Andere Themen: [Allgemein] [Landespolitik] [Bundespolitik] [MdB und MdL] [Unterbezirk] [Stadtverband] [Ratsfraktion] [Ortsverein] [Arbeitsgemeinschaften] [Schule und Bildung] [Europa] [Familie und Jugend] [Gesundheit] [Jugend] [Kommunalpolitik] [Senioren] [Service] [Umwelt] [Veranstaltungen] [Verkehr] [Wahlen] [Arbeit und Wirtschaft] [Kreistagsfraktion] [Presse] [Sport] [Soziales] [Justiz und Inneres] [Beschlüsse] [Stadtentwicklung] [Frauenpolitik] [Gesellschaft] [Wahlkreis] [Jusos] [Bildung & Forschung] [Landtagsfraktion] [Bundestagsfraktion] [Finanzen]
Nachrichten zum Thema Bundespolitik
Bundespolitik Der SPD-Parteivorsitzende zeigt Standfestigkeit
Lars Klingbeil überzeugt im Interview mit den Ruhr Nachrichten
Kritischen Fragen weicht er nicht aus. Lars Klingbeil verteidigt kämpferisch den eingeschlagenen Kurs der SPD. Und an dessen Anfang steht die Verantwortung für unseren Staat. Hier sind es in erster Linie Wachstum, das es zu generieren gilt, sichere Zukunftsarbeitsplätze, stabile soziale Sicherungssysteme und die Stärkung unserer Demokratie. Innerparteilichen Gedankenspielen in die Opposition zu wechseln, erteilt er eine klare Absage. Auch bei anderen Fragen wackelt er nicht. Das Amt als Parteivorsitzenden stehe nicht zur Disposition, aufgekommenen Personaldebatten erteilt er eine unmissverständliche Absage. „Die SPD ist immer dann stark, wenn sie sich auf die Probleme der Menschen … konzentriert und sich nicht um sich selbst dreht“, so der SPD-Vorsitzende. Und die Koalition mit der Union sei auf dem richtigen Weg, den Reformstau des Staates abzubauen. „Ich weiß wofür ich kämpfe, aber die CDU ist nicht mein Feind. Der Gegner steht ganz woanders“, so Lars Klingbeil auf die Frage, ob er „gegenüber dem Koalitionspartner zu nett sei“. Zwei große Reformvorhaben, Rente und Pflege, sind zwar in den Grundzügen konzipiert, die öffentlichen kritischen Reaktionen beobachtet er sehr genau. Insbesondere auch die aktuellen Positionierungen der CDU-Basis verleiten ihn zu der Aussage, dass es verlässliche Übergangsregelungen geben müsse. Unmissverständlich fordert er, dass z. B. die Pflegeversicherung durch Zahlungen auch der Privat-Versicherten zu stabilisieren sei. Ein Rhader Leser des Zeitungsinterviews bewertet das Interview so: „Die sozialdemokratische Handschrift in der Koalition wird endlich erkennbarer.“
Eigener Text auf Grundlage des RN-Interviews am 19.8.2026 „Braucht die SPD eine Kurskorrektur, Herr Klingbeil?“
Veröffentlicht am 21.08.2026
Bundespolitik Vertrauen der Bürger in den Staat erneut dramatisch gesunken
Persönlicher Standpunkt von Friedhelm Fragemann „zur Lage der Nation“
Jüngsten Umfragen zufolge (z.B. Institut Forsa) ist das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die Funktionsfähigkeit des deutschen Staates erneut drastisch gesunken. 79 % halten den Staat inzwischen für überfordert, seine zentralen Aufgaben erfüllen und die anstehenden großen Probleme lösen zu können. Und das kommt nicht von ungefähr. An die Stelle konsequenten Handelns und durchgreifender Problemlösungen sind bloße Beschwichtigung und Sonntagsreden der politisch Verantwortlichen getreten. Während die Infrastruktur in den Bereichen Bildung und Verkehr heruntergekommen ist, die Bereiche innerer und äußerer Sicherheit sträflich vernachlässigt worden sind, ist die Personalausstattung auf allen Ebenen in Bund und Land geradezu explosionsartig angestiegen, beginnend bei der Anzahl der Staatssekretäre und Beauftragten, ebenso im nachgeordneten Verwaltungsbereich. Da allerdings, wo dringend neue Stellen eingerichtet werden müssten, z. B. bezüglich Lehrerpersonal und Polizei etc. – Fehlanzeige! Paradebeispiel für die Länderebene ist der failed state Berlin. In diesem Stadtstaat können ca. 50 % der Grundschüler inzwischen die einfachsten Anforderungen nicht mehr erfüllen und im Sicherheitsbereich ist die Kontrolle verloren gegangen, um nur zwei wesentliche Beispiele zu nennen.
Daher ist es keineswegs verwunderlich, dass die AfD die etablierten Parteien in nahezu allen Umfragen abhängt. Statt aber der Frage nachzugehen, warum diese Entwicklung unaufhaltsam scheint und dann entsprechende Konsequenzen daraus ziehen, beschränken sich etablierte Parteien, Gewerkschaften, Verbände, NGO´s , „Omas gegen Rechts“ u. a. darauf, gegen die AfD als die zentrale Gefahr für die Demokratie zu demonstrieren. Ohne begleitende umfassende politische Maßnahmen zur Lösung der drängenden Sachprobleme ein absolut hilfloser Akt, wenn nicht eine Bankrotterklärung!
