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Nachrichten zum Thema Bundespolitik
Bundespolitik SPD-Großprojekt Grundrente gestartet – Missverständnisse sind vorprogrammiert
CDU/CSU sitzt im Bremserhäuschen
Jahrelang hat die SPD mit Bundesminister Hubertus Heil für eine Grundrente geworben, um die Altersarmut von nicht wenigen Bundesbürgern, in der Mehrzahl Frauen, zu verhindern oder wenigstens zu mindern. Jahrelang hat die CDU/CSU gebremst und den Gesetzentwurf nach allen Regeln der „Partei“Kunst gestutzt. Dennoch ist es als Erfolg sozialdemokratischen Geduld und Hartnäckigkeit zu werten, dass der Einstieg in eine erste Stufe der Grundrente beschlossen werden konnte. Wer aber geglaubt hat, dass der Begriff Grundrente als Mindestrente für alle verstanden werden kann, wird sich die Augen reiben. An dieser Stelle können die vielen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um einen Zuschuss zur eigentlichen Rente zu erhalten, nicht aufgezählt werden. Der untenstehende Link des Bundesarbeitsministeriums kann da weiter helfen. Hier soll nur kurz angemerkt werden, dass das Gesetz eine Verbesserung darstellt, aber der Durchbruch zu allgemeiner Gerechtigkeit bei der Bewertung unterschiedlicher Lebensleistungen (noch) nicht gelungen ist. Hinzu kommt, dass die Verwaltungskosten, um den Zuschuss zur Rente zu ermitteln, unglaublich hoch sind. Während aktuell die Deutsche Rentenversicherung 1,3% der gesamten Rentenausgaben für Verwaltungskosten ausgeben muss, verschlingt die Berechnung der Grundrente dauerhaft 13%. Die Daten von 26 Millionen Rentnern müssen allmonatlich abgeglichen werden, um einen Rentenzuschusswert zu ermitteln. Ein Bürokratiemonster. Dank CDU/CSU im Bremserhäuschen der GroKo.
Eigener Bericht
https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Grundrente/grundrente_node.html
Veröffentlicht am 04.01.2021
Bundespolitik Ein Blick nach Berlin - In 9 Monaten Bundestagswahl
Das Dilemma der Union
Die Welt dreht sich trotz Corona weiter. Auch die Bundespolitik. Und genau hier befindet sich die Union in einer Spirale, die immer enger wird. „Holt uns hier raus“. Die Rufe an der Basis werden lauter. 3 Kandidaten wollen Nachfolger einer Übergangsvorsitzenden werden, von der wohl nur das Kürzel AKK in Erinnerung bleiben wird. Es ist die gleiche Basis, die Angela Merkel in den „Vorruhestand“ (ab)drängte. Sie darf nun unter Dreien wählen, die im Vergleich zu Olaf Scholz, dem SPD-Kanzlerkandidaten, in der Öffentlichkeit als Leichtgewichte gehandelt werden. Als aussichtsreichster Bewerber galt A. Laschet, der Zögerer. In Umfragen am Ende der Beliebtheitsskala. N. Röttgen, der Forsche, hat zwar aufgeholt, aber keine Chance. Bleibt noch F. Merz, der immer arrogant daherkommende Besserwisser. Der Liebling der Banker und Heuschrecken. Heuschrecken? Es war der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering, der mit dieser Metapher anschaulich machte, wie internationale Kapitalgeber kurzfristig als Teilhaber in gesunde Firmen einsteigen, Höchstrenditen abgreifen und wieder aussteigen. Drei Kandidaten, keine guten Aussichten. Die Union ist mitten im Dilemma, das die SPD hinter sich hat. Sie ist inzwischen personell so stabil aufgestellt, dass sie den September 2021 nicht fürchten muss.
Ein Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 22.12.2020
Bundespolitik Sicherheitspolitik - Die SPD zeigt (endlich) eigenes Profil
Der allgemeinen Aufrüstungsdynamik ist eine Alternative entgegenzusetzen
Die SPD ist eine Friedenspartei. Willy Brandt war es, der den Begriff Wandel durch Annäherung in praktische Friedenspolitik umsetzte. Eine Folge: Die Wiedervereinigung der beiden Teile Deutschlands. Willy Brandt war es auch, der auf die immer wieder aufflackernden Konflikte durch ungleiche und unfaire Lebensverhältnisse in der Welt aufmerksam gemacht hat. Er hat den Nord-Süd-Dialog angestoßen. Die SPD hat mit Erhard Eppler versucht, der Entwicklungspolitik einen höheren Stellenwert zu verschaffen. Nicht mit Waffenlieferungen sondern mit Partnerschaft. Unsere Bundeswehr war immer als reine Verteidigungsarmee definiert. Seit Jahren wird sie aber indirekt in internationale Konflikte gezogen. Darf gefragt werden, mit welchem Erfolg? Es wird Zeit, dass sich die SPD wieder auf das Vermächtnis vom Friedensnobelpreisträger Willy Brandt beruft, und der ungebremsten Aufrüstung eine Absage erteilt. Die SPD ist auf dem richtigen Weg. Sie zeigt eigenständiges Profil.
Eine Anmerkung aus Rhade
Veröffentlicht am 18.12.2020
Bundespolitik Aktuell 1: Die SPD ist programmatisch mit Olaf Scholz bestens aufgestellt. Die Konkurrenz sucht noch Person und Inhalt.
Veröffentlicht am 14.12.2020
Bundespolitik Corona: Politik und Wissenschaft – Hand in Hand
Michael Gerdes, SPD-MdB antwortet auf eine interessante Frage aus Rhade
„Wer regiert eigentlich in unserem Land? Die Virologen oder unsere Abgeordneten?“ Eine explosive Frage, aber eine berechtigte. Gut, dass unser Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes klar stellt, dass die Virologen und Wissenschaftler aufklären und beraten, die Politik aber entscheidet. Er tritt überzeugend dem Eindruck entgegen, dass in der grassierenden Corona-Pandemie die Wissenschaftler die gewählten Abgeordneten vor sich her treiben. Sein Antwortbrief im Wortlaut:
Ich bin froh, dass es Virologen gibt und diese das Virus erforschen. Ohne die entsprechende Forschung wären wir dem Virus schutzlos ausgeliefert. Ohne die Forschung gäbe es keinen Impfstoff. Ohne die Wissenschaft gäbe es keine Fortschritte bei der Behandlung von Covid-Patienten.
Die hohen Infektions- und Todeszahlen geben Anlass zu Sorge, noch mehr als im Frühjahr 2020. Da würde ich als Virologe auch warnen und mahnen. Das ist ihre Aufgabe.
Sicherlich verzerrt die mediale Berichterstattung das Bild, weil täglich Interviews zum Stand der Forschung gegeben werden. Ich kann aber versichern, dass Virologen die Politik nur beraten. Die Entscheidungen fällen sie aber nicht. Sonst würden das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten nicht so hart um Maßnahmen ringen. Sonst hätte der Bundestag nicht so intensiv um das Bevölkerungsschutzgesetz gestritten. Auch die verschiedenen Hilfspakete zur Milderung der Folgen der Pandemie (Kurzarbeitergeld, Überbrückungshilfen, Steuermaßnahmen etc.) kommen nicht von Virologen sondern von der Politik.
Glückauf aus Berlin
Michael Gerdes
Veröffentlicht am 12.12.2020
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