Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Gedankensplitter 8

„Man kann nicht so tun, als hätten islamistische Terrorakte nichts mit dem Islam zu tun. Alle Terroristen berufen sich schließlich auf die traditionellen Schriften bzw. die dominierende unkritische Auslegung dieser traditionellen islamischen Schriften, die in allen vom Islam geprägten Staaten vorherrscht. Die große Affinität des Islam zu Extremismus und Gewalt ist mithin ebenso wenig Zufall wie die Unterdrückung von Frauen. So stellt auch der renommierte Historiker Herfried Münkler in seinem jüngsten Werk „Welt in Aufruhr“ fest: „Nirgendwo sonst sind diese Fundamentalisten politisch so erfolgreich wie in der islamischen Welt.“
Die fehlende Trennung von Staat und Religion in den vom Islam geprägten Staaten spielt dabei eine entscheidende Rolle. Solange sich reformorientierte Kräfte, wie sie zumindest in einigen Ländern (u. a. auch in der Bundesrepublik) durchaus vorhanden sind, nicht zu nennenswerter Größe entwickeln, haben Demokratie und Menschenrechte in islamischen Ländern keine Chance und bleiben ein fruchtbarer Nährboden für die Saat des Terrorismus – weltweit."

Friedhelm Fragemann

Anmerkung: In loser Folge werden hier Gastkommentare sowie Gedankensplitter zur Information und Förderung der offenen Diskussion eingestellt. Bisher veröffentlichte Gedankensplitter von Friedhelm Fragemann finden die Leser auf dieser Internetseite am 17.8., 6.9., 30.9., 18.10., 12.11., 07.12.2024 und 21.01.2025.

 

Persönliche Anmerkung des Verantwortlichen dieser Internetseite:
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wird angemerkt, dass die Glaubensrichtung ISLAM nicht zu kritisieren ist. Wer aber ausschließlich die wörtliche Auslegung zum Maßstab seines Handelns macht, und dabei unsere Werte fundamental verletzt, muss sich Kritik gefallen lassen. So wie beispielhaft auch radikale US-Evangelikale,  die die Bibel als Gesetz vor sich hertragen.
Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 19.02.2025

 

Ein Einkaufskorb ist mehr als ein Transportmittel - bei Firma Wilger in Borken Gesellschaft Was wäre, wenn Du beim Einkaufen eine überraschende Einladung erhältst?

Der Einkaufskorb als Erkennungszeichen

Stell Dir vor, Du lebst schon immer oder momentan allein, bist aber mit diesem Zustand nicht zufrieden. Du würdest gerne einen Partner oder Partnerin kennenlernen, leider bietet sich keine passende Gelegenheit. Professionelle Partnervermittlungen sind nicht gerade preiswert, das Suchen im Internet ist mit nicht kalkulierbaren Überraschungen verbunden. Diese Erkenntnis hat der familiengeführte Lebensmittel-Supermarkt Wilger in Borken aufgegriffen und punktet nun mit einer zündenden Idee. Hunderte Menschen in allen Altersgruppen kaufen täglich ein. Sie treffen sich an der Käsetheke oder in der Obst- und Gemüseabteilung. Sie nicken sich in der Regel freundlich zu, manchmal, wenn sie sich lange nicht gesehen haben, wird auch unter- und übereinander geplauscht. Hier ist der passende Moment gekommen, um eine persönliche Beobachtung loszuwerden. Auf die Frage an die eigene Partnerin (kann auch umgekehrt sein), warum das Einkaufen solange gedauert hat, lautet die Standardantwort, wen man getroffen habe und worüber gesprochen wurde. Der Supermarkt bietet also nicht nur ein besonderes Einkaufserlebnis, er dient auch als örtlicher Zufallstreffpunkt. Um aber als Single zu signalisieren, das Alleinsein leid zu sein, müssten Er oder Sie sich irgendwie outen. Nicht ganz einfach. Das Unternehmen Wilger bietet nun im Eingangsbereich die Möglichkeit, mit einem roten Einkaufskorb „unauffällig“ anzuzeigen, einer spontanen Einladung nicht ablehnend gegenüberzustehen. Dass ROT auch die Farbe der Liebe ist, sei nur beiläufig erwähnt. Wichtiger ist, dass gerade das Bundesfamilienministerium eine Studie über verbreitete Einsamkeit veröffentlicht hat. Und noch wichtiger sind alle Ideen, die diesem beklagenswerten Zustand abhelfen wollen. Wer jetzt die pfiffige Idee nur als verkaufsfördernde Werbung einordnet, hat nicht verstanden. Sie darf auch ohne jeglichen Hintergedanken als gesellschaftspolitisches Handeln bewertet werden. Nachahmung erwünscht.

