Nachrichten zum Thema Umwelt

Umwelt Bürgerparkverein lädt zur Umweltmesse ein

Eine gute Initiative, die Unterstützung verdient

 

Wer will, dass auch folgende Generationen eine lebenswerte Umwelt vorfinden, der muss heute etwas tun. Aber was? Und wo? Und wie? Antworten auf diese Fragen können am kommenden Samstag, 18.09.2021, zwischen 11 und 16 Uhr im Bürgerpark Maria Lindenhof, der auch den Namen Stadtkrone trägt, eingeholt werden. Der Bürgerparkverein hat dazu viele Initiativen eingeladen, um sich zu präsentieren und über Maßnahmen zum Klimaschutz vor unserer Haustür zu werben. In Rhade wird zur Zeit über die dörfliche Entwicklung beraten. Ein Schwerpunktthema ist der Klimaschutz. Die dazu eingegangenen Bürgerideen verdienen allesamt Unterstützung, könnten aber durch weitere, insbesondere weitergehende Vorschläge, ergänzt werden. Die Umweltmesse im Park bietet dazu beste Voraussetzungen, die gesamte Breite des lebensnotwendigen lokalen Klimaschutzes zu verstehen um anschließend selbst aktiv einzugreifen. Dass eine Umweltmesse, unter anderem mit örtlichen Vereinen und Initiativen auch Rhade gut zu Gesicht stehen würde, soll als Anregung verstanden werden. Vielleicht greift das Rhader Bürgerforum diesen Hinweis auf.  

Veröffentlicht am 15.09.2021

 

Umwelt Landwirtschaft in der EU – Ackern um jeden Preis

Weiter wie bisher? - Das geht gar nicht!

 

GAP, ein Kürzel, das kaum einer kennt, das aber jährlich Milliarden Euro bewegt. Gemeinsame Agrarpolitik in Europa, so die Übersetzung. 400 Milliarden Euro (!) jährlich beträgt der größte Brüsseler Haushaltsposten. Um die Verteilung ringen ganze Herscharen von Lobbyisten. Gerecht geht es dabei nicht zu. In erster Linie profitieren die Großen die immer größer werden und die Kleinen schlucken. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich die Zahl der Höfe in Deutschland halbiert. Als die EU (EWG) nach 1945 mit 6 Ländern startete, stand die schnelle Lebensmittelversorgung der Bevölkerung ganz oben auf der Agenda der Regierungen. Subventionen flossen, nach kurzer Zeit wurden Überschüsse erwirtschaftet, die in den Export weitergeleitet wurden. Dennoch stiegen die Subventionen mit immer neuen Begründungen weiter. „Produktionsstützen, Exportzuschüsse, Hektargelder“, so nur einige, die sich heute auf 400 Mrd. Euro/a summieren. Je Hektar werden knapp 230 Euro jährlich jedem Landwirt überwiesen. Unabhängig davon, was er auf der Fläche anbaut. Monokulturen sind u. a. die Folge. Nun ein erster Korrekturversuch. Nur wer künftig  vorgeschriebene Ökoauflagen erfüllt, erhält noch den vollen Hektarzuschuss. Alle Landwirte, die aber so weiter wirtschaften wollen wie bisher, müssen eine bis zu 30%-Kürzung in Kauf nehmen. Ist das der Beginn einer Agrarwende? Ja, aber nur dann, wenn auch wir Verbraucher unseren Anteil dazu beitragen.

 

Ein Zwischenruf aus Rhade an die Landwirtschaft, die Verbraucher und die Parteien

 

(Grundlage dieses eigenen Textes ist ein Artikel in der ZEIT vom 12. Mai 2021 von Merlind Theile unter der Überschrift: „Hier verstecken sich Milliarden“.)

Veröffentlicht am 27.07.2021

 

Umwelt Landwirtschaft am Scheideweg - in Rhade, NRW, im Bund und europaweit

Klimaveränderung zwingt zum Umdenken

Wer das Handeln der Landwirtschaft kritisch hinterfragte, wurde sofort und unerbittlich an den Pranger gestellt. Ein starker Lobbyverband hatte es bisher leicht, mit Traktoren Stärke zu demonstrieren und Kritiker in die Schranken zu verweisen. In Rhade, mit über 60% landwirtschaftlichem Flächenanteil, nicht anders als in NRW, dem ganzen Land und sogar europaweit. Nachdem aber immer klarer wird, dass auch die Landwirtschaft ein Teil des Klima- und Umweltproblems ist, mehren sich die Stimmen im eigenen Berufsverband, Teil der Lösung werden zu wollen. Eine von der Regierung angeregte Kommission, bestehend aus 30 Experten aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Verbraucher- Umwelt- und Tierschutzverbänden, schaffte das „Unmögliche“, nämlich eine einstimmig verabschiedete Empfehlung, wie der Landwirtschaft eine Zukunft gewährleistet werden kann. Eine gesamtgesellschaftliche Mammutaufgabe, die von allen Beteiligten Zugeständnisse verlangt. Die neu zu wählende Bundesregierung wird an den Empfehlungen dieser Zukunftskommission nicht vorbei kommen. Dass es im Lager der Landwirte weiter laute Gegenstimmen gibt, verwundert nicht. Einer aus Bayern fast es so zusammen: „Welches Gutachten ist nun wieder erschienen? Von der Zukunftskommission? Nie gehört. Man verliert den Überblick bei soviel Kommissionen und Zukunft.“

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels “Traumwelt Landwirtschaft“, 8. Juli 2021

Veröffentlicht am 17.07.2021

 

Umwelt Klimaschutz - Ja, aber ...

Hand aufs Herz: Wenn Du entscheiden dürftest, worauf würdest Du verzichten?

160 repräsentativ ausgewählte Bürger in Deutschland haben in vielen Online-Sitzungen und Arbeitskreisen eine wichtige Frage versucht zu beantworten, die uns alle betrifft. Um das überlebensnotwendige 1,5 Grad-Celsius-Ziel*) zu erreichen, müssten wir alle auf viele gewohnte Dinge verzichten. Wozu wären wir ernsthaft bereit? Um die Antwort der 160 im Kern vorwegzunehmen: Ja, wir würden freiwillig Verzicht üben, aber nicht so radikal, wie es tatsächlich notwendig wäre, um das international angestrebte Ziel punktgenau zu erreichen. Ein Beispiel: Um in der Nutztierhaltung, die für einen wesentlichen CO2-Ausstoß verantwortlich zeichnet, die angestrebte 1,5 Grad-Celsius-Marke zu erreichen, müsste dieser entscheidend abgebaut werden. Mit 45% Reduktion, könnten wir uns einverstanden erklären, so die Teilnehmer. Als aber Experten vorrechneten, dass selbst mit diesem deutlichen Fleisch-Konsumverzicht die angepeilte 1,5%-Marke gerissen, nämlich bei 1,7% landen würde, machte sich Nachdenklichkeit breit. Abschließend einige Empfehlungen des „Bürger-Klimarates“**)

  • Mindestabstand von Windrädern aufheben
  • Kohleausstieg bis 2030 (nicht 2038)
  • Tempolimit Autobahn-120, Landstraße-80, innerorts-30 km/h
  • Erstzulassung von Autos mit Verbrennungsmotor nur noch bis 2027
  • Emissionsminderung durch Reduzierung der Nutztierbestände um 50% bis 2030

*) Die Absicht ist, den globalen Temperaturanstieg, gemessen am vorindustriellen Zeitalter, möglichst auf 1,5 Grad C. zu begrenzen

**) Der Bürgerrat Klimaschutz wird von der ökologisch engagierten Zivilgesellschaft und 3 Stiftungen getragen. Für das Projekt wurden über 2 Millionen Euro investiert. Die Ergebnisse sollen in die öffentliche Diskussion einfließen.

Eigener Bericht auf Grundlage des ZEIT-Artikels „Was wollen die Bürger sich zumuten?“ vom 24.06.2021

Veröffentlicht am 01.07.2021

 

Noch führen unsere Bäche Wasser. Im Hochsommer sieht das immer häufiger bedenklich aus. Umwelt Was tun, wenn das wichtigste Lebensmittel Wasser knapp wird?

Das Spekulieren an der Börse ist eine Fehlentwicklung

Seit 4 Jahren hat es in Deutschland zu wenig geregnet. Die Trockenheit schädigt unsere Wälder und stellt die Landwirtschaft vor neue Herausforderungen. Aber was bei uns schleichend erkennbar wird, hat sich an anderen Orten in der Welt bereits zur Katastrophe ausgewachsen. Ganze Landstriche sind trocken gefallen und somit unbewohnbar geworden. Inzwischen haben Spekulanten erkannt, dass mit dem wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt gezockt werden kann. An Chicagos Börse, einer der weltweit größten, können Investoren inzwischen die Rechte riesiger Wasserkontingente erwerben und mit entsprechendem Gewinn weiterverkaufen. Die Folge ist, dass Wasser zu einem Luxusgut mutieren wird. Armut  und Landflucht nehmen zu. Alles ein Ergebnis des menschengemachten Klimawandels. Das Umsteuern hat zwar begonnen, wird aber kurzfristig die Wasservorräte tief unter uns nicht auffüllen können. Mit dieser Knappheit aber zu spekulieren, ist ethisch verwerflich. Für Deutschland bedeutet das, ohne Zeitverzug ein bundesweites Wassermanagement zu organisieren. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Es gehört uns allen. Bei Svenja Schulze (SPD), Bundesumweltministerin, steht das Problem ganz oben auf der Agenda.

Eigener Bericht auf Grundlage des Artikels "Wasser - Nichts für Spekulanten". Süddeutsche Zeitung 24.03.2021

Veröffentlicht am 06.04.2021

 

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