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Nachrichten zum Thema Umwelt
Umwelt Rhade: Ein Blick in den Untergrund
80 Meter-Bohrung soll neue Erkenntnisse bringen
Über eine Pressemitteilung der Stadt Dorsten, dass der „Geologische Dienst NRW“ in Rhade eine Tiefenbohrung durchführt, sollte nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden. Es geht um eine neue digitale geologische Karte, so die Begründung. Und weiter heißt es, dass die Erkenntnisse aus der Bodenprobe zum Beispiel für die „Nutzung klimaschonender, umweltfreundlicher Erdwärme“ hilfreich wären. Parallel darf aber daran erinnert werden, dass die „Bundesanstalt für Endlager - (BGE)“ dabei ist, einen Standort in Deutschland zu finden, um den noch Millionen Jahre strahlenden Atommüll endzulagern. Und unsere Region ist davon nicht ausgeschlossen. Die Rhader Tiefenbohrung gehört zur Untersuchung des Raums Hünxe - Dorsten - Brünen - Raesfeld. Die so gewonnene neue digitale geologische Karte wird aber sicherlich nicht nur zur möglichen Erdwärmegewinnung und dem Grundwasserschutz herangezogen, sondern auch zur Bewertung unseres Untergrunds für ein Atommüll-Endlager. Alles andere wäre eine Überraschung. Es ist nicht angebracht jetzt nervös zu werden, aber nötig nochmals nachzufragen. Wer wäre dazu besser geeignet eine Klarstellung öffentlich nachzuschieben, als der neu gewählte Stadtrat und das Dorstener Umweltamt.
Rhader Nachfrage
Veröffentlicht am 19.11.2020
Umwelt Rhade: Bürgerinitiative „Komposthaufengemeinschaft“ gibt nach 30 Jahren auf
Weniger Mitglieder = höhere Kosten - Dank an Initiatoren
Die Bürgeridee, im Rhader Siedlungsbereich Hünengrab/Stuvenberg etwas gegen das wilde Abkippen von Grünanfällen im nahegelegenen Wald zu tun, wurde von Ferdinand Graf von Merveldt, dem Eigentümer der Waldfläche, vor 30 Jahren sofort unterstützt. Eine Fläche wurde ausgewiesen, Mitglieder einer sogenannten „Komposthaufengemeinschaft“ geworben. In Eigenregie wurde fortan kompostiert, geschreddert und für ordnungsgemäße Benutzung der Anlage gesorgt. Was bestens jahrzehntelang funktionierte, stieß durch ständig steigende Kosten an seine Grenzen. Notwendige Beitragserhöhungen führten zu einem Schwund der Mitglieder. Die Folge ist nun das selbst beschlossene Ende einer außergewöhnlichen Bürgerinitiative. „Schade“, so ein langjähriges Mitglied, „aber absolut verständlich“. Künftig müssen die Anwohner und bisherigen Nutzer entweder eine Biotonne oder die städtischen Grünabfallcontainer, die im Bereich des Unternehmens Risthaus aufgestellt sind, nutzen. Bei der Auflösungsversammlung wurde auch beschlossen, das Restvermögen des Vereins zu je einem Drittel dem TOT Rhade, dem Förderverein Nachwuchsmusiker Schützenkapelle und der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln zu überweisen. Die Rhader Sozialdemokraten, die vor 30 Jahren im damals noch existierenden Bezirksausschuss Rhade/Lembeck die Bürgerinitiative der Siedlergemeinschaft aktiv unterstützt haben, sagen den Initiatoren ausdrücklich Dank und Anerkennung für die jahrzehntelang geleistete ehrenamtliche Gemeinschaftsarbeit und den damit verbundenen aktiven Umweltschutz.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 05.10.2020
Umwelt WIR SIND HIER - WIR SIND LAUT - WEIL IHR UNS DIE ZUKUNFT KLAUT!
