Andere Themen: [Allgemein] [Landespolitik] [Bundespolitik] [MdB und MdL] [Unterbezirk] [Stadtverband] [Ratsfraktion] [Ortsverein] [Arbeitsgemeinschaften] [Schule und Bildung] [Europa] [Familie und Jugend] [Gesundheit] [Jugend] [Kommunalpolitik] [Senioren] [Service] [Umwelt] [Veranstaltungen] [Verkehr] [Wahlen] [Arbeit und Wirtschaft] [Kreistagsfraktion] [Presse] [Sport] [Soziales] [Justiz und Inneres] [Beschlüsse] [Stadtentwicklung] [Frauenpolitik] [Gesellschaft] [Wahlkreis] [Jusos] [Bildung & Forschung] [Landtagsfraktion] [Bundestagsfraktion] [Finanzen]
Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Und plötzlich kommt doch von irgendwo ein Lichtlein her
Wer genau hinsieht, erkennt auch die guten Nachrichten - Mehr Optimismus wagen
Dass sich schlechte Nachrichten besser als positive verkaufen, wird uns täglich „frei“ Haus geliefert. Und dass wir uns davon erheblich beeinflussen und treiben lassen, gehört zur Wahrheit dazu. Nun beweist eine junge schottische Wissenschaftlerin, dass die Auswertung weltweit erhobener und nachprüfbarer Klima-Daten, Grund genug wäre, als erste Meldung den Weg in die Medien zu finden. Eine Information, die zur rechten Zeit kommt, um uns aus der depressiven politischen Grundstimmung herauszuholen. Hannah Ritchie aus Schottland, lehrt an der Oxford-Universität und ist stellvertretende Herausgeberin der Plattform „Our World in Data“. Ihr Buch, „Hoffnung für Verzweifelte“, öffnete vielen Lesern die Augen. Nun erläutert sie im Interview mit der ZEIT, wie sie ihren Optimismus mit Fakten belegt. Ein kleine Auswahl:
- Die Abholzung im Amazonas-Regenwald hat deutlich abgenommen.
- Im Jahr 1993 starben weltweit noch 12 Millionen Kinder, bevor sie 5 Jahre alt wurden. Diese Zahl wurde bis heute halbiert. Parallel gilt das für die Müttersterblichkeit.
- Auch Hunger und Armut sind gesunken. Die Lebenserwartung in den ärmsten Ländern der Welt ist gestiegen.
- Noch in den 1990er Jahren gab es keine Alternative zu den fossilen Energien. Heute zeigen die erneuerbaren, dass wir etwas in den Händen haben, um auch das Klima zu schützen.
- Im Jahr 2000 hatten nur 60% der Weltbevölkerung Zugang zu sauberem Wasser. Heute sind es 75%.
- Nach der industriellen Revolution folgte die grüne, aktuell die digitale, nun sind wir im Zeitalter der Nutzung von erneuerbarer Energie.
Hannah Ritchie will nicht falsch verstanden werden. Sie fasst das im folgenden Satz zusammen: „Eine knappe Milliarde Menschen hungert noch. Mit geht es um den Dreiklang: Die Welt ist heute besser denn je, sie ist immer noch schrecklich, und sie kann weiterhin besser werden.“
Eigener Bericht über das ZEIT-Interview am 12.12.2024 unter der Überschrift „Wo ist das Leuchtfeuer der Hoffnung?“
Veröffentlicht am 25.12.2024
Gesellschaft SCHALOM
Zeitschrift des Jüdischen Museums ist für Stadt und Bürger ein Gewinn
Nur zweimal im Jahr erscheint die aufwändig gestaltete Zeitschrift mit dem programmatischen Titel „SCHALOM“. Die hebräische Bezeichnung gilt nämlich auch als Friedensgruß und Wunsch für das persönliche Wohlergehen. Die aktuelle Ausgabe verdient das Prädikat: absolut lesenswert. Sie hebt sich mit ihren informativen Beiträgen wohltuend von den Publikationen ab, die ihre Inhalte fast ausschließlich auf die Titelzeile reduzieren. Und sie motiviert mit ihren gesellschaftspolitischen Artikeln zum Nachdenken und zur weiterführenden Diskussion mit Familie, Freunden, Nachbarn und Kollegen. Einer, der maßgeblichen Anteil am Aufbau und der inhaltlichen Ausrichtung des Jüdischen Museums in unserer Stadt hat, ist Dr. Norbert Reichling. Mehrere Texte stammen auch in der aktuellen Ausgabe aus seiner Feder. Leider ist Norbert Reichling plötzlich und völlig unerwartet verstorben. Ein unersetzlicher Verlust für seine Familie, das Museum und unsere Stadt. Das SCHALOM-Titelbild zeigt ihn vor einem Ausstellungsplakat „seines Museums“. Der Slogan darf auch als sein lebenslanger Wahlspruch gelten: „To make the world a better place“. Elisabeth Cosanne-Schulte-Huxel erinnert daran in einem berührenden Nachruf, Dr. Kathrin Pieren, Leiterin des Museums, wählt die Frage, „Was hätte Norbert Reichling getan?“, um richtige Antworten auf die Herausforderungen des Morgen zu finden. Ein Interview mit Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die als Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW aktiv ist, sowie Auszüge aus einer Jubiläumsrede der seit 70 Jahren bestehenden „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund“, rütteln auf, dem dramatisch ansteigenden Antisemitismus in unserem Land die Stirn zu bieten. Das Lesen von SCHALOM ist für alle Demokraten dafür eine hervorragende Hilfe..
