damit darf diese Rede auch von Sozialdemokraten gewürdigt werden. Insbesondere auch deshalb, weil sie überschwänglich für Leistungen gefeiert wurde, die nicht sie, sondern die SPD gegen ihren anfänglichen Widerstand auf den Weg gebracht hat. Wir zeigen Größe und loben eine CDU-Politikerin, die nach ihrem Rücktritt vom Parteivorsitz wie befreit wirkt und Deutschland auf der Weltbühne bestens vertritt. Und wenn sie, die Rede, dazu beigetragen hat, den Egomanen Trump vor Ort zu entzaubern ohne ihn beim Namen zu nennen, dann hat Angela Merkel international etwas zum Guten bewegt. Wir zitieren nur einige Passagen aus ihrem Vortrag:

Veröffentlicht am 02.06.2019

 

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