Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft Personalmangel lähmt unser Land

Entwicklung war vorhersehbar, wurde aber politisch zu lange verdrängt

Es war die CDU/CSU, die jahrzehntelang Zuwanderung, sprich Einwanderung, verhindert hat. Dabei hat jeder, der Statistiken lesen konnte, erkannt, dass unsere Alterspyramide auf dem Kopf steht. Nun stecken wir mitten im Personalmangel-Dilemma. Flugzeuge können nicht abheben, Urlauber kommen nicht durch den Sicherheitscheck. Jetzt schnell einige tausend türkische Arbeitskräfte anwerben, um in die Luft zu gehen. Pflegekräfte aus Polen, Krankenpfleger aus Asien, Seelsorger aus Lateinamerika. Nur so haben wir uns bisher einigermaßen über Wasser halten können. Nun sollen ganz schnell alte Heizungen gegen Wärmepumpen ausgetauscht werden. Was fehlt, sind nicht nur Elektronikteile aus China, sondern Fachkräfte, die etwas von dieser Technologie verstehen. Nun sollen Bundeswehrsoldaten, die Rede ist von 15.000, unsere NATO-Grenze im Baltikum schützen. Wo sollen die herkommen? Auf der Liste fehlenden Personals finden sich Lehrer, Ingenieure, technische Fachkräfte aller Art, Friseure, Servicekräfte in Restaurants und viele mehr. Wir sind zwar inzwischen Einwanderungsland geworden, aber ein System der Zuwanderung ist so richtig (noch) nicht erkennbar. Hinzu kommt, dass auch ehrenamtliches Personal in Kirchen, Vereinen, Gewerkschaften und Parteien rar geworden ist. Während für die zuvor genannten Berufsgruppen im Ausland „eingekauft“ werden kann, hat der demographisch bedingte Austrocknungseffekt bei den letztgenannten bereits riesige Lücken geschlagen. Mit fatalen Folgen für unsere Gesellschaft. Und ein Zukauf von außen ist hier nicht möglich.

Ein düsterer Blick in die Zukunft aus Rhade

Veröffentlicht am 01.07.2022

 

Gesellschaft Wenn der Deal nach Erpressung riecht

„Gibst du mir, so geb ich dir“

Olaf Scholz hat die Weltöffentlichkeit überzeugt. Der G7-Gipfel hat Vertrauen unter den Teilnehmern gestärkt und Solidarität mit Schwächeren aufgebaut. Im Mittelpunkt der Bundeskanzler. Moderierend, ausgleichend, motivierend. Die nationale und internationale Presse ist voll des Lobes. Nüchtern betrachtet, sind alle Gipfel-Ergebnisse Folge von Kompromissen. Wenn alle Beteiligten daran „verdienen“,  darf von einem guten Deal gesprochen werden. Es gibt aber vermehrt auf der politischen Bühne erfolgreiche Versuche, den „Partner“ über den Tisch zu ziehen. So hat die Türkei die Neuaufnahme zweier NATO-Mitglieder solange blockiert, bis sie erreicht hat, was sie aus gutem demokratischen Grund lange vorenthalten bekam. So hat Polen die dramatische Einschränkung der Rechtsstaatlichkeit nur pro forma aufgehoben, um weiter Milliarden-Zuschüsse aus der EU-Kasse zu bekommen. So spielt Ungarn seit Jahren mit der Demokratie und der EU und verdient sich dabei eine goldene Nase. Drei Beispiele, die nur die Spitze des Eisbergs „Fauler Kompromiss“ darstellen. Ohne sie scheint es international nicht mehr zu gehen. Die globale Abhängigkeit zwingt zu Formen des politischen Handelns, die nur zu ertragen sind, wenn beide Augen zugedrückt werden und der Begriff Selbstbetrug aus dem Wortschatz gestrichen wird.

Ein Rhader Zwischenruf zur internationalen Verhandlungsführung

Veröffentlicht am 30.06.2022

 

Gesellschaft Wohin gehst du SPD? - Oder, wo stehst du SPD?