Fridays for Future macht mobil
Die Zukunft der sogenannten etablierten Parteien hängt davon ab, ob sie junge Menschen für sich und ihr Programm begeistern und gewinnen können. Die SPD ist die älteste deutsche Partei. Sie kann stolz auf das verweisen, was sie in über 150 Jahren für die Menschen getan hat. Sie hat aber ein aktuelles Problem. Junge Menschen machen einen Bogen um sie. Obwohl sich Willy Brandt mit dem Slogan, „der Himmel über der Ruhr muss wieder blau sein“ als Visionär und erster Grüner geoutet hat, folgte ihm die SPD in Sachen Umweltschutz zu spät. Die Folge: Eine neue Partei machte sich auf, Farbe und Programm in Übereinstimmung zu bringen. Der Zulauf von jungen, kritischen Wählerinnen und Wählern nahm ihren Anfang. Heute ist der Begriff KLIMASCHUTZ ganz oben auf der Agenda der meisten Parteien angekommen. Er ist für unseren Globus überlebenswichtig. Greta Thunberg ist das Gesicht einer ganzen Schülergeneration. Sie hat es mit ihrem Schulstreik geschafft, eine weltweite Bewegung dynamisch in Gang zu setzen. Die SPD ist gut beraten, nicht nur symbolisch Sympathie zu zeigen, sondern ihre Umweltpolitik so nachhaltig auszurichten, dass junge Menschen auch bei den Sozialdemokraten eine politische Heimat finden. Für das Klima auf unserer Erde steht die Uhr auf 5 vor 12. So wie für die SPD.
Der Freitagsappell aus Rhade in Richtung Jugend und SPD
Veröffentlicht am 02.10.2020
Umwelt Die bittere Erbschaft der Atomindustrie
Wohin mit dem strahlenden Müll?
Deutschland steigt aus der Atomkraft aus. Das ist gut und richtig. Die rot-grüne Bundesregierung mit Gerhard Schröder (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) waren die Wegbereiter. Später kippte die Union diese Zukunftsentscheidung, um aber nach Fukushima den „Atomstecker“ endgültig zu ziehen. Dieses hin und her kostet den Steuerzahler Milliarden. Es gibt aber ein Problem, das noch viel größer und nach wie vor ungelöst ist. Die Endlagerung des strahlenden Mülls. 2022, nach 60 Jahren Energiegewinnung aus Kernkraft, werden in unserem Land 1900 Castorbehälter mit hochgiftigem Atomabfall in Zwischenlagern stehen. Sie „strahlen“ noch über eine Million Jahre (!) und müssen daher entsprechend gesichert werden. Die Zwischenlager, eins davon ist in nächster Nähe in Ahaus, sind dazu völlig ungeeignet. Das wissen heute alle, die die Kernkraft entwickelt haben, die, die sie genehmigt haben, die, die damit richtig viel Geld verdient haben. Heute wissen wir auch, dass es die Betreiber geschafft haben, die Endlagerung dem Staat aufzubürden. Versprochen und vertraglich festgelegt war etwas ganz anderes. Die Suche nach einem geeigneten Lager, tief in der Erde, ist in vollem Gange. Ob in einem Salzstock, in Tongestein oder Granit - noch ist völlig unklar, was am besten schützt und wo eine solche Endlagerstätte gefunden wird. Wer diese Sachverhalte kennt und immer noch nach der „sauberen“ Atomkraft ruft, der hat gar nichts verstanden.
Eigener Bericht auf Grundlage eines ZEIT- Artikels „Wohin damit? vom 27.08 2020
Veröffentlicht am 30.09.2020
Umwelt Hitze – Trockenheit – Wassermangel
Svenja Schulze (SPD): „Wir brauchen eine nationale Wasserstrategie“
Deutschland ist ein wasserreiches Land. Trotzdem wird unser (Grund)Wasser knapp. Das was von oben fällt, kommt unten nicht an. Jahrzehntelang wurden Moore entwässert, Bäche begradigt und Flüsse eingedeicht. Die Folge: Das Regenwasser fließt viel zu schnell ab, um im Boden versickern zu können. Der Grundwasserspiegel sinkt, die Landschaft darüber verändert sich. Erkenntnisse, die nicht neu sind aber viel zu lange verdrängt wurden. Jetzt hat die sozialdemokratische Umweltministerin Svenja Schulze angekündigt, im kommenden Jahr eine nationale Wasserstrategie vorzustellen, um eine gerechte Wasserverteilung in unserem Land zu gewährleisten. "Die höchste Priorität hat die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen", sagte Schulze. "Das ist ein Menschenrecht". Im Umkehrschluss heißt das dann auch, dass Landwirte ihre Felder nicht mehr in dem Maße wie bisher wässern können, Kleingärtner auf das Sprengen ihres Rasens verzichten müssen. Der Klimawandel, vom Menschen herbeigeführt, kann nur durch eigenes Handeln „im Zaum gehalten“ werden. Die SPD-Ministerin hat Unterstützung für ihr Vorhaben verdient. Der Gegenwind wird nicht ausbleiben.
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 25.08.2020
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