Nachrichten zum Thema Umwelt

Umwelt Wie ein Schwamm: Regenwasser als Teil der Lösung für Städte

Stadt Dorsten war Gastgeberin des 11. Forums der Zukunftsinitiative Klima.Werk

Dieser Sommer hat es gezeigt, jeder konnte es sehen und spüren: Hitzerekorde und Dürre. Städte können aber so gestaltet werden, dass sie für die Folgen des Klimawandels besser gewappnet sind. Die Zukunftsinitiative Klima.Werk, zu der als erste Stadt aus dem Lippeverbandsgebiet auch Dorsten gehört, arbeitet nicht erst seit diesem Jahr daran.
Zu viel Regen auf einmal und in kürzester Zeit (Starkregen) oder lange Zeit gar kein Regen und Hitzestress: Mit diesen extremen Wetterphänomenen in Folge des Klimawandels sehen sich Städte und Menschen hier in der Region und deutschlandweit konfrontiert. „Ein anderer Umgang mit Regenwasser ist der Schlüssel für eine klimaangepasste Stadt", sagte Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten auf dem Forum.

In der Vergangenheit und vielfach auch heute noch lautete die Maxime: Regenwasser ist ein störendes Element, das muss weggeschafft werden über die Kanalisation. Heute wollen wir es in Fläche und vor Ort halten." Wenn Regenwasser versickern kann, gespeichert und genutzt wird (Schwammstadt), dann hat das eine positive Auswirkung auf die Stadtgestaltung: mehr Grün, mehr Frischluft, mehr Kühlung, eine bessere Vorsorge für Überflutungen.
Zu Gast waren in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler aus dem Geografie-Leistungskurs des Dorstener Gymnasium Petrinum, die sich bereits vor den Sommerferien in einer Projektwoche mit klimaresilienten Schulhöfen beschäftigt haben. Ihre Ergebnisse stellten sie am zweiten Tag des Forums dem Plenum aus Verwaltungs-Mitarbeitenden vor: mehr Grün auf dem Schulhof, mehr Schattenplätze (z.B. mit Hilfe von Sonnensegeln), mehr Bäume und Hitzeschutz am Gebäude wünschen sich die Schülerinnen und Schüler.

Auszug aus der Pressemitteilung des Lippeverbandes vom 17.9.2026. Vergleiche dazu den Text auf dieser Internetseite "Wir waren schon mal viel weiter" vom 15.09.2026

Veröffentlicht am 28.09.2026

 

Wasser ist Lebensmittel und Lebensversicherung Umwelt Wir waren schon mal viel weiter

Klima.Werk-Forum tagt in Dorsten - Forderungen kommen sehr bekannt vor

„Wir müssen mit unserem Wasser anders umgehen, als wir das in der Vergangenheit gemacht haben“, so Stadtbaurat Holger Lohse im Vorfeld des 11. Klima.Werk-Forums, das mit rund 350 Teilnehmern am 15./16. September in unserer Stadt tagt. Holger Lohse zeigt gegenüber der Dorstener Zeitung weiter auf, dass das Regenwasser lange möglichst schnell über die Kanalisation abgeleitet worden sei. Künftig müsse es häufiger vor Ort zurückgehalten werden. Wie wahr. Aber genau an dieser Stelle muss daran erinnert werden, dass dieser Sachverhalt kein Neuland für Dorsten ist. Bereits vor vielen Jahren förderte unsere Stadt private Investitionen, um das Oberflächenwasser versickern zu lassen. Dann die Kehrtwende. Plötzlich wurde fehlendes Oberflächenwasser für unerwünschte Ablagerungen in der Kanalisation verantwortlich gemacht. Die noch immer geltende Satzung "Anschluss- und Benutzungszwang" verpflichtet alle Grundstückseigentümer bis heute, das Niederschlagswasser in die Kanalisation einzuleiten. Ein Anachronismus erster Güte. Wer also heute mit  neuen Begriffen wie Schwammstadt argumentiert, sollte sich erinnern, dass wir bereits vor Jahren die Erkenntnis hatten, dass Wasser das wichtigste Lebensmittel ist. Und, dass dafür das Grundwasser der wertvollste und kostengünstigste Speicher ist. Abschließend lautet meine Anregung an Verwaltung und Rat, die genannte Satzung sofort aufzuheben. Eine entsprechende Ankündigung wäre auf dem überregionalen Klima.Werk-Forum ein passender Einstieg in die Beratungen, die unter dem Oberbegriff "Schwammstadt“ angekündigt sind.

Dirk Hartwich 
auf Grundlage des Presseberichts der DZ am 11.9.2026 „Schwammstadt ist das Ziel“

Veröffentlicht am 15.09.2026

 

Nicht mehr zu übersehen - das Klima setzt Mensch und Natur zu Umwelt Hitzesommer setzt Menschen und Natur dramatisch zu