Dirk Hartwich
(Siehe auch www.jmw-dorsten.de)
Veröffentlicht am 24.12.2024
Gesellschaft ….“denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge“
So heißt es in der Weihnachtsgeschichte nach Lukas. In diesem Jahr haben wir 75 Jahre Grundgesetz gefeiert. Mit Recht können wir darauf stolz sein. Aber es gibt darin auch Sätze die hohl und blutleer geblieben sind. Das gilt vor allem für den Verfassungssatz: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen.“ Die Missachtung und Geringschätzung der Gemeinwohlpflichtigkeit lässt sich bundesweit beobachten. Immer mehr Menschen geraten in den Strudel des „Mietenwahnsinns“ und der Wohnungsnot. Das spaltet die Gesellschaft und stärkt die Feinde der Demokratie. Die privaten Wohnungsbaugesellschaften orientieren sich an der Börse und nicht am Grundgesetz und schon gar nicht an den Bedürfnissen der Mieter. Mietendeckel und Mietpreisbremse greifen zu kurz. Und in Zeiten hoher Zinsen verkümmert der soziale Wohnungsbau. Der frühere SPD-Oberbürgermeister Jochen Vogel von München hat bereits in den 1970er Jahren die Misere der Wohnungsnot kommen sehen. Er forderte vehement eine soziale Bodenordnung mit Abschöpfung der Wertsteigerung von Grund und Boden, ohne die keine grundlegende Verbesserung erreicht werden könne. Die CDU/CSU lies trotz vorgehender Einigung das Gesetz im Bundesrat scheitern.
Dr. Hans-Udo Schneider
Hans-Udo Schneider, ehemaliger Pfarrer, Diplom-Psychologe und Psychotherapeut kandidierte 2009 für das Bürgermeisteramt in Dorsten. Er wurde dabei von der SPD und den Grünen unterstützt.
Veröffentlicht am 21.12.2024
Gesellschaft Seriöse Spendenaufrufe verdienen Unterstützung
„Öffne Dein Herz und Dein Portemonnaie“
Wer genau hinsieht kommt am Elend dieser Welt, manchmal direkt vor der eigenen Haustür, nicht vorbei. Es ist u. a. das Verdienst der öffentlichen und privaten Medien, mit emotionalen Bildern und der Unterstützung vieler Sternchen, Stars und Politiker aufzuzeigen, was wir Zuschauer nicht sehen konnten, vielleicht nicht gerne sehen wollten. Hier ist es der Hunger, der in vielen Ländern grassiert, dort sind es Krankheiten, von denen wir gar nicht wussten, dass es sie (noch) gibt. Nicht zu vergessen, die Folgen von schrecklichen Kriegen, die nach Beendigung und Hilfe geradezu schreien. Und immer sind es Hilfsorganisationen oder Stiftungen, die nicht nur „Erste Hilfe“ leisten, sondern Projekte ins Leben rufen, die als „Hilfe zur Selbsthilfe“ verstanden werden wollen. Chapeau! Aber ohne Geld ist alles nichts. Daher sind Fernsehsendungen wie, „Ein Herz für Kinder“, wichtige Türöffner für den Verstand, das Gefühl und den Geldbeutel der Nichtbetroffenen. Die Spendeneingänge, einige zig Millionen, beweisen eindrucksvoll, dass das Soziale in unserem Inneren nur wachgeküsst werden muss, um Solidarität mit den Schwächeren unserer Gesellschaft großzügig zu zeigen. Die privat angestoßenen Hilfsprojekte erinnern aber auch daran, dass Politik Lücken zu schließen hat. Blicken wir genau hin, welche Partei verstanden hat, oder welche sich hinter Leerformeln versteckt.
Rhader Aufruf, mit eigener Spende ein Zeichen zu setzen
Veröffentlicht am 12.12.2024
Gesellschaft Aktuell: Diktatoren und ihr Wahn, unsterblich zu sein
Syriens Machthaber Assad flieht vor der Wirklichkeit und entzieht sich der Verantwortung
Er ist nur einer von vielen, die aus den unterschiedlichsten Gründen nach „oben gespült“ wurden, dort Macht ausübten, den Bezug zur Realität verloren, Oppositionelle mundtot machten, zu brutalen Unterdrückern eines ganzen Volkes wurden. Hitler und sein angepeiltes 1000jähriges Reich verschwanden nach 12 Jahren. Die DDR hatte keine 50 Jahre Bestand. Blicken wir über unsere Grenzen, dann erkennen wir viele Spiegelbilder, die dem des aktuellen in Syrien gleichen. Das unterdrückte Volk erhebt sich, stellt plötzlich fest, Kraft genug zu besitzen, um die mörderischen Schergen in die Flucht zu schlagen. Dass die Befreier nicht selten zu neuen Unterdrückern mutieren, soll nicht unterschlagen werden. Das Beispiel Nicaragua steht stellvertretend für diese Fehlentwicklung. Die heutige Erkenntnis lautet aber, dass Diktatoren überall auf der Welt immer dann „vom Hof gejagt werden“, wenn die bis dahin unterdrückte Bevölkerung aufsteht und Widerstand leistet. Gestern Südafrika. Heute Syrien. Morgen …?
Rhader Nachdenkzeilen. Der Bericht über des Rhader Konzert folgt am Dienstag.
Veröffentlicht am 08.12.2024
WebsoziCMS 3.9.9 - 008000509 -