Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Ein Wort zur Gier – Ein Wunsch für 2016

Weist die Banken endlich in die Schranken

Die Weltfinanzkrise, ausgelöst durch betrügerische Bank- und Finanzmanipulationen, ist noch in „bester“ Erinnerung und nicht vergessen. Viele Menschen haben ihre gesamten Ersparnisse dadurch verloren und den Glauben an Gerechtigkeit. Jetzt wird bekannt, dem NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) sei Dank, dass die Bank-Global-Player nach verursachter Immobilienblase und Zinsmanipulationen, nun auch Steuerhinterziehung als Geschäftsidee erkannt und umgesetzt haben. Durch Hin- und Herbuchen wurden unsere Finanzbehörden bei Steuerrückerstattungen in Millionenhöhe ausgetrickst. Es reicht! Den vielen Worten müssen jetzt endlich Taten folgen. Die Gier der Branche ist unerträglich, unsolidarisch, unakzeptabel. 2016 muss sich etwas ändern. Ein (frommer) Wunsch? Nein, eine Pflicht der Regierungen, der Aufsichtsbehörden, der Gerichte.    

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 22.12.2015

 

Gesellschaft Flüchtlinge in unserer Nachbarschaft

Eine Bitte und eine freundliche Begrüßung

Während die EU weiter ein jämmerliches Bild in der Flüchtlingsproblematik abgibt, können wir in Rhade, Lembeck und Dorsten denen da oben weiter zeigen, wie Hilfsbereitschaft buchstabiert wird. Das Michaelisstift wird in Kürze zur neuen, vorübergehenden Flüchtlingsherberge umgewidmet. Es sind Menschen, die dort einziehen. Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, ihre Heimat verlassen mussten. Wir zeigen denen da oben auch, wie bei uns Willkommenskultur buchstabiert wird. Wir haben nämlich noch nicht vergessen, dass vor 70 Jahren viele Deutsche auf der Flucht von Ost nach West hier bei uns eine neue Heimat gefunden haben. Heute bezeichnen sie sich selbstverständlich als Rhader und Lembecker. Flüchtlingen zu helfen, sie aufzunehmen, ihnen ihre Würde lassen – so wie es in der Weihnachtsgeschichte beschrieben wird, das wäre das beste Geschenk, dass wir unseren neuen Nachbarn machen könnten.

Veröffentlicht am 18.12.2015

 

Gesellschaft Dorsten: Spenden für Integrations-Sprachkurse

Aufruf zeigt große Resonanz

Es war eine kleine Notiz in der Dorstener Zeitung. Die Anregung eines Lesers, für zusätzliche VHS-Sprachkurse, die den in Dorsten untergebrachten Asylbewerbern mit Bleibeperspektive zugute kommen sollen, einen Spendenaufruf zu veröffentlichen. Die Rhader SPD zeigte sich davon sehr angetan, machte sofort 1000 Euro „locker“ und warb weiter im Freundes- und Bekanntenkreis. Mit Erfolg. Auf Nachfrage teilt die Verwaltung aktuell mit:

Frage SPD-Rhade: Wie hoch ist die derzeitige Spendensumme

Verwaltung (Auszug): Die Spendensumme für Sprachkurse der Flüchtlingshilfe beträgt/betrug 17.230 Euro. Aktuell stehen noch 5.900 Euro zur Verfügung.

Frage SPD-Rhade: Wie viele Ausländer/Flüchtlinge werden über das „normale“ VHS-Programm unterrichtet?

Verwaltung (Auszug): 2015 werden/wurden 82 Teilnehmer unterrichtet.

Frage SPD-Rhade: Wie viele Personen kamen bisher in den Genuss, über Spenden unterrichtet zu werden?

Verwaltung (Auszug): Seit Sommer 2015 bis jetzt 72 Flüchtlinge.

Spendenkonto der Stadt Dorsten: Volksbank Dorsten

DE06 4266 2320 0100 0125 00

BIC: GENODEM1DST

Veröffentlicht am 01.12.2015

 

Stolpersteine erinnern in Dorsten an Vertreibung und Ermordung von jüdischen Lippestadtbürgern.Foto Aktion Stolpersteine Gesellschaft Heute, 9. November – ein historisches Datum

Stolpersteine erinnern auch in Dorsten an ein bitteres Geschichtskapitel

Man kann es sich kaum vorstellen. Wie überall in Deutschland, so auch in der Lippestadt Dorsten, mutierten bisher brave Bürger unter Anleitung der NSDAP am 9. November 1938 zu kalten, gefühllosen Individuen. Jüdische Dorstener Bürger, bisher absolut integriert und angesehen, wurden gedemütigt, bestohlen und in Lager deportiert. Dass am Ende dieser Diffamierungskette sogar millionenfache brutalste Ermordung folgte, ist auch heute noch unfassbar. So genannte Stolpersteine, das sind kleine Messingtafeln auf Gehwegen, erinnern den aufmerksamen Bürger in der Lippestadt an genau diese bittere Geschichte. Vorname, Name, Geburtsdatum, Ort und Datum der Ermordung – eine Verbeugung, um genau lesen zu können, ist gewollt. Gunter Demnig, ein Künstler aus Köln ist der Initiator der inzwischen weltweiten Erinnerungsaktion. Heute ist die Gelegenheit zu gedenken und an einer Putzaktion der Stolpersteine in der Lippestadt teilzunehmen. Die Aktionsgemeinschaft Stolpersteine Dorsten teilt dazu mit:

„Wir treffen uns am Montag, 9. November um 16.30 Uhr am Jüdischen Museum. Dort findet im Garten ein stilles Gedenken statt, es dauert etwa 15 Minuten. Danach werden wir gemeinsam die Stolpersteine in Dorsten (30) putzen. Zudem wird an den Verlegestellen eine Rose niedergelegt. Auf diese Weise setzen wir ein Zeichen gegen das Vergessen.“ 

Eigener Bericht

Weitere Informationen: www.stolpersteine-dorsten.de

Veröffentlicht am 09.11.2015

 

Gesellschaft Syrien – wer will eigentlich was erreichen?

Bilder verstören die Weltgemeinschaft

Ein Land wird dem Erdboden gleichgemacht, ein ganzes Volk ist auf der Flucht – der Regierungschef sitzt fest im Sattel – und wir sehen zu. Das wäre in Kurzform die nüchterne Zustandsbeschreibung. Baschar al Assat (50) hat das Diktatorenamt von seinem Vater geerbt. Was er daraus gemacht hat, ist täglich im TV zu sehen. Zerstörung, Mord, Vertreibung. Was will er eigentlich erreichen? Was will Putin, der Assat mit Geld, Waffen und jetzt auch noch mit Soldaten stützt? Ratlosigkeit der Weltgemeinschaft. Eine Fluchtbewegung, die Westeuropa langsam aber sicher destabilisiert. Diplomatie, die fast hilflos nach jedem Strohhalm greift. Syrien, Libyen, Irak, Palästina und andere arabische Länder zu befrieden, scheint nur möglich zu sein, wenn alles auf Null gestellt wird und Kompromissbereitschaft ohne Vorbedingungen die Oberhand gewinnt.

Ein Kommentar aus Rhade

Veröffentlicht am 06.11.2015

 

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