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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Aus der Geschichte lernen
Dorsten ist jetzt Mitglied im Riga-Komitee - und hat sich etwas vorgenommen
Es ist ein dunkles Kapitel der Dorstener Stadtgeschichte. In den 1930er und 1940er Jahren gaben die Nationalsozialisten den Ton in der Lippestadt an. Mit verheerendem Ergebnis. Erst grenzten sie alle aus, die nicht mit marschieren wollten, dann glaubten sie einer überlegenen Rasse anzugehören, um in der Folge alle auszumerzen, die anders waren. Am Ende war Dorsten ein Trümmerfeld, viele Soldaten blieben „im Feld“, eine bisher anerkannte und integrierte Bevölkerungsgruppe war deportiert und kaltblütig ermordet worden. Erst 40 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges wurde dieses dunkle und verdrängte Kapitel der Stadtgeschichte von der Forschungsgruppe „Dorsten unterm Hakenkreuz“ aufgearbeitet. Nach weiteren 40 Jahren ist unsere Stadt nun Mitglied im Riga-Komitee. Nach Riga wurden zigtausende Juden deportiert und ermordet. Auch aus Dorsten. Das Städtebündnis hat sich zur Aufgabe gemacht, mit lokalen Aktionen gegen das Vergessen zu wirken. Achim Schrecklein und Friedhelm Fragemann, die als Vertreter und im Auftrag der Stadt und des Rates bei der Aufnahme ins Riga-Komitee vor Ort waren, wollen künftig auch persönlich dafür eintreten, dass wir alle aus der Geschichte lernen. Eine besondere Gelegenheit bietet sich bereits am 23. August. Eine private Initiative hat es geschafft, einen jüdischen Überlebenden aus Amerika ins Jüdische Museum einzuladen. Um 19 Uhr wird Sami Steigmann, der als Säugling medizinische Versuche der Nazis in einem Lager der Ukraine überlebte, über seine Leidensgeschichte berichten. Die Schirmherrschaft über diese besondere Veranstaltung hat Bürgermeister Stockhoff übernommen,
Eigener Bericht, wird in den nächsten Tagen mit weiteren Informationen fortgesetzt
Veröffentlicht am 09.08.2022
Gesellschaft Verzweifelter letzter Aufruf!
Gesucht werden Politiker, die für eine Welt-Friedensordnung kämpfen
Es scheint nur noch ein Funke zu fehlen, um die Welt wieder in den Abgrund zu stürzen. Nur 77 Jahre nach dem letzten Desaster mit Millionen Toten. Verantwortlich sind wie immer verantwortungslose Tyrannen, die ihre gesamte Energie damit verpulvern, nicht nur Macht zu demonstrieren, sondern sie gnadenlos einsetzen. „Und willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein“. Das Zitat ist alt, wird aber von heutigen Diktatoren brutal umgesetzt. Noch „nur“ mit herkömmlichen Waffen, verheerend genug, aber die Bereitschaft auch Atomwaffen einzusetzen, müssen wir als reale Bedrohung inzwischen fest einordnen. Nie wieder Krieg? Der Schwur bleibt dem Betrachter von außen im Halse stecken. Warum ist es leichter Panzer in Marsch zu setzen und Raketen abzufeuern, als am Verhandlungstisch eine friedliche Lösung für alle zu finden? Warum gelingt es nicht, den Funken zur Katastrophe gemeinsam auszutreten? Krieg als anderes Mittel der Politik? Nach den schrecklichen Erfahrungen nicht nur der Neuzeit? Hört endlich auf, militärisch zu denken. Lasst die Waffen im Depot, oder noch besser, rüstet endlich ab. Auch mit Worten. Gesucht werden Politiker, die eine Friedensstrategie für alle entwerfen können. Wir dürfen nicht länger schweigen. Wir blicken in den Abgrund.
Ein verzweifelter Zwischenruf aus Rhade
Veröffentlicht am 03.08.2022
Gesellschaft Für Sie gelesen: Wohnungslose von der Straße lesen
Mit dem Kauf einer besonderen Straßenzeitung kann das gelingen
Einmal im Monat erscheint eine neue Ausgabe von „fiftyfifty“. Es ist eine Straßenzeitung, für die die Obdachloseninitiative in Düsseldorf verantwortlich zeichnet. Allmonatlich beeindruckt sie den Leser mit einer ganzen Bandbreite qualitativ hochwertiger Artikel. Damit hat sie einen ersten Zweck bereits erfüllt, nämlich zu informieren. Genauso wichtig ist aber der direkte Kauf der Zeitung auf der Straße. Der Verkäufer oder die Verkäuferin, sind nämlich besondere Menschen. Sie sind in der Regel wohnungslos und auf Hilfe angewiesen. Auf unsere Hilfe. Es geht um Anerkennung, Respekt und Würde. Menschen, die ins Straucheln geraten sind, müssen spüren, noch wertvoll zu sein. Das auf sie Zugehen ist ein erster Schritt, um sich helfen zu lassen. Blicken wir in die neue fiftyfifty-Ausgabe:
- Professorin Dr. Anne van Rießen, Hochschule Düsseldorf, lehrt über Methoden der Sozialen Arbeit und erläutert eindringlich den Zusammenhang von zu geringen Einkünften und der daraus resultierenden Armut.
- Ein Streetworker stellt eine Verbindung zwischen Wohnungslosen und denen, die in direkter Nachbarschaft in ihren „4 Wänden“ leben her.
- Ein Hintergrundbericht über die andauernde Ernährungskrise und ihre Hungerfolgen durch Krieg und Spekulation rüttelt auf.
- Berichte über Künstler, die fiftyfifty unterstützen und Satire eines Kabarettisten finden sich ebenfalls im Zeitungsheft, das mit vielen weiteren Informationen wirklich lesenswert ist.
Grund genug, den Leser dieser Zeilen zu bitten, künftig fiftyfifty auf der Straße zu kaufen, oder ein Digitalabo zu buchen. Das Normal-Jahresabo kostet nur 38.- Euro. www.fiftyfifty-galerie.de
Eigener Bericht SPD-Rhade
Veröffentlicht am 30.07.2022
Gesellschaft Dorsten: Was ist eigentlich aus „Paul“ geworden?
Als unbeschulbar nach Ungarn verbracht - jetzt Abitur bestanden
Erinnern Sie sich? Ein 11-jähriger (!) Junge wurde vom Dorstener Jugendamt komplett aufgegeben. Ein Unternehmer übernahm, fand einen Erziehungsplatz in Ungarn - und kassierte kräftig. Dorsten war eine Sorge los. Wenn da nicht ein Verwandter gewesen wäre, der hinter die Fassade geblickt hätte. Er „befreite“ Paul, der in Wirklichkeit Janic heißt und integrierte ihn in seiner Familie. Die Öffentlichkeit, inzwischen aufmerksam geworden, zeigte sich überwiegend empört über die Verwaltung. Leserbriefe füllten die örtliche Zeitung. Der Tenor des Bürgermeisters und seiner Mitarbeiter ist auf die Kurzformel, „wir haben nichts falsch gemacht“, bestens zusammengefasst. Nun zirkuliert eine schriftliche Zusammenfassung der unglaublichen, aber wahren Geschichte in Dorsten. Die Form ist ungewöhnlich, der Autor, oder die Autorin, wollen ungenannt bleiben. Es handelt sich um einen Entwurf eines Theaterstückes mit dem Titel „Denn sie wissen nicht was sie tun - oder, wie aus Paul Janic wurde. Ein Drama in 10 Akten“. Zur allgemeinen Information beschränken wir uns auf die Überschriften der 10 möglichen Theaterszenen:
- 1. Akt: Paul sehnt sich nach Liebe
- 2. Akt: Das Kind muss weg
- 3. Akt: Ratlos – hilflos - gewissenlos
- 4. Akt: Der Heilsversprecher kassiert ab
- 5. Akt: Hilfe von außen naht
- 6. Akt: Wir allein wissen wo es langgeht
- 7. Akt: Der mit dem längeren Atem
- 8. Akt: Professionelles Treten von oben nach unten und zu allen Seiten
- 9. Akt: Aus Paul wird Janic
- 10. Akt: Janic zeigt es allen
Der uns zugesandte komplette Text wird auf Anforderung von dirk.hartwich@t-online.de, weitergeleitet.
Veröffentlicht am 25.07.2022
Gesellschaft Parteien wirken an der politischen Willensbildung mit (Art. 21 GG)
Anspruch und Wirklichkeit
Die demokratischen Parteien haben sich um unser Land verdient gemacht. Die Mitglieder wissen, dass politische Gestaltung in der eigenen Stadt, im Land oder im Bund, bedeutet, alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens abzudecken. Egal ob es sich um Soziales, Umwelt, Sicherheit, Finanzen, Gesundheit, Kultur oder auch um Bildung handelt. Sie unterscheiden sich dadurch wesentlich von den Akteuren, die in Bürgerinitiativen in der Regel nur einen Bereich im Blick haben. Starke demokratische Parteien sind also unentbehrlich. Nun aber zeigt sich, besonders bei den Volksparteien, dass es an Nachwuchs mangelt. Die Mitgliederzahlen sinken, der im Grundgesetz verankerte Auftrag gerät ins Wanken. Die neuesten Zahlen bestätigen den seit einigen Jahren andauernden Trend. Grund genug, Alarm zu schlagen. Wer zum Beispiel will, dass Rhade nicht innerhalb der anderen Stadtteile untergebuttert wird, wer will, dass kein Kind in NRW zurückgelassen wird, wer will dass im Bund das Soziale einen hohen Stellenwert erhält, sollte in eine demokratische Partei eintreten. Wir empfehlen an dieser Stelle die SPD, die seit 159 (!) Jahren bewiesen hat, Demokratie zu können. Ein Alleinstellungsmerkmal! Beeindruckend!
Ein Rhader Appell, die demokratischen Parteien zu stärken
Veröffentlicht am 12.07.2022
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