Nachrichten zum Thema Arbeit und Wirtschaft

Arbeit und Wirtschaft E.ON steigt aus – Auch in Dorsten platzten Träume

Zeche weg, Kraftwerk nie gebaut, dafür Halde aufgeschüttet

E.ON steht stellvertretend für eine deutsche Energiewirtschaft, die Weltmarktführer sein wollte und die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, bzw. erkennen wollte. Warnungen gab es immer, nicht nur in Großprojekte (schlechter Wirkungsgrad), sondern auch in dezentrale kleine Einheiten zu investieren. Der Schulterschluss zwischen Unternehmen wie E.ON, RWE und Co, sowie der damaligen IG Berbau und Energie und einflussreicher Politiker (z. B. Clement) verhinderten den realistischen Blick in die Zukunft. Kritiker wurden gnadenlos abgebürstet. Auch in Dorsten. Der Aufreger der Jahre um 1980 war der geplante Bau eines riesigen Steinkohlekraftwerks (1400 MW) im Industriegebiet des Dorstener Hafens. „Wer das ablehnt, macht unsere Zeche kaputt“, so die Kohlelobby. Das Ergebnis trotz Mehrheitszustimmung des Stadtrates: Die Zeche wurde geschlossen, das Kraftwerk nie ernsthaft weiter verfolgt. Dafür hat Dorsten eine gigantische Halde (Hürfeld) mit ständigem Schüttverkehr erhalten. Fazit:

Veröffentlicht am 02.12.2014

 

Arbeit und Wirtschaft Gekämpft – und doch verloren?

Rhader Konflikt in ver.di-Publikation

Das war ein Paukenschlag. 11 Mitarbeiterinnen des Rhader Pflegeheims „Haus der Geborgenheit“ hielten es nicht mehr aus und informierten Mitte des Jahres die Öffentlichkeit. Organisatorische Mängel, fehlende Dienstkleidung, zu hohe Arbeitsbelastung, so der Hilferuf. Der Arbeitgeber reagierte prompt und entließ alle 11 fristlos. „Bevor die Öffentlichkeit und die Heimaufsicht eingeschaltet werden, ist der Arbeitgeber zu informieren. Alles andere ist ein Loyalitätsbruch, der die fristlose Kündigung rechtfertigt“, so sinngemäß die Position der Gegenseite. Gütetermine vor dem Arbeitsgericht waren die Folge. Dort wurde die Position des Arbeitgebers unmissverständlich bestätigt. Zum Leid der gekündigten Pflegekräfte. Verdi, die zuständige Gewerkschaft sorgt für den Rechtsschutz der Frauen und geht in die 2. Runde. Das alles steht in dem ausführlichen Bericht in der Gewerkschaftszeitung. Dorsten-Rhade hat durch die Gewerkschaftszeitung überregionale Aufmerksamkeit erhalten, die weiter anhalten wird. Am 19. November tagt das Kammergericht GE und wird abschließend entscheiden. Wir berichten weiter und hoffen, dass die Frauen durch ihre Gewerkschaft gut beraten waren und sind.

Eigener Bericht  

Veröffentlicht am 12.11.2014

 

Arbeit und Wirtschaft Telefonat mit Ralf Honsel zum Online-Einkauf von Lebensmitteln

Einer, der weiß wie Lebensmittel verkauft werden müssen, ist Ralf Honsel aus Dorsten. Mehrere REWE-Filialen in Dorsten und Rhade hören auf „sein Kommando“. Die Frage, ob demnächst auch sein Warensortiment per Internet bestellt werden kann, beantwortete er jetzt in einem Telefonat mit Hans-Willi Niemeyer, dem Vorsitzenden der Rhader SPD:

Nein, so schnell wird das nicht kommen. Die gesamte Logistik, dazu zählt, den bestellten virtuellen Warenkorb mit eigenem Personal zu füllen und fristgerecht anliefern, rechnet sich nicht.

Die Aussage der REWE-Zentrale wird damit relativiert.

Tatsache bleibt, dass der Ein- und Verkauf „im Netz“ ein riesig schnell wachsender Markt ist, der vor keiner Warengruppe und keiner Dienstleistung halt machen wird. So bitter das ist: Wer diese Zeichen der Zeit nicht deuten kann oder will, wird morgen zu den ersten Verlierern gehören. Wir in Rhade wünschen uns aber dauerhaft eine Versorgung vor Ort. Das virtuelle Geschäft wird sicherlich irgendwann parallel ablaufen.

Veröffentlicht am 15.07.2014

 

Können bald auch in Rhade Lebensmittel online bestellt werden? Arbeit und Wirtschaft Onlinebestellungen verändern die Einkaufslandschaft

Was hat das mit Rhade und Dorsten zu tun?

Ob Schuhe, Bücher, Reisen und Elektronikartikel – eigentlich kann alles im Netz bestellt werden. 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. Die Anlieferung an die eigene Haustür erfolgt in der Regel 1 bis 2 Tage nach der Order.

Das hat gravierende Auswirkungen auch auf unsere Geschäftslandschaft vor Ort. Wer wird überleben? Für klassische Kaufhäuser mit dem so genannten Vollsortiment, der Name Karstadt fällt in diesem Zusammenhang ganz aktuell, läuten seit langem die Sterbeglöckchen. In Dorsten wird zur Zeit ein neues Einkaufszentrum gebaut. Skeptiker stellen schon mal unangenehme Fragen. Die Risiken werden dort höher als die Chancen bewertet.

Heute soll aber die Frage untersucht werden, ob Onlinebestellungen auch für Lebensmittel eine Alternative zum klassischen Ladeneinkauf wären.

Für zwei Zielgruppen könnte das attraktiv sein:

Veröffentlicht am 14.07.2014

 

Arbeit und Wirtschaft Nebenbei bemerkt: Inflationsrate zu niedrig

Zum Wachstum gehört auch die Teuerungsrate - Geht’s noch?

Früher war alles anders. Früher wurde gesagt, dass eine niedrige Inflationsrate das beste Konjunkturprogramm sei. Heute, die Inflationsrate wird mit ca. 1% angegeben, schlagen die Experten Alarm. Das gesamte Wirtschaftssystem, das auf kontinuierlichem Wachstum aufgebaut ist, wackelt bedrohlich, wenn die Teuerungsrate so niedrig bleibt. „Mindestens 2 Prozent pro Jahr“, so die rechnerische Vorgabe des Teuerungswachstums. Um das Ziel zu erreichen, könnten die Kreditzinsen der EZB (Europäische Zentralbank) noch weiter gesenkt werden. Das heißt aber auch, dass die Sparzinsen ebenfalls weiter nach unten gehen. Eigentlich geht das gar nicht mehr tiefer. Auf der einen Seite volkswirtschaftliches Wachstum, andererseits dramatische Entwertung des „Sparstrumpfs“.

Irgendwie ist das alles schwer verständlich. Wenn die Teuerungsrate durch entsprechende Lohn- und Rentenerhöhungen aufgefangen würde, dann könnte man ja noch fast zur Tagesordnung übergehen. So aber bleiben Fragen und Unverständnis über unser Wirtschaftssystem.

Eigener Bericht

Veröffentlicht am 04.06.2014

 

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