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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Datenschutz missverstanden?
Wenn Straftäter sich hinter Datenschutz verstecken können, stimmt was nicht
Dass die persönlichen Daten geschützt werden müssen, steht außer Frage. Sie gehören schließlich uns. Hätten zum Beispiel Arbeitgeber Zugriff auf die Daten von Ärzten und Krankenversicherungen, würden viele Bewerbungen ins Leere laufen oder befristete Arbeitsverhältnisse nicht verlängert. Die grassierende Corona-Pandemie zeigt aber auch, dass unsere Daten helfen können, gefährliche Infektionsketten zu unterbrechen und Menschenleben zu retten. Da wird mit Millionenaufwand eine sogenannte Handy-Corona-App entwickelt, die auf kürzestem Weg anzeigt, wer einige Tage rückblickend, einem Infizierten (zu) nahe gekommen ist. 20 Millionen haben diese App geladen. Klingt viel, reicht aber überhaupt nicht. Warum dann nicht verpflichtend einsetzen? Statt dessen werden wir gezwungen auf Zetteln in Kneipen, Restaurants, Cafes unsere persönlichen Daten zu hinterlassen. Grundlage für tagelanges Hinterhertelefonieren überforderter Mitarbeiter unserer Gesundheitsämter im Falle eines Falles. Unverständlich auch folgender Sachverhalt: Da wird ein 15jähriger farbiger Fußballer übelst rassistisch von sogenannten Fans beleidigt. Die Daten der 300 Zuschauer wurden notiert. Für eine mögliche Corona-Infektionsverfolgung. Sie dürfen aber nicht genutzt werden, um den oder die Hetzer auf der Tribüne strafrechtlich zu verfolgen? Auch an dieser Stelle müssen unsere Datenschutzrichtlinien auf den Prüfstand gestellt werden.
Ein Fragezeichen aus Rhade
Veröffentlicht am 22.10.2020
Allgemein Hand aufs Herz - möchtest Du heute mit einem Politiker tauschen?
Rhader Sonntagsgedanken
Sie tragen eine riesige Verantwortung, werden gegenüber vielen Vorstandsmitgliedern in unseren Unternehmen lächerlich gering bezahlt und haben in der Regel eine Wochenarbeitszeit von 70 bis 100 Stunden. Die Rede ist von unseren Bundes- und Landespolitikern. Die Corona-Pandemie trennt unübersehbar die Spreu vom Weizen. Das heißt, jetzt zeigt sich wer in der Krise, und davon gibt es zurzeit parallel mehrere, Ruhe, Übersicht, kurz, Charakter hat. Wer führen kann. Wir lassen jetzt mal die parteipolitische Zugehörigkeit weg, um diesen Politikern unsere Wertschätzung, unsere Anerkennung, unseren Dank auszusprechen. Wir alle sind nämlich schnell dabei, „die Politiker“ pauschal zu beurteilen - oder genauer, zu verurteilen. Versuche einfach mal Dich in ihre Lage zu versetzen. Dann müsstest Du entscheiden, ob die Schulen zu schließen sind, die Reisen eingeschränkt oder das Feiern untersagt wird. Andererseits musst Du bereit sein, dann die Verantwortung zu übernehmen und zu tragen, wenn besonders ältere Mitbürger die Viruserkrankung nicht überleben. Wir sprechen hier von über 30% der 75jährigen plus. Hand aufs Herz. Willst Du immer noch mit den Politikern tauschen? Und noch etwas: Es gibt auch auf der kommunalen Ebene professionelle und ehrenamtlich tätige Akteure, die es ebenfalls verdient haben, einfach mal gelobt zu werden.
