Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Europa (EU) ist mit seinem Latein am Ende. 28 Länder - keine Gemeinsamkeit Gesellschaft Schwer zu ertragen – Flüchtlingsleid an Grenzen und in Lagern

Rat- und Hilflosigkeit der Politik mit den Händen zu greifen

Hautnah wird uns das ganze Elend der Flüchtlinge ins Wohnzimmer übertragen. Seit Wochen tägliche Horrornachrichten und Bilder. Hand aufs Herz: Wer würde sein Land, seine Stadt, seine Heimat bei dieser unerträglichen Gewalt und der schier unfassbaren Zerstörung nicht versuchen, zu verlassen? Die Menschen suchen verzweifelt Schutz und Hilfe. Können wir diese Herausforderung auf Dauer stemmen? Es sind nämlich nicht nur die jetzt angekommenen Menschen aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Afrika, es sind noch Hunderttausende, die sicher leben wollen. Jenseits ihrer zerstörten Heimat. Durch die EU geht ein gewaltiger Riss. Unter den 28 Ländern, die sich gern auch Wertegemeinschaft nennen, gibt es nicht wenige, die die "Schotten dicht" machen. So geht das nicht! Da können „wir“ noch so hohe Zäune und Mauern bauen, der Flüchtlingsstrom wird nicht abreißen. Es sei denn, wir helfen vor Ort Strukturen aufzubauen, die den Menschen dort eine Perspektive geben. In welcher Zeit? Wer? Wie? Mit welchen Mitteln? Das sind klare Fragen. Ich kenne aber keinen Politiker, keine Partei, keine internationale Institution, die darauf hilfreiche Antworten geben kann. So bleibt es beim sporadischen Helfen und Löcher stopfen. Rat- und Hilflosigkeit ist mit den Händen zu greifen. Siehe oben.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 17.08.2015

 

Johann Brzoza bedankt sich für die Einladung und Ehre, sich ins Goldene Buch eintragen zu dürfen Gesellschaft Völkerverständigung von unten – Langjähriges Hilfsengagement

Johann Brzoza erfährt hohe Ehre in Polen

„Es gibt viel zu tun – packen wir es an“, so könnte das Motiv von Johann Brzoza, der einer von uns aus Rhade ist, lauten, um grenzüberschreitend zu helfen. Das macht er nun schon 15 Jahre. Unermüdlich. Seine Zielgruppe hat er im Nachbarland Polen gefunden. Das EU-Land gehört sicherlich zu den Aufsteigern in der Europäischen Union, ist aber verglichen mit unseren Gesundheits-, Sozial- und Rentenleistungen noch weit zurück. Und genau hier packt Johann, wie er überall in Rhade gerufen wird, tatkräftig an. Freizeiten für Behinderte, grenzüberschreitende Besuche mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Kleiderspenden, orthopädische Hilfsmittel, …, es gibt fast nichts, was Johann Brzoza auslässt, um praktische Nachbarschaftshilfe zu leisten. Unterstützt von vielen Helfern aus Rhade. Nun wurde er für sein Engagement hoch geehrt. Aus Zywiec kam die förmliche Einladung, sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen. Unter großer Anteilnahme wurde Johann Brzoza und seinem Freund Heinrich die Urkunde vor Ort vom Bürgermeister überreicht. Stolz und dankbar blicken die beiden Rhader auf  diese Ehrung zurück. Wir von der Rhader SPD gratulieren sehr herzlich und sagen an dieser Stelle: DANKE!  

Veröffentlicht am 13.08.2015

 

Gesellschaft Ehrenamtliches Engagement von Dr. Heine regt zum Nachahmen an

Rhader helfen mit pfiffigen Ideen

Es war der große Pressebericht in der DZ über die Erstaufnahme von 150 Flüchtlingen, der viele Leser nachdenklich gemacht und zum Handeln veranlasst hat. Darunter auch eine Rhader Familie, die mit ihren Enkelkindern über 100 kleine Tütchen mit verpackten Süßigkeiten füllte. Ziel: Bei der obligatorischen ärztlichen Untersuchung und Impfung, sollen die behandelnden Ärzte den Kindern dieses kleine Geschenk machen, um Ängste ab- und Freude aufzubauen. Sicherlich nur ein kleiner Beitrag, aber vielleicht mit großer Wirkung.

