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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Beste und Beliebteste im ganzen Land?“
Ein modernes und nicht ganz unpolitisches Märchen
Es war einmal ein junger König der ein kleines Land mit wenigen Untertanen regierte. Sein innigster Wunsch war, von allen kritiklos geliebt zu werden. Von allen! Schon als Kronprinz konnte er kaum abwarten, auf den Thron zu steigen. So hat er mit Hilfe einiger Hofschranzen den alten König, der eigentlich noch gar nicht richtig abdanken wollte und beim Volk sehr beliebt war, vorzeitig „in Rente geschickt“. Nun war er oben und konnte sich rege und beredt in Szene setzen. Trotzdem gab es in seiner Umgebung Diener, die auch schon mal widersprachen. MAJESTÄTSBELEIDIGUNG! Das geht gar nicht. Seine Durchlaucht strafte selten offen. Dazu gab es ausreichend Helfer am Hofe, die gebückt und unterwürfig hofften, so Karriere zu machen. Aber was noch viel schlimmer in den Augen des jungen Königs war, es gab tatsächlich Untertanen die es wagten, mit eigenen Ideen auf dem Marktplatz zu werben. Einfach so und auch noch öffentlich! Er erkannte sehr schnell, dass damit seine angestrebte 100-Prozent-Beliebtheit Schaden nehmen könnte. Immer dann, wenn so etwas Ungeheuerliches geschah und Flugblätter für Verbreitung über den Marktplatz hinaus sorgten, zeigte er sein wahres Gesicht. Seine Majestät verlor dann seine lang antrainierte Contenance und suchte nach Wegen der Diskriminierung und Verbannung der Frevler. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der Beste und Beliebteste im ganzen Land?“ Diese Frage stellte er in regelmäßigen Abständen seinem Volk. Natürlich in Erwartung einer positiven Rückmeldung. Der König wird aber nur dann ein guter König werden, wenn er sich ändert und besonders auch in Krisenzeiten „mit ruhiger Hand“ sein Zepter schwingt. Da hatte er nämlich in der Vergangenheit große Schwächen gezeigt, die nicht unbemerkt blieben. Nicht wenige seiner Untertanen wollen dem jungen König deshalb bei nächster Gelegenheit die Zustimmung verweigern und ihm den Spiegel der Fairness entgegenhalten.
Wichtiger Hinweis: Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Veröffentlicht am 06.09.2020
Allgemein „WIR SCHAFFEN DAS“
Vor 5 Jahren bewegten 3 Worte Deutschland und die Welt - Ein persönlicher Kommentar aus Rhade
Es waren Bilder, die sich bei uns eingebrannt haben. Hunderttausende Flüchtlinge aus den südlichen Kriegsregionen machten sich auf den Weg, um zu überleben. Nach Europa. Gibt es einen unter uns, der in solch dramatischer Situation anders handeln würde? Als Ungarn die dort Gestrandeten kalt, hartherzig und brutal, im wahrsten Sinne des Wortes ausgrenzte, zeigte unsere Bundeskanzlerin eindrucksvoll, wie die europäischen Werte zu buchstabieren sind. Sie signalisierte, solidarisch zu helfen. Zweifel im eigenen Land begegnete sie mit dem legendären Satz: „WIR SCHAFFEN DAS“. Ich war und bin heute noch stolz, dass dieser Satz der Welt zeigte, dass wir 70 Jahre nach der schrecklichen Nazidiktatur DEMOKRATIE gelernt haben. Noch ein Wort zu Ungarn. Als es dort 1956 zum Aufstand gegen die kommunistische Diktatur kam, der mit brutaler Gewalt der sowjetischen „Bruderarmee“ niedergeschlagen wurde, flohen Hunderttausende in den Westen, die meisten nach Deutschland. Unsere Nachbarstadt Marl errichtete sogar eine eigene „ungarische“ Wohnsiedlung. Aus Dankbarkeit gründeten ungarische Musiker das grandiose Orchester „Philharmonia Hungarica“ mit Sitz in Marl. Alles vergessen? Deutschland kann auf Dauer das weltweite Flüchtlingselend nicht alleine lösen. Wenn aber der Satz „Wir schaffen das“ um das Wort gemeinsam erweitert würde und in allen 27 EU-Staaten Geltung hätte, dann wären wir ein kleines Stück in Richtung Humanität und christlicher Nächstenliebe weiter.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 31.08.2020