Dirk Hartwich (kauft auch mal ein)

Veröffentlicht am 15.02.2025

 

Gesellschaft Wenn der Dorstener Marktplatz zur Demokratiebühne wird

„Bündnis gegen Rechts“ ruft zur Teilnahme auf

Vor einem Jahr zeigte die Dorstener Stadtgesellschaft, was sie von Parteien hält, die unsere Grundrechte infrage stellen. Ein Blick ins Grundgesetz (Auszug) hilft zu verstehen, was gemeint ist:

  • Die Würde des Menschen ist unantastbar.
  • Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
  • Die Freiheit des Glaubens … ist unverletzlich.
  • Jeder hat das Recht, seine Meinung … frei zu äußern.
  • Die deutsche Staatsangehörigkeit darf nicht entzogen werden …
  • Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.   

Diese Grundrechte drohen nicht nur verwässert, sondern ausgehebelt zu werden. Dagegen müssen alle Demokraten in unserer Gesellschaft protestieren. „Wir in Dorsten gegen Rechts“, ein parteiunabhängiges Bündnis, mahnt seit Jahren mit beeindruckendem Erfolg, nicht auf dem „rechten Auge“ zu erblinden. Adressat sind Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt. Das Bündnis grenzt keine Menschen aus. So wie es unsere Grundrechte im Verfassungsrang vorgeben. Unter dem Motto, „Aufstehen für die Demokratie - Die Hoffnung leuchtet auch in Dorsten“, wird es am morgigen Freitag um 17.30 Uhr ein Bekenntnis der Dorstener Stadtgesellschaft geben, nicht aufzugeben, der Rechtsaußenpartei AfD die rote Karte zu zeigen und alle demokratischen Parteien aufzufordern, die Brandmauer gegen ewiggestrige Demokratiefeinde zu stärken. Der Appell von dieser Stelle lautet: SEI MORGEN DABEI, UM UNSERE DEMOKRATIE ZU STÄRKEN!     

Veröffentlicht am 06.02.2025

 

Gesellschaft Ein Appell an die Dorstener Stadtgesellschaft

Ist die Brandmauer der Demokraten gegen ihre Feinde nur eine Attrappe?

Der 29. Januar 2025 wird in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Am Vormittag gedenkt der Bundestag in einer Feierstunde der Opfer des Nazi-Diktatur. Schon am Nachmittag scheint das vergessen zu sein. Die CDU/CSU Bundestagsfraktion stellt ihren Migrationsantrag zur Abstimmung und erzielt mit den Stimmen der AfD eine Mehrheit. Ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Und zwei Tage später stellt sie das „Zustrombegrenzungsgesetz“ zur Abstimmung. Auch in diesem Fall ist eine Mehrheit nur mit den Stimmen der AfD erreichbar. Zahlreiche Abgeordnete aus den Reihen der Union und der FDP verweigern die Zustimmung, so dass der Antrag abgelehnt wird.

Das sind die Folgen:

  • Der Rechtsanwalt und Publizist Michel Friedman (in den Neunzigerjahren Mitglied im Bundesvorstand der CDU) verlässt nach 40 Jahren seine Partei. Für ihn ist die Asyl-Abstimmung eine „katastrophale Zäsur für die Demokratie und ein unentschuldbares Machtspiel“.
  • Die Altbundeskanzlerin Angela Merkel meldet sich zu Wort, ein ganz ungewöhnlicher Vorgang. Für sie ist das Vorgehen von Friedrich Merz „staatspolitisch verantwortungslos“. Ihr Appell: Keine „taktischen Manöver, sondern in der Sache redlich, im Ton maßvoll und auf der Grundlage geltenden Rechts“ müssten die demokratischen Parteien miteinander über Lösungen reden. 
  • Der Holocaust überlebende Albrecht Weinberg kündigt an, sein Bundesverdienstkreuz zurückzugeben. 
  • Und auch die Kirchen schweigen nicht. Im Gesetzentwurf der Union seien „Punkte enthalten, die nach kirchlicher Auffassung nicht nur rechts- bzw. verfassungswidrig sind, sondern auch geeignet erscheinen, die Grundpfeiler der Europäischen Union zu erschüttern.“ Darüber hinaus erinnern sie an die im Nov. 2024 getroffenen Verständigung der Fraktionen „keine Abstimmungen herbeizuführen, in der die Stimmen der AfD ausschlaggebend sind. 
  • Bundesweit kommt es in vielen Städten zu Demonstrationen und Kundgebungen.