Veröffentlicht am 03.08.2015

 

Gesellschaft Rhader Arzt – ein Vorbild

Ehrenamtliches Engagement auf vielen Ebenen

Es war sicherlich eine gute Idee des Dorstener Bürgermeisters, den Rhader Allgemeinmediziner Dr. Friedrich Carl Heine zu fragen, ob er bei der Erstuntersuchung der  ankommenden Flüchtlinge im alten Dorstener Petrinumgebäude helfen könne. „Unser Arzt“, wie ihn noch viele Rhader auch nach seiner Pensionierung nennen, war sofort bereit, ehrenamtlich zu unterstützen. Die Dorstener Zeitung berichtet heute (29. Juli) ausführlich über die Not und das Elend der Flüchtlinge aus vielen Ländern, die derzeit Deutschland „ansteuern“. Wie soll eine Stadt, die auch als Erstaufnahmestation von der Bezirksregierung bestimmt wurde, das alles stemmen? Ohne die ehrenamtliche Unterstützung von Menschen wie F. C. Heine und vielen anderen, geht gar nichts. In der Regel wollen diese Helfer gar nicht, dass sie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt werden, aber sie sind Vorbild für uns. Wir sollten uns daher auf unterschiedlichen Wegen und nach unseren Möglichkeiten auch einbringen. Das Dorstener Bürgerbüro, das Bürgermeisterbüro der SkF-Sozialdienst katholischer freuen sich über unsere „Angebote“. Eine Telefonnummer lautet: 02362-663811

Eigener Bericht nach dem heutigen Artikel in der Dorstener Zeitung

Veröffentlicht am 29.07.2015

 

Gesellschaft 3 Fragen - 3 Antworten: Flüchtlinge in Dorsten

Stadt Dorsten beantwortet Fragen der Rhader SPD zur Flüchtlingsproblematik

Das internationale Flüchtlingsproblem macht vor der Lippestadt nicht halt. Hilfesuchende Menschen müssen untergebracht, versorgt und betreut werden. Eine Mammutaufgabe für jede Verwaltung. Wir fragen, ob die überall diskutierte Problematik in unserer Stadt amtlich bewältigt wird und ob es für diese, häufig traumatisierten Menschen eine Perspektive gibt: 

1. Wie viele Flüchtlinge aus welchen Ländern leben zurzeit in Dorsten und wie lange bleiben sie durchschnittlich in den Dorstener Unterkünften?

Antwort: In Dorsten leben zurzeit 502 Flüchtlinge/Asylbewerber, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beziehen. 275 Personen sind in städtischen Unterkünften untergebracht; 227 Personen leben in privatem Wohnraum. Die Menschen kommen aus 34 verschiedenen Ländern. Hauptherkunftsländer sind Albanien (75), Serbien und Montenegro (68), Mazedonien (64), Syrien (41), Kosovo (33), Eritrea (23) und Algerien (21). In den letzten drei Jahren sind insbesondere auch die Zahlen von so genannten „Wirtschaftsflüchtlingen“ angestiegen. Diese Gruppe unter den Asylsuchenden macht aktuell rund zwei Drittel der Flüchtlinge in NRW aus. Häufig handelt es sich dabei um s. g. „Folgeantragssteller“ (d.h. Antragssteller, die zum wiederholten Male einen Asylantrag gestellt haben). Wirtschaftliche Not ist durch das Grundgesetz als Asylgrund nicht anerkannt, daher werden insbesondere die Anträge auf Asyl von Flüchtlingen aus „sicheren Drittstaaten“ (etwa Serbien und Montenegro, Mazedonien oder Kosovo) mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anerkannt. Viele reisen nach einigen Monaten freiwillig wieder aus oder werden Deutschland wieder verlassen müssen. Die durchschnittliche Verweildauer in den Unterkünften kann nicht präzise benannt werden. Diese hängt vom Status der Asylbewerber (Personen aus sicheren Drittstaaten dürfen grundsätzlich keinen privaten Wohnraum anmieten) und von der Anzahl der Personen ab. Bei Familien gelingt es in den meisten Fällen relativ schnell (innerhalb von vier bis fünf Monaten), privaten Wohnraum anzumieten. Alleinstehende haben es deutlich schwerer, weil auf dem Dorstener Wohnungsmarkt nur begrenzt kleine Wohnungen zur Verfügung stehen. Im Übrigen hängt die Verweildauer davon ab, in welchem Zeitraum die Asylverfahren abgeschlossen werden und gegebenenfalls eine freiwillige Rückkehr oder eine Abschiebung der Personen erfolgt. 

  1. Gibt es neben der „amtlichen“ Pflichthilfe auch solidarische Unterstützung aus der Bevölkerung? Zum Beispiel von Kirchengemeinden, Parteien, Bürgerinitiativen, Einzelpersonen?

Veröffentlicht am 28.07.2015

 

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