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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft In eigener Sache …
Nach neuesten Umfragen ist das politische Beben in unserem Land nicht mehr zu überhören. Eine Partei, die ohne Umschweife als Rechtsaußenpartei bezeichnet werden kann, scheint bei den Wählerinnen und Wählern immer weiter an Zustimmung zu gewinnen, dass nichts mehr ausgeschlossen werden kann. Obwohl der Verfassungsschutz aktiv beobachtet, sie in Teilen für verfassungswidrig bezeichnet, obwohl die demokratischen Parteien warnend den Finger heben, scheint diese national gesinnte Bewegung, per Wahlzettel Regierungs- und Gestaltungsmacht zu erreichen. Haben wir denn wirklich nichts aus der Geschichte gelernt? Dass die demokratischen Parteien für ein viel zu spät erkanntes politisches Vakuum verantwortlich zeichnen, darf doch nicht der Auslöser dafür sein, sie per Wahlzettel weiter zu destabilisieren. Besser ist, sie aktiv zu besseren Leistungen zu motivieren. Wobei die Betonung auf aktiv liegt. Das folgende Zitat wird uns im Mai in der rechten Spalte dieser Internetseite begleiten: „Es ist hundertmal leichter den Faschismus von der Macht fernzuhalten, als ihn aus der Macht zu verdrängen.“ Gesagt vom Sozialdemokraten Rudolf Breitscheid (1874 - 1944), der vor den Nazis fliehen musste und im KZ Buchenwald starb. Wenn also aktuell die Ziele einer Partei nachweislich nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sind, muss das juristische Konsequenzen haben. Nur dann haben wir aus der Geschichte gelernt.
Veröffentlicht am 30.04.2026
Gesellschaft Österreichische Nazis in Dorsten?
Historiker Dr. Marius Lange stellt Forschungsergebnisse vor - Heute im Alten Rathaus
Um Fehler, zum Beispiel beim Autofahren zu vermeiden, trainieren wir. Ein Zertifikat, Führerschein genannt, bestätigt unser erlerntes Wissen. Wenn es auch eine entsprechende Lizenz im Fach Demokratie gäbe, wäre die Wahrscheinlichkeit hoch, aus begangenen Fehlern zu lernen und vor Wiederholungen gefeit zu sein. Historiker helfen uns dabei mit ihrer Forschung nicht zu vergessen, die Hintergründe der Geschichte zu verstehen, um so z. B. frühzeitig politische Fehlentwicklungen zu erkennen. Dr. Marius Lange, Wissenschaftler aus Bocholt, hat sich in seiner Doktorarbeit mit der „Österreichischen Legion im Münsterland“ beschäftigt, die seit Anfang 1935 drei Jahre lang im Dorstener Lager an der Schleuse (Hammer Weg) untergebracht war. Es handelte sich dabei um bis zu 750 Nazis aus Austria, die sich in unserer Stadt auf die bewaffnete Eroberung ihrer Heimat vorbereiteten. Ihr hiesiges Auftreten verbreitete Angst und Schrecken. Selbst ein NSDAP-Kreisleiter bezeichnete die „Legionäre“ als Terror-Truppe. Auf Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Dorsten wird Dr. Marius Lange am heutigen Montag um 19 Uhr im Alten Rathaus die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit öffentlich vorstellen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Rhader Demokratiewerbung
Veröffentlicht am 27.04.2026
Gesellschaft Aktuell: Trump „schießt“ nun auch gegen den Papst. Ist das noch Politik oder schon ein Fall für den Psychiater?
Veröffentlicht am 13.04.2026
Gesellschaft Kinder senden eine Botschaft - Wir sollten sie wahrnehmen und umsetzen!
Veröffentlicht am 06.04.2026
Gesellschaft „Man ist nicht Mensch, weil man geboren ist, man muss Mensch werden.“ (Oskar Kokoschka)
In einem Interview mit der ZEIT (26.3.2026) gibt Samuel Koch tiefe Einblicke in sein heutiges Leben. Samuel Koch ist seit dem schrecklichen Unfall vor 15 Jahren bei „Wetten, dass …“ vom Hals ab querschnittsgelähmt. Er hat inzwischen sein Schauspielstudium abgeschlossen, spielt derzeit den Wallenstein bei den Münchener Kammerspielen, ist verheiratet und gerade Vater geworden. Das Besondere aber ist, dass wir etwas von ihm lernen können. Im Gespräch mit der genannten Wochenzeitung vermittelt er den Lesern das Gefühl, sich zwar mit seiner Behinderung arrangiert zu haben, aber nicht gewillt ist, sie so einfach hinzunehmen. Samuel Koch hat ein Netzwerk aus Familie, Freunden und kreativen Handwerkern geknüpft, um maximal am Leben teilzuhaben. So kann er z. B. selbständig seinen Rollstuhl umrüsten, um darauf die Babyschale zu platzieren. Aber auch viele Querschnittsgelähmte, die er in seiner einjährigen Reha kennengelernt hat, profitieren von diesem Netzwerk und seinem positiven Denken und Handeln. Vorbilder sind für ihn in erster Linie seine Eltern, die mit 4 eigenen Kindern und zusätzlichen Pflegekindern eine funktionierende Großfamilie gegründet und alle beim Erwachsenwerden mit Humor, Hingabe und Liebe begleitet haben. Mit seiner Aussage, dass es eine tiefe Art von Zufriedenheit auch jenseits körperlicher Gesundheit gibt, macht uns Samuel Koch Mut, das Zitat in der Überschrift künftig vorurteilsfreier als bisher zu leben.
Persönliche Nachdenkzeilen zu Ostern - Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 05.04.2026
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