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Nachrichten zum Thema Bundespolitik
Bundespolitik Berlin: Neue Regierung ist zum Erfolg verurteilt
Das zwingt zum Umdenken auf allen Ebenen
Die Bedrohung von außen ist real. Da gut gemeinte Diplomatie alleine nicht schützt, müssen wir unsere Selbstverteidigung neu organisieren. Nicht nur mit hunderten Milliarden Euro, sondern auch mit entsprechendem Personal. Ohne eine allgemeinen Wehrpflicht wird es nicht funktionieren. Das ist bitter, aber die nüchterne Schlussfolgerung der Lage im Osten (Russland) und dem Vertrauensverlust im Westen (USA), lässt keinen anderen Schluss zu.
Die Bedrohung unserer Demokratie von innen ist auch real. Parteien, die unsere Grundwerte ständig schlitzohrig unterlaufen, gehören nicht in unsere Parlamente. Auch hier, so wie bei der Bedrohung von außen, muss die Selbstverteidigung neu organisiert werden. Unser liberaler Glaube an das Gute in allen Menschen, wird durch zunehmenden Missbrauch unserer Solidarität seit einigen Jahren auf die Probe gestellt.
Die riesige Herausforderung der wahrscheinlich neuen Bundesregierung aus Union und SPD besteht in erster Linie darin, Vertrauen gegenüber den Wählern zurückzugewinnen. Mit parteipolitischer Kraftmeierei wird das nicht gelingen. Wenn Markus Söder weiter den neuen „Lindner“ macht, ist die NoKo (Notkoalition) noch vor ihrem Start am Ende.
Und die Sozialdemokraten „da oben“ müssen einsehen, dass soziale Brennpunkte in den Kommunen den Ruf nach dem starken Mann verstärken. Sie müssen einsehen, dass Null-Toleranz gegenüber allen Gesetzesbrechern ein Mittel zur Vertrauensrückgewinnung ist. Schwarz-Rot ist zum Erfolg verurteilt.
Wochenendgedanken aus Rhade von Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 08.03.2025
Bundespolitik Schuldenbremse gelöst: Ohne einen Blick zurück geht es nicht
Als SPD, Grüne und FDP eine Koalition unter der Überschrift, „Mehr Fortschritt wagen“ schmiedeten, war die Welt noch einigermaßen in Ordnung. Doch Corona und Putins Krieg gegen die Ukraine hätten die genannten Parteien und handelnden Politiker veranlassen müssen, die Stellschrauben des Koalitionsvertrages neu zu justieren. Dazu waren sie nicht in der Lage, weil der FDP-Vorsitzende Lindner blockierte, falsch spielte und von langer Hand den Regierungsbruch plante. Als quasi Bündnispartner gewann er die Union, die Lindner flankierend Beistand gewährte. Mit der Aussage, alle neuen Herausforderungen können aus dem laufenden Haushalt finanziert werden, man müsse nur bei den Sozialausgaben sparen, zogen Union und FDP in den Wahlkampf. Das Ergebnis ist bekannt. Lindner und seine FDP sind raus. Die Union hat den Regierungsauftrag. Dass aktuell nur eine demokratische Koalition aus Schwarz und Rot gebildet werden kann, klingt wie ein Witz. Statt GroKo darf sie NoKo (Notkoalition) genannt werden. Und innerhalb von 24 Stunden legten Merz/Söder eine totale Kehrtwende bei der im GG verankerten Schuldenbremse hin. Wahlbetrug? Der Vorwurf kann nicht widerlegt werden. Bitter für Olaf Scholz und die SPD, die immer näher an der (Finanz)Wahrheit waren.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 07.03.2025
Bundespolitik Augenreiben in Berlin. SPD und Union für Reform der Schuldenbremse. 400 Mrd. für Militär, 500 Mrd. für Infrastruktur
Veröffentlicht am 04.03.2025
Bundespolitik Bitte mal genau hinhören!
Mit der Erfahrung von gestern in die Zukunft starten
Es ist ein hoch angesehenes Quartett, das sich aus Sorge um unser Land zum (Nach)Denken verabredet hat. Wenn der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, der Sozialdemokrat und ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück, Thomas de Maizière, Ex-Innen- und Verteidigungsminister (CDU), sowie die Medienmanagerin Julia Jäkel, frühere Vorstandsvorsitzende von Gruner und Jahr übereinstimmend feststellen, dass wir mit den Werkzeugen von gestern, die „morgigen“ Herausforderungen niemals bewältigen können, sollten wir vorurteilsfrei hinhören. Ihre „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“, wird von 50 namhaften Experten begleitet und von großen Stiftungen finanziell unterstützt. Ihre Erkenntnisse, in 7 Arbeitsgruppen erzielt, sollen noch vor den Koalitionsverhandlungen den Parteien zur Verfügung gestellt werden, damit die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden. Und diese lassen sich auf die einfache Formel bringen: Reformen müssen im ersten (!) Regierungsjahr eingeleitet werden. Sie werden mit unabwendbaren „Zumutungen“ der Bürger verbunden sein und müssen ohne Parteibrille und ohne Angst vor dem nächsten Wahltermin erklärt werden. Nur so wird unser Land handlungsfähig bleiben. Hier wird verkürzt zusammengefasst, auf welchen Feldern sofortiger Reformbedarf besteht:
- Finanzpolitik
- Altersversorgung
- Verteidigungspolitik
- Infrastruktur
- Energieversorgung
- Digitalisierung
- Demographischer Wandel
- Künstliche Intelligenz
- Migration
- Wirtschaftspolitik
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Beitrags „Auf geht’s!“ vom 13.Februar 2025. Wird mit entsprechenden Empfehlungen des Expertenteams fortgesetzt.
Veröffentlicht am 04.03.2025
Bundespolitik Zum Ausscheiden der FDP aus dem Bundestag
Ein Kommentar von Dr. Hans-Udo Schneider*
Nachtreten ist unfair! Ein Grundsatz politischer Kultur. Darum geht es hier nicht, es geht darum zu begreifen, was passiert ist.
Die FDP fliegt zum 2.Mal in ihrer Geschichte aus dem Bundestag. Statt Selbstkritik, Bescheidenheit, Erkenntnisgewinn stellt sich Christian Lindner ins Hans-Dietrich Genscher Haus und verbreitet Pathos: Wir wollten „einen neuen Anfang“ ermöglichen, wir sind ins „volle politische Risiko gegangen“, jetzt werden wir abgestraft und „zahlen den Preis dafür“. So hat Lindner Politik schon immer verstanden: Wie im Märchen – Aus Stroh Gold machen.
Vor zwei Wochen ist Gerhart Baum gestorben. Er verkörperte wie kein anderer alte, liberale Traditionen. In großen Nachrufen wurde daran erinnert.
Sie gibt es nicht mehr. Das ist für Demokraten ein Verlust.
Kein Verlust ist es, wenn eine neoliberale Partei wie Lindners FDP, die ohne zu erröten Steuererleichterungen für das obere ein Prozent fordert, für die stets der Eigennutz vor dem Gemeinnutz rangiert, sich selbst demontiert und ins selbstverschuldete Abseits stellt.
*Dr.Hans-Udo Schneider, Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.
Veröffentlicht am 28.02.2025
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