Wir fragen konkret: Welche Auswirkungen hat das auf Dorsten? Unsere Antwort:

  • Wir in Dorsten stehen jetzt auf, um auf allen Ebenen zu zeigen, aus der Geschichte gelernt zu haben.
  • Wir in Dorsten sagen NEIN zu Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. 
  • Wir in Dorsten sagen NEIN zur AfD.

Dr.Hans-Udo Schneider,

Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.

Wird morgen mit dem Veranstaltungshinweis des Dorstener Bündnisses gegen Rechts, am 7. Februar um 17.30 Uhr auf dem Marktplatz Dorsten, fortgesetzt.

 

Veröffentlicht am 05.02.2025

 

Junge Menschen klären beim „Koffermarsch“ durch die Altstadt auch über die Verbrechen der Dorstener Nazis auf. Gesellschaft Holocaustgedenktag in Dorsten - Würdevoll, mahnend, mit klarer Botschaft

Drei Veranstaltungen - drei Eindrücke - ein Versprechen

Technische Sensoren warnen frühzeitig vor Gefahren. Sie zeigen z. B. an, ob der PKW-Abstand zur Garagenwand knapp wird. Das Ignorieren würde zu einem Crash führen. Menschliche Sensoren haben die gleiche Funktion, um einen groben Fehler nicht noch einmal zu machen. Als 1933 Hitler an die Macht kam, ignorierte die Mehrheit der Deutschen die unüberhörbaren Warnsignale - und löste so weltweit eine Katastrophe mit Millionen toter Soldaten, Zivilisten und ermordeter Juden, sowie Andersdenkender aus. Ein Update der menschlichen Sensoren wird jährlich am 27. Januar, am Holocaustgedenktag, weltweit eingeleitet. Dorsten hat mit drei bemerkenswerten Veranstaltungen gezeigt, nicht nur vergessen zu wollen, sondern aktiv gegen Hetze und Hass aufzustehen. Ein Theaterstück, das unter die Haut ging, richtete sich gleichermaßen an junge Menschen der Lippestadt, wie in der zweiten Aufführung überwiegend an die Generation 50 plus. Nachdenklichkeit war anschließend allen Gesichtern der Besucher anzusehen. Des Weiteren der Koffermarsch durch die Innenstadt. Diesmal waren es ganz junge Schülerinnen und Schüler, die an die Deportation der Dorstener erinnerten, die nichts verbrochen hatten, sondern nur nicht in das menschenverachtende Weltbild der Nationalsozialisten passten. Die Deportation endete in der Ermordung. Kerzen beleuchteten am Abend die dritte Veranstaltung in Wulfen. An der Gedenktafel, die an die jüdische Familie Moisés erinnerte, hielt Swen Coralic, Stadtverbandsvorsitzender der Dorstener Sozialdemokraten, eine bemerkenswerte Rede, in deren Mittelpunkt die Erkenntnis der Philosophin Hannah Arendt stand, einer deutschen Jüdin, die vor den Nazis in die USA emigrierte: „Das persönliche Problem war doch nicht etwa, was unsere Feinde taten, sondern was unsere Freunde taten.“ Ein klarer Hinweis, dass Wegsehen und Verdrängen, als Mitschuld an den Verbrechen gegen die Menschlichkeit gewertet werden muss. Swen Coralic forderte auf, heute von Rechtsaußenparteien verwendeten Begriffen, wie Bio-Deutsche und Re-Migration, deutlich zu widersprechen. Eine unmissverständliche Aufforderung an alle Demokraten, die menschlichen Sensoren zu pflegen. Drei Veranstaltungen - drei Eindrücke - eine Erkenntnis, „NIE WIEDER IST JETZT“.       

Veröffentlicht am 04.02.2025

 

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