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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Das Flüchtlingselend in Zahlen - Wegsehen geht gar nicht
Derzeit befinden sich weltweit knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde. Und sie wächst weiter. 2014 wurden 13,9 Millionen Menschen zur Flucht getrieben - viermal so viele wie noch 2010. Jeden Tag machten sich durchschnittlich 42.500 Menschen auf den Weg auf der Suche nach Frieden, Sicherheit und einem neuen Leben.
Besonders alarmierend: die Hälfte aller Flüchtlinge sind Kinder.
Den größten Teil – 38,2 Millionen – bilden die sogenannte Binnenvertriebene (Internally Displaced Persons – IDP). Sie fliehen innerhalb ihres eigenen Landes, ohne dabei internationale Landesgrenzen zu überschreiten. Binnenvertriebene sind - anders als Flüchtlinge - nicht durch internationale Abkommen geschützt und stehen offiziell nicht unter dem Mandat von UNHCR. Dennoch kümmert sich UNHCR seit vielen Jahren um die Bedürfnisse von Binnenvertriebenen. Denn oftmals befinden sie sich in sehr ähnlichen Situationen wie Flüchtlinge und haben einen ähnlichen Hilfsbedarf.
Die zweite Gruppe sind die 19,5 Millionen Flüchtlinge sowie 1,8 Millionen Asylsuchende, die noch auf den Ausgang ihres Asylverfahrens warten.
Neun von zehn Flüchtlingen (86 Prozent) leben in Entwicklungsländern, da die meisten Flüchtlinge lediglich in ein angrenzendes Nachbarland fliehen.
Globale Statistiken von UNHCR*:
Veröffentlicht am 22.07.2015
Gesellschaft Flüchtlingsdrama in Europa - EU zerstritten
Eine Wertegemeinschaft? – Eher nicht!
Sie kommen zu Tausenden und Abertausenden, zumeist über Griechenland, Italien und Spanien - Flüchtlinge aus Arabien, Afghanistan, Afrika, … - in die Europäische Union. Die Erstaufnahmeländer, besonders Griechenland, sind hoffnungslos überfordert. Das Elend in den Lagern ist unbeschreiblich. Eine Mini-Entlastung könnte durch eine gerechte Aufnahmequotierung aller 28-EU-Mitgliedsländer erfolgen. Die Verhandlungen darüber sind mehrfach gescheitert. In den nächsten Wochen wird unser Ortsverein über die Unfähigkeit der Europäischen Union berichten, das Flüchtlingsdrama auch nur annähernd zu bewältigen. Wir wollen aber auch positive Beispiele aufgreifen.
Wird fortgesetzt
Veröffentlicht am 20.07.2015
Gesellschaft Wieder Gewalt gegen Flüchtlinge in Sachsen
Ein empörter Zwischenruf
Ein Flüchtlingsheim in Sachsen wurde am vergangenen Wochenende 2 Mal von außen beschossen. Im Haus: 150 Hilfesuchende. Gut, dass es keine Verletzten oder Tote gab. Ein glücklicher Umstand. Staatsanwalt und Polizei ermitteln – so die Nachricht in Tagesschau und Tagesthemen – wegen Sachbeschädigung! Nicht wegen Mordversuch, sondern wirklich wegen Sachbeschädigung. Eine erstaunliche und unverständliche Verharmlosung. Die Täter werden es mit Interesse und klammheimlicher Freude zur Kenntnis nehmen. Und vielleicht weiter schießen. Sachsen ist überall, so die dortigen Landespolitiker immer dann, wenn mal wieder in Sachsen gegen Flüchtlinge und Asylbewerber mit rechten Parolen demonstriert wird. Pegida hat nicht zufällig hier ihre Hochburg. Es wird Zeit, aufzustehen. Wieder mal, um die Rechten nachdrücklich daran zu erinnern, dass sie nicht die Mehrheit haben und niemals wieder bekommen dürfen. Deshalb ist politisches Engagement von uns Demokraten so wichtig.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 16.07.2015
Gesellschaft Toleranz wird auf die Probe gestellt
Meckerschecks von Rhader Bürgern (1)
Bereits vor einigen Wochen erhielten wir einen fast gleichlautenden Meckerscheck mit Foto, den wir der Stadt zur Verfügung stellten. Die Antwort damals: Wir schalten den zuständigen Kreis RE ein. Ergebnis: Der Müll verschwand, neue Container wurden aufgestellt.
Heute handelt es sich wieder um das gleiche Haus Am Stuvenberg 51 in Dorsten-Rhade.
Der Briefschreiber bittet darum, dass die Bewohner dieses Hauses betreut, beraten und verbindlich angehalten werden, ihren Müll nicht aus dem Fenster zu werfen, sondern Mülltonnen/Müllcontainer zu nutzen. (Foto) Abschließend heißt es: „Einerseits ist eine Willkommenskultur gut und richtig, andererseits müssen „Spielregeln“ eingehalten werden, die zur Kultur der Gastgeber gehören“.
Die Rhader SPD unterstützt diese Einwendung und bittet die Dorstener Verwaltung, nachdrücklich tätig zu werden.
Letzte Meldung:
Veröffentlicht am 18.06.2015
Gesellschaft Vergessen? Die Vergangenheit holt uns immer wieder ein
70 Jahre danach – Deutsche Verbrechen erschüttern weiter
Am 8. Mai 1945 wurde Nazi-Deutschland von den Alliierten befreit. Der 2. Weltkrieg war vorbei. Tage vorher erlebten die wenigen Überlebenden in den Konzentrationslagern das Ende des Schreckens. Das Grauen, das die Engländer, Amerikaner und Russen in Auschwitz, Bergen-Belsen, Dachau … vorgefunden haben, sprengt jede Vorstellungskraft. Täter waren gebildete Deutsche. Die Schwarzweißbilder von Leichenbergen machen immer wieder fassungslos. Scham, Mitgefühl und der Versuch von Wiedergutmachung ist das Mindeste was wir Nachgeborenen zur Aufarbeitung leisten können. Die Vergebung dieser Schuld, wenn das überhaupt geht, müssen die Opfer aussprechen.
Es sind aber 70 Jahre danach auch neue Bilder, die sich in unseren Köpfen einbrennen. Die Rede ist von Griechenland. Was haben vor 70 Jahren unsere Vorfahren dort gemordet, geplündert und gebrandschatzt? Wenn Griechenland heute fordert, dass diese Kriegsschuld der Deutschen immer noch nicht beglichen ist, dann sollten wir, diese unglaublichen Bilder vor Augen, ins Nachdenken kommen und über Verhandlungen zur Bildung einer Stiftung zur Wiedergutmachung nachdenken. Bundespräsident Gauck hat auch in dieser Frage einen erfreulichen 1. Aufschlag gemacht und die Bundesregierung an ihre internationale Verantwortung erinnert.
Eigener Bericht
Wichtiger Terminhinweis: Am Freitag, 8. Mai wird es auf dem Marktplatz der Stadt Dorsten, vor dem Alten Rathaus, eine Gedenkveranstaltung zur Beendigung des 2. Weltkrieges um 18 Uhr geben.
Veröffentlicht am 05.05.2015
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