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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Internationaler Holocaust-Gedenktag am 27. Januar (2)
Gedenkveranstaltung der Wulfener SPD
Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen am 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt. Ein besonderer Mahn- und Gedenktag auch für Dorsten. Die grausame millionenfache Vernichtung der Juden, von den Nazis systematisch betrieben, war nur durch aktive und passive Mittäterschaft der Bevölkerung möglich. In Dorsten erinnern das Jüdische Museum und viele Stolpersteine an Menschen wie du und ich. Menschen die unsere Nachbarn waren, sich aktiv in Sport- und Schützenvereinen betätigt haben sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr halfen. Der SPD-Ortsverein Wulfen wird, so wie in den Vorjahren, mit einer Veranstaltung an das nicht wiedergutzumachende Leid der Wulfener jüdischen Bürger erinnern, die ehemals geachtet, plötzlich gemieden, dann gedemütigt, bestohlen, vertrieben und ermordet wurden. Dr. Hans Udo Schneider wird an dieses dunkle Kapitel der Wulfener und Dorstener Geschichte erinnern. Die Gedenkveranstaltung findet auf dem Vorplatz der Matthäuskirche, Burgring/Matthäusplatz um 17 Uhr statt.
Veröffentlicht am 25.01.2023
Allgemein Für Sie gelesen
Hitler Wetter von Tillmann Bendikowski
Ein Buch über „das ganz normale Leben in der Diktatur: Die Deutschen und das Dritte Reich 1938/39“, so die Einführung auf der Umschlagseite. Gut lesbar, hoch interessant und nie ermüdend, räumt es gnadenlos mit dem Mythos der großen Mehrheit der Deutschen auf, nichts gewusst und damit nichts zu tun gehabt zu haben. Fakten von renommierten Historikern werden Tagebucheintragungen von Menschen wie du und ich gegenübergestellt. Die Übereinstimmung ist frappierend. Es ist die „Geschichte der anderen“, so die Einstellung der Mehrheit der Deutschen nach 1945, die zwar den Neuanfang leichter machte, aber mit einem gigantischen Selbstbetrug einherging. (Bei nicht wenigen Zeitgenossen sogar bis heute.) Das „ganz normale Leben“ zwischen 1938 und 1939 wird aus vielen Blickwinkeln beschrieben. Obwohl seit dem 24. März 1933 (Ermächtigungsgesetz) die Demokratie abgeschafft war, richtete sich die übergroße Mehrheit, nicht gerade unzufrieden, in der folgenden Nazi-Diktatur ein. Nur wer seinen verklärten Blick nicht freibekam, konnte und wollte die Unterdrückung, Demütigung, Verfolgung und Ermordung aller Andersdenkender übersehen. Sie alle tragen Mitschuld an der Katastrophe, die der folgende 2. Weltkrieg mit sich brachte. Der Autor klagt nicht an, sondern überlässt das Urteil dem Leser, das er sich in 12 spannenden Kapiteln auf 480 Seiten, selbst bilden kann. Ein absolut lesenswertes Geschichtsbuch.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 17.01.2023
Allgemein Die Lage der Parteien im Allgemeinen und die der SPD im Besonderen
Wochenendgedanken aus Rhade
Das deutsche Parteienspektrum ist bunt. Auf Wahlzetteln tauchen Gruppierungen auf, die unsichtbar waren und es bleiben werden. Einige dagegen haben sich fest im Politikalltag verankert. Diese gilt es heute näher unter die Lupe zu nehmen. In der Reihenfolge des letzten Bundestagswahlergebnisses sind das: SPD, CDU/CSU, Grüne, FDP, AfD, Linke. Beginnen wir unsere Betrachtung in umgekehrter Reihenfolge.
- Die Linke startete 1989 als PDS und galt als Nachfolgerin der DDR-SED. Im Westen hieß sie WASG. 2007 fusionierten PDS und WASG zur Linkspartei. Sie gilt wegen ihrer teils sektiererischen Position als koalitionsunfähig. Aktuell ist sie dabei sich zu zerlegen.
- Die AfD wurde 2013 gegründet und trat EU-kritisch auf. Sie hat bis heute mehrere Vorsitzende verschlissen und ist dabei immer mehr nach rechts(außen) gerückt. Sie gilt heute als das Schmuddelkind des deutschen Parlaments. Ihre Umfrageergebnisse im Bund, aktuell um 10%.
- Die FDP wurde 1948 gegründet, galt jahrzehntelang als Anhängsel der CDU/CSU, koalierte aber 1969 mit der SPD und seit 2022 in der rot-grün-gelben Ampel. Ihre Bundestagswahlergebnisse pendeln zwischen minus 5 und knapp über 10%. Aktuell am unteren Ende der genannten Bandbreite.
- Die Grünen gründeten sich 1980 als Anti-Atom-Partei. 1993 fusionierten sie mit der ostdeutschen Parteigruppierung Bündnis 90 zu Bündnis90/Die Grünen. Anfangs gerne als Spontis aufgetreten, sind sie heute eine ganz normale Partei. In Umfragen werden sie hoch gehandelt, nämlich knapp unter 20%. Ihr aktuelles Problem ist der Spagat zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
- Die CDU wurde 1945 als Nachfolger vom Zentrum gegründet. Sie agiert mit der CSU, die 1945 als bayrische Landespartei gegründet wurde, in einer Fraktionsgemeinschaft im Bundestag. CDU/CSU werden als mitte/rechts eingestuft. Addiert man das Bundestagswahlergebnis 2021 der CDU (18,9%) mit dem der CSU (5,2%) rangiert die Fraktionsgemeinschaft mit 24,1% hinter der SPD.
