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Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt Gülle – Fluch oder Segen?
Rhader Landwirt zeigt wie es geht
„Wenn alle so verantwortungsvoll handeln würden wie der Rhader Landwirt Matthias Krampe, dann würde die Landwirtschaft einen besseren Ruf genießen und nicht ständig aus der Defensive argumentieren“, so ein Besucher beim Ortstermin des Umwelt- und Planungsausschusses am Mittwochnachmittag. Das die gesundheitsschädigende Nitratbelastung im Grund- und Trinkwasser des Dorstener Nordens auch mit der unvorschriftsmäßigen Ausbringung des organischen Düngers Gülle zu tun hat, ist unbestritten. Schwarze Schafe unter den Landwirten machen mindestens ein Drittel aus. Aber der Fokus muss auch auf die nachhaltig wirtschaftenden Bauern gerichtet werden. Und hier konnten sich die Ausschussmitglieder in Rhade überzeugen, dass die Diskussion über den Trinkwasserschutz nicht mit pauschaler Kritik an einem Berufsstand festgemacht werden darf.
Eigener Bericht – wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.03.2015
Umwelt Fracking – Bewegung oder Treten auf der Stelle?
Hochkarätige Veranstaltung soll Klarheit bringen
Fraktion vor Ort. Eine Veranstaltungsreihe der SPD-Bundestagsfraktion, die verdient, besucht und beachtet zu werden. Diesmal sind die Einlader Frank Schwabe und Michael Groß. Beide SPD-MdB’s. Der eine aus Recklinghausen, der andere aus Marl. Das Thema: Fracking – Moratorium jetzt.
Die Rhader und Dorstener SPD haben mit vielen Aktionen deutlich gemacht, dass Fracking verboten gehört. Jetzt diskutieren am Freitag, 27. März um 18 Uhr im Kreishaus Recklinghausen: Frank Schwabe, Michael Groß, Oliver Kalusch (BUND), Hartmut Pick, (Wirtschaftsverband Erdöl und Erdgasgewinnung), Ulrich Peterwitz (RWW), Franz-Gerd Hörnschemeyer (IGBCE).
Veröffentlicht am 18.03.2015
Umwelt Solidarität unter den Bundesländern? – Fehlanzeige!
Barbara Hendricks, SPD-Umweltministerin greift jetzt durch
Der Ansatz, ein freiwilliges 3. Bundesland für die Castorrücknahme zu finden, ist gescheitert. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hatten sich bereit erklärt, je einen Teil der insgesamt 26 Castoren aus Frankreich und England zurückzunehmen – unter der Voraussetzung, dass ein drittes Bundesland ebenfalls einen Teil nimmt. Die Ministerpräsidenten der Länder versicherten im Juni 2013 in einer gemeinsamen Erklärung einen solchen dritten Standort in einem dritten Land zu benennen. Bis heute hat sich kein weiteres Land gefunden. Diese Situation ist nicht länger hinnehmbar.
Ich habe deshalb meine Mitarbeiter gebeten, ein Konzept zu erarbeiten, das eine Verteilung des gesamten noch im Ausland befindlichen Atommülls auf verschiedene Standorte in einem bundesweit ausgewogenen Verhältnis vorsieht. Mit diesem Konzept werde ich den Akw-Betreibern eine Richtschnur geben, wie sie ihre gesetzlichen Verpflichtungen zur Rücknahme und Zwischenlagerung der Wiederaufarbeitungsabfälle erfüllen können. Sollte dieses Konzept nicht akzeptiert werden, liegt es allein bei den Unternehmen, ihrerseits zu erklären, wohin sie mit den Castoren in Deutschland wollen, und dafür die notwendigen Anträge zu stellen.
Von Facebook aktuell übernommen
Veröffentlicht am 24.02.2015
Umwelt Die Nitratdiskussion – Eine Beobachtung von außen
Aufgeregtheit trifft auf Sachlichkeit
Der Umweltminister aus NRW veröffentlicht den Nitrat- und Nährstoffbericht. Ergebnis: Das Grundwasser, u. a. im Dorstener Norden, wird vergiftet, die Nitratgrenzwerte überschritten. Öffentliche Fragen nach den Verursachern lösen eine Lawine aus. Reflexartige Positionen und Gegenpositionen verhärten die Fronten. Stellungnahmen, Leserbriefe, Kommentare. Da können noch so viele Emotionen und Aufgeregtheiten im Spiel sein - die Nitratwerte in unserem Grundwasser sind gesundheitsgefährdend und lassen sich nicht wegdiskutieren. Es war die „Wasserexpertin“ der RWW, die unaufgeregt, sachlich und wissenschaftlich die Probleme beschrieb und Lösungswege aufzeigte. Die 16 Mitglieder des Umweltausschusses, 7 Verwaltungsmitarbeiter, eine Pressevertreterin und ca. 20 Zuhörer verfolgten hoch konzentriert, die Ausführungen der Dipl.-Geologin. Fazit: Pauschale Beschuldigungen führen fast immer in die Sackgasse. Verantwortlich an der gemessenen Nitratmisere sind viele. Die Landwirte müssen ihre schwarzen Schafe beim Namen nennen. Die Verbraucher können mit ihrem Verhalten „Berge versetzen“. Die Politik hat nicht nur Rahmenbedingungen zu formulieren, sondern die Pflicht, sie auch zu kontrollieren. Eine Sternstunde der öffentlichen Diskussion im Dorstener Fachausschuss.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 15.02.2015
Umwelt Nitrat im Wasser: Ohrfeige für die Landwirtschaft
Vortrag der RWW-Wasserexpertin beeindruckt Fachausschuss
Es waren Fragen der Rhader SPD, die die Öffentlichkeit vor einigen Tagen elektrisierte und die Kommunalpolitiker zum Handeln veranlassten. Zu hohe Nitratwerte wurden im Dorstener Norden im Grundwasser gemessen. Wo? Wie viel? Durch wen? Und nun?
Angela Herzberg, Dipl. Geologin der RWW (Rheinisch Westfälische Wasserwerke) redete Klartext. In Rhade werden im Sickerwasser zur Zeit Nitratkonzentrationen gemessen, die der Trinkwasserwirtschaft große Sorgen bereiten. Das Sickerwasser ist auf dem Weg nach unten, ca. 3 Meter pro Jahr, und nicht aufzuhalten. Es wird das Grundwasser nachhaltig schädigen. Dass die (Über)-Düngung der landwirtschaftlichen Flächen in unserer Region als Verursacher benannt wird, kann nicht länger bestritten werden. Eine Kooperation der RWW mit den Landwirten vor Ort ist nur bedingt erfolgreich. Angela Herzberg: 1/3 der mitmachenden Landwirte verdienen Lob, weil sie die Grenzwerte durch verantwortliches Handeln positiv beeinflussen. Ein weiteres Drittel ist bereit, sich zu bessern, die gemessenen Werte zeigen das aber noch nicht. Und das letzte Drittel ist beratungsresistent, sprich nicht kooperativ. Da die Kooperation auf Freiwilligkeit beruht, darf geschlussfolgert werden, dass wir mit dieser Großzügigkeit nicht weiter kommen. Auf die Frage der SPD, ob eine Verschärfung der gesetzlichen Verordnungen nötig sei, erfolgte ein klares JA!.
Eigener Bericht, wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 11.02.2015
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