Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Pressebericht über neuen Geh- und Radweg in Rhade: Da war doch was …

Gestern, am 12.3.2026 hat die Dorstener Zeitung berichtet, dass ein neuer Geh-und Radweg zum Rhader Einkaufszentrum gebaut werden soll. Eine gute Nachricht! Diese Idee haben wir bereits vor 12 Jahren der Verwaltung eingereicht. Damals waren die Rathausmenschen noch dagegen. Der folgende Schriftwechsel erinnert daran:

29. April 2014:
Radwegenetz zum Geschäftszentrum erweitern
Rhader SPD schreibt an Verwaltung

Stadtverwaltung Dorsten, Herrn Bürgermeister Lütkenhorst und Herrn Beigeordneten Lohse

Betr. Radwegeergänzung

Sehr geehrte Herren,
das vorhandene Fuß, Rad- und Wirtschaftswegenetz in Rhade eignet sich hervorragend, um den Binnenverkehr auf der Straße zu entlasten und das Radfahren zu fördern. Im Rhader Rahmenplan sind dazu auch entsprechende Vorstellungen formuliert.
Heute möchten wir noch einmal auf eine kleine Verbesserung aufmerksam machen, die mit geringen Mitteln umgesetzt werden könnte. 
Das Rhader Geschäftszentrum ist auch für Fußgänger und Radfahrer nur von der Erler Straße zu erreichen. Günstig, und damit auch sicherer für alle Verkehrsteilnehmer wäre eine kurze Verbindung vom vorhandenen Fuß- und Radweg entlang der Turnhalle (Verbindung vom Schlehenweg zur Erler Straße) zum Parkplatz des Geschäftszentrums. Dass dieser Weg angenommen wird, beweist ein inzwischen entstandener Trampelpfad. Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn unser Vorschlag unbürokratisch und kurzfristig umgesetzt werden könnte.
Vielen Dank im Voraus, mit freundlichem Gruß
Hans-Willi Niemeyer
Vorsitzender der Rhader SPD

Die Verwaltung reagierte und lehnte ab. Aus dem dann folgenden Offenen Brief der Rhader Sozialdemokraten, der u. a. auf der Internetseite www.spd-rhade.de veröffentlicht und auch der örtlichen Presse (2014) zugestellt wurde, ist zu entnehmen, mit welchen Argumenten vor 12 Jahren die Idee in der Schublade abgelegt wurde:

Offener Brief an unsere Verwaltung
Verwaltung lehnt Vorschlag zur Verkehrssicherheit ab -SPD-Rhade beurteilt das als Prinzipienreiterei und schreibt folgenden Offenen Brief 

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ende Februar haben wir Sie angeschrieben und auf eine logische Verbesserung des vorhandenen Geh- und Radwegenetzes zum Rhader Geschäftszentrum gebeten. (Siehe unten)
Sie antworten kurz und knapp, lehnen den Verbesserungsvorschlag ab und begründen das mit folgenden Hinweisen:

  • Der Ausbau müsste dem Stand der Technik entsprechen
  • Er muss demnach eine Breite von mindestens 3,0 m haben
  • Er muss mit Beleuchtung ausgestattet werden
  • Der Weg befindet sich nicht nur auf städtischem Gelände
  • Die Verkehrssicherheitspflicht (Winterdienst) ist nicht gewährleistet
  • Es stehen keine (Finanz)-Mittel zur Verfügung

Diese Ablehnung fordert geradezu folgende Antwort* heraus:
Vielen Dank für die Beantwortung unseres Schreibens. Die Ablehnung des Vorschlages, mit wenigen „Bordmitteln“, die Geh- und Radwegeverbindung zum Rhader Geschäftszentrum zu verbessern und damit die Verkehrssicherheit, können wir nicht nachvollziehen.

Alle aufgeführten Ablehnungsgründe sind formal aus den Vorgaben für einen optimalen Geh- und Radwegebau abgeschrieben. Anstatt positiv und kreativ zu reagieren, und die Lücken der Vorschriften zu nutzen, verschanzen Sie sich hinter Vorschriften, die, legt man sie an den vorhandenen Radwegen an, fast überall zu Sperrungen führen müssten.
Fazit: Wir wollen nicht immer hören, warum was nicht geht, wir fordern ein kreatives Handeln der Verwaltung mit konstruktiven Lösungsvorschlägen. Die Verkehrssicherheit hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Der Eindruck, dass hier der Vorschlag mit „Paragrafenreiterei kaputt“ gemacht werden soll, drängt sich leider auf. Warum das so ist, können wir uns auch nicht erklären.