Der Versuch einer Standortbestimmung aus Sicht der Basis

Rhade. Die SPD stellt den Bundeskanzler. Die SPD ist ganz oben. So die verkürzte Sicht, die dem Selbstbetrug sehr nahe kommt. Die SPD hat zwar die Bundestagswahl mit 25,7% gewonnen, auch im Saarland war sie erfolgreich. Dann aber die Ernüchterung in Schleswig-Holstein und NRW. Beide Bundesländer werden nun schwarz-grün regiert. Eine neue Allianz auf Dauer? Nicht unwahrscheinlich, aber nicht gut für unsere Gesellschaft, die nicht nur aus Konservativen und Gutverdienenden besteht. Da fehlt der breite soziale Ausgleich, für den die Sozialdemokratie steht. Und diese ist weder von gestern, noch als Partei ein Ladenhüter. Ein Blick auf die Wähler zeigt, wer schwarz und wer grün wählt. Auf dem platten Land und bei den Älteren sind die Christdemokraten eine Macht. Dagegen fühlen sich Städter und gut verdienende Junge momentan bei den Grünen gut aufgehoben. Diese Allianz wird aber nicht von Dauer sein. Wenn die SPD sich nach den Wahldebakeln gefangen hat und mit sympathischen Persönlichkeiten für eine faire Gesellschaft wirbt, die keinen ausgrenzt und versucht, alle am wirklichen Leben teilhaben zu lassen, dann ist das Licht am Horizont schon erkennbar.

Veröffentlicht am 27.06.2022

 

Gesellschaft Warum gesellschafts- und/oder parteipolitisches Engagement wichtig ist

10 Fakten zum weltweiten Hungerproblem

  • 100 Millionen(!) Menschen leiden durch Kriege an Hunger
  • 338 Mio. Tonnen Fleisch wurden 2020 produziert. 2010 - 293 Mio. t; 2000 - 230 Mio. t
  • 34 % der weltweiten Nutzflächen gelten als stark gefährdet oder bereits zerstört
  • 47 Länder waren 2021 in einer gravierenden Hungerkrise
  • 4,2 Mio. Tonnen Pestizide werden jährlich gespritzt. Das ist gewichtsmäßig genau so viel, wie 2019 im Rahmen des World Food Programm an Hungernde verteilt wurde.
  • 1.200.000.000 Menschen, also 1,2 Milliarden leiden unter Wassermangel
  • 98 % aller Landwirtschaftsbetriebe bewirtschaften Flächen, die kleiner als 20 Hektar sind. Zusammen so viel wie ein Viertel der globalen Agrarflächen. Damit werden 59 % der Weltbevölkerung versorgt.
  • 80 % der Afrikaner können sich keine gesunde Ernährung leisten. In Europa und Nordamerika sind es 2 %.
  • 4 Konzerne beherrschen den Weltmarkt für kommerziell genutztes Saatgut. Darunter Bayer mit Monsanto.
  • 9,1 Milliarden Euro spendeten insgesamt 109 Staaten 2021 für das World Food Programm. Das ist die Hälfte des Jahresgewinns von Nestle. Der aktuelle Bedarf an Hilfsgeldern wird auf 20 Mrd. Euro jährlich geschätzt.

Quelle: Greenpeace Magazin 4.22, Seite 25 - Hintergrund

Wir empfehlen, Mitglied in einer demokratischen Partei zu werden, Greenpeace und weitere Hilfsorganisationen zu unterstützen. Wir, das sind Rhader Sozialdemokraten, die seit über 50 Jahren über den Tellerrand hinausschauen und uns für eine bessere, gerechtere Welt engagieren.

Veröffentlicht am 21.06.2022

 

Gesellschaft Reiche nehmen zu - demokratische Länder ab

Gibt es einen Zusammenhang?

Die Superreichen nehmen zu. Weltweit. Auch in Deutschland. 10% unserer Haushalte besitzen 60% des Gesamtvermögens netto*. Der politische Versuch, die Schere zwischen arm und reich zu schließen, kann kaum noch gewonnen werden. Der Reichtum der Wenigen ist Macht. Macht über Unternehmen, Banken und Medien. Diese Macht wird nicht nur eingesetzt, um den eigenen Status zu verteidigen, sondern auch, um gesellschaftspolitische Strukturen zu verändern. Weltweit. Nach dem Fall der Sowjetunion glimmte kurz die Hoffnung auf, dass Demokratie nach unserem Verständnis die Welt erobern würde. Der Traum währte nur kurz. Statt in diese Staatsform zu investieren, beherrschte die persönliche Finanzvermehrung den Tagesablauf. Weltweit. Plötzlich konnten windige Politiker, dank bestem Finanzsponsoring Regierungschefs werden. Lügen verwandelten sich in alternative Fakten, die Gewaltenteilung wurde und wird systematisch ausgehöhlt, Menschenrechtsverletzungen mehr oder weniger still hingenommen. Geld regiert die Welt? Wer aber achselzuckend resigniert, hilft mit, diese fatale Fehlentwicklung zu stärken. Wir müssen die Demokratie verteidigen. Politisch. Wir müssen Mehrheiten bei Wahlen gewinnen, um einen Gegenpol zum weltweiten Demokratieabbau zu bilden. Wir müssen diesen Kampf der Menschenrechte gewinnen. Weltweit.

Wochenendgedanken aus Rhade

(* Statistik Hans-Böckler-Stiftung)   

Veröffentlicht am 11.06.2022

 

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