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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Mit offenen Augen durch Rhade …
Wieder wurde ein Abfallbehälter zerstört - Was geht in den Köpfen der Täter vor?
Die Antwort auf die in der Überschrift gestellte Frage ist klar zu beantworten: Nichts!
Egal ob es Übermut Pubertierender ist oder durch übermäßigen Alkohol- oder Drogenkonsum ausgelöste Zerstörungswut. Bereits mehrfach, so ein aufmerksamer Spaziergänger, sind in Rhade an der Kreuzung Wellbrockweg/Hakenweg Abfallbehälter zerlegt worden. Die Kosten für den Ersatz trägt die gesamte Dorstener Bevölkerung über steigende Abfallgebühren. Das ist in den Köpfen der Zerstörungswütigen noch nicht angekommen. Erinnert wird in diesem Zusammenhang an den ehemaligen Schulleiter der Lembecker Laurentiusschule Erich Wolf. Er machte sich immer für einen praxisnahen Werkunterricht stark. Die so entstandenen Ruhebänke, in Lembeck aufgestellt, punkten mit einer langen Lebensdauer. Erich Wolfs Begründung: „Wer die Bänke selbst gebaut hat, wird sie nicht zerstören!“ Eine einfache Weisheit, die nachhaltige Wirkung zeigt. Zur Nachahmung empfohlen.
Veröffentlicht am 20.08.2026
Gesellschaft Mit offenen Augen durch Winterswijk …
Im wahrsten Sinne des Wortes sieht der aufmerksame Fußgänger auf Schritt und Tritt in vielen Städten sogenannte Stolpersteine. Sie erinnern uns an das dunkelste Kapitel unserer jüngeren Geschichte. Nazideutschland verstieg sich in dem Wahn, jüdisches Leben brutal auszurotten, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Gunther Demnig, Künstler aus Köln, hat mit seiner weltweiten Erinnerungsaktion Geschichte geschrieben. 120.000 schlichte Messingwürfel, die nur die Namen der Opfer, das Geburts- und Morddatum sowie den Vernichtungsort preisgeben, gelten als das größte dezentrale Denkmal auf unserem Planeten. Als in den 1980er Jahren durch Geschichtsarbeit von unten auch in Dorsten der dunkle Schleier der Stadtgeschichte, der sich nach 1945 über die Lippestadt gelegt hat, weggezogen wurde, kam Schreckliches zum Vorschein. Daran erinnern uns heute u. a. die genannten Stolpersteine und das beeindruckende Jüdische Museum in unserer Stadt. Knapp 40 Kilometer weiter, im niederländischen Winterswijk, „stolpert“ der Besucher über zwei besondere Erinnerungssteine. Sie wurden mit einem Foto und kurzem Text ergänzt. Ohne Umweg über entsprechende Dokumentationen im Internet, konnte so etwas über das Leben der beiden ermordeten Frauen erfahren werden. Nachahmenswert!
Ein Rhader „stolpert“ immer wieder und überall über die schreckliche Nazizeit
Veröffentlicht am 18.08.2026
Gesellschaft „Wer braucht noch die SPD?“
Öffentliche Fragestellung pendelt zwischen Schadenfreude, Mitleid und aufrichtiger Betroffenheit
Der deutschen Sozialdemokratie geht es schlecht. Die Wahlergebnisse der letzten Jahre und die aktuellen Umfragen signalisieren, dass es um die Existenz der ältesten Partei Deutschlands geht. 163 Jahre nach der Gründung wird im öffentlichen Raum immer häufiger nach dem aktuellen Standort der SPD gefragt. Blättert man in ihrem Programm, findet der interessierte Leser klare Positionen auf allen Politikfeldern. Um diese 1:1 umzusetzen, müsste sie von den Wählern die absolute Mehrheit der Stimmen erhalten. Illusorisch, weil immer mehr Parteien um die Gunst der Wähler konkurrieren. In der Folge müssen Koalitionsregierungen gebildet werden. Das heißt, immer auch Kompromisse einzugehen. Das wiederum führt bei den Stammwählern zu Unmut. Die SPD, die sich ihrer demokratischen Verantwortung nie entzogen hat, kann momentan mit ihrer Regierungsbeteiligung im Bund überhaupt nicht punkten. Obwohl der Koalitionsvertrag, dem die Mitglieder zugestimmt haben, eindeutig die Handschrift der SPD trägt. Nun wird zusätzlich innerparteilich (wieder mal) die Führung infrage gestellt. Die bisherigen Wechsel, seit 1975 bis heute waren es 13, haben immer nur kurz Wirkung gezeigt. Dennoch ist es richtig, jetzt die eingangs gestellte Frage klar zu beantworten. Unser Land und unsere Gesellschaft brauchen die SPD! Nicht nur wegen ihrer sozialen Gerechtigkeits-DNA, sondern auch, um unsere Demokratie zu stabilisieren.
