Nachrichten zum Thema Umwelt

Umwelt Rhade: Da war mal was … Offener Brief an die Verwaltung

Guten Tag Frau Stobbe, Herr Lohse Herr Cornelius und Herr Taube,

mit großem Interesse habe ich den Zeitungsbericht am Samstag (DZ) gelesen, der sich mit einer hochgelobten Bürgeraktion zur Revitalisierung von Grünstreifen und Baumscheiben in Wohngebieten befasste.

Ich erinnere mich, Ihnen mehrfach ähnliche Vorschläge unterbreitet zu haben, die genau dieses beschriebene Bürgerengagement spiegeln.
Ich erinnere mich, dass in den letzten Jahren auch Mitarbeiter der Verwaltung zweimal vor Ort waren, um mit mir den Schutz des Kleinklimas durch private Pflege einer Baumscheibe zu besprechen.
Ich erinnere mich, dass Sie das Engagement für gut und unterstützenswert hielten/halten.
Ich erinnere mich aber auch, dass ich wiederholt versucht habe, Sie zur Mitarbeit und Unterstützung zu gewinnen. Und zwar dadurch, dass Sie das Parken und Überfahren der Baumscheibe durch Sicherungsbügel oder ähnliche Maßnahmen verhindern. Und, dass Sie mir helfen, Mutterboden aufzutragen, so dass er eine bestimmte Stärke gewinnt, um Feuchtigkeit zu speichern.
Das aktuelle Fotos zeigt, dass leider meine wiederholten Anregungen, im wahrsten Sinne des Wortes, im trockenen Boden versandeten. 
Schön wäre, wenn das lokale Handeln mehr Aufmerksamkeit erhielte.
Mein Angebot gilt weiter, bei einer Umsetzung der vorgetragenen Idee mitzuwirken.
Es wäre schön, diesmal eine verbindliche Rückantwort, vielleicht sogar mit einem konkreten Vorschlag Ihrerseits zu erhalten.

Vielen Dank im Voraus, mit freundlichen Grüßen aus Rhade - Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 29.04.2026

 

Blick in die neue Gasleitungstrasse. Im Hintergrund die Wohnsiedlung Hünengrab. Umwelt Rhade: Tiefer Eingriff in den Naturhaushalt

Für neue Gasleitung HeiDo wird gerodet und gegraben

Die Diskussion ist abgeschlossen. Alle Bedenken aus Sicht der Betreiber sind ausgeräumt. Nun haben schwere Maschinen das Kommando übernommen, um die neue Gasleitung von Marbeck über Heiden nach Hervest-Dorsten zu verlegen. Sehr nah, nicht wenige Bürger im Bereich Hünengrab  meinen nach wie vor, viel zu nah, soll  die Trasse verlaufen. Unüberhörbar und unübersehbar wird die benötigte Fläche momentan in Rhade, durch schweren Maschineneinsatz vorbereitet. Am Rütherweg entsteht aktuell ein Lagerplatz für die Stahlrohre der Gasleitung. Mit Wehmut verfolgen die Anwohner diese Arbeiten, die ohne den tiefen Eingriff in den Naturhaushalt nicht möglich sind. Dass nach der Verlegung der Pipeline die Renaturierung fest eingeplant ist, wird als schwacher Trost gewertet. Rhade scheint sich zu einem Schwerpunktgebiet für die Nord-Süd-Infrastruktur zu entwickeln. Neben der Autobahn quert die Eisenbahn den nördlichen Stadtteil von Dorsten. Hinzu kommen zwei Überland-Freileitungen und mehreren Pipelines, die Salzsole und Gas transportieren. Nicht zu vergessen, dass die Region sich zu einem Hotspot für riesige Windkraft-Anlagen entwickelt. Der technische Fortschritt geht einher mit erheblichem Naturverlust und schwindendem dörflichen Charakter.

Aktuelle Rhader Beobachtungen

Veröffentlicht am 10.02.2026

 

Umwelt Dünen in Dorsten?

Eine überraschende Entdeckung

Wer der ausgeschilderten „Radspange Rhade-Dorsten“ ab dem Bahnhof folgt, quert zuerst das Rhader Wiesengelände, dann über eine schmale Brücke, die A31. Das wunderbare Waldgebiet der Üfter Mark ist erreicht. Die erste Waldkreuzung weist auf den Hohe-Mark-Steig hin. Auch das Deutener Moor ist mit einem Abstecher schnell erreichbar. Dann plötzlich auf der linken Seite, unübersehbar, größere vom Unterholz gerodete sandige Hügelflächen. Ein Hinweisschild klärt auf: „Bis zum Jahr 1850 war die Üfter Mark eine offene Heidelandschaft. Wind trug den Sand vom Rhein bis hierher und bildete eine Dünenlandschaft. …“ Der Regionalverband Ruhr (RVR) begann 2024 die Fläche in ihren früheren Zustand zurückzuversetzen. Seltene Pflanzen und lange vermisste Tierarten, darunter die geschützte Zauneidechse, sind dabei, die sandige Dünenlandschaft zurückzuerobern. Eine Waldfläche, die, neben dem Rhader Wiesengelände, den Zusatz, „Bestes Naherholungsgebiet für Dorsten“, verdient hätte.

