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Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik
Kommunalpolitik Volkshochschule Dorsten: Der Name ist Programm
Eine kritische Überprüfung ist angebracht - Ein Offener Brief an die städtische Dezernentin
Sehr geehrte Frau Laubenthal,
lebenslange Weiterbildung ist ein Muss, um in dieser schnelllebigen Zeit den Anschluss nicht zu verlieren. Die Volkshochschulen, vor über 100 Jahren gegründet, sind auf diesem Gebiet absolute Leistungsträger, müssen sich aber den veränderten Bedingungen ständig neu anpassen. Nun mahnt der Ehrenvorsitzende des Deutschen Volkshochschulverbands, Ernst Dieter Rossmann in einem Zeitungsbeitrag, dass „die Volkshochschule für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv werden muss“. Ein Hinweis darauf, dass die Angebote nach wie vor „eher von der Mittelschicht wahrgenommen werden“. Und weiter: „Immer häufiger gehen auch die Menschen nicht mehr zur Volkshochschule, sondern die VHS kommt quasi zu ihnen.“ Sie werden sich erinnern, dass ich seit vielen Jahren genau diese Positionierungen auch in unserer Stadt einfordere. Vergleichen Sie bitte dazu meine „Rhader Gedanken zum städtischen Kulturangebot - Ein Posititons- und Diskussionspapier, Oktober 2020.“ Bis auf wenige Ausnahmen, leider erfolglos. Die mehrfache Verwaltungsantwort, man biete doch an, stelle aber z. B. in Rhade und im Außenbereich keine Nachfrage fest, bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt. Der Auftrag der VHS besteht auch darin, mit kreativen Aktionen Interesse vor Ort zu wecken und insbesondere die gesellschaftlichen Gruppen im Fokus zu haben, die den Wert einer Volkshochschule bisher gar nicht kennen.
Meine nochmalige Bitte lautet, die Dorstener VHS so zu positionieren, dass sie in allen 11 Stadtteilen präsent ist und insbesondere nicht aufgibt, neue Interessenten zu werben. So wie es der Ehrenvorsitzende des Deutschen Volkshochschulbundes mahnend den 3600 Volkshochschulen in Deutschland ins Stammbuch schreibt.
Mit freundlichem Gruß
Dirk Hartwich
Grundlage meines Offenen Briefes ist der Bericht in der ZEIT, Nr. 11 vom 13. März 2025: „Die Position: Volkshochschulen sollten nicht geschwächt werden!“ von Ernst Dieter Rossmann.
Veröffentlicht am 24.03.2025
Kommunalpolitik Dorstener Sozialdemokraten haben Kommunalwahl fest im Blick
Vorbereitungsklausuren am laufenden Band
Die letzte Kommunalwahl in der Lippestadt war aus Sicht der SPD durch innerparteiliche Missverständnisse und Irritationen überschattet. Sie musste in der Folge ohne einen eigenen Bürgermeisterkandidaten antreten. Das Wahlergebnis war entsprechend niederschmetternd. Kein einziges Direktmandat konnte gewonnen werden. In den ehemaligen sozialdemokratischen Hochburgen Hervest, Holsterhausen und Wulfen-Barkenberg war die Niederlage besonders bitter. Das alles soll sich im September entscheidend ändern. Swen Coralic, Stadtverbandsvorsitzender ist seit Monaten dabei, die Dorstener SPD neu aufzustellen. Inhaltlich und personell. Mit Julian Fragemann ist ihm dabei eine erste Überraschung gelungen. Er wird als Bürgermeisterkandidat nicht nur das frische Gesicht der SPD sein, sondern für alle sichtbar, den kommunalpolitischen Generationenwechsel der Sozis vor Ort einläuten. Zur Zeit wird in den Ortsvereinen und dem Stadtverband intensiv darüber diskutiert, wer wo kandidieren soll. Parallel wird beraten, mit welchen Themen inhaltlich die Wahlkampagne bestritten werden soll. Swen Coralic hat dazu die Mitglieder der Dorstener Sozialdemokraten eingeladen, am 24. März um 18 Uhr im Gemeinschaftshaus Wulfen maximal 20 inhaltliche Positionen zu erarbeiten, die auf 5 Kernpunkte komprimiert werden sollen. So vorbereitet hoffen Swen Coralic, Julian Fragemann und Co., verlorenes Vertrauen bei den Wählerinnen und Wählern zurückzugewinnen. Gut wäre, wenn im 50. Jahr der kommunaleren Neuordnung auch in allen 11 Stadtteilen besondere kommunalpolitische Zeichen der Zukunft gesetzt werden können.
Rhader Gedanken zur bevorstehenden Kommunalwahl
Veröffentlicht am 20.03.2025
Kommunalpolitik Rhade: Da tut sich was!
Großes Interesse an Dorfentwicklung
Das Carola-Martius-Haus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Heribert Triptrap, Sprecher des Bürgerforums, die Informationsveranstaltung eröffnete. Er führte kenntnisreich und souverän durch den Abend. Unterstützt von Mitgliedern des sogenannten Orga-Teams, die mit ihren Präsentationen aufzeigten, wohin sich Rhade entwickeln könnte. Daneben stellten sich örtliche Vereine vor und warben für ihre Pläne um Unterstützung. Immer dann, wenn das Heft des weiteren Handelns im Dorstener Rathaus zu suchen ist, erläuterte der anwesende Bürgermeister Tobias Stockhoff die Sachlage. Dass Zuhörer jederzeit mit eigener Positionierung unterstützend, erweiternd oder kritisierend die Diskussion bereichern können, ist ein Markenzeichen des Rhader Bürgerforums. Beispiel: Der Plan, das Wäldchen Forks Busch zu einem öffentlichen Treffpunkt umzuwandeln, stieß nicht nur auf Zustimmung. Insbesondere der zweite Bauabschnitt wurde begründet infrage gestellt. „Ökologisch zu wertvoll und für einen kulturellen Treffpunkt mit offener Bühne der falsche Standort“, so verkürzt der Bürgereinwand. Insbesondere weil auch die zuvor vorgestellte Erweiterung des Sportzentrums mit dem Begriff „Sozialer Lebensraum“ warb. Der Einwand wurde hochkonzentriert von den Besuchern wahrgenommen. Ob er zum Umdenken innerhalb des "Arbeitskreises Dorfentwicklung" und der Verwaltung führen wird, muss abgewartet werden. Noch besteht bis zum 21. März die Möglichkeit, mit einem Einwand den derzeit im Rathaus ausliegenden Bebauungsplanentwurf zu ergänzen.
Bericht eines Teilnehmers
Veröffentlicht am 18.03.2025
Kommunalpolitik Dorsten vor 50 Jahren
Zeitzeugen erinnern an Kommunale Neugliederung
Als 1975 51 Ratsvertreter, 27 von der CDU, 22 von der SPD und zwei 2 von der FDP zur konstituierenden Sitzung zusammentraten, lag vor ihnen ein gewaltiges Problem. Die Gemeinden Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte, sowie Östrich waren nun Stadtteile von Dorsten. Ganz geräuschlos ging das nicht zu. Daran erinnerten mehrere „Ehemalige“, die 1975 als Ratsmitglieder dabei waren. Unübersehbar dominierte die Haarfarbe grau. Dass grau aber auch bunt sein kann, konnten die Besucher der 2-stündigen öffentlichen Veranstaltung hautnah miterleben. Neben den Fakten sorgten viele Anekdoten für einen kurzweiligen Abend. Ratsmitglieder a. D. Christine Börner, Ria Helferich, Josef Vrenegor, Bernhard Sporkmann, Ludwig Klappheck, Dirk Hartwich u. a., sowie Rolf Köllmann von der Verwaltung, konnten anhand weniger Stichwörter die nicht einfache Dorstener Geburt der Kommunalen Neugliederung anschaulich schildern. Die Moderatoren Josef Ulfkotte und Bürgermeister Tobias Stockhoff wurden nach dem angestoßenen Gespräch zu interessierten Zuhörern „degradiert“. Deutlich wurde auch, dass sich die CDU programmatisch auf den Neustart der größeren Stadt Dorsten intensiv vorbereitet hat, während die SPD scheinbar erst nach der Rats-Konstituierung am 21. Mai 1975 versuchte, die unterschiedlichen Betrachtungsweisen zwischen der Stadt und den neuen Landgemeinden zu verarbeiten. Das führte zu inhaltlichen Konflikten, die auch in persönlichem Streit untereinander endete. Die Presse erfand den Begriff Nordlichter, um die gedanklich noch nicht vollzogene Eingemeindung geografisch zuzuordnen. „Eine spannende, sehr arbeitsintensive und für nicht wenige Ratsmitglieder eine sehr belastende Anfangszeit“, so ein Zeitzeuge aus dem Norden. Heute, so waren sich „Ehemalige“ und Besucher einig, darf zwar zurückgeblickt werden um nicht zu vergessen, im Vordergrund muss aber die positive Entwicklung der Lippestadt stehen, die als Daueraufgabe für Verwaltung, Parteien, Rat und die gesamte Bevölkerung anzusehen ist.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 15.03.2025
Kommunalpolitik Dorsten: Kommunale Neugliederung feiert Goldjubiläum (1975 - 2025)
Auftaktveranstaltung heute im Rathaus
Eine große Verwaltungsreform hat 1975 ganz NRW umgekrempelt. Von 2362 Gemeinden „überlebten“ nur 396. Eingemeindet nach Dorsten wurden Rhade, Lembeck, Wulfen, Deuten, Altendorf-Ulfkotte und Östrich. Wie war das vor 50 Jahren? Waren die Dorstener glücklich, größer zu werden? Hat es Unmut in den genannten Gemeinden über den Verlust ihrer Selbständigkeit gegeben? Dazu werden heute um 19 Uhr im Rathaussaal einige „Zeitzeugen“ versuchen, Antworten zu geben. Die Moderation teilen sich Dr. Josef Ulfkotte und Bürgermeister Tobias Stockhoff. Von den 51 Ratsmitgliedern, die 1975 dabei waren, werden u. a. Josef Vrenegor, Werner Arendt, Ludwig Klapheck, Bernhard Sporkmann, Christine Börner und Dirk Hartwich, verstärkt von Ria Helferich und Thomas Boss, teilnehmen.„Dorsten: Elf Stadtteile - Eine Stadt?!“, so das Motto der Veranstaltung. Geplant ist in der Folge, monatlich einen der 11 Dorstener Stadtteile in den Mittelpunkt zu stellen. Eine gute Gelegenheit aller Dorstener, die Identifikation mit der Lippestadt zu stärken.
Veröffentlicht am 11.03.2025
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