Nachdenkzeilen aus Rhade
Veröffentlicht am 17.08.2026
Gesellschaft 13. August 1961 - da war doch was
Vor 65 Jahren hat die DDR ihre Bürger eingemauert. Ist das wirklich schon vergessen? Warum wollen dann so viele Ostdeutsche die Partei wählen, die mit vergifteter "OSTALGIE" auf Stimmenfang unterwegs ist?
Rhader Appell an die Wähler im wiedervereinten Deutschland, nicht weiter den falschen Versprechungen der AfD zu folgen, statt dessen das demokratische Deutschland zu verteidigen!
Veröffentlicht am 13.08.2026
Gesellschaft KI - Philosoph Thomas Metzinger räumt mit falschen Träumereien auf
Das Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung rüttelt den Leser durch
Er forscht seit Jahrzehnten zum Thema. Bereits 1987 lautete sein erstes Seminar am philosophischen Institut in Frankfurt: „Künstliche Intelligenz und Philosophie“. Nun hat Prof. Thomas Metzinger im ausführlichen Interview mit der Süddeutschen Zeitung Klartext über die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz KI gesprochen und die positiven Vorstellungen vieler Zeitgenossen auf den Prüfstand gestellt. Die Ergebnisse seiner Forschung ernüchtern den Leser. Im Kern geht es nämlich um die Frage, wer am Ende der technologischen Entwicklung das Heft des Handelns in der Hand hat. Sind es die explosionsartig selbstlernenden Rechenmaschinen, oder ist der Mensch noch in der Lage, Kontrolle und Richtung vorzugeben? Hier kann aus Platzgründen unmöglich eine komplette Zusammenfassung des aufrüttelnden Interviews erfolgen. Daher einige unvollständige Thesen in Kurzform mit eigenen Formulierungen:
- KI und Ethikrichtlinien? Werden als Pro-Argument von der Wirtschaftslobby verkauft, aber nicht eingehalten
- Menschen-Fracking. Aufmerksamkeit wird durch KI industriell aus menschlichen Gehirnen herausgelöst und an Werbekunden verkauft
- KI, die nur unsere „guten“ Werte verarbeitet, gibt es nicht. Auf Anforderung bietet sie, selbstlernend, immer auch Wege an, außerhalb unserer Gesetze eigenständig zu agieren
- Eine „ausgebrochene KI“ kann nicht wieder eingefangen werden. Sie wird tausende Kopien im Internet verstecken
- KI-Entwicklung muss dem kompletten demokratischen Prozess unterworfen werden. Europa muss sich für eine ethisch saubere KI entscheiden, mit der man weder ausgehorcht noch geistig versklavt wird
Fazit des Lesers: KI wird unser Leben revolutionär verändern. Wenn wir als Mensch dennoch die Kontrolle über unsere Entwicklung behalten wollen, müssen wir rote Linien festschreiben und sie konsequent einhalten. Ohne demokratische Kontrolle bleiben wir in unseren Träumen, mit KI wird alles gut, gefangen.
Rhader Wochenendgedanken auf Grundlage des Interviews in der Süddeutschen Zeitung (31.7.2026) „Unser Geist verändert sich“.
Veröffentlicht am 08.08.2026
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