- Die SPD ist die älteste deutsche demokratische Partei. Sie wurde 1863 gegründet, um die Rechtlosigkeit der arbeitenden Bevölkerung zu beenden. Ihre Geschichte ist geprägt von Verfolgung und Diskriminierung. Ihre kontinuierlichen Errungenschaften auf dem sozial- und bildungspolitischen Terrain, sind bis heute eine Erfolgsgeschichte. 2021 gewann sie die Bundestagswahl mit 25,7% aller Wählerstimmen und stellt den Bundeskanzler Olaf Scholz. Er ist „Chef“ der ersten Ampelregierung aus SPD/Grüne/FDP. In den aktuellen Umfragen schneidet sie deutlich schlechter ab als bei der letzten Wahl.
Veröffentlicht am 14.01.2023
Allgemein 2023: Die erste Woche ist schon um - Eine kleine Bestandsaufnahme
- Der verbrecherische russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die Demokratie fordert immer mehr Opfer. Auf allen Seiten.
- Ex-Papst Benedikt ist gestorben.
- Die deutsche Verteidigungsministerin agiert unglücklich und unprofessionell.
- Ein Ex-Präsident der USA ist stolz, seinen Staat mit Steuertricks betrogen zu haben.
- Sein Name ist Trump. Er gehört vor ein ordentliches Gericht, fordern nicht nur US-Demokraten.
- Die weltweite Inflation bremst das Wirtschaftswachstum und lässt die Armut steigen.
- Brasilien hat einen neuen Präsidenten. Der alte ist in die USA geflohen, so seine enttäuschten Anhänger.
- Der Klimawandel hat unseren Erdball fest im Griff. Das wärmste Jahr seit der Aufzeichnungen, sagen die Meteorologen.
- Noch müssen Kohle, Gas und Öl verbrannt werden, um unseren Energiebedarf zu decken.
- Umweltschützer in NRW wollen den weiteren Abbau von Braunkohle verhindern und bringen die Grünen in der Landesregierung in Erklärungsnot.
- Nordkoreas Präsident zündelt wieder mit Atomraketen.
- In China grassiert Corona und die autoritären Herrscher wirken ratlos. Ihnen fehlt ein Karl Lauterbach.
- In Israel steht die Demokratie vor ihrer größten Bewährungsprobe.
- Der türkische Präsident fürchtet die nächste Wahl und lässt wichtige politische Konkurrenten in seinen Gefängnissen verschwinden.
- In Berlin bereiten sich die Parteien auf die Wiederholung der Landtagswahl vor.
- In Dorsten ist wieder ein Haushaltsloch entdeckt worden. Es wird mit höheren Steuern gestopft.
- In Rhade hoffen wir auch in der ersten Woche des Jahres, dass die vielen Zukunftspläne (endlich) umgesetzt werden. „Träum weiter“, so ein Pessimist. „Das wird“, so sein Gegenspieler.
Sonntagsgedanken aus Rhade
Veröffentlicht am 08.01.2023
Allgemein Ohne Frieden ist alles nichts - Teil 5 und Schluss
Dorstener Friedensbewegung setzte in den 80er Jahren viel beachtete Akzente - Eine Erinnerung
Das Versprechen der Friedensgruppen, jährlich am 8. Mai eine Dorstener Gedenkveranstaltung zu organisieren, wurde nach 1987 in der beschriebenen Form nur noch 1988 und 1989 eingelöst.
In den Folgejahren wurden die von der Dorstener Friedensbewegung ins Leben gerufenen Veranstaltungen überwiegend von der Stadt und einzelnen Kirchengemeinden in anderer Form fortgeführt.
Die Gruppe „Frauen für den Frieden“ in Dorsten darf für sich in Anspruch nehmen, den längsten Atem einer der örtlichen Friedensgruppen zu haben. Sie setzten bis in die heutige Zeit Zeichen und hinterließen Spuren.
38 Stolpersteine, vom Künstler Gunter Demnig gestaltet und ins Dorstener Gehwegpflaster eingelassen, erinnern an die vielen jüdischen Bürger Dorstens, die von den Nazis und den Dorstener Mitläufern gedemütigt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Die Initiative „Frauen für den Frieden“ war Initiator und Begleiter dieser Erinnerungs- und Friedensaktion, die dauerhaft und nachhaltig für Frieden und den Abbau von Feindbildern in unserer Stadt wirbt.
So wie diese Erinnerung begonnen wurde, soll sie ausklingen.
Nämlich mit der Feststellung, dass ohne Frieden alles nichts ist und mit einem dazu passenden Liedtext (Auszug) von Udo Lindenberg, der mit dem 10 jährigen Pascal Kravetz im Jahr 1981 sang:
Keiner will sterben
Das ist doch klar
Wozu sind denn dann Kriege da?
Herr Präsident
Du bist doch einer von diesen Herren
Du mußt das doch wissen
Kannst du mir das 'mal erklären?
Keine Mutter will ihre Kinder verlieren
Und keine Frau ihren Mann
Also
Warum müssen Soldaten losmarschieren?
Um Menschen zu ermorden mach mir das mal klar
Wozu sind Kriege da?
Herr Präsident
Dieser Aufsatz wurde im neuen Heimatkalender der Herrlichkeit Lembeck und der Stadt Dorsten veröffentlicht und wurde hier in 5 Teilen vorgestellt. Autor: Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 02.01.2023
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