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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Vom Flüchtling zum Facharbeiter - Ein Lehrstück für Integration und Standfestigkeit
Khalid Hashimi aus Afghanistan und Konrad Neumann aus Rhade haben es gemeinsam geschafft
Es war ein weiter Weg. Der aus Afghanistan und der zur bestandenen Gesellenprüfung. Khalid Hashimi hat ihn bewältigt. Dass er in seinem Heimatland nie eine allgemeinbildende Schule besuchen konnte, toppt das Erreichte nochmals deutlich. Einer, der ihn als zertifizierter Integrationslotse dabei seit 2015 begleitet hat, ist Konrad Neumann. Beide verdienen Respekt und Dank für ihre Standfestigkeit. Wer aber glaubt, dass dieser Weg glatt und eben war, verschließt die Augen vor der Wirklichkeit. Flüchtlinge, die in Deutschland an die Eingangstür klopfen, haben einen Parcours teils unüberwindlicher Hindernisse zu bewältigen. Neben der neuen Sprache und unbekannten Regeln, sind es vor allem bürokratische Hürden, die nicht selten Bittsteller und ehrenamtliche Unterstützer verzweifeln lassen. Heute ist Khalid Hashimi 27 Jahre alt. Heute blickt er stolz auf seine Leistung, die Facharbeiterprüfung zum Land- und Baumaschinenmechatroniker geschafft zu haben. Er zeigt sich sehr dankbar allen gegenüber, die ihn dabei unterstützt haben. Konrad Neumann und seine Familie haben einen Flüchtling betreut und einen Freund gewonnen. Und unsere Gesellschaft ist gut beraten, dieses Beispiel erfolgreicher Integration als Blaupause für weitere Anstrengungen zu übernehmen. Deutschland muss nämlich mehr Einwanderungsland werden, um mit der überalterten Gesellschaft in der global vernetzten Welt „zu überleben“. Ohne Khalid Hashimi wären wir bereits jetzt ärmer.
Eigener Bericht auf Grundlage der Dorstener Zeitungsreportage - Khalid Hashimi hat den Gesellenbrief und sagt: „Danke für alles“ - am 04.02.2022
Veröffentlicht am 16.02.2022
Gesellschaft Ein stilles Gedenken im Garten des Jüdischen Museums Dorsten
Veröffentlicht am 27.01.2022
Gesellschaft Aktuell: Inge Auerbacher, Nazi-Opfer, hielt bewegende Rede im Bundestag zum heutigen Holocaust-Gedenktag.
Veröffentlicht am 27.01.2022
Gesellschaft Heute einmal kurz inne halten
Holocaust-Gedenktag - „Was hätte ich getan?“
Am 27. Januar gedenken weltweit Menschen an die bestialische Ermordung von über 6 Millionen Juden zwischen 1933 und 1945. Von Deutschen kalt geplant, siehe Wannsee-Konferenz vor 80 Jahren, von Deutschen verübt, von Deutschen unterstützt, von Deutschen geduldet. Überall. In Berlin, Leipzig, Bremen, Frankfurt, München und auch in Dorsten. Die nicht mehr lebende aktive Tätergeneration hat uns Nachgeborenen ein schweres Erbe hinterlassen. Nicht Kollektivschuld, aber Kollektivscham. In einer groß angelegten aktuellen Studie wurden 16-25jährige nach ihrem Wissen und Interesse an den Gräueltaten der Nazis befragt. Interessant ist, dass sich 75% der Befragten offen zeigten, während sich ihre Elterngeneration in der Umfrage mit 66% zurückhaltender erwies. Wichtig für die jungen Menschen ist die Erkenntnis, dass durch Rassismus Demokratien in Gefahr geraten. Und, dass ihnen nur eine friedliche Welt für die eigene Entwicklung offen steht. Während sich ein Großteil der Befragten vom Gedankengut der Nazis distanziert, verhehlt ein kleiner Teil nicht, damit zu sympathisieren. Eine Studie, die die Teilnehmer zwingt, inne zu halten und selbstkritisch zu fragen, wie sie sich selbst in dieser Zeit verhalten hätten. Ein Ansatz, der für den Schulunterricht wichtig ist, so der Leiter der Studie. Heute gedenken wir der Nazi-Opfer und nutzen die Studie auch, um aktiv unsere demokratischen Strukturen zu stärken. Ein Versprechen gegenüber der jungen Generation.
Eigener Beitrag auf Grundlage des Berichts in den Ruhr Nachrichten „Was hätte ich getan?“ am 26.01.2022
Veröffentlicht am 27.01.2022
Gesellschaft Stolpersteine in Dorsten sind Teil des größten dezentralen Mahnmals - weltweit!
Dorstener Ursula-Gynasium erinnert mit beeindruckender Broschüre - Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist
Erst Ende der 70er Jahre wurde vielen Dorstenern klar, dass auch hier jüdische Bürger lebten, die in der Nazizeit zwischen 1933 und 1945 „gedemütigt, verfolgt, vertrieben und ermordet“ wurden, so wie es auf der von Schwester Paula gestalteten Gedenktafel in der Wiesenstraße zu lesen ist. Der Mantel des (Ver)Schweigens, der schwer über der Stadt lag, wurde endlich beiseite gezogen. Nach der Bürgerinitiative „Dorsten unterm Hakenkreuz“, die das Grauen in mehreren Büchern dokumentierte, war es in der Folge die Initiative, „Frauen für den Frieden“, die sich in Zusammenarbeit mit dem Künstler Gunter Demnig ab 2005 mit sogenannten Stolpersteinen gegen das Vergessen stemmte. 38 Messingplatten an 10 Dorstener Standorten erinnern so an die schrecklichen Schicksale der ermordeten Dorstener Juden. Nun haben Schülerinnen und Schüler des St. Ursula-Gymnasiums in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum Westfalen eine Broschüre „Stolpersteine in Dorsten“ veröffentlicht, die bestens in die Dorstener Geschichtsarbeit von unten passt. Dorsten darf stolz sein, die Aufarbeitung des dunkelsten Kapitels der jüngeren deutschen Geschichte „angepackt“ zu haben. Dank den jungen Menschen des Ursula-Gymnasiums, dass sie uns wieder über diesen dunklen Fleck haben stolpern lassen.
Ein Dank aus Rhade in Richtung St. Ursula-Gymnasium
mehr unter: www.stolpersteine-dorsten.de
www.dorsten-unterm-hakenkreuz.de
Veröffentlicht am 25.01.2022
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