Veröffentlicht am 18.10.2020
Allgemein Für Sie gelesen: „greenpeace magazin.“
Aktuelles Thema: WAHRHEIT - Wissen, was wirklich ist
6 mal im Jahr erscheint das Magazin der Non-Profit-Organisation Greenpeace. Nicht nur dass es werbefrei und leserfinanziert ist, sondern weil es regelmäßig mit Beiträgen aufwartet, die sich wohltuend vom Mainstream des Zeitungs- und Illustriertenjournalismus abheben, wird es an dieser Stelle positiv erwähnt. Diesmal widmen die Macher dem Thema WAHRHEIT das gesamte Heft. Dass der amerikanische Präsident lügt, alternative Fakten erfunden hat und den Klimawandel leugnet, wissen wir. Wie wir aber von nicht wenigen Politikern, Industriellen, Banken und Religionsgemeinschaften manipuliert werden, muss immer wieder neu aufgeklärt und vermittelt werden. Und genau hierzu leistet das neue Greenpeace-Magazin einen guten Beitrag. Übrigens eignet sich das Heft auch bestens als Geschenk. Besonders unsere Jugend wäre hierfür eine wichtige Zielgruppe, etwas über Verschwörungstheorien sowie Wort- und Bildmanipulationen zu erfahren. Der Preis: 8,40 Euro. U. a. im Bahnhofsbuchhandel und ausgewählten Kiosken erhältlich. Die Internetadresse von Greenpeace lautet: www.greenpeace.de
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 12.10.2020
Allgemein Für Sie gelesen: Dorsten - Eine Zeitreise
Ein lesenswertes Geschichtsbuch mit einer Lücke
21 Autorinnen und Autoren haben sich auf eine spannende Zeitreise begeben. Sie zeichnen die Geschichte der Lippestadt zwischen 890 n. Chr. bis heute spannend und facettenreich nach. Manchmal sehr detailverliebt, aber nie langweilig. Das 370 Seiten starke Buch, qualitativ hervorragend mit vielen Bildern gestaltet, wurde vom „Verein für Orts- und Heimatkunde Dorsten“, sowie dem Stadtarchiv herausgegeben. Die Bandbreite der Artikel zeigt, dass der Siedlungsort an der Lippe immer heiß begehrt war. Ständig wechselten die „Besitzer“, häufig als Besatzer besser beschrieben. Die Querung der Lippe, anfangs als Furt, später mit einer Holzbrücke, war schlicht eine Art Gelddruckmaschine. Dorsten war in der langen Geschichte mehrfach auch Rückzugsort für Soldaten und Flüchtlinge. Die Stimmung der Bewohner schwankte zwischen Hilfsbereitschaft und kritischer Distanz. Eine interessante Parallele zur heutigen Lage. „Die Revolutionsjahre 1848/49“ lautet die Überschrift eines Kapitels, das die Verbindung zwischen der landesweiten politischen Lage und den Auswirkungen vor Ort einprägsam herstellt. Leider fehlt in dem umfangreichen Buch die Dorstener NS-Zeit. Der Hinweis im Vorwort, bewusst wegen der Veröffentlichungen der Forschungsgruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ und denen des Jüdischen Museums Westfalen darauf verzichtet zu haben, ist die einzige Schwäche des neuen Geschichtsbuchs für Dorsten. Das Buch ist u. a. in Dorstener Buchgeschäften zum Preis von 24 Euro zu erwerben.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 23.09.2020
Allgemein Wie hat Rhade gewählt - und warum? (Teil 2)
Über Personen, Programme und den Trend
Ein Blick auf die Rhader Ergebnisse der 4 Wahllokale zeigt Erstaunliches. Es gibt die klaren Wahlgewinner (CDU und Grüne) und die böse gerupften Sozialdemokraten. Warum? Diese Frage beschäftigt alle, die sich mit Kommunalpolitik beschäftigen. Die Kandidatinnen und Kandidaten vor Ort haben sich alle freiwillig und ehrenamtlich in den Dienst der Sache, sprich der Demokratie, gestellt. Sie verdienen Respekt und Anerkennung. Auch am Tag danach. Dennoch werden die Gewinner von sich behaupten, in den letzten Jahren alles richtig gemacht zu haben. Und die Verlierer rätseln und suchen nach belastbaren Erklärungen. Bringen wir es an dieser Stelle mal auf den Punkt: Die christdemokratischen Gewinner sind weder persönlich noch inhaltlich mit irgendeiner Zukunftsidee für Rhade in den letzten Jahren aufgefallen. Sie sind aber in einigen Vereinen bekannt und somit vor Ort verwurzelt. Ganz anders die Kandidaten der Grünen. Nie gesehen, nie gehört - und trotzdem gewählt. Bei der Kommunalwahl! Bei einer Wahl, die unseren Lebensmittelpunkt betrifft. Es ist nicht einfach, das zu verstehen. Der allgemeine (und fast unbeeinflussbare) Wähler- und Sympathietrend hat eindeutig auch die Rhader Kommunalwahl entscheidend beeinflusst. Ein Faktor, der fast alles überlagert. Dieser Trend fällt aber nicht plötzlich vom Himmel, sondern hat immer eine (längere) Vorgeschichte. Ein wichtiger Hinweis für die Sozialdemokraten auf allen Ebenen darüber nachzudenken.
Eine erste Schnellanalyse aus Rhade - wird in loser Folge fortgesetzt
Veröffentlicht am 16.09.2020
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