Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Rhader Bürgerforum lädt zum Mitmachen ein

Heute, am 10. März um 19 Uhr - Carola Martius-Haus

Um was geht es? Das Orgateam um Heribert Triptrap teilt mit:

  • „Wir geben ein Update zur Dorfentwicklung Rhade u.a. eine Nachschau zum Start der Arbeiten im Forks Busch und wir geben eine Zwischeninfo zum aktuellen Planungsstand des zweiten Bereiches im Forks Busch.
  • Des Weiteren informieren wir über die Entwicklungen im Dorfkern Rhade und die nächsten Schritte am Nahversorgungszentrum Rhade. 
  • Wir hoffen darauf, dass wir Interessierte finden, die sich beim Stadtjubiläum Dorsten 2025/26 engagieren wollen.
  • Turnusgemäß finden die Orgateam Wahlen statt mit sich abzeichnenden personellen Änderungen.
  • Der SSV Rhade berichtet über die Vorbereitungen zum Vereinsjubiläum und der Heimatverein Rhade stellt sich mit seiner neuen Führungsriege vor.
  • Wir berichten über umgesetzte Projekte aus dem Bürgerbudget und bewilligen einen neuen Antrag aus diesem Budget. Weitere Anträge sind weiterhin möglich."

Veröffentlicht am 10.03.2025

 

Kommunalpolitik SPD: „Vorgesehene Schließung der kardiologischen Notversorgung und des Brustzentrums in Dorsten ist ein Skandal“

Sozialdemokratische Ratsfraktion fordert gemeinsame Resolution mit Schermbeck und Raesfeld

Geht es nach der SPD-Fraktion im Dorstener Stadtrat, wird in der nächsten Ratssitzung über eine städteübergreifende Solidaritätsaktion diskutiert und abgestimmt, die sich gegen die vom Land geplanten Schließungen wichtiger Abteilungen des Dorstener Krankenhauses richtet. Die Begründung lautet:

  • Die vom Laumann-Ministerium geplante Schließung der kardiologischen Notfallversorgung in Dorsten ist geradezu skandalös. Sie bedeutet für die in unserer Region potenziell betroffenen Menschen eine existenzielle Bedrohung, da eine schnelle Hilfe im näheren Umfeld – also auf kürzestem Wege – so künftig nicht mehr gewährleistet werden kann.
  • Mit der geplanten Schließung des Brustzentrums würde im Übrigen das Reformziel Optimierung und Zentralisierung, das hier vor Ort schon realisiert worden ist, geradezu konterkariert.
  • Die Solidaritätsbekundung des Dorstener Rates in der vergangenen Sitzung war wichtig; es bedarf aber weiterer Schritte und einer konzertierten Aktion der betroffenen Kommunen, um das Laumann-Ministerium in dieser wichtigen Frage zum Einlenken zu bewegen.

Veröffentlicht am 18.02.2025

 

Zwei Dokumentationen über Paul Schürholz bringen Klarheit über sein politisches Wirken Kommunalpolitik Wer war Paul Schürholz?

Stadt Dorsten begibt sich auf Spurensuche

Er war eine Persönlichkeit in der Lippestadt. Er hat sich nach 1945 um Dorsten verdient gemacht. Aber was war davor? Paul Schürholz (1893 -1972) bewegt 53 Jahre nach seinem Ableben die Gemüter der interessierten Öffentlichkeit. Eine Dokumentation, vom Stadtrat in Auftrag gegeben, historische Spurensuche genannt, soll Antwort darauf geben, ob Paul Schürholz die 1963 verliehene „Ehrenbürgerschaft Dorstens“ heute als „Missverständnis“ bewertet werden muss. Dr. Josef Ulfkotte und Jochen Schräjahr haben alle ihnen zugänglichen Quellen gesichtet und auf über 100 Seiten das Ergebnis ihrer Recherche der Öffentlichkeit vorgestellt. Dem kritischen Leser bietet sich folgendes Bild:

  • Paul Schürholz hat sich vom Nationalkonservativen zum bekennenden Nationalsozialisten entwickelt. Auch den „Umstieg“ nach 1945 zum Demokraten, gelang ihm ohne jegliche Reflektion des früheren Paul Schürholz.
  • Er war ein Mann des klaren Wortes. Seine dokumentierten Reden passte er unproblematisch der jeweiligen politischen Lage an. Seine Sprache vor 1945 erschreckt, wenn er von Volksgemeinschaft und Führerprinzip spricht und Adolf Hitler huldigt.
  • Als einflussreicher Ratsherr und Mitglied der NSDAP wird ihm nicht verborgen geblieben sein, dass auch seine jüdischen Nachbarn in den Tod deportiert wurden.
  • Dieses Kapitel bleibt in der Dokumention weitgehend, weil nicht durch Quellen belegbar, eine Leerstelle.
  • Dass Paul Schürholz aber 1946 im Zuge seiner angestrebten Entnazifizierung folgende eidesstattliche Erklärung einreicht, ist an Heuchelei nicht zu überbieten: „Ich war bis zum Weggang der beiden jüdischen Familien Perlstein (1938) ihr Ratgeber in allen Fragen, die ihre Haltung zur Partei und ihre Vermögensangelegenheiten betrafen.“
  • Wer 1946 von Weggang der Juden spricht, versucht sich reinzuwachsen und begeht Geschichtsklitterung.
  • Daneben fällt dem kritischen Leser der Spurensuche und Teilnehmer an der öffentliche Aussprache auf, dass sich in Paul Schürholz Reden nach 1945 weder das Wort REUE, noch eine klare Distanzierung der verbrecherischen Nazizeit findet.
  • Ohne Hinweise auf den bereits 1986 erschienenen Band 4 der Reihe „Dorsten unterm Hakenkreuz“, Seite 114, „Noch 1946 für die Demokratie untragbar, wurde er zwei Jahre später Bürgermeister“, und der o. a. historischen Spurensuche von Oktober 2024, sollte Paul Schürholz nicht mehr auf der Liste der Dorstener Ehrenbürger stehen.

Dirk Hartwich - Eine persönliche Einschätzung 

Veröffentlicht am 01.02.2025

 

Einer, der Verantwortung für Dorsten tragen will! Julian Fragemann. Kommunalpolitik Neujahrsempfang der Dorstener SPD - Julian Fragemann beeindruckt und begeistert Besucher

Standing Ovation für die Perspektive, mit mehr Sozialdemokratie die Lippestadt zu stärken

Die Atmosphäre stimmte. Im Jugendhaus Altstadt warteten die rund 200 Besucher gespannt und erwartungsvoll, wer für die Sozialdemokraten in der Lippestadt im September dem amtierenden Bürgermeister Paroli bieten soll. Das Rätselraten beendete keine Geringere als die Bundesministerin Svenja Schulze, die per Video aus Berlin zugeschaltet war und erstmals öffentlich den Namen Julian Fragemann verkündete, ihn wegen seines bisherigen ehrenamtlichen Engagements und seiner kommunalpolitischen Erfahrung lobte und ihm daraufhin zurief, „Julian, du kannst das.“ Die Überraschung ist dem SPD-Stadtverband, unter Führung von Swen Coralic, absolut gelungen. Nun war die Bühne frei für Julian Fragemann. Sollte es bei einigen Gästen des SPD-Neujahrsempfangs anfängliche Skepsis wegen der überraschenden Personalie gegeben haben, wurden sie in kürzester Zeit eines Besseren belehrt. Julian Fragemann trat sympathisch, selbstbewusst und ungemein kenntnisreich auf. Der 39jährige Familienvater, 2 Kinder, steht mit beiden Beinen fest im Beruf, stützt als stellvertretender Personalratsvorsitzender der AOK die Arbeitnehmerrechte und setzt seit 10 Jahren Zeichen im Dorstener Stadtrat. In seiner, immer wieder von Zwischenapplaus unterbrochenen Rede, die als ein klares Liebesbekenntnis zu „seiner“ Stadt wahrgenommen wurde, zeigte er aber auch anhand von Beispielen, dass „nicht alles in bester Ordnung“ sei. Und wo er als Bürgermeister ansetzen würde (Auszug):

  • Kita- und OGS-Gebühren sind sozialer und einkommensgerechter zu staffeln.
  • Schulen müssen saniert und der offener Ganztag ausgebaut werden.
  • Steigerung des Wohlbefindens und der Sicherheit in allen klimagerechten Stadtquartieren.
  • Alle Faktoren des Wirtschaftsstandorts Dorsten müssen auf den Prüfstand.
  • Die Aufgaben der Dorstener Wohnungsgesellschaft sind zu erweitern.
  • Das unverzichtbare Ehrenamt darf nicht durch zu wenig Verwaltungspersonal überstrapaziert werden.
  • Migration und Integration sind keine Gegensätze.
  • Stützung und die Verteidigung unserer Demokratie stehen ganz oben auf meiner Agenda für Dorsten.

„Tue erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst Du das Unmögliche.“, mit dem Franz von Assisi-Zitat beendete Julian Fragemann seine Bewerbungsrede, die die Besucher lange mit stehendem Beifall bewerteten. Julian Fragemann hat in allen Punkten überzeugt und bewiesen, Bürgermeister zu können.

Bericht eines Rhader Teilnehmers am SPD-Neujahrsempfang

Veröffentlicht am 23.01.2025

 

Kommunalpolitik Rhade: Wir blättern im Geschichtsbuch

Vor 50 Jahren verlor unser Dorf seine Selbständigkeit

Die Kommunale Neuordnung hat ganz NRW durcheinander gewirbelt. Kleine Gemeinden, wie Rhade, sowie alle Ämter, wie das Amt Hervest-Dorsten, wurden aufgelöst. Seit diesem Zeitpunkt ist aus Rhade Dorsten-Rhade geworden. Heutiges Bedauern über diesen Verwaltungsakt „von oben“, wäre Nostalgie pur und würde nichts am Status Quo ändern. Wichtig ist aber, sich zu erinnern. Zu erinnern, was Rhade in den letzten 50 Jahren bewegt hat. Dazu blättern wir in den Stadtteilzeitungen der örtlichen SPD, die seit 1974 an alle Haushalte verteilt wurden.

  • 1974: In Rhade leben ca. 3100 Einwohner. Der noch selbständige Gemeinderat besteht aus 13 Mitgliedern. 12 x CDU, 1 x parteilos.
  • 1976: Der Polizeiposten vor Ort wird eingespart. Die VHS bietet mehrere Kurse in der Urbanusschule an.
  • 1977: Der Rohbau für eine Rhader Apotheke steht.
  • 1978: Die erste Tempo-30-Zone in Dorsten wird am Stuvenberg eingerichtet.
  • 1979: Die 2. Rhader Kultur- und Infowoche, von der örtliche SPD organisiert, startet mit einem Kinderfest,. Tags darauf singt der Meisterchor Hervest-Dorsten am Seniorentag. Am 3. Tag findet eine Bürgerversammlung zur Zukunft Rhades statt. 2 Tage danach spielen 2 Gitarristen Flamenco im Jugendheim Fröbelweg. Ein Puppentheater-Aufführung folgt am Tag danach auf dem Kirchplatz. Den grandiose Schlusspunkt, wieder nur einen Tag später, setzt die legendäre Rockgruppe Rousseau auf dem Rhader Schulhof.

Wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 20.01.2025

 

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