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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Heute: 13 Uhr, Treffpunkt Altstadt, Geschwister Scholl-Platz 1
In unmittelbarer Nachbarschaft zum Johannes-Rau-Platz am Bürgerbahnhof, dem Jüdischen Museum Westfalen, dem Treffpunkt Altstadt, grenzt der Geschwister-Scholl-Platz. Entstanden ist hier auf engem Raum ein besonderes Zentrum der Begegnung und Erinnerung. Heute wird eine Stele, von Schwester Paula gestaltet, im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten, auf dem genannten Platz aufgestellt. Sie wird unübersehbar an die Gräueltaten der Nazis erinnern und uns Demokraten auffordern, nie nachzulassen, den Demokratiefeinden frühzeitig und mutig entgegenzutreten. Die Geschwister Scholl, die wegen des Verteilens von Flugblättern zur Todesstrafe verurteilt und hingerichtet wurden, ist der Platz und das Denkmal Schwester Paulas gewidmet. Dem Einladungstext des Vereins für Orts- und Heimatkunde entnehmen wir, dass die Geschwister Sophie und Hans Scholl als Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ am 22. Februar 1943, also genau vor 83 Jahren, hingerichtet wurden. Zur Erinnerung an die „Weiße Rose“ schuf Tisa von der Schulenburg eine Stele, die nun zum „Treffpunkt Altstadt“ verlegt und heute der Öffentlichkeit übergeben wird. Im Rahmen der Veranstaltung wird Sr. Benedicta Kimmeyer die Gedanken Tisas zu ihrem Kunstwerk vortragen, die heute noch ebenso aktuell sind wie zum Zeitpunkt ihrer Niederschrift im Jahre 1973. Als Gastredner begrüßen wir den ehemaligen ARD-Korrespondenten Hermann Vinke, der sich als Sachbuchautor insbesondere an jugendliche Leser gewandt hat, um ihnen den NS-Widerstand nahezubringen.
Veröffentlicht am 22.02.2026
Gesellschaft Bezahlbare Studentenwohnungen? Ein Positivbeispiel aus Paris (2)
Im Süden von Paris, in einer Parkanlage, verteilen sich mehrere Häuser in unterschiedlichster Bauweise. Die Postanschrift lautet: Cite International Universitaire de Paris. Eine kleine Stadt, ausschließlich für 7000 Studenten aus 150 Nationen, die hier nicht nur bezahlbaren Wohnraum vorfinden, sondern Teil eines beeindruckenden internationalen Projekts sind. Vor 100 Jahren, nach dem ersten Weltkrieg, wurde aus der Idee, junge Studierende zusammen lernen, wohnen, diskutieren, kochen und feiern zu lassen, Realität. Daran beteiligen sich bis heute viele Staaten, indem sie ein „eigenes“ Haus dort errichten. Zuvor müssen sie sich verpflichten, die Regeln der Cite zu akzeptieren: Toleranz, Respekt, Gleichheit, die Absage an jede Form der Diskriminierung, Freiheit des Geschlechts. Hier Studierende haben ein langes Bewerbungsverfahren durchlaufen. Sie profitieren von exzellenten Universitäten und bezahlbarem Wohnraum. Die einzelnen Länder geben ihren Häusern eigene Namen. Deutschland ist mit dem Maison-Heinrich-Heine vertreten. Russland und andere osteuropäische Länder sind (noch) nicht vertreten. China bietet zwar 300 Plätze, hat aber die Charta der Cite-Werte bisher nicht unterschrieben. Eine Voraussetzung lautet, dass mindestens 30% aller Plätze an Studierende aus anderen Ländern vergeben werden müssen. Die Folge: Das Chinesische Haus steht seit 2024 leer auf dem Gelände. Das Beispiel Paris kann sicherlich nicht 1:1 hier und da kopiert werden, zeigt aber, dass mit Kreativität und gutem Willen Berge versetzt werden können oder bezahlbarer Wohnraum errichtet werden kann. Nicht nur für Studierende. Übrigens haben seit der Eröffnung der Cite im Jahr 1925 über 450.000 junge Menschen aus aller Welt dort friedlich zusammen gewohnt.
Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels "Wir sind friedlich, was seid ihr?" Vom 30.12.2025
Veröffentlicht am 21.02.2026
Gesellschaft Ein Gastbeitrag von Bertold Hanck zur aktuellen Programmdiskussion der SPD
Sag' mir, mein Freund ... (marokkanisch: guli, guli, a rafiq)
Aramsamsam, aramsamsam,
bald gibt's ein SPD-Programm,
guli, guli, a rafiq:
"Führt das zum nächsten Sozi-Sieg?"