Friedhelm Fragemann, SPD-Mitglied, war viele Jahre Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat Dorsten
Veröffentlicht am 07.08.2026
Bundespolitik Bundesregierung: Es läuft einfach nicht rund
Selbstgemachte Fehler überdecken eingeleitete Reformen
Der Kanzler (CDU) verspricht Besserung. Zum wiederholten Mal. Seine Umfragewerte sind im untersten Kellergeschoss. Unvergessen seine Häme gegenüber dem Vorgänger Olaf Scholz (SPD): „Sie können es nicht.“ Das war 2023. Friedrich Merz wird von seiner Überheblichkeit eingeholt. Selbst in der Union bröckelt sein Rückhalt. Klammheimliche Freude der SPD? Nein, die Sorge wächst, als Koalitionspartner auf Zeit mit in den Abgrund gezogen zu werden. Und diese Sorge ist real. Die sozialdemokratischen Ministerinnen und Minister, Lars Klingbeil (Finanzen), Bärbel Bas (Arbeit und Soziales), Boris Pistorius (Verteidigung), Stefanie Hubig (Justiz), Karsten Schneider (Umwelt), Reem Alabali Radovan (Entwicklung), Verena Huberz (Bau und Wohnen) machen gute Arbeit, finden aber öffentlich kaum statt. Die Schlagzeilen gelten der Konkurrenz. Dass sie überwiegend negativ ausfallen, ist wegen der selbstgemachten Fehler absolut nachzuvollziehen. Die Personalrochade des Friedrich Merz, als Befreiungsschlag geplant, ist durch die Bank danebengegangen. Nicht nur durch Kommunikationsdefizite, sondern auch durch seine Personalauswahl. Carsten Linnemann, gestern noch mit seiner richtigen Selbsteinschätzung, Gesundheitsminister nicht zu können, ist es nun geworden. Räumen wir ihm mindestens 100 Tage ein, sich sachkundig zu machen. Wenn aber morgen schon Bundestagswahl wäre, dann würde auch die SPD einen hohen Preis für das Regierungsstolpern der Union bezahlen. Die Lösung aus Sicht der Sozialdemokraten lautet nicht, sich aus der Koalition zu verabschieden, sondern sie mit selbstbewussterem Auftreten zu stabilisieren.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 31.07.2026
Bundespolitik Jens Spahn hat CDU-Spitze durchgerüttelt
Regierungsumbildung bietet Chance für Neustart - SPD mit Aktionsplan gegen Steuerbetrug
Während die CDU Tag und Nacht nach Lösungen zur internen Krisenbewältigung gesucht hat, war der SPD-Koalitionspartner abgetaucht. Dabei hätte er viel zu sagen. Nicht zum drehenden Personalkarussell der Union, aber zu ganz wichtigen inhaltlichen Beschlüssen. Nach jahrelangen Forderungen von außen, hier zeichnete vor allem der Verein FINANZWENDE, u. a. mit Kevin Kühnert verantwortlich, wurde nun vom Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig der Aktionsplan gegen Steuer- und Finanzkriminalität vorgestellt, der zentrale Forderungen des genannten Vereins beinhaltet:
Die Minister*innen wollen:
- ein gemeinsames Zentrum gegen Steuer- und Finanzkriminalität beim Zoll unter Einbindung von Polizei und Steuerfahndung schaffen. ...
- einen Verbrechenstatbestand für besonders schwere Fälle von Steuerhinterziehung wieder einführen,
- den Strafrahmen für organisierte Steuerhinterziehung auf bis zu 15 Jahre erhöhen,
- Straffreiheit bei Selbstanzeigen abschaffen,
- die Aufbewahrungsfrist für Buchungsbelege von 10 auf 15 Jahre verlängern.
Noch sind diese Vorhaben nicht beschlossen. Den Ankündigungen muss jetzt eine schnelle und konsequente gesetzliche Umsetzung folgen. Aber sie markieren bereits einen Perspektivwechsel: Steuerkriminalität wird nicht länger als Kavaliersdelikt behandelt, sondern als gesellschaftlicher Schaden, der konsequent verhindert, verfolgt und aufgeklärt werden muss.
Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage einer Mitgliederinformation (kursiv) von Finanzwende e. V.
Veröffentlicht am 25.07.2026
Bundespolitik Sie haben geliefert! Geht doch.
Berliner Koalition auf dem richtigen Weg
Lange haben sie sich gestritten. Wie kommt unser Land aus der Krise? Was ist der richtige Weg? Mehr Steuern oder doch Entlastung? Mehr Eigenverantwortung oder doch Beibehaltung aller sozialen Leistungen? Die Antworten der CDU/SPD/CSU-Koalitionsregierung haben (zu) lange gedauert. Parallel wuchs der Zweifel, ob „die“ überhaupt miteinander können. Nun haben sie gemeinsam, ohne Streit, ein großes Reformpaket auf den Weg gebracht. Rente, Gesundheit, Steuern. Klar ist, dass ein Weiter so wie bisher weder bezahlbar noch gerecht gewesen wäre. Klar wurde aber auch, dass es bei der geplanten Umsetzung der nun beschlossenen Maßnahmen keinen goldenen Weg geben wird, der alle zufrieden stellt. Unsere Abgeordneten im Bundestag werden aber noch ein Wort mitreden. Insbesondere wenn sich herausstellt, dass an einzelnen Gerechtigkeits-Stellschrauben noch gedreht werden müsste, ohne das Gesamtpaket der Reformen infrage zu stellen. Und wir an der Basis sollten zwar kritisch, aber nicht destruktiv diesen jetzt eingeschlagenen Weg unserer Regierung begleiten.
Rhader Nachdenkzeilen
Veröffentlicht am 07.07.2026
WebsoziCMS 3.9.9 - 007990438 -