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Nachrichten zum Thema Allgemein
Allgemein Wochenendgedanken aus Rhade - Was für eine Woche …
- Während in der Ukraine weiter für die Freiheit gekämpft und gestorben wird, rollen Karnevalsumzüge durch unsere Städte. Hier Freude und Ausgelassenheit, dort Leid und Verzweiflung. Der Widerspruch ist kaum auszuhalten.
- Ein unvorstellbares Erdbeben in der Türkei und Syrien hat uns drastisch vor Augen geführt, wie hilflos wir gegenüber Naturgewalten dieser Art sind. Solidarität und materielle Unterstützung von außen können ein wenig helfen. Der Schmerz und die Verzweiflung der Betroffenen bleiben.
- Russlands Präsident Putin scheint den Bezug zu Realität völlig verloren zu haben. Seine Rede zur Nation liest sich wie das Drehbuch einer geplanten Dokumentation mit dem Titel: SCHULD HABEN IMMER DIE ANDEREN.
- US-Präsident Biden besucht Europa und erinnert Moskau eindringlich an den Artikel 5 des NATO-Vertrages. Danach werden alle 30 Nato-Staaten sofort dem Land militärisch zur Hilfe eilen, das von außen angegriffen wird.
- Nach der letzten Bundestagswahl haben sich SPD, Grüne und FDP zu einem Regierungsbündnis mit Olaf Scholz (SPD) als Bundeskanzler verabredet. „Mehr Fortschritt wagen“ steht über dem Koalitionsvertrag. Das war vor dem Krieg in der Ukraine. Jetzt steht das Regieren eher unter dem Motto: „Gut durch die Krise kommen“. Leider verhaken sich Grüne und FDP zusehends, wie das gehen kann. Der Ruhepol in dieser Gemengelage ist beim Kanzler und der SPD gut aufgehoben.
- Die Dorstener demokratischen Parteien leiden alle unter Überalterung und weniger aktiven Mitgliedern. Die SPD-Ortsvereine in Rhade, Lembeck, Wulfen und Deuten stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern suchen gemeinsam nach einer Lösung. Ein gemeinsames Kaffeetrinken mit offenem Meinungsaustausch darf als Auftakt einer spannenden Entwicklung gesehen werden.
Veröffentlicht am 25.02.2023
Allgemein Krieg, Erdbeben und Karneval - Geht das?
Wochenendgedanken aus Rhade
Während das diesjährige Motto des Karnevals in Düsseldorf, „Wir feiern das Leben“ lautet, haben amerikanische Wissenschaftler, in der Nachfolge von Robert Oppenheimer (Entwickler der Atombombe) und Albert Einstein, die sogenannte Weltuntergangs-Uhr neu gestellt. In ihre Rechnung fließen u. a. folgende Parameter ein: Anzahl Nuklearwaffen, Schmelzen der Gletscher, Kriege, Drohung mit Atom-Waffen, Energiekrise, Ausbreitung von Viren, Fluchtbewegungen, Treibhausemissionen Aussagen autoritärer Staatenlenker und vieles mehr. Danach rückt der „Weltuntergangs-Zeiger“ von 9 Minuten (1998) auf nunmehr 90 Sekunden bis ultimo vor. Ein beunruhigendes Szenario. Falsch wäre jetzt, in Depressionen zu verfallen. Falsch wäre, hoffnungslos in die Zukunft zu starren. Richtig ist, mit Kraft und Lebensmut, die Weltuntergangs-Uhr zurückzudrehen. Richtig ist, unseren Kindern und Enkelkindern Zuversicht zum Leben zu vermitteln. Dazu gehören auch Feiern und Ausgelassenheit. Nur so kann Kraft getankt werden, um den aktuell beunruhigenden Herausforderungen zu begegnen. Im Mainzer Karneval lautet das Motto dazu passend: „In Mainz steht Fastnacht voll und ganz - für Frieden, Freiheit, Toleranz.“
Nachsatz: Die Beschreibung der Weltuntergangs-Uhr wurde dem ZEIT-Bericht „Verehrte Damen und Herren, die Welt geht unter“, vom 2. Februar entnommen.
Veröffentlicht am 18.02.2023
Allgemein Berliner Nachbeben
Parteien in der Krise - Ein Kommentar aus Rhade
Das endgültige Wahlergebnis in Berlin steht wahrscheinlich heute fest. Vorausgesetzt, es werden nicht noch weitere Stimmzettel gefunden. Unabhängig vom Ausgang, ist ein Blick in die Zukunft der Parteien angebracht. Sie spielen bei Abstimmungen nur noch die „zweite Geige“. Entscheidend ist die Person, die im Blickpunkt steht. Sympathisch? Glaub- und vertrauenswürdig? Wenn ein Kandidat oder eine Kandidatin, egal aus welcher Partei, diese Eigenschaften „rüberbringen“ kann, ist der Erfolg in Sichtweise. Die Partei rückt in den Hintergrund und „segelt“ auf der Erfolgswelle dann automatisch mit. Umgekehrt gehts in die andere Richtung. Olaf Scholz ist das beste Positiv-Beispiel für diese These. Lassen wir unseren Blick auf die Parteien von Berlin, über die Bundesländer bis nach Dorsten und Rhade schweifen. Die SPD ist dort stark, wo sie durch Persönlichkeiten, siehe oben, repräsentiert wird. Das Gleiche gilt für die CDU/CSU. Auch die Grünen setzen inzwischen auf Personen, profitieren aber programmatisch noch am meisten von der Klimakrise. Die FDP ist orientierungslos. Oben wie unten. Die Linke hat sich und ihr Führungspersonal zerlegt. Das, was für die Bundessichtweise gilt, findet in Dorsten und Rhade nahtlos ihre Fortsetzung. SPD, CDU, Grüne, Linke und FDP finden als Partei vor Ort nicht mehr statt. Das ist weder gut für unsere Stadt noch für unsere demokratischen Strukturen. Ein systematischer Neuanfang muss das erste Ziel aller Dorstener Parteien sein.
Veröffentlicht am 16.02.2023
Allgemein Wenn ich mir was wünschen dürfte …
Wochenendgedanken aus Rhade
Wir leben in einer besonderen Zeit. Es geht uns, gesamt gesehen, (relativ) gut. Einigen mehr, anderen weniger. Nie wurden wir älter als heute. Nie hatten wir mehr frei zugängliche Informationen über „Gott und die Welt“. Sie sind aber so verwirrend und vielschichtig, dass wir schnell die Übersicht verlieren. Das führt zur Verunsicherung und in der Folge zu Unzufriedenheit. Nicht verwunderlich, rufen wir uns nur einige aktuell bedrohliche Krisen in Erinnerung. Inflation, Corona, Krieg und Klima! Alle menschengemacht. Wenn dann noch plötzliche, nicht beeinflussbare Katastrophen, wie Erdbeben dazukommen, dann kann Resignation und Verzweiflung nicht mehr ausgeschlossen werden. Friedrich Hollaender (1896 - 1976), Komponist und Dichter, könnte mit Auszügen aus seinem berühmten Lied, u. a. von Marlene Dietrich gesungen, an dieser Stelle für Nachdenklichkeit sorgen, vielleicht Trost bieten und Zuversicht vermitteln:
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Käm‘ ich in Verlegenheit
Was ich mir denn wünschen sollte
Eine schlimme oder gute Zeit
Wenn ich mir was wünschen dürfte
Möcht‘ ich etwas glücklich sein
Denn wenn ich gar zu glücklich wär
Hätt‘ ich Heimweh nach dem Traurigsein
Veröffentlicht am 11.02.2023
Allgemein Krieg in Europa
Das Zerplatzen einer Illusion - Ein Kommentar aus Rhade
Das laute Geschrei übertönt die leisen Stimmen. Das heißt nicht, dass die lauten recht haben. Leider wird aber in unserem Land, besonders zur Zeit, nach diesem Muster diskutiert. Das macht mir Angst. Ist Angst wirklich ein schlechter politischer Berater, wie es landauf, landab heißt? Tauschen wir doch einfach mal den Begriff Angst gegen Verantwortung. Der Amtseid des Bundeskanzlers lautet: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. So wahr mir Gott helfe“. Olaf Scholz (SPD) handelt seit seinem Amtsantritt in diesem Sinne. Das ist beruhigend in diesen unruhigen Zeiten. Dass meine Illusion, „Frieden schaffen ohne Waffen“ inzwischen zerplatzt ist, heißt nicht, mit lautem HURRA jetzt Kriegspartei werden zu wollen.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 26.01.2023
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