Allgemein Rege Anteilnahme an „DORSTEN“
Rhader Hilferuf scheint erhört zu sein
Die Überschrift, DORSTEN MACHT SCHLAPP, hat viele Rhader aufgerüttelt. Der Baum im Kreuzungsbereich Schlehen- und Dillenweg, der unter der Hitze der letzten Zeit sichtbar leidet, soll nun kontinuierliche Pflege erhalten. So ist zu interpretieren, was an Hinweisen inzwischen eingegangen ist. DORSTEN, so der Name des Apfelbaumes, den Rhader hier gepflanzt haben um den symbolischen Zusammenhalt mit der Lippestadt zu demonstrieren, wird es gut tun. Das Foto, es wurde uns aus Norddeutschland zugeschickt, zeigt professionelle Bewässerung für Neuanpflanzungen. Vielleicht kann der Kauf eines Wassersackes für DORSTEN aus dem Bürgerbudget Rhade erfolgen. Eine Anregung an das örtliche Bürgerforum.
Veröffentlicht am 22.08.2020
Allgemein „DORSTEN“ macht schlapp
Jetzt hilft nur noch Sofortpflege
„Mein Freund der Baum“, so lautete die Rhader Initiative, einen Baum RHADE in Dorsten zu pflanzen und parallel den Baum DORSTEN in Rhade. Eine Aktion, von allen 11 Stadtteilen und den Partnerstädten der Lippestadt übernommen, um symbolisch das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander zu stärken. Nun zeigt „DORSTEN“ erste Hitzeschäden. Ein Zeichen, dass Partnerschaft permanenter Pflege bedarf, um wirklich erfolgreich zu sein. Der Hilferuf des Baumes DORSTEN wurde erhört. Mit Wasserflaschen im Gepäck konnte Erste Hilfe geleistet werden. Willi Loick, Moderator des Bürgerforums wurde gebeten, an die Hilfsbereitschaft der Rhader zu appellieren, um dauerhaft DORSTEN vorm Verdursten zu retten. Seine Zusage lässt hoffen, dass die Rhader Symboloffensive nicht trocken fällt. Wie und ob unser Baum RHADE im Bürgerpark Stadtkrone die Trockenheit bewältigt, darüber folgt ein Sonderbericht in Kürze.
Ein sonntäglicher Hilfs- und Unterstützungsappell aus Rhade
Veröffentlicht am 16.08.2020
Allgemein „Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“
Wirtschaftsinteressen, Werte und Menschenrechte sind nicht unter einen Hut zu bringen
Was tun, wenn in China Menschen hinter Gittern und in Umerziehungslagern verschwinden, nur weil sie vorhandenes Unrecht beim Namen nennen? Was tun, wenn in der Türkei missliebige Personen jahrelang ohne Anklage inhaftiert werden? Was tun, wenn in Libyen Flüchtlinge wie Vieh kaserniert werden, nur weil sie dort gestrandet sind? Was tun, wenn Rassismus und Antisemitismus in vielen Ländern geduldet werden? Was tun, wenn die Unabhängigkeit der Justiz in Partnerländern ganz offen abgeschafft wird? Die einfachste Antwort könnte lauten, wir wollen mit diesen Ländern, solange sie sich nicht ändern, nichts mehr zu tun haben. Wir stärken diese Menschenrechtsverletzer nicht noch dadurch, dass wir mit ihnen Handel treiben. Wenn es doch nur so einfach wäre. Wir leben aber in einer Welt, die global vernetzt ist. Dadurch sind Abhängigkeiten entstanden, die auch unseren Wohlstand begründen. Wir können zwar bitten, mahnen und auch drohen, am Ende ist uns und der Wirtschaft, „das Hemd näher als der Rock“. Das Wort Bertold Brechts, dass erst das Fressen und dann die Moral kommt, hat weiter Bestand. Allen Sonntagsreden zum Trotz.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 09.08.2020
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