Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Mit offenen Augen durch Rhade

Dem Verfall preisgegeben

Die „weiße Villa“ auf der Lembecker Straße war schon mehrfach Gegenstand öffentlicher Berichterstattung. Ein außergewöhnliches Gebäude, das seit Jahren leer steht und immer mal wieder saniert werden sollte. Vermutlich überstiegen die Sanierungskosten die Möglichkeiten wechselnder Besitzer. Anzeichen von Vandalismus sind unübersehbar. Das langsame Sterben des möglichen „Traumschlosses“ hat eingesetzt. Die Natur begleitet diesen Prozess unaufhaltsam und unübersehbar (Foto). Das Ableben, sprich der Abriss, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Das wäre dann ein weiterer Verlust interessanter, unverwechselbarer Bausubstanz in Rhade. So wie einige Gebäude im Kirchplatzbereich, die „langweiligen“ Neubauten weichen mussten. Auch in der alten Endelner Schule ist seit Jahren kein wirkliches Lebenszeichen zu erkennen. Hier handelt es sich sogar um ein städtisches Gebäude, das dem Rhader Heimatverein per Pachtvertrag überlassen wurde. Mehrfach wurde bei der Verwaltung angeregt, dieses Gebäude mit seinem großen Grundstück einem neuen Zweck zuzuführen. Der wachsenden Zahl an Demenz erkrankter Bürger, steht zum Beispiel ein zu geringes betreutes Wohnangebot gegenüber. Leider versinken Anregungen dieser Art genauso im Dornröschenschlaf wie die eingangs erwähnte „weiße Villa“.

Die Reihe "Mit offenen Augen durch Rhade" wird fortgeführt.

Veröffentlicht am 15.07.2026

 

Kommunalpolitik Irritierende Schulbus-Diskussion in Altendorf-Ulfkotte

Dorstener SPD-Fraktion positioniert sich eindeutig

Der Förderverein und wohl auch die Eltern können den stark wachsenden Eigenanteil an den Schulbuskosten nicht mehr wie in der Vergangenheit stemmen. Die Stadtverwaltung lehnt die Übernahme der Kostenanteile ab und lässt den Schulbus somit auslaufen. Sie begründet die drohende Einstellung des Schulbusverkehrs mit der Haushaltslage und mit rechtlichen Bedenken zur Gleichbehandlung der Ortsteile.
Mit einer Ungleichbehandlung der Ortsteile kann aus Sicht der SPD nicht argumentiert werden. Dirk Groß, Vorsitzender SPD-Ratsfraktion: "Die Rechtsvorschriften zum Schülerspezialverkehr bedingen immer eine Ausnahmesituation. Ob mit oder ohne Kostenbeteiligung von Eltern oder Dritten, an der Ausnahmesituation hat sich nichts geändert. Das ortsnahe Grundschulangebot wurde für den Südosten unserer Stadt so ausgedünnt, dass es zu längeren Wegen und damit überhaupt erst zu dieser Ausnahme kam."
Natürlich ist es wünschenswert und anzustreben, dass weiterhin maßvolle Eigenanteile der Betroffenen einfließen. Die Stadt muss aber bei Anerkenntnis der Ausnahme im Zweifel sogar vollständig für die Kosten aufkommen. Die Beträge der bisherigen Eigenanteile liegen im Promillebereich des städtischen Haushalts. Von einer Gefährdung des städtischen Haushaltes kann da nicht ernsthaft die Rede sein.

Dirk Groß
Pressemitteilung des Fraktionsvorsitzenden der SPD-Ratsfraktion 

Veröffentlicht am 10.07.2026

 

Kommunalpolitik Auf dem Fahrrad und mit offenen Augen von Rhade nach Lembeck und zurück

Rhade und Lembeck haben etwas. Sie sind Oasen in grüner Natur. Die Lebensqualität ist hoch, die Zufriedenheit der hier lebenden Menschen ebenfalls. Um das zu bewahren und nachhaltig zu verbessern, ist gelebter Klimaschutz ein wesentlicher Faktor. Laut dem städtischen Klimaschutzbericht ist das Autofahren mit Verbrennern ein großer Klimakiller. Als Alternative bietet sich also das Fahrradfahren an. Vorausgesetzt, es gibt sichere Radwege abseits des Kfz-Verkehrs. So wie zwischen Rhade und Lembeck entlang der Kreisstraße. Parallel bietet sich auch der Endelner Weg an, der als Wirtschaftsweg gekennzeichnet ist. Der umweltbewusste Radfahrer, der den Radweg entlang der genannten Kreisstraße wählt, verzweifelt auf der nur 3,5 Kilometer langen Strecke mehrfach. Baumwurzeln haben das Pflaster in Teilabschnitten so verformt, dass ein entspanntes und sicheres Fahren unmöglich ist. Wichtig zu wissen ist, dass dieser Zustand mehrfach der Verwaltung Dorsten und dem Kreis RE mitgeteilt wurde. Einzelne Ausbesserungen dienten wohl nur der Beruhigung des schlechten Gewissens. Gebessert hat sich nichts. Blicken wir zur Alternative Endelner Weg. Warum nicht zur Fahrradstraße erklären? Dann müssten auf dieser Strecke alle Kfz gegenüber den Radlern Rücksicht nehmen und nicht wie aktuell, sie durch nicht eingehaltenen Abstand und kaum reduzierte Geschwindigkeit gefährden. Diese öffentliche Anregung wird nun zum Rathaus Dorsten, der Kreisverwaltung RE, dem Bürgerforum Rhade, der Porte Lembeck, dem Dorfmanager und einzelnen Ratsmitgliedern zugestellt. Vielleicht tut sich danach doch etwas.

Brigitte und Dirk Hartwich/Rhade

Veröffentlicht am 06.07.2026

 

Kommunalpolitik Dorsten ist in die Jahre gekommen, gehört aber nicht zum alten Eisen

In 775 Jahren hat die Lippestadt viel erlebt und eine Menge zu erzählen

Es ist unmöglich in wenigen Sätzen die lange Geschichte Dorstens, als Durstinon gestartet, hier wiederzugeben. Die Stadtverwaltung hatte aber eine gute Idee, die Jubiläumsfeiern in die Hände der Bürger zu legen. Unsere 11 Stadtteile haben sich monatlich wechselnd daran beteiligt, haben mit unterschiedlichsten Veranstaltungen und Feiern Zeichen gesetzt, um die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt zu fördern. Das Fazit aller Teilnehmer lautet: Die Erinnerung an „gestern“, die aktuelle Kommunikation „heute“ und die damit verbundene Perspektive für „morgen“ haben das Leben jedes Einzelnen reicher gemacht. Dass parallel auch an die vor 50 Jahren (1975) durchgeführte kommunale Neuordnung erinnert wurde, hier konnten noch einige lebende Zeitzeugen spannende Geschichten erzählen, mit welchen Problemen die Integration von Rhade, Lembeck, Wulfen, Altendorf-Ulfkotte und Östrich verbunden war. Inklusive sehr persönlicher Emotionen darf als Highlight bewertet werden. Nun sind nur die Jubiläumsfeierlichkeiten Geschichte. Dorsten lebt, steht (wieder) vor gewaltigen Herausforderungen, die nur gemeinsam bewältigt werden können. Gemeinsam heißt, nie aufzugeben, alle am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen, nie aufzugeben, respektvoll über die besten Konzepte miteinander zu streiten, nie aufzugeben, Dorstens Geschichte, die auch so viele schreckliche Brüche beinhaltet, um neue, nachhaltige, friedliche Kapitel fortzuschreiben. Glück auf Dorsten!

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 27.06.2026

 

Kommunalpolitik Der Hitze mit kühlem Kopf begegnen

Ehemaliger Stadtförster schenkt Dorsten ein 3Phasenmodell, um Hitzewellen zu begegnen

Bernhard von Blanckenburg kennt sich aus. Von 1987 bis 2017 war er Leiter des Forstbetriebsbezirks Dorsten. Sein besonderes Anliegen bis heute besteht u. a. darin, Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zu sensibilisieren, den Wert von Bäumen und Pflanzen zu erkennen, um sich wohl zu fühlen, die Luftqualität zu verbessern und parallel der Klimaveränderung zu begegnen. Er wohnt mitten in Dorsten und leidet wie alle unter den immer häufiger auftretenden Hitzewellen, die in besonders dicht bebauten Quartieren (Innenstadt) mit Extremwerten einhergehen. Bernhard von Blanckenburg zeigt aber auch Wege auf, wie mit moderner Stadtentwicklung der Hitze begegnet werden kann. Sein 3Phasenmodell liegt seit 2020 der Stadtverwaltung, und in Teilen auch der Öffentlichkeit vor. Eine kostenlose Expertise, die die Jahre 2020 bis 2050 umfasst. Plakativ hat er Ampelfarben genutzt, um das Stufenmodell anschaulich zu präsentieren. Phase GRÜN steht für den Zeitraum 2020 bis 2030 und beinhaltet Sofortmaßnahmen, wie z. B. das Nachpflanzen von abgestorbenen Bäumen. GELB soll die Dekade 2030 bis 2040 begleiten. Hier überzeugt er u. a. mit einem Beschattungskonzept, das ungewöhnlich ist, aber wirksame Abkühlung verspricht. Alle Maßnahmen, die einer längeren Vorbereitungszeit bedürfen, tragen die Signalfarbe ROT. Dazu zählt u. a. die Umwidmung von Pflaster- in Grünflächen. Die aktuellen Temperaturen, deutlich über 30 Grad Celsius, zwingen die verantwortlichen Stadtentwickler jetzt zu wirksamen Sofortmaßnahmen und einem in sich geschlossenen mittel- bis langfristigen Gegenkonzept. Das in Kurzform beschriebene 3Phasenmodell ist ein Geschenk an unsere Stadt und ihre Bürger. Es wartet auf Umsetzung.

Eigener Beitrag auf Grundlage des Aufsatzes über ein Klimaprojekt zur Stadtökologie von Bernhard von Blanckenburg, das der Verwaltung und Presse vorliegt. Auf Wunsch wird es interessierten Lesern dieser Internetseite zugesandt. Siehe Impressum www.spd-rhade.de oder Direktanforderung bei bvblanckenburg@t-online.de 

Veröffentlicht am 26.06.2026

 

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