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Nachrichten zum Thema Bundespolitik
Bundespolitik Warum in die Politik? Warum in die SPD?
Heiko Maas besucht Auschwitz – Unsere Verantwortung endet nie
Außenminister Heiko Maas (SPD) besucht das schreckliche Vernichtungslager Auschwitz, in dem Millionen Menschen von den Nazis umgebracht wurden. Das düsterste Kapitel der deutschen Geschichte. Unsere Geschichte! Seine kurzen Ausführungen danach und sein Eintrag ins Besucherbuch haben die Öffentlichkeit tief beeindruckt:
- Wenn ich hier in Auschwitz bin, dann begegne ich meinen Zweifeln an Gott, meinem Misstrauen gegenüber Menschen, meiner Verachtung vor Teilen der Geschichte.
- Die Hölle auf Erden sie war eine deutsche Schöpfung
- …ich bin nicht wegen Willy Brandt, nicht wegen der Friedensbewegung … in die Politik gegangen, sondern wegen Auschwitz …
Heiko Maas hat mit diesem Besuch und seinen nachdenklich machenden Worten daran erinnert, dass wir alle eine Verantwortung haben, den „neuen Rechten“ mutig gegenüberzutreten. Ein wichtiger Grund, nicht abseits zu stehen, sondern die demokratischen Parteien zu stärken. Und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands braucht Unterstützung. Heiko Maas liefert dafür eine starke Begründung.
Eigener Bericht auf Grundlage der DZ am 21.08.2018 „Maas in der deutschen „Hölle auf Erden“. Sehr lesenswert.
Veröffentlicht am 22.08.2018
Bundespolitik CSU kann Spurwechsel und Salto rückwärts gleichzeitig
SPD setzt sich mit Einwanderungsgesetz durch
Noch sind es nur Eckpunkte. Am Ende wird es (endlich) ein Einwanderungsgesetz geben, das viele Jahre von der SPD gefordert und ebenso lange von der Union vehement abgelehnt wurde. Ein Erfolg der Hartnäckigkeit und der Logik. Deutschland ist auf Fachkräfte dringend angewiesen, die es auf dem deutschen Arbeitsmarkt in ausreichender Zahl und Qualifikation nicht gibt. Horst Seehofer hat schon mehrfach bewiesen, dass er mit seinen politischen Pirouetten auch im Zirkus auftreten könnte. Um es deutlich zu sagen, nicht die SPD hat ihn umgestimmt, sondern Unternehmer, die bereits heute Aufträge nicht ausführen können, weil es an Personal mangelt. Sie gehören aber auch zu den „Sponsoren“ der Union, nachzulesen im Bericht der Bundestagsverwaltung. Hubertus Heil amtierender SPD-Arbeitsminister ist die Genugtuung förmlich anzusehen, mal wieder die Union beim Spurwechsel und gleichzeitigem Salto rückwärts erwischt zu haben.
Eine Einschätzung aus Rhade
Veröffentlicht am 19.08.2018
Bundespolitik Die Jusos machen der SPD Druck
Kevin Kühnert im großen ZEIT-Interview: „Ich kann auch anders“
Die SPD hat Zukunft. Während Parteimitglieder und Öffentlichkeit ständig auf der Suche nach der grundlegenden Erneuerung der in Umfragen strauchelnden SPD und frischem Personal Ausschau halten, gibt es einen, der Hoffnung auf grundlegende Verbesserung macht. Er ist jung, souverän, sympathisch, kenntnisreich und motivierend. Es ist der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert. Dieser Eindruck wird erweckt, wenn Journalisten der Printmedien wie auch der großen TV-Stationen das Gespräch über die SPD mit ihm suchen. So wie jetzt die ZEIT. Wir fassen wesentliche Positionen in eigenen Worten kurz zusammen:
- Die neue linke Sammlungsbewegung, hinter der Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine stehen, wird nicht von den Jusos unterstützt. Kevin Kühnert: Eine Sammlungsbewegung muss von unten entstehen. Personen die bewiesen haben, nicht integrieren zu können, stehen nicht unbedingt für konstruktive Zusammenarbeit.
- Rot, rot, grün als Machtoption wird es nur dann geben, wenn die 3 Parteien dazu auch gesellschaftliche Unterstützung spüren und die programmatischen Unterschiede nicht unter den Teppich kehren.
- Die SPD hat sich in den letzten Jahren zu 100% um Gesetzesentwürfe und Anträge gekümmert. Kurz: Weltmeister des Tagesgeschäfts. Alles andere, zum Beispiel das Feuer und die Emotionalität in der öffentlichen Zuspitzung, sind auf der Strecke geblieben.
- Bisher galt, wenn einige wenige Vorstandsmitglieder ein Papier verfasst haben wurde es durchgewinkt. Ich organisiere einen Erneuerungsprozess mit großer Beteiligung.
- Auf die Frage, ob er, Kühnert nicht zu brav sei, folgte: Ich kann auch anders. Wir können nicht mehr lange warten, wir werden in Kürze mit klaren Forderungen öffentlich wahrnehmbar.
- In Ländern wie Spanien, Portugal und auch England zeigen die sozialdemokratischen Parteien eigenes Profil und sind damit erfolgreich. Wir können davon lernen. Tun wir es nicht, droht der SPD die Verzwergung wie in Holland oder Polen.
- Wir haben es selbst in der Hand klarer und besser zu werden!
Eigener Bericht
Veröffentlicht am 13.08.2018
Bundespolitik Kurt Schumacher – Willy Brandt – Andrea Nahles …
Die 1. Vorsitzende der SPD ist 100 Tage im Amt – Ein kurzer Zwischenruf aus Rhade
Bisher waren es immer Männer, die in der über 150jährigen Geschichte der SPD den Vorsitz inne hatten. Darunter große Persönlichkeiten. Seit 100 Tagen amtiert Andrea Nahles. Selten war die Lage der stolzen Partei schwieriger als heute. Die SPD sucht seit geraumer Zeit ihren Platz in der größer gewordenen Parteienlandschaft. Dazu kommt, dass die Mitgliederzahlen, wie bei allen anderen Konkurrenzparteien, kontinuierlich sinken. Andrea Nahles steht vor einer Mammutaufgabe.
- SPD stabilisieren
- SPD programmatisch neu aufstellen
- SPD sympathisch und attraktiv anbieten
- SPD als Gewinnerpartei präsentieren
Das kann sie nie und nimmer alleine schaffen. Sie ist auf die Solidarität der gesamten Führung und der Mitglieder angewiesen. Sie benötigt Zeit, um die Defizite der letzten Jahrzehnte (!) anzusprechen und Verbesserungen einzuleiten. Die Öffentlichkeit, die veröffentlichte Meinung, selbst nicht wenige SPD-Mitglieder stellen hier unerfüllbare kurzfristige Forderungen an Andrea Nahles. Sie hat sich in den letzten Jahren Respekt von allen Seiten hart erarbeitet. Ihre Zeit als Ministerin wird als Erfolgsgeschichte parteiübergreifend gewertet. Geduld und konstruktive Begleitung aller SPD-Mitglieder sind jetzt ein Muss, um aus der Talsohle herauszufinden.
Veröffentlicht am 02.08.2018
Bundespolitik Während die Union unwürdig streitet, erfüllt die SPD ihren Wählerauftrag - Ein Brief aus Berlin
Liebe Leserin, lieber Leser aus Rhade,
mit Machtkämpfen und internen Streitigkeiten hat die Union in den letzten Wochen das ganze Land in Geiselhaft genommen, das Vertrauen in unsere Demokratie beschädigt und den Zusammenhalt in Europa gefährdet. Es war absolut unwürdig, das Thema Flucht und Asyl für dieses „Sommertheater“ zu missbrauchen. Wir als SPD haben besonnen und sachlich reagiert. Für uns zählt die Balance zwischen Humanität und Realismus. Seehofers „Masterplan" ist kein Beschluss der Großen Koalition. Unsere Grundsätze hat Andrea Nahles im Bundestag deutlich gemacht: „Keine nationalen Alleingänge, rechtsstaatliche Verfahren müssen gesichert sein, geschlossene Lager lehnen wir ab."
Unsere Antwort auf die aktuellen Herausforderungen ist ein starkes Europa. Denn ganz gleich, ob es um globale Migrationsbewegungen, die Regulierung mächtiger digitaler Großkonzerne wie Facebook oder den voranschreitenden Klimawandel geht - kein europäisches Land ist in der Lage, diese Herausforderungen im Alleingang zu bewältigen. Eine enge Zusammenarbeit mit unseren europäischen Partnern stärkt unseren Wohlstand und unsere soziale Sicherheit und sichert den Frieden. Wer das europäische Projekt aufs Spiel setzt, handelt unverantwortlich.
Während die Unionsparteien mit internen Streitigkeiten beschäftigt waren, haben wir uns darauf konzentriert, wichtige Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umzusetzen. In diesem Newsletter berichte ich davon, was wir in den letzten Wochen erreichen konnten - von der Brückenteilzeit über die Musterfeststellungsklage bis hin zur Stärkung des sozialen Wohnungsbaus und der Städtebauförderung.
Jetzt beginnt die sitzungsfreie Zeit und damit auch meine politische Sommertour, unter anderem mit Praxistagen bei der Feuerwehr und bei der Polizei - und mit vielen weiteren Grillaktionen, auf die ich mich sehr freue. Davon berichte ich dann im nächsten Newsletter.
Herzliche Grüße und Glückauf nach Rhade
Ihr/Euer Michael Gerdes
Veröffentlicht am 18.07.2018
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