Nachrichten zum Thema Gesellschaft

Gesellschaft USA: Was ist, wenn Trump und Musk die Wahl gewinnen?

Wer hört, was Donald Trump so sagt, wie er Andersdenkende beleidigt, wer sieht, wie er auf der Bühne agiert, mal brüllt, mal Tanzschritte imitiert, der zweifelt am geistigen Zustand des Ex-Präsidenten. Und plötzlich springt ein „Bruder im Geiste“, nämlich Elon Musk, dem mehrfach verurteilten Betrüger zur Seite. Beide eint, über Milliarden zu verfügen, die sie einsetzen wollen, um die Demokratie so zu schleifen, dass ein Regieren ohne ernsthafte Kontrolle der Opposition und der Verfassungsgerichte möglich ist. Das alles spielt sich unter den Augen der weltweiten Öffentlichkeit ab. Fassungslos blicken wir über den Atlantik, um zu erkennen, dass die genannten Akteure tatsächlich von der Mehrheit der US-Wähler dazu den Auftrag erhalten könnten. Sollte es wirklich so kommen, droht Europa, droht Deutschland eine gewaltige Zäsur. Dann platzen Bündnisse, Verträge zur Zusammenarbeit werden wertlos, die Welt wird unsicherer. Und dass dann die extremen rechten und linken Parteien und Bündnisse in unserem Land und in Europa auch auf der öffentlichen Bühne beginnen zu tanzen, erfüllt den demokratisch denkenden Beobachter mit großer Sorge. Der Begriff ZEITENWENDE bekommt dann eine ganz andere Bedeutung. Statt regungslos abzuwarten, wie das Kaninchen vor der Schlange, müssen wir Demokraten viel offensiver als bisher unsere freiheitlichen Strukturen verteidigen.

Rhader Wochenendgedanken           

Veröffentlicht am 19.10.2024

 

Gesellschaft Warum laufen so viele nach rechts?

Jetzt auch Österreich

Es wird ernst in Europa. Der freiheitlichen Demokratie scheint der Saft auszugehen. Und immer wird das gleiche Problem als Begründung genannt: Zuviele Fremde, zuviele Flüchtlinge, zuviele Probleme. Und die Amtworten der Demokraten sind auch (fast) immer gleich: Wir haben verstanden, wir kümmern uns. Ohne Zuwanderung geht bei uns gar nichts (mehr). Trotzdem gelingt es nicht, überzeugende Antworten zu geben, die "über den Tag hinaus" Bestand haben. Gastarbeiter? Das war einmal. Dazu passt immer noch die Weisheit: "Wir haben Gastarbeiter gerufen, doch Menschen sind gekommen". Das gilt auch aktuell. Auch in unseren demokratischen Parteien gibt es Mitglieder und Anhänger, die wegen der dramatischen Lage wankelmütig werden. Die SPD kann dann überzeugen und Wahlen gewinnen, wenn sie von sich überzeugt ist. An dieser Stelle beginnt ein leichter Zweifel.

Ein Zwischenruf aus Rhade

Veröffentlicht am 02.10.2024

 

Friedhelm Fragemann hat in diesem Monat das Bundesverdienstkreuz vom Bundespräsidenten erhalten. S. Artikel vom 27.9 24 Gesellschaft Gedankensplitter

Mit Blick auf das Geschäftsgebaren mancher Vorstände von Großbanken und Großkonzernen bekommt der Terminus „Kapitalverbrecher“ einen ganz anderen neuen Klang. Dabei geht es nicht nur - was allein schon schlimm genug wäre - um die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten, wenn Staatshilfe angefordert wird, weil der Karren gegen die Wand gefahren wurde. Noch problematischer sind kriminelle Machenschaften derart, wie sie beispielsweise in den Cum-Ex-Geschäften oder auch im Dieselskandal und der Glyphosat-Affaire offenbar wurden.   Das anonyme Kapital ist eben ohne Moral und hat „einen Horror vor der Abwesenheit von Profit“ (Karl Marx). Daher verstößt es auch nicht von ungefähr häufig gegen internationale Sozialstandards, Umweltnormen und die Menschenrechte.

Friedhelm Fragemann

Friedhelm Fragemann (72) wurde im Jahr 1985 in den Rat der Stadt Dorsten gewählt. Nach der Kommunalwahl 1994 war er vom 31. Oktober 1994 bis zum 8. März 1995 als Nachfolger von Heinz Ritter Bürgermeister der Stadt Dorsten.

Quelle: Auszug Wikipedia

 

Veröffentlicht am 30.09.2024

 

Gesellschaft NRW: Ohne Moos nix los

Landesregierung versucht verzweifelt, das Gegenteil zu beweisen

CDU und Grüne bilden in Düsseldorf eine Schicksalsgemeinschaft und die momentane Landesregierung. Zuvor haben sie sich beschnuppert, um nach der letzten Landtagswahl, NRW gemeinsam zu gestalten. Die Wähler hatten dazu die Voraussetzungen geschaffen. Nun stellen die „ungleichen Parteibrüder“ fest, dass viele gutgemeinte Vorhaben Geld kosten. Und, dass die in der Landesverfassung verankerte Schuldenbremse ein scheinbar unüberwindbares Investitionshemmnis ist. Übrigens eine Parallele zu Berlin und der dortigen Bundesregierung aus den „ungleichen Parteibrüdern“ SPD, Grüne und FDP. Was tun, wenn hier und dort die im Koalitionsvertrag vereinbarten Reformen nicht umgesetzt werden können, weil die Fesseln der Schuldenbremse die Bewegungsfreiheit bis zur Strangulierung einschränkt? Was tun, wenn das Sparen zur Prinzipienreiterei verkommt? Was tun, wenn dadurch die Politikverdrossenheit steigt und die rechten und linken Parteiränder profitieren? Die Antwort, von Wirtschaftswissenschaftlern mehrfach angemahnt, lautet, in die Zukunft zu investieren und endlich damit aufzuhören, in den Haushalten der Länder und des Bundes mit abenteuerlichen Tricks Nebelkerzen zu werfen und die Bürger hinters Licht zu führen. Wir befinden uns mitten in einer Wirtschaftskrise, die die Wurzeln unserer Demokratie angreift. Reformiert endlich die Schuldenbremse und verschafft so dem Land Luft und Zukunft.

Rhader Wochenendgedanken in Richtung Düsseldorf und Berlin

Veröffentlicht am 28.09.2024

 

Gesellschaft Wenn Politiker in Grund und Boden geschrieben und geredet werden

Miese Stimmung hat Eigendynamik entwickelt

Unsere Demokratie lebt von Personen und Persönlichkeiten. Die meisten sind ehrenamtlich unterwegs. Für ihr Engagement erhalten sie keinen Lohn. Sie sind überzeugt davon, dass ein friedliches, soziales Miteinander nur möglich ist, wenn sie den Verwaltungen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Die meisten von ihnen haben sich demokratischen Parteien angeschlossen, die mit ihrer Programmatik die Richtung des Handelns vorgeben. Ohne eine professionelle Struktur würden die genannten Parteien die Fülle der Aufgaben nie und nimmer stemmen können. Die durch freie Wahlen errungenen Mandate auf Zeit, werden von Menschen wie Du und ich ausgefüllt. Um die riesigen Aufgaben erfolgreich zu bewältigen, wird i. d. R. dann der erlernte Beruf „geparkt“. Nun heißt die Berufsbezeichnung POLITIKER im Vollzeitjob. Die Vergütung ist gut, aber im Vergleich zur sogenannten freien Wirtschaft erstaunlich niedrig. Dafür ist die öffentliche Aufmerksamkeit besonders hoch. Bewertet werden nicht nur Aussehen, Kleidung und Frisur, sondern insbesondere die gesamte Wirkung auf die Kritiker. Wer die „öffentliche“ Erwartung nicht sofort erfüllt, gerät in einen Abwärtsstrudel. Am Beispiel des Bundeskanzlers Olaf Scholz ist aktuell gut zu erkennen, wie eine Persönlichkeit höchst verantwortungsvoll und demokratisch agiert. So wie auf allen Stationen seiner bisherigen politischen Laufbahn. Trotzdem entwickeln die negativen Etiketten, die seinem Namen angefügt werden, eine fatale Eigendynamik, die sich dann auch in Umfragen wiederfinden. Eine Demokratie ist ohne qualifizierte Personen ein Auslaufmodell. Politiker dürfen kritisiert werden. Das darf aber nicht so respektlos erfolgen, wie das zur Zeit zu lesen und zu hören ist.

Wochenendgedanken aus Rhade

Veröffentlicht am 14.09.2024

 

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