Stadtverwaltung Dorsten bittet um Wasserspenden für Straßenbäume

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine hohe Übersterblichkeitsrate durch die andauernde Hitze. Flüsse führen zu wenig Wasser und fallen als wichtige Transportwege aus. Landwirte versuchen verzweifelt, mit Riesen-Wassersprengern die Ernte zu retten. Wälder brennen und vernichten wertvollen Baumbestand sowie viele Existenzen. Schwitzen und Klagen überall. Ein Ende ist nicht in Sicht. Der Klimawandel, immer noch von einigen Zeitgenossen geleugnet, zeigt immer deutlicher sein schreckliches Gesicht. Nicht zu vergessen, er ist eine Folge unseres Handelns. Egal, ob er durch Industrie, Verkehr oder uns persönlich verursacht wird. Wir alle tragen Verantwortung und müssen die bitteren Folgen tragen. Die so entstandenen Kosten und Verluste führen uns aktuell vor Augen, dass das Zeitfenster zur Rettung unseres Planeten immer kleiner wird. Wie war das noch mit der Verantwortung, die wir gegenüber unseren nachfolgenden Generationen tragen müssen? Spätestens jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um umzusteuern. Die Dorstener Stadtverwaltung macht mit ihrem Aufruf an alle Bürger, den lebensnotwendigen Baumbestand in unseren Quartieren durch freiwillige Bewässerung zu retten, überdeutlich, dass die Klimauhr fünf vor zwölf zeigt. Wer z. B. mit offenen Augen durch Rhade fährt, wird die irreparablen Schäden an Bäumen und Sträuchern nicht übersehen. Und dass so viele Menschen die Hitze vorzeitig mit ihrem Leben bezahlen, zeigt die andauernde Dramatik.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 12.08.2026

 

„Ich helfe gern dem Klima und den Menschen. Ich muss aber dabei unterstützt werden!“ Umwelt Wenn Bäume reden würden …

„Mein Leben währt nicht ewig. Die Dauer ist im Wesentlichen davon abhängig, in welcher Umgebung ich mich entfalten kann. Pflege benötige ich eigentlich nur, wenn die äußeren Bedingungen nicht natürlich sind. Und genau dieser ungesunde Zustand ist nicht mehr zu kaschieren. Die schlechte Luft setzt mir zu, die Hitze lässt mich nach Wasser lechzen, mein Wurzelwerk kann kaum noch atmen, weil Asphalt und Pflaster meinen Stamm einengen. Dabei soll mein Blattwerk nicht nur Schatten spenden, sondern Giftstoffe aufnehmen und Sauerstoff abgeben. Ich bin aber überfordert und reagiere. Meine Krone, eigentlich das Schönste, was ich zu bieten habe, verliert an Dichte. Durch akute Versorgungsengpässe sterben mir immer mehr Äste ab, die ich dann bei starkem Wind abwerfe. Nach und nach mutiere ich zu einer trostlosen Gestalt. Gutachter, die bereits die Motorsäge in der Hand halten, machen mir Angst. Statt die Lebensbedingungen für mich und damit auch für alle Menschen zu verbessern, soll ich als Brennholz enden. Nein, ich bin mit den menschlichen Zeitgenossen überhaupt nicht zufrieden. Sie verstehen einfach immer noch nicht, dass meine Verwandten und ich wesentlicher Teil ihres Wohlbefindens sind. Die seit Jahrzehnten andauernde Dorstener Diskussion über den Sinn und die Ausgestaltung einer Baumschutzsatzung zeigt, dass Besserung nur dann erreicht wird, wenn der immer in den Vordergrund gestellte Einzelfall einer generellen Vorsorgetherapie für uns und euch weichen würde. Könnt ihr mich verstehen?“

Ein Rhader Baum klagt an- aufgeschrieben von Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 22.07.2026

 

Umwelt Umwelt- und Klimaschutz vor der Haustür

Straßenbäume bieten Schatten, binden CO2, sind u. a. Brut- und Nistplatz für heimische Vögel

Wenn also Bäume, auch in Wohnquartieren, nur Vorteile bieten, dann müssten wir aus diesem Verständnis heraus alles tun, um sie zu schützen. Das, was so selbstverständlich klingt, besteht  erstaunlicherweise den Praxistest in unseren Kommunen nicht immer. Ein Beispiel aus Rhade soll helfen, zu verstehen. Bäume benötigen nämlich nicht nur Licht und Wasser, sondern auch Platz, um gesund zu wachsen. Zu unserem Vorteil. Das heißt, dass die Fläche unter dem Baum so abgegrenzt sein muss, nicht nur um Regenwasser aufzunehmen, sondern auch um darauf keine parkende Fahrzeuge zuzulassen. Eine Pflichtaufgabe für jede Stadt. In unserem Rhader Beispiel dauerte es aber einige Jahre, begleitet von diversen Briefwechseln zwischen einem klimabewussten Anlieger und der Dorstener Verwaltung, bis die Baumscheiben in der Straße Am Stuvenberg durch Poller vor dem Parken und Überfahren geschützt wurden. Wenn jetzt noch, wie ebenfalls angeregt, die Baumscheiben Mutterboden und pflanzliche Bodendecker erhielten, würden sich sicherlich zu jedem so aufgewerteten Baum Bürger-Paten finden, die die Fläche regelmäßig pflegen. „Stadtbäume sind Alleskönner", sagt der Naturschutzbund Nabu. Und weiter: „Sie speichern klimaschädliches Kohlendioxid, liefern Sauerstoff, kühlen und reinigen die Luft, spenden Schatten an heißen Tagen, dämpfen Umgebungslärm und sie tun uns einfach gut! Schon der Anblick von Grün in der Stadt reicht, damit sich Menschen besser fühlen und der Stresspegel sinkt.“ Mehr Pro-Argumente gibt es nicht, um mehr als bisher in den Dorstener Wohnquartieren zu tun.

Mit offenen Augen durch Rhade

Veröffentlicht am 24.06.2026

 

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