* Der Offenen Brief aus dem Jahr 2014 wurde aktuell (12.03.2026) gekürzt, ohne das es inhaltliche Veränderungen gibt.

Veröffentlicht am 13.03.2026

 

Kommunalpolitik Rhade: Der scheinbar unaufhaltsame Strukturwandel kennt kein Stopp-Schild

Nun hat es auch die Rhader Bäckerei Heine erwischt. Ein traditioneller Familienbetrieb schließt seine Pforten. Eine Gelegenheit darüber nachzudenken, was wir in Rhade, Dorsten und darüberhinaus an heimischer Identität inzwischen verloren haben. Der Fortschritt, so die allgemeine Bezeichnung für gravierende Veränderungen aller Lebensbereiche, nimmt keine Rücksicht auf Tradition. Er richtet sich ausschließlich nach Prognosen und Profit. Da bleibt fast nur noch Nostalgie und Museum. Bitter und in Teilen eine Fehlentwicklung. Erinnern wir uns in Kurzform, was wir hier und da bereits verloren haben: Kommunale Selbständigkeit, Polizei, Post, Apotheke, Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten, Trimmstrecke, diverse Einzelhandelsgeschäfte, mehrere landwirtschaftliche Betriebe, Standesamt, St. Ewald, evangelischen Pastor, SPD-Ortsverein Rhade, Autowerkstatt, … Nun blicken wir, ebenfalls in Kurzform auf das, was wir stattdessen „gewonnen“ haben: Teil Dorstens zu sein, Autobahn, Supermarkt, Discounter, Alten- und Pflegeheime, Glasfaser, Bio-Laden, Turnhalle, Sportzentrum, diverse Imbissbetriebe, Störche, steigender Durchgangsverkehr zur Autobahn, mehrere Neubaugebiete, steigende Bevölkerungszahl, …
Wir verzichten an dieser Stelle bewusst auf eine persönliche Bewertung dieser sicherlich unvollständigen Aufzählung des Verlorenen und des Gewonnenen, fordern stattdessen unsere Leser auf, selbst ein Fazit zu ziehen.

Rhader Gedanken über gestern, heute und morgen

Veröffentlicht am 10.03.2026

 

Er hat klare Ziele, für Dorsten und die SPD - Paul Sloma Kommunalpolitik Paul Sloma will mit einer starken Dorstener SPD die Lippestadt weiterentwickeln (2)

Die Sozialdemokraten mussten in den letzten Jahren erhebliche Misserfolge verkraften. Auf allen Ebenen wurden Wahlen verloren. In immer kürzeren Abständen wechselte das Führungspersonal, ohne dass sich gravierende Veränderungen spürbar und zählbar bemerkbar machten. Nun hat die SPD vor Ort die Lage intensiv (und selbstkritisch) analysiert und gehandelt. Paul Sloma, jung und dynamisch, wurde zum Stadtverbandsvorsitzenden gewählt. Wir haben ihn auf dieser Seite am Donnerstag, 5. März persönlich vorgestellt. Heute erläutert er seine Ziele, die er für Dorsten und die SPD erreichen will: „Ich will die SPD vor Ort wieder sichtbarer, nahbarer und offener machen. Sozialdemokratische Politik muss für die Menschen im Alltag spürbar sein. Inhaltlich liegen meine Schwerpunkte besonders in den Bereichen Wohnen, Bildung und einem gut funktionierenden öffentlichen Nahverkehr. Dabei geht es mir darum, konkrete Verbesserungen für die Lebensrealität der Menschen in Dorsten zu erreichen und gleichzeitig neue Menschen für politisches Engagement zu gewinnen. Eine starke Gemeinschaft und eine moderne Parteiarbeit gehören für mich dabei untrennbar zusammen.“

Am 12.3.2026 folgt Teil 3 der Vorstellung des neuen SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Paul Sloma

Veröffentlicht am 09.03.2026

 

