Nachrichten zum Thema Allgemein

Allgemein In eigener Sache

Um seriös mitreden zu können, ist Wissen unverzichtbar. Egal ob über Fußball gefachsimpelt wird, gesundes Leben, politische Zusammenhänge oder auch über das weite Feld des Klimaschutzes,  entscheidend ist, woher unsere Informationen stammen und ob sie einer Nachprüfung standhalten. Das, was so selbstverständlich klingt, scheint nur noch für eine Minderheit der Gesellschaft zu gelten. Das ist fatal, weil mit Halb- und Nichtwissen in kürzester Zeit ganze Bevölkerungsgruppen manipuliert werden können. Wer jetzt vermutet, dass bei dieser Bewertung auch der amerikanische Präsident eine Rolle spielen könnte, liegt nicht falsch. Diese Internetseite, die seit Jahren täglich aktualisiert wird, will alle Leser dabei unterstützen, sich gegen den Trend der Gleichgültigkeit zu positionieren. Manchmal helfen dabei kurze Zitate mehr, als ein inhaltsschwerer Text. Im letzten Monat begleitete uns das Franziskus-Papstwort: "Um wirklich zu leben, kann man nicht sitzen bleiben. Leben heißt immer: sich in Bewegung setzen, auf den Weg machen, träumen, planen, offen für die Zukunft sein." Im Juni, siehe rechte Spalte, soll uns Richard von Weizsäcker, ehemaliger Bundespräsident, motivieren, zu verstehen:
„Der Mensch braucht die Natur, die Natur den Menschen nicht. Der Mensch ist Teil der Natur, er ist ihr nicht übergeordnet. Erst wenn er das begreift, hat er eine Überlebenschance.“

Veröffentlicht am 02.06.2025

 

Allgemein Für Sie gelesen: Begegnungen mit Tisa von der Schulenburg

Eine Entdeckungsreise

Viele Dorstener Persönlichkeiten, die in der Lippestadt wirkten, sind bereits vergessen. Schwester Paula macht da eine Ausnahme. Sie ist eine Ausnahmeerscheinung. Ein neues Buch, herausgegeben von Erika Reichert und Edelgard Moers, bestätigt das auf 150 bestens gestalteten und reich bebilderten Seiten. Trotz der vielen vorliegenden Publikationen von und über Tisa von der Schulenburg, die nach ihrem Eintritt in das Dorstener Ursulinen-Kloster den Namen Schwester Paula trug, wird der aufmerksame Leser wieder neue Erkenntnisse über eine starke Frau gewinnen. Wenn 25 Autorinnen und Autoren sich an ihre Begegnungen zu unterschiedlichen Zeiten mit Tisa erinnern, werden alle Stationen ihres abenteuerlichen, mit vielen Brüchen versehenen Lebens aufgeblättert. Nicht voyeuristisch, eher hinterfragend, verständnisvoll, letztlich bewundernd. Es ist unmöglich, hier in wenigen Zeilen aufzuzeigen, aus welchem Blickwinkel Schwester Paula in dem neuen Buch von den Autoren betrachtet und beschrieben wird. Bemerkenswert ist, dass auch junge Menschen in beschriebenen Schulprojekten lebendige Geschichte am Beispiel einer ungewöhnlichen Dorstener Künstlerin und Nonne erarbeitet haben. Die Herausgeberinnen Erika Reichert und Edelgard Moers haben mit diesem neuen „Tisa-Buch“ eine Lücke im Wissen um Schwester Paula geschlossen. Vielleicht bieten die 5 Vornamen der beschriebenen Persönlichkeit einen weiteren Anlass, sie in Lebensabschnitte einzuordnen. Elisabeth, die Adlige - Mary, die Engländerin - Caroline, die ausgelassene Berlinerin - Veronika, die Verunsicherte - Margarethe, die Nachdenkliche - Schwester Paula, die Angekommene.

Dirk Hartwich

(Das Buch kann u. a. in der Stadtagentur Dorsten erworben werden)

Veröffentlicht am 12.05.2025

 

Allgemein In eigener Sache …

Diese Internetseite informiert seit Jahren, relativ erfolgreich, über möglichst viele gesellschaftspolitische Themenbereiche. Dass sozialdemokratisches Denken dabei mit einfließt, soll nicht unterschlagen werden. Am Beispiel der nebenstehenden Rubrik „SPD Sozial“ wird das deutlich. Hier wird monatlich ein neues Zitat eines berühmten Künstlers, Schriftstellers, Politikers oder Wissenschaftlers veröffentlicht, das zum Nachdenken anregen soll. Im März war es der Schriftsteller Navid Kermani, der uns mit: „Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen.“, den Weg gewiesen hat. Aktuell wird uns im April Oskar Kokoschka begleiten. Seine Positionierung darf als absolut passende Ergänzung zum März-Zitat verstanden werden. Wir wünschen, dass unsere vielen Leser und Leserinnen weiterhin diese täglich aktualisierte Internetseite öffnen und uns weiter empfehlen. Der Link dazu: www.spd-rhade.de

„Man ist nicht Mensch,
weil man geboren ist,
man muss Mensch werden.“

Oskar Kokoschka (1886 - 1980)
Österreichischer Maler, Graphiker, Schriftsteller

Veröffentlicht am 29.03.2025

 

Allgemein Die SPD auf der Suche nach Identität

Weiter wie bisher, oder sich neu erfinden?

Die deutsche Sozialdemokratie steht am Scheideweg. Sie hat die letzten Wahlen, u. a. in Dorsten, NRW und im Bund krachend verloren. Liegt es an den Wählern die nicht verstehen wollen, oder vielleicht an den ständigen Versuchen der SPD, einerseits traditionell als Schutzpatron des „kleinen Mannes“ aufzutreten, andererseits immer auch Verantwortung für das große Ganze tragen zu wollen? Eine allgemeinverbindliche Antwort gibt es nicht, aber die Verpflichtung jetzt über die Zukunft der Partei ohne Scheuklappen zu diskutieren. Am Anfang stehen die Inhalte. Ohne Neudefinitionen von Sozialstaat, Verteidigungsbereitschaft, Einwanderungs- und Wirtschaftspolitik sowie allen weiteren gesellschaftspolitischen Themenfeldern, mäandert die SPD hin und her. Das spricht für ein neues Grundsatzprogramm. Aber auch personell kommt die SPD nicht um kritische Fragen herum. Die sogenannte Doppelspitze (m/w) ist zwar dem Zeitgeist geschuldet, wird aber weder in der Öffentlichkeit, noch innerparteilich als Durchbruch zum Besseren wahrgenommen. Dass Sozialdemokraten Regierungsverantwortung übernehmen, wenn unsere Demokratie dadurch gestärkt wird, ist selbstverständlich. Wenn aber die Partei dann nur noch als verlängerter Arm „der da oben“ wahrgenommen wird, ist Frust und Abkehr nicht weit. Die SPD muss sich nicht neu erfinden, aber sie muss, will sie wieder erfolgreich sein, eine Grundsatzdiskussion führen. Jetzt!

Nachdenkzeilen eines Rhader Sozialdemokraten

Veröffentlicht am 19.03.2025

 

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