Ziemlich bald nach Godesberg
Entspannung war das Sozi-Werk.
Auf Frieden wollte man jetzt zählen,
drum wollten alle Willy wählen.
Aramsamsam, aramsamsam,
perfekt passt das Politprogramm.
Guli, guli, a rafiq:
Das war kein Propagandatrick!
Solch fortschrittlicher Gestaltungsmut
tat ehdem den Genossen gut.
Doch blickt nach vorne, nicht zurück
in altes Vollversorgungsglück.
Aramsamsam, aramsamsam,
gemeinsam packen alle an.
Guli, guli, a rafiq:
Gegen den Ukraine-Krieg.
Seid mutig, nehmt die Menschen mit,
auch wenn sie aus der Mitte sind.
Die SPD war dann stets klasse,
wenn sie das Ohr hat' an der Masse.
Aramsamsam, aramsamsam,
Teilhabe aller ins Programm!
Guli, guli, a rafiq:
Vielleicht ist das der Weg zum Sieg?
Bertold Hanck (Rhade)
Veröffentlicht am 16.02.2026
Gesellschaft Sport und Politik - Sind Gemeinsamkeiten erkennbar?
Winterolympiade. Mehrere tausend Sportler treten gegeneinander an, um sich zu messen. Wer ist schneller, akrobatischer, springt weiter, schießt mehr Tore, trifft mehr Scheiben, bringt mehr Steine in den Zielkreis, … Alle haben eine lange Vorbereitungszeit hinter sich, um am Wettkampftag die beste Leistung abrufen zu können. Parallel wurden sie dazu von einem Trainerteam unterstützt. Sie erhalten Aufmerksamkeit und Beifall, nicht nur wenn sie auf dem Treppchen stehen.
Parteipolitik. Mehrere tausend Politiker, die meisten ehrenamtlich aktiv, stellen sich alle 4 bis 5 Jahre zur Wahl. Sie wollen beweisen, warum sie besser sind als die Konkurrenz. Wer ist glaubwürdiger, seriöser, sympathischer, überzeugender? Fast alle haben sich auf diesen Moment vorbereitet. Sie haben zugehört, Fragen gestellt, mit diskutiert. Ein professionelles Trainerteam gibt es erst in der Liga der Berufspolitiker. Alle die sich ehrenamtlich einbringen, sind häufig auf sich allein gestellt. Natürlich bieten die Parteien auch Unterstützungsseminare an. Die Wirklichkeit, bleiben wir mal bei Kommunalpolitikern, sieht i. d. R. aber so aus: Er oder sie sind noch in der Ausbildung oder bereits berufstätig, haben Familie und Kinder. Sie „müssen“ Parteitermine wahrnehmen, bei örtlichen Vereinen mitwirken sowie möglichst Kirchen- und Gewerkschaftsmitglied sein. Sie sind in kommunalen Fachausschüssen und dem Stadtrat aktiv. Sie sind zeitlich komplett ausgebucht und müssen sich auch noch für die Politik im Land und Bund rechtfertigen. Und das schaffen sie, ohne ein professionelles Trainerteam. Sie haben auch mehr Aufmerksamkeit und Respekt verdient!
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 15.02.2026
Gesellschaft Zur Erinnerung - Jochen Vogel zum 100. Geburtstag
Sein Pflichtgefühl war grenzenlos
"Das Bild, das von Hans-Jochen Vogel haften geblieben ist, wirkt seltsam zeitlos. Schwere Brille, Lockentolle, energisch, Tatendrang ausstrahlend. So haben ihn Generationen in der Bonner Republik erlebt: Als Oberbürgermeister von München (1960 bis 1972), als Bauminister im Kabinett Willy Brandts (1972 bis 1974), als Justizminister unter Kanzler Helmut Schmidt (1974 bis 1982), als kurzzeitiger Regierender Bürgermeister Berlins (1982), als SPD-Kanzlerkandidat (1983), als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion (1983 bis 1991) und als SPD-Vorsitzender (1987 bis 1991).
Eine stolze Galerie politischer Verantwortung. Aber fast noch wichtiger: Der Respekt vor ihm wuchs stetig und galt lebenslang. Eine Instanz, ein immer wieder gesuchter Ratgeber für seine Partei, ein steter Mahner für Demokratie, einer, der im Olymp der großen bundesdeutschen Sozialdemokraten neben Willy Brandt, Helmut Schmidt und Herbert Wehner seinen Platz hatte."
Jochen Vogel starb 2020 im Alter von 94 Jahren.
Übernommen von www.vorwaerts.de
Veröffentlicht am 14.02.2026
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