Naherholungstipp aus Rhade

Veröffentlicht am 08.01.2026

 

Umwelt Dicke Luft - Schließen Sie Türen und Fenster!

Falsch genutzte Kamine und Öfen können ganze Straßenzüge verqualmen

„Richtig Heizen mit Holz“, lautet eine wichtige Broschüre des NRW-Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, kurz: LANUV. Alle, die in der Übergangszeit von Sommer auf Herbst schon mal den Kamin oder Ofen „anschmeißen“, haben den Hinweisgeber vom Schornsteinfeger erhalten. Es sind aber nicht nur lockere Hinweise, es sind verbindliche Vorgaben zum Schutz der Umwelt und der Menschen, die in der Nachbarschaft von qualmenden Schornsteinen leben. Und dass das falsche, unzulässige Heizen mit Holz und anderen Brennstoffen kein Einzelfall ist, davon kann jeder in einer Wohnsiedlung berichten. Statt in frischer Abend- oder Morgenluft einzuschlafen oder aufzuwachen, müssen plötzlich die Fenster geschlossen werden, weil der Qualm „des Nachbarn“ nicht nur die eigene wohlverdiente Ruhezeit empfindlich stört, sondern auch gesundheitsschädlich ist. Werfen wir einen Blick in die LANUV-Broschüre. Holz ist dann zum Heizen geeignet, wenn die Holzfeuchte unter 25% liegt. Das ist i. d. R. nach 2 Jahren richtiger, luftiger Lagerung erreicht. Die Auswirkung von falschem Heizen mit Kaminöfen in Kurzform: Neben dem Verkehr und der Industrie ist der Hausbrand der dritte Hauptverursacher der Luftbelastung mit Schadstoffen. Das allein sollte ausreichen, um sich an die Vorgaben des LANUV zu halten.

Rhader Erfahrungsbericht aus dem Quartier

Veröffentlicht am 15.11.2024

 

Umwelt Plötzlich weg

Jeder Verlust macht uns ärmer

Nein, heute sind nicht Politiker gemeint, sondern lebenswichtige Arten, die vom Aussterben bedroht sind und in rasender Geschwindigkeit sterben oder bereits ausgestorben sind. Ist das jetzt wichtig? Jetzt, wo die Regierungskoalition taumelt, sinnlose Kriege Leid, Elend und Armut hinterlassen? Oder ein schmutziger, abstoßender WahlKAMPF in den USA tobt? Ja, es ist richtig, auch aktuell nicht zu vergessen, dass es gemeinschaftliche, parteiunabhängige globale Aufgaben gibt, um unser Überleben auf dem blauen Planeten Erde zu sichern. Wer weiß, dass täglich (!) rund 150 Arten (Pflanzen und Tiere) von dieser Welt verschwinden, ahnt sicherlich, dass wir das im eigenen Interesse nicht länger hinnehmen dürfen. Biologen sprechen vom größten Massensterben seit 66 Millionen Jahren, heißt es in einem Bericht der Wochenzeitung DIE ZEIT mit der passenden Überschrift, „Lasst es sein“. Wichtig zu wissen ist auch, dass wir nur in unseren Gärten, Flüssen, Feldern und Wäldern aufmerksam hinsehen und hinhören müssen, um zu verstehen. Plötzlich sind einige Vögel weg. Gründe für das Artensterben sind vielfältig. Wir sind Teil des Problems, wenn wir weiter machen wie bisher. Wenn wir selbst kleinste „natürliche“ Flächen in unserer Nachbarschaft nicht wertschätzen. Im Großen sollte ein Drittel unserer Landesfläche unter besonderen Artenschutz gestellt werden. In der Realität sind es nur 18%. Zeit, unserem Überleben mehr Aufmerksamkeit zu widmen.

Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage des genannten ZEIT-Berichts vom 24.10.2024

Veröffentlicht am 01.11.2024

 

RSS-Nachrichtenticker

RSS-Nachrichtenticker, Adresse und Infos.

 

WebsoziCMS 3.9.9 - 007990700 -