Kommunalpolitik Rhade: Wir hatten mal eine beliebte Trimmstrecke

Stadtverwaltung hat vor 50 Jahren SPD-Anregung aufgegriffen und umgesetzt

Um den Breitensport zu fördern und Rhade attraktiver zu gestalten, haben die örtlichen Sozialdemokraten vor 50 Jahren eine Trimmstrecke vorgeschlagen. Der Verwaltung wurde 1975 ein selbst erstellter Plan vorgestellt, der das Sportamt überzeugte. Der Deutsche Sportbund lieferte das Konzept und die entsprechenden Bauanleitungen. Eine Idee, ein Plan und die erfolgreiche Umsetzung. Der ca. 2 Kilometer lange Rundkurs im Norden Rhades (Wellbrockweg/Hakenweg) erfreute sich großer Beliebtheit. Leider wurde die Pflege der Gymnastikstationen vernachlässigt. Heute erinnern nur noch Reste, siehe Foto, an die Rhader Trimmstrecke. Auch der Skaterplatz, nicht weit entfernt, mit viel Energie umgesetzt, hat ausgedient. Statt dessen soll das Sportzentrum am Dahlenkamp für den Breitensport aufgewertet werden und künftig als zentraler Treffpunkt dienen. Ähnliche Vorstellungen, mit erheblichen Finanzmitteln des Landes NRW gefördert, gibt es im Bereich Forks Busch. Wahrscheinlich wäre es viel kostengünstiger gewesen, die Trimmstrecke zu erhalten und die im vorgesehenen zweiten Bauabschnitt vorgesehene Treffpunkt-Hütte, im Nahbereich des Sportzentrums, zu erstellen. Gespannt und kritisch begleiten wir das Experiment Forks Busch und die vorgesehene  Aufwertung des Rhader Sportzentrums, ob daraus ein dauerhafter Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar wird.

Ein Rhader blättert im Archiv

Veröffentlicht am 07.03.2026

 

Paul Sloma, SPD-Vorsitzender in Dorsten, blickt optimistisch nach vor. Kommunalpolitik Ein Dorstener SPD-Neuanfang mit Erfolgsaussicht (1)

Paul Sloma hat die Zukunft im Blick und die Weichen entsprechend gestellt

Die Sozialdemokraten mussten in den letzten Jahren erhebliche Misserfolge verkraften. Auf allen Ebenen wurden Wahlen verloren. In immer kürzeren Abständen wechselte das Führungspersonal, ohne dass sich gravierende Veränderungen spürbar und zählbar bemerkbar machten. Dorsten ist ein passendes Spiegelbild der Gesamtpartei. Nun hat die SPD vor Ort die Lage intensiv (und selbstkritisch) analysiert und gehandelt. Paul Sloma, jung und dynamisch, wurde zum Stadtverbandsvorsitzenden gewählt. Er will, so versteht er seine Aufgabe, die Dorstener SPD wieder sichtbarer und präsenter aufstellen. Zitat: „Wir müssen wieder stärker im Alltag der Menschen stattfinden – nicht nur an Infoständen, sondern auch in Vereinen, Organisationen und im Austausch mit Unternehmen vor Ort.“ Paul Sloma wird dann erfolgreich sein, wenn Mitglieder, Stadtratsfraktion und Ortsvereine ihn ohne Wenn und Aber unterstützen. Will die SPD, auch in Dorsten die Abstiegszone verlassen, muss der Schulterschluss untereinander nicht nur versprochen, sondern auch gelebt werden. Wir stellen hier Paul Sloma und seine Ziele, heute Teil 1, zum Kennenlernen und zur Unterstützung vor.

Zur Person 
Mein Name ist Paul Sloma, ich bin gebürtiger Dorstener, 22 Jahre alt und studiere Geschichte und Politikwissenschaften. Mitglied der SPD bin ich seit 2021. Politisch geprägt hat mich zunächst vor allem die Arbeit bei den Jusos, inzwischen engagiere ich mich insbesondere im Stadtverband der SPD Dorsten. Zum Eintritt in die SPD motiviert hat mich damals vor allem Kevin Kühnert, weil er für eine klare, glaubwürdige und moderne Sozialdemokratie steht.
Beruflich arbeite ich aktuell als studentische Hilfskraft im Büro von Sandy Meinhardt, MdL, wodurch ich zusätzliche Einblicke in politische Arbeit auf Landesebene gewinnen kann.

Wird am 9. und 11.3.2026 fortgesetzt

Veröffentlicht am 05.03.2026

 

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