Nachrichten zum Thema Kommunalpolitik

Nina Horbelt und Stephan Erbe sollen künftig den Dorstener SPD-Karren ziehen. Foto: spd-dorsten.de Kommunalpolitik Die Dorstener SPD will künftig mit einer Doppelspitze punkten

Start zum Marsch aus der kommunalpolitischen Talsohle

 

Die letzte Kommunalwahl zwingt die Dorstener Sozialdemokraten zu neuen Wegen. Nicht wenige Zeitgenossen bezeichnen das letzte Wahlergebnis auch heute noch als Desaster. Da ist es gut, wenn die Weichen für einen Neuanfang bereits jetzt gestellt werden. Mit Nina Horbelt und Stephan Erbe als einstimmig nominierte gleichberechtigte Dorstener SPD