Nachrichten zum Thema Wahlen

Wahlen Bundestagswahl November 1972 - 45,8 Prozent stimmen für die SPD und für Willy Brandt

Vor 50 Jahren haben die Sozialdemokraten mehr Demokratie gewagt - und gewonnen

Als im November 1972 die Stimmzettel ausgezählt waren, lag die SPD mit 45,8% vorn. Willy Brandt wurde Bundeskanzler. Die FDP mit Walter Scheel der Koalitionspartner. Ein Ergebnis, von dem heute die Sozialdemokraten träumen. Die Wahlbeteiligung lag übrigens bei 91%!  Olaf Scholz (SPD) ist amtierender Bundeskanzler mit knapp 26% der Wählerstimmen bei einer Wahlbeteiligung von 76,6%. Ein wertender Vergleich zwischen beiden Wahlen wäre aber unfair. 1972 hatten die Bürger schlicht die Nase voll von der Union, die immer noch glaubte, mit Diffamierungen, besonders gegen Willy Brandt, die Adenauer-Stimmung der 50er und 60er Jahre am Köcheln zu halten. Die 68er Generation hat geholfen, „den Muff von tausend Jahren aus den Talaren“ zu schütteln. Die SPD wurde zum Hoffnungsträger der jungen Generation und Willy Brandt ihre Symbolfigur. Sein Kniefall in Warschau bleibt ebenso unvergessen, wie die Verleihung des Friedensnobelpreises und seine programmatische Regierungs-Aussage, mehr Demokratie wagen zu wollen. Natürlich darf nicht unterschlagen werden, dass er von der DDR ausspioniert wurde und, um Schaden von der Bundesrepublik abzuwenden, 1974 zurücktrat. Helmut Schmidt (SPD) folgte bis 1982. Gerhard Schröder (SPD) löste 1998 Helmut Kohl (Union) ab und Olaf Scholz  (SPD) 2021 Angela Merkel.

Ein kleiner Blick aus Rhade in das Geschichtsbuch der SPD

Veröffentlicht am 22.11.2022

 

Wahlen Wahlplakate - Eine Dorstener Partei schafft es damit regelmäßig in die Schlagzeilen der Tageszeitung

Nicht wegen des Inhalts, sondern wegen angeblicher Zerstörungen

Wahlplakate haben in erster Linie den Zweck, auf den Wahltermin aufmerksam zu machen. Politische Inhalte werden bis zur Unkenntlichkeit und Austauschbarkeit verkürzt. Das Foto einer Kandidatin oder eines Kandidaten gehört in die Kategorie Sympathiewerbung. Natürlich versuchen alle Parteien auch die örtliche Presse auf das eigene Produkt aufmerksam zu machen, um so eine kostenlose Zusatzwerbung einzufahren. Da der Inhalt, wie bereits ausgeführt, überwiegend unspektakulär ist, reagiert die Tageszeitung verständlicherweise mit Ignorieren. Alle Parteien kennen das Ärgernis, dass Plakate verunstaltet, manchmal sogar zerstört werden. Eine Partei, am rechten Rand angesiedelt, hat daraus eine „Geschäftsidee“ gemacht. Regelmäßig klagt sie über Vandalismus gegenüber ihren Produkten. Und die Tageszeitung springt nicht selten darauf an. Nicht nur mit einer Notiz, sondern häufig sogar mit längeren Beiträgen, manchmal flankiert von einem Kommentar. Mehr Aufmerksamkeit geht gar nicht. Zweifel überkommen den kritischen Zeitungsleser, ob die wiederkehrende und vor Selbstmitleid triefende Klage der rechten Partei verdient, so in der Lokalberichterstattung hervorgehoben zu werden.

Ein Zwischenruf eines Rhader Zeitungslesers

Veröffentlicht am 02.05.2022

 

Wahlen „Opposition ist Mist“

Ein legendärer Satz, der die SPD zum Nachdenken zwingt - in Berlin, Düsseldorf und Dorsten

Es war Franz Müntefering, der 2004 auf einem Sonderparteitag die SPD aufrüttelte, alles dafür zu tun, selbst zu gestalten, als (nur) in der Opposition zu agieren. Die Sozialdemokraten müssen sich besonders heute an diesen Satz erinnern, ihn zum Ziel ausrufen, um  offensiv und  kreativ die Unterstützung der Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. Wir blicken noch immer ratlos nach Düsseldorf. Dort sitzt die SPD nach der letzten Landtagswahl auf den harten Oppositionsbänken und erkennt (plötzlich) in aller Deutlichkeit, dass Opposition Mist ist. Und da wieder herauszukommen, ist quälend schwierig. Blicken wir nach Dorsten. Auch wenn es momentan so scheint, als ob die Stadt der CDU und ihrem Bürgermeister gehört, die SPD hat in der Vergangenheit bewiesen, Kommunalwahlen gewinnen zu können und den Bürgermeister zu stellen. Nun kommt es im September in Berlin darauf an, nicht in die Opposition zu geraten. Die negativen Erkenntnisse in Düsseldorf und Dorsten müssten ausreichen, die Partei aufzurütteln. Sie ist nämlich besser als ihr Ruf, keinesfalls schlechter als ihre Konkurrenten, sie leidet nur viel zu oft an unerklärlichen Selbstzweifeln und dem damit verbundenen fehlenden Selbstbewusstsein.

Rhader Appell in Richtung Sozialdemokraten im Bund, im Land und in der Stadt

Veröffentlicht am 02.06.2021

 

Wahlen 2021 – Das Superwahljahr

In 6 Bundesländern und dem Bund werden die Karten und Parteifarben neu gemischt   

 

Am 27. September wissen wir mehr. Ein Tag nach der Bundestagswahl kennen wir (wahrscheinlich) den Nachfolger oder die Nachfolgerin der Dauerkanzlerin Angela Merkel. Aber auch wie und von wem 6 Bundesländer künftig regiert werden. Interessant ist, dass 3 sozialdemokratische Ministerpräsidenten / Präsidentinnen, ein Grüner, ein Linker und ein schwarzer ihre Mehrheit verteidigen müssen. Den Anfang machen am 14. März Baden-Württemberg, grün - schwarz regiert und Rheinland-Pfalz, von Malu Dreyer rot – gelb – grün geführt. In Thüringen stellt sich am 25. 4. der Linke Bodo Ramelow zur Wiederwahl, bisher von rot – rot – grün gestützt. Sachsen-Anhalt folgt am 6.Juni. Reiner Haseloff  konnte sich bisher einigermaßen auf schwarz – rot – grün verlassen. Der 26. September wird dann zum deutschen Super – Sunday. Berlin, mit Michael Müller rot – rot – grün „angestrichen“, Mecklenburg-Vorpommern, rot – schwarz mit Manuela Schwesig an der Spitze und parallel die Bundestagswahl, die mit Sicherheit die gravierendste Veränderung mit sich bringen wird. Die GroKo und Angela Merkel werden in die Geschichtsbücher eingehen. Aus schwarz – rot könnte rot – rot – grün mit Olaf Scholz werden, oder rot – grün gelb? Oder schwarz – grün? Oder doch wieder GroKo? Für parteipolitische Spannung ist im Jahr 2021 gesorgt. Die größte Herausforderung bleibt aber Corona. Parteiübergreifend.

 

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 08.01.2021

 

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