Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Die Gruppe Dorsten unterm Hakenkreuz hat aufgeschrieben was in unserer Stadt an Unrecht geschah Gesellschaft Auschwitz – mehr als ein dunkler Schatten auf unserer Geschichte

Auch Dorsten hat sich mitschuldig gemacht

70 Jahre nach der Befreiung des Nazi-Vernichtungslagers Auschwitz 1945 stellt sich noch immer ein Schaudern, ein Frösteln, ein Kopfschütteln ein. So brutal und menschenverachtend sollen unsere Väter und Großväter Menschen aus unserer Mitte „ins Gas“ geschickt haben? Ja, wir müssen zu unserer Geschichte stehen. Wir dürfen nicht vergessen. Wir können nur bitten und hoffen, dass das Wort Vergebung von den Opfern ausgesprochen wird. Wir können und dürfen aber nicht erwarten, dass dieses mörderische Tun jemals vergessen wird. Dorsten hat seine eigene dunkle Geschichte. Nachzulesen u. a. in den Büchern „Dorsten unterm Hakenkreuz“.  Die heutige Generation trägt eine große Verantwortung, sich unserer jüngeren Geschichte nach wie vor zu stellen. Daraus können wir nicht entlassen werden. Wir können unseren Kindern und Kindeskindern aber dabei helfen, indem wir ihnen heute am Holocausttag vermitteln:

Eine Kollektivschuld? Nein! – Eine Kollektivscham? JA!

Eigener Bericht

 

Veröffentlicht am 27.01.2015

 

Brennende Kerzen erzeugten eine besondere Atmosphäre auf dem Brunnenplatz Gesellschaft Schulterschluss – Ein Dorstener Zeichen gegen Gewalt, für Toleranz

Rhader SPD stark vertreten

Die Terroranschläge in Paris gaben den Ausschlag, auch in Dorsten ein Zeichen zu setzen. Mit brennenden Kerzen, wurde der Opfer würdevoll gedacht. Das Migrationsbüro der Evangelischen Kirche hatte aufgerufen, nach Hervest auf den Brunnenplatz zu kommen. Waren es 200 oder 300 Dorstener, die die Möglichkeit wahrnahmen, für Meinungsfreiheit und mehr Toleranz weltweit zu demonstrieren? Es waren auf jeden Fall viel zu wenig, so einige Besucher enttäuscht. Dennoch war es ein würdevoller Rahmen, der von den Anwesenden, darunter Mitglieder der Kirchengemeinden, der Stadtspitze, Vertreter der Parteien sowie mehrerer Initiativen, gebildet wurde. Auffällig war, dass viele Rhader SPD-Mitglieder dem Aufruf gefolgt sind. „Hätten aus anderen gesellschaftlichen Gruppen anteilmäßig so viele teilgenommen wie aus dem Rhader SPD-Ortsverein, hätte der Brunnenplatz wegen Überfüllung geschlossen werden müssen“, so ein Teilnehmer aus Hervest, dem Stadtteil, der als „Gastgeber“ der Demonstration ausgewählt wurde. Fazit: Es ist gut, dass in Dorsten ein Zeichen gegen Gewalt und für mehr Toleranz gesetzt wurde. Jetzt gilt es, unsere Grundwerte, die im Grundgesetz in „Stein gemeißelt“ sind, im Alltag zu leben. Überall und von jedem Bürger in unserer Stadt.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 25.01.2015

 

Gesellschaft Die Demokratie lebt - wenn sich junge Menschen engagieren

Wie lange hält die Solidarität an? Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Es sind beeindruckende Bilder. Hunderttausende gehen auf die Straße, um zu trauern und Solidarität zu bezeugen. Der Terror in Paris hat uns das ungelöste Problem des religiösen Fanatismus sehr nahe gebracht. Es sind auch viele junge Menschen auf der Straße, die für Weltoffenheit und Chancengleichheit, unabhängig von der Herkunft, des Aussehens, der Religion demonstrieren. Das ist gut so. Diese Generation, auch Generation Y oder Generation Merkel genannt, stand bis gestern im Ruf, Egotaktiker, das heißt angepasst, unpolitisch, leistungs- und sicherheitsorientiert (Shell-Studie) zu sein. Der Protest auf der Straße muss nun aber so kanalisiert werden, dass daraus etwas Nachhaltiges entsteht. Nachhaltig heißt in diesem Zusammenhang, sich aktiv an politischen Prozessen zu beteiligen. Und genau hier ist das Dilemma mit den Händen zu greifen. Allen demokratischen Parteien fehlt genau diese Altersklasse zwischen 16 und 30, die für frischen, gesellschaftspolitischen Wind sorgen könnte, nein müsste. Um die „Welt“ zu verändern, sprich, sie zu verbessern, sind Demonstrationen oft der erste Schritt zu mehr Engagement. Wünschenswert wäre, wenn aus der echten Trauer und der beeindruckenden Solidarität, sich jetzt eine nachhaltige direkte gesellschaftspolitische Einmischung entwickeln würde. Unsere Parteien, die Kirchen, Vereine, die Gewerkschaften und die vielen Bürgerinitiativen sowie Stiftungen würden sich freuen. Salopp gesagt: "Wir brauchen Euch!"

Veröffentlicht am 14.01.2015

 

Gesellschaft Wider die Wagenburgmentalität

Dorsten und Rhade hätten mehr Zukunft,  wenn …

Setzen wir mal kurz die Partei-, Vereins-, Kirchen- und Egoismusbrille ab. Jetzt sehen wir klar und unverstellt, dass die gewaltigen Herausforderungen der Zukunft nur gemeinsam bewältigt werden können. Neu ist diese Erkenntnis wahrlich nicht. Aber warum schaffen wir (alle) es so selten, über unseren Schatten zu springen? Konkurrenz ist gut. Sie zwingt die Akteure zum kreativen Denken und Handeln. Langfristig erfolgreich zu sein heißt aber auch, den Andersdenkenden ernst zu nehmen. Ihn mitzunehmen. Ihn zu integrieren. Beispiele? Nein, sie sollen an dieser Stelle nicht genannt werden. Sie würden nur vom Ziel ablenken. Nein, hier und heute soll einfach nur die Bitte ausgesprochen und aufgefordert werden, mehr das Miteinander zu suchen und zu leben. Dann hätten Dorsten und Rhade viel mehr Zukunft.

Veröffentlicht am 26.12.2014

 

Gesellschaft Wir sind das Volk! – Demos machen ratlos

Ein kleiner Kommentar aus Rhade

Tausende gehen auf die Straße. Der Schlachtruf „Wir sind das Volk“ ist eigentlich besetzt. Mutige DDR-Bürger haben so vor 25 Jahren eine friedliche Revolution begonnen, die zur Wiedervereinigung führte. Aber was wollen die heutigen Demonstranten? Hier beginnt eine Grauzone, die ratlos macht. Gegen Asylbewerber, gegen Islamisten, gegen Ausländer, gegen Überfremdung, gegen Entwicklungshilfe, gegen alles was Angst macht? Dass die Angst von interessierter rechter Seite geschürt wird, egal – Wir sind das Volk! Was tun? Unter uns leben friedlich tausende, vollständig integrierte Islamgläubige. Sie haben verdient, von uns in Schutz genommen zu werden. Demonstrieren müssen wir gegen Terroristen, die den Namen des Islam missbrauchen und mit unglaublicher Menschenverachtung möglichst jeden Anders- oder Nichtgläubigen brutal ermorden. Und hier wäre ein starkes Zeichen gesetzt, wenn das Hand in Hand mit den hier lebenden Islamgläubigen geschähe. Wünschenswert wäre, wenn sich nicht nur die Sprecher der vielen Islamverbände in den Medien zu Wort melden würden, sondern wenn wir alle gemeinsam gegen Hetze und Ausgrenzung auch auf die Straße gingen.

Veröffentlicht am 17.12.2014

 

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