Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Kommunalpolitik Dorsten: Theaterjugendring mehr als eine nette Idee

Kultur in der Lippestadt krankt an geringer Kreativität

Das städtische Kulturangebot hat Lücken. Weder werden alle Stadtteile berücksichtigt, noch alle Altersgruppen. Die Rhader SPD hat darauf aufmerksam gemacht und mit entsprechenden Anträgen über die SPD-Ratsfraktion versucht, eine Verbesserung für alle Dorstener zu erreichen. Schließlich zahlen auch alle Bürger unserer Stadt für VHS, Theater, Büchereien und Museen. Das ist gescheitert, weil die Mehrheitspartei CDU das nicht will. Warum? „Ist zwar ne nette Idee, aber die Nachfrage ist nicht da“, so oder ähnlich die Begründung. Nicht unwichtig zu wissen, dass auch im Kulturamt, also mit Zustimmung des Dezernenten (CDU) so argumentiert wird. Dass eine lebendige, kreative städtische Kultur, die alle Bürgerinnen und Bürger als Zielgruppe „im Auge“ hat, zu den wichtigen Standortfaktoren einer Stadt zählt, gehört zum allgemeinen Wissen einer guten Verwaltung. Dorsten hat hier Nachholbedarf. Für Kultur muss aktiv geworben werden. Und insbesondere bei denen, die aus vielerlei Gründen bisher dazu keinen Zugang hatten. „Kultur für alle“, ist ein gesellschaftspolitischer Anspruch, der ernst zu nehmen ist. Wer diesen Anspruch mit dem Hinweis „zwar eine nette Idee, aber ...“, arrogant ablehnt, hat nicht verstanden, wie eine positive Identifikation mit der eigenen Stadt erzielt wird. Und noch etwas: Private, Gewinn orientierte Events in unserer Stadt können auch unter dem Oberbegriff Kultur registriert werden, sie entbinden aber die Verwaltung nicht von eigenen Ideen.

Eine Anmerkung aus Rhade

Veröffentlicht am 17.05.2018

 

Kommunalpolitik In der SPD bewegt sich was – 2 Pressemeldungen

Wahlniederlagen zwingen SPD zur Neupositionierung - inhaltlich und personell

Während in Dorsten die Überschrift lautet: „Krach in der SPD-Fraktion“, titelt die gleiche Zeitung am gleichen Tag auf der Kreisseite „Frischer Wind“. Zwei unterschiedliche Meldungen, letztlich aber ein Thema. Die SPD hat nach den bitteren Wahlniederlagen versprochen, sich neu zu positionieren. Inhaltlich und personell. „Das wird auch weh tun“, so ein Insider. Während in Dorsten der Neuanfang vermutlich mit „Bauchschmerzen“ verbunden ist, stehen die Zeichen bei der Kreis-SPD Recklinghausen, mit dem Slogan „jünger und weiblicher“, auf grün. Hier haben die Jusos mit einer 22 jährigen Kandidatin für den stellvertretenden Parteivorsitz Flagge gezeigt. Noch sind es nur 2 Pressemeldungen, quasi Ankündigungen, dass sich in der SPD etwas bewegt. Zu wünschen ist, dass der alternativlose Neuanfang der Sozialdemokraten, inhaltlich und personell, auf allen Ebenen, also auch oder insbesondere auf der kommunalen, ohne Zerwürfnisse und Lagerbildungen von statten geht.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 12.05.2018

 

Das Dorstener Haushaltsloch. Trotz aller Reparaturbemühungen ist kein Land in Sicht, sagt die SPD-Fraktion Kommunalpolitik SPD-Fraktion der Lippestadt mit Weckruf

Finanzausstattung muss verbessert werden - sofort! 

Seit Jahren geht Dorsten „am Stock“. Finanziell gesehen. Die Verschuldung ist so hoch, dass die Aufsichtsbehörde des Landes die Daumenschrauben anzog. In der Folge musste ein langjähriges Sparprogramm „durchgezogen“ werden, das die „Luft zum Atmen“ nahm. Steuern wurden heraufgesetzt, dringende Investitionen untersagt. „Dorsten spart sich kaputt“, lautete ein immer wiederkehrender Vorwurf. Die Attraktivität der Lippestadt nahm Schaden. Dass der Bund und das Land mit Sonderzuweisungen unterstützend eingriff, milderte das Problem zwar, aber es beseitigte es nicht. Im Gegenteil, den Kommunen, also auch Dorsten, wurden immer neue Aufgaben zugewiesen, deren Finanzierung nur scheinbar durch die Auftraggeber erfolgte. Immer bleibt ein Rest an Folgekosten bei der Stadt hängen, der die Sparbemühungen belastet. „Die Selbstverwaltung Dorstens ist dadurch gefährdet“, lautet eine kritische Anmerkung eines kenntnisreichen Beobachters vor Ort. Die Dorstener Stadtratsfraktion hat nun eine umfangreiche und beeindruckte Zusammenstellung der gesamten Finanzproblematik als Resolution für den gesamten Stadtrat formuliert. Sie soll gemeinsam beraten und abgestimmt werden, um dann damit im Land und Bund eine fairere Schlüsselzuweisung von oben nach unten zu erreichen. Der Schlusssatz lautet zusammenfassend und selbsterklärend: „Damit haben sie aber auch die Verantwortung, das Verfassungsgebot der Herstellung vergleichbarer Lebensverhältnisse und die verfassungsrechtlich begründete Beachtung der kommunalen Selbstverwaltung umzusetzen.“

Im Wortlaut:

Veröffentlicht am 13.04.2018

 

Mit den Strom-, Gas- und Wassernetzen kann die Stadt Geld verdienen. Kommunalpolitik Dorsten: Wem gehören jetzt die örtlichen Strom- und Gasnetze?

Wichtige Übernahme fast unbemerkt vollzogen

Es war die Dorstener SPD, die frühzeitig die Zukunftschancen erkannt hat, die in der Übernahme der o. a. Versorgungsnetze liegen. Nach Ablauf der Konzessionsverträge hat die Stadtverwaltung, mit Unterstützung einer Beratungsfirma, die Übernahme vertraglich beschlossen. Die neue „Dorstener Netzgesellschaft – DNG“ , an der die Stadt 51% der Anteile hält, die restlichen 49% verbleiben bei der RWE, erwirtschaftet ein jährliches Plus für den städtischen Haushalt, der mehrere 100.000 Euro beträgt. Nun könnte auch das Wassernetz von der RWW zur DNG wechseln, wenn die Verwaltung zielstrebig den Ausbau der Dorstener Netzgesellschaft weiter entwickelt. Dass die politischen Parteien dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen, versteht sich von selbst. Besonders die SPD, die den „Stein ins Rollen“ gebracht hat, ist aufgefordert, der Erfolgsgeschichte ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 31.03.2018

 

Kommunalpolitik Kritik an Dorstener Wirtschaftspolitik wird lauter

Wo ist das Lippestadtzentrum?

Theoretisch ist die Infrastrukturplanung in einer Flächenstadt einfach. In der Mitte, sprich in der Altstadt, spielt das Hauptorchester, in den Nebenzentren die Begleitung. Was aber, wenn das Hauptorchester den richtigen Ton nicht mehr trifft? Dann ist die Stunde der bisher wenig beachteten Solisten gekommen. Aufmerksame Musikkenner haben das frühzeitig erkannt und den Dirigenten aufmerksam gemacht. Anscheinend haben sie ihn nicht erreicht. Die Folge: Die Harmonie im Gesamtorchester stimmt nicht mehr. So oder ähnlich lässt sich die Lage der Dorstener Kaufmannschaft beschreiben. Nachdem das Einkaufszentrum Mercaden, statt als Anziehungspunkt, eher als Totalausfall gewertet wird, so zumindest die Umfrageergebnisse, startet das Nebenzentrum Hervest richtig durch. Das ehemalige Zechengelände ist dabei, dem geborenen Zentrum Altstadt den Rang abzulaufen. Auch wenn die Altstadtkaufleute vor dieser Entwicklung warnen, die Abstimmung mit den Füßen, sprich das Kundenverhalten, ist nicht mehr umzulenken. Eine bittere Erkenntnis. Welchen Anteil daran die eigenen Wirtschaftsförderer haben soll heute nicht bewertet werden. Sicher ist, dass die Kommunalpolitiker Fragen stellen werden. Und eine wird immer wieder dabei sein: Warum wurde die attraktive Kanalpromenade durch das neue Einkaufzentrum unwiderruflich von der Altstadt abgeschnitten?

Ein kritischer Einwurf aus Rhade

Veröffentlicht am 20.03.2018

 

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