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Nachrichten zum Thema Gesellschaft
Gesellschaft Wetterkatastrophe: Von jetzt auf gleich alles verloren
Helfen – aber wie? Eine Rhader Privatinitiative dient als Vorbild
Innerhalb von Minuten haben einige zigtausend Menschen in unterschiedlichen Regionen unseres Landes ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Fast 200 verloren sogar ihr Leben. Unvorstellbar. Nach dem ersten Schock und unserem Mitgefühl ist praktische Hilfe angesagt. Finanzielle Zusagen der Bundes- und Landesregierungen in 3-stelliger Millionenhöhe wurden versprochen. Daneben gibt es ganz viele Privatinitiativen. Eine kommt aus Rhade. Nachdem Stefan Wilken gehört hat, dass in Hagen der dortige Kinderschutzbund über 300 Schultornister in den Fluten verloren hat, kurbelte er unter Freunden eine Sammelaktion an, die nach erster Übersicht überaus erfolgreich war, weitere Aufmerksamkeit aber verdient. Die Rhader Sozialdemokraten bitten alle Leser dieser Internetseite um Unterstützung der Flutopfer in NRW, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen. Wir bitten, dazu die Spendenkonten der großen Hilfsorganisationen zu nutzen, aber auch alle seriösen Privatinitiativen. So wie die von Stefan Wilken.
Kontakte:
stefanwilken@gmx.de, Tel. 0171-7886076
michael.jaeger@food-tech.de, Tel. 0173-2977675
Konto: Volksbank Hohe Mark. IBAN: DE 84 4006 9709 0818 1811 00, Stichwort: Fluthilfe Kinderschutzbund Hagen
Ein Rhader Hilfsaufruf für die Opfer der Wetter- und Flutkatastrophe
Veröffentlicht am 23.07.2021
Gesellschaft 20. Juli 1944 - Wir gedenken der Widerstandsgruppe und versprechen: Wehret den Anfängen
Heute vor 77 Jahren wurde mit einem Attentat auf Adolf Hitler versucht, Deutschland vor weiterem Leid durch Krieg, Vertreibung und Mord zu retten. Leider erfolglos. Die Widerstandsgruppe, darunter der Bruder unserer Dorstener Ehrenbürgerin Schwester Paula, Tisa von der Schulenburg, Fritz von der Schulenburg wurde hingerichtet. Der 20. Juli ist ein wichtiger Gedenktag der uns mahnt, unsere Demokratie mutig zu verteidigen. Jeden Tag!
Eigener Beitrag
Veröffentlicht am 20.07.2021
Gesellschaft Warum ich Sozialdemokrat bin - und bleibe
Sehr persönliche Sonntagsgedanken aus Rhade
Die letzten Jahre waren nicht einfach. Die Sozialdemokratie gehörte immer häufiger zu den Verlierern bei Wahlen. Auf fast allen Ebenen. Ein wichtiger Grund, kritisch die zentrale Frage zu stellen, ob sich die Idee, eine gerechtere Gesellschaft zu gestalten, inzwischen überlebt hat? Die Antwort fällt nicht schwer. Ein Blick nach innen und über den Tellerrand zeigt, dass es ohne kontinuierliches gesellschaftspolitisches Engagement nicht geht. Und die Sozialdemokratie bietet dafür Orientierung. Nach wie vor. Es ist aber in erster Linie nicht die Tagespolitik, die mich standhaft bleiben lässt. Es sind Dankbarkeit und Respekt vor den „Sozis“, die unter schwierigsten Bedingungen für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität gekämpft haben. Nachteile, Inhaftierung, Tod eingeschlossen. Die Früchte dieses Kampfes ernten wir heute wie selbstverständlich. Es war der Sozialdemokrat August Bebel, der im Reichstag die grausame und menschenverachtende Behandlung der Ureinwohner in den deutschen Kolonien des Kaiserreichs anprangerte. Es war der Sozialdemokrat Otto Wels, der sich offen mit dem legendären Satz, „Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht“, offen den Nazis entgegenstellte. Es war der Sozialdemokrat Willi Brandt, der uns gelehrt hat, mehr Demokratie zu wagen. Es waren Sozialdemokraten wie Johannes Rau, die das bisherige Bildungsprivileg der Begüterten endlich aufbrachen und Schulen und Universitäten für alle öffneten. So könnte ich, der übrigens keine „sozialdemokratische Muttermilch“ in der Familie genossen hat, mit weiteren Beispielen begründen, warum ich Sozialdemokrat bin und bleibe. Ich will aber lieber mit einem ersten Blick in die Gegenwart und einem zweiten in die Zukunft schließen. Wohin ich auch blicke, überall sind es offene Baustellen, die nur dann fertiggestellt werden können, wenn wir uns alle verantwortlich fühlen. Die SPD ist auch nach 158 Jahren gefordert. Ich bin dabei.
Dirk Hartwich
Veröffentlicht am 18.07.2021
Gesellschaft Zwei Meldungen, die gegensätzlicher nicht sein können - und trotzdem miteinander zu tun haben
Trauer einerseits - völliges Unverständnis andererseits - aber auch ein Versprechen
- Esther Bejarano ist gestorben. Wir verneigen uns vor dieser starken Frau, die Auschwitz überlebt und danach unermüdlich bis ins hohe Alter für Gerechtigkeit und gegen den Faschismus gekämpft hat. Sie wurde 96 Jahre alt. Ein Vorbild für uns alle.
- Zur Bundestagswahl am 26. September wurden vom Bundeswahlleiter 53 Parteien zugelassen. Darunter auch die rechtsextreme Partei „Der Dritte Weg“. Paramilitärisch organisiert, noch weiter rechts als die NPD, mit neonazistischer und faschistischer Ideologie, so die Bewertung der entsetzten SPD.
- „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“, so der Schwur aller Demokraten, als nach 1945 die schrecklichen Verbrechen der Nationalsozialisten nicht mehr zu vertuschen waren. Heute erinnern wir Rhader Sozialdemokraten an diesen Schwur und verbinden ihn mit dem Versprechen, weiter im Sinne von Esther Bejarano gesellschaftspolitisch zu wirken. Für FREIHEIT, GERECHTIGKEIT und SOLIDARITÄT!
Veröffentlicht am 13.07.2021
Gesellschaft Rhade: Warum tun wir uns das an? - Ein kommunalpolitischer Kommentar feiert Jubiläum
2011 - Ein Blick in die 109. Ausgabe der SPD-Nachrichten für Rhade
„Respekt, Anerkennung und Dank, manchmal sogar Bewunderung, erfahren in der Regel die Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen. Ob in Vereinen oder Bürgerinitiativen, sie genießen zu Recht öffentliche Würdigung und Akzeptanz. Nur wer sich für die ehrenamtliche, unbezahlte Arbeit in einer Partei entschieden hat, wird davon so gut wie ausgeschlossen. Dabei läuft ohne dieses Engagement auch in unserem Ort nichts, fast nichts. Allein die Überzeugung, etwas für Rhade, für uns und unsere Kinder tun zu müssen, ist fast immer das Motiv der gar nicht so kleinen Gruppe in den Parteien. Die vielen SPD- und CDU-Mitglieder, die sich seit Jahren vor Ort „kümmern“, haben es ebenfalls verdient, wie alle anderen Ehrenamtlichen behandelt zu werden. Ein guter Vorsatz für 2012, von dem sich die Bürger, die Presse und jeder selbst angesprochen fühlen sollte. Dann nimmt vielleicht auch der häufig geringschätzige bis beleidigende Unterton gegenüber den „Politikern“ vor Ort ab. Das haben sie nämlich alle nicht verdient.
Aktuelle Anmerkung 2021: Bürgerforen der Stadt verstehen sich als überparteiliche Bürgerinitiativen. Dort geborene und in Angriff genommene Initiativen sind aber nicht unpolitisch. Im Gegenteil. Parteien wirken an der Willensbildung auch mit (GG, Art. 21). Sie und ihre Mitglieder sind also natürliche, gleichberechtigte Bestandteile jeden Bürgerforums. Der vor 10 Jahren geschriebene Kommentar ist heute wieder hochaktuell.
Veröffentlicht am 28.06.2021
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