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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Rhader Pättken wird zum Politikum
Falsch verstandener Umweltschutz darf Dorfentwicklung nicht ausbremsen
Rhade ist ein Straßendorf. Von West nach Ost werden 3 Kilometer gemessen. Die Hauptverkehrsachse bilden die Lembecker- und Erler Straße. Der parallel verlaufene Geh- und Radweg ist in Teilen unzumutbar, weil nicht verkehrssicher. Darüber wird seit Jahren diskutiert. Erfolglos. Als Alternative, besonders für Radfahrer, bietet sich das ebenfalls parallel verlaufene Pättken an, das im Osten die Mainstraße, mit dem Schlehenweg im Westen verbindet. Eine ausgeschilderte Fahrradstraße wäre die beste Dorfentwicklung für den Bereich Verkehr. Alle Rhader Infrastruktureinrichtungen, wie beispielhaft Kitas, Kirchen, Bahnhof, Sportgelände, Einkaufszentrum, Schule und Friedhof sind mit fahrradfreundlichen Abzweigungen verkehrssicher erreichbar. Einen ärgerlichen Engpass bildet nur das genannte Pättken, weil es einen unproblematischen Begegnungsverkehr von Fußgängern, Radlern, Kinderwagen schiebenden Eltern oder Rollstuhlfahrern nicht zulässt. Ein maßvoller Ausbau, einschließlich einer passenden Brücke über den Kalten Bach, wäre für Rhade ein bedeutender Gewinn und ein wichtiger Beitrag zu einer Klima verbessernden Verkehrswende. Auf völliges Unverständnis trifft jetzt aber die Meldung, dass der so geforderte Ausbau des Pättkens aus Umweltgründen versagt wird. Als Entgegenkommen wird ernsthaft über kurze Ausweichstellen nachgedacht. Jetzt wird es peinlich. Die Verwaltung und der Stadtrat werden aufgefordert, die beschriebene Verkehrsachse als wichtige Einheit für die Entwicklung Rhades einzustufen und mit Nachdruck die hier nicht zutreffende falsche Argumentation „Umweltschutz“ zurückzuweisen.
Veröffentlicht am 16.06.2025
Kommunalpolitik Dorsten ist bunt, vielfältig und international
Wer unsere Stadt verstehen will, kommt am 2. Sozialbericht nicht vorbei
Auf fast 300 Seiten hat die Stadtverwaltung zusammengetragen, wer in unserer Stadt lebt, woher er oder sie kommt, wie alt er oder sie ist, ob sie oder er Hilfe zur Selbsthilfe benötigt, oder eher vermögend ist. Und vieles mehr. Mit Kenntnis dieser Basisdaten können Verwaltung und Stadtrat zielgenaue Entscheidungen treffen, wo und was zu tun ist, um „soziale Ungerechtigkeiten zu reduzieren, Chancengleichheit zu fördern und die soziale Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen“, so heißt es im Vorwort des Bürgermeisters. Viele Tabellen helfen, den Sozialbericht zu verstehen und z. B. Vorurteile gegenüber Migranten einzuordnen, bzw. durch die realen Zahlen abzubauen. Wir lesen, dass der Migrationsanteil in Dorsten aktuell auf 19% gestiegen ist. 2018 betrug er knapp 15%. Und weiter: „Ein hoher bzw. steigender Anteil an Personen mit internationaler Familiengeschichte sagt jedoch noch nichts über den Grad der Integration oder die Lebenslagen (Sprache, Bildung,Arbeitsmarkt und soziale Teilhabe) dieses Personenkreises aus. Dies ist individuell sehr unterschiedlich zu beurteilen.“ Die Kernaussage lautet: „Die Stadtgesellschaft wird vielfältiger und internationaler.“ Ein echter Mehrwert für die Lippestadt, so das Fazit des unvoreingenommenen Lesers des Sozialberichts.
Ein Rhader blättert interessiert im 2. Sozialbericht der Stadt Dorsten. Wird fortgesetzt.
Veröffentlicht am 12.06.2025
Kommunalpolitik „Das hat die Verwaltung nicht verdient!“
Ein Plädoyer für faires Miteinander
Der Bürgermeister in Glinde, einer Kleinstadt bei Hamburg, wehrt sich gegen egoistisches Anspruchdenken „seiner“ Bürgerinnen und Bürger. Das, was sich dort zugetragen hat, kann auch auf Dorsten und seine Nachbarkommunen gedanklich übertragen werden. Ein Hausbesitzer hat vor Jahrzehnten eine Hecke gepflanzt, die inzwischen 70 Zentimeter in den öffentlichen Geh- und Radweg ragt. Der behördlichen Aufforderung zum Rückschnitt begegnete der Bürger mit Unverständnis und der Mobilisierung der veröffentlichten Meinung. Fernsehteams drehten, Zeitungsreportern kommentierten. Dem Bürgermeister und seinem Rathausteam wurde Willkür unterstellt. Zeit, die Dinge gerade zu rücken, so die Replik des Rathauses. Ohne auf den Heckenstreit einzugehen, zählt der Bürgermeister beispielhaft auf, was ein kommunales Miteinander so schwierig macht. Ob Sperrmüll, der vor der Flüchtlingsunterkunft illegal entsorgt wird, stinkende Hundebeutel, die ins Grüne geworfen werden, oder Kartonagen, die an der Poststation auf dem Boden landen, am Ende sind es immer Verwaltungsmitarbeiter die fürs Aufräumen angefordert werden. Ein bitterer Satz des dortigen Bürgermeisters bleibt im Gedächtnis haften: „Der Trend geht in Richtung betreutes Leben“. Eine gute Gelegenheit, 100 Tage vor der Kommunalwahl einen Appell an alle Bürger, Parteien und Kandidaten zu richten, die Dorstener Verwaltung fair zu behandeln, die in erster Linie das Allgemeinwohl fördert und schützt. Konstruktive Kritik? JA! Pauschales Verurteilen? NEIN!
Rhader Appell zur Kommunalwahl am 14. September 2025 auf Grundlage des ZEIT-Berichts vom 5.6.2025: "Wir sind nicht deine Mudda und räumen dir alles hinterher".
Veröffentlicht am 11.06.2025
Kommunalpolitik Kommunalwahl im September: Hinter den Kulissen
Dorstener SPD hat einen Plan
Dass in 100 Tagen ein neuer Bürgermeister und ein neues Stadtparlament gewählt werden, scheinen nur Insider zu wissen. Weder sind Plakate zu sehen, noch Einladungen zu Informationsveranstaltungen verteilt. Einzelne Informationsstände auf den Marktplätzen in Dorsten und Wulfen lassen aber erkennen, dass sich etwas tut. Hinter den Kulissen bereiten sich alle zur Wahl zugelassenen Parteien auf den 14. September vor. Die SPD ganz besonders, will sie doch ihr schlechtes Ergebnis bei der letzten Kommunalwahl mit neuem Elan, neuem Personal und kreativen Aktionen vergessen lassen. Bereits im Januar wurde mit Julian Fragemann ein erfahrener Kommunalpolitiker zum Bürgermeisterkandidaten gewählt. Die SPD-Ortsvereine Rhade, Lembeck, Wulfen und Deuten haben erkannt, mehr Stärke und Überzeugungskraft zu gewinnen, wenn alle Kräfte gebündelt werden. Der neue SPD-Ortsvereins Dorsten-Nord wurde gebildet und entwickelt kontinuierlich mehr Akzeptanz und Aktivitäten. Nach innen und außen. Auf mehreren Klausurtagungen und innerhalb einiger SPD-Online-Foren wurde in der Lippestadt um beste Ideen gerungen, wie Dorsten positiv so weiterentwickelt werden kann, dass eine sozialdemokratische Handschrift erkennbar ist. „Nah bei den Menschen“ ist sicherlich ein wesentliches Versprechen, das Julian Fragemann und alle Ratskandidaten nach dem 14. September einlösen wollen. Was sie inhaltlich beschlossen haben, werden wir in wenigen Tagen erfahren. Sicher ist, die Dorstener SPD hat einen Plan, um wieder „oben“ mitzuspielen.
Fortsetzung folgt
Veröffentlicht am 05.06.2025
Kommunalpolitik Rhade ist lebens- und liebenswert, hat aber ein Problem
Ein Blick auf die Basisdaten hilft, zu verstehen
Rhade und Dorsten bilden seit 1975 eine Einheit. Das gegenseitige Versprechen lautete, sich gemeinsam weiterzuentwickeln. Wer will, findet immer ein Haar in der Suppe und stellt das Negative in den Vordergrund. Richtig ist aber, dass in den genannten 50 Jahren Bürger, Politiker und Verwaltung zusammengearbeitet haben, um den Begriff „Zukunftsfähigkeit“ hier und dort mit Leben zu füllen. Kritische Anmerkungen waren immer dann weiterführend, wenn sie mit konstruktiven Verbesserungsvorschlägen verbunden waren. Um Planungsfehler zu vermeiden, sind Datenkenntnisse über die Bevölkerung und ihre Entwicklung unverzichtbar. Mit dem 2. Sozialbericht hat die Stadt Dorsten genau diese Hilfestellung geliefert, die u. a. die Parteien benötigen, um haltbare programmatische Versprechen abzugeben. Und da spielt die Bevölkerungs- und Altersstruktur eine entscheidende Rolle. Wir beginnen heute, aus dem Bericht zu zitieren:
- Einwohner in Dorsten: 77.294
- Einwohner Rhade: 5451. Gleich 7,1% der Gesamtbevölkerung
- Altersstruktur in Dorsten (Auszug): 10-14jährige = 3438; 65-79jährige = 13.444
- Alterstruktur in Rhade (Auszug): 10-14jährige = 210; 65-79jährige = 984
Die Zahlen und ihre weitere Auswertung ergeben, dass sich das Verhältnis „jung“ zu „alt“, wenn nicht gegengesteuert wird, zunehmend als Problem entwickelt. Wie gegensteuern? Eine Frage, die nach den ersten genannten Daten förmlich nach einer Antwort schreit.
Eigener Bericht auf Grundlage des genannten Sozialberichtes. Zahlen: 31.12.2023
Veröffentlicht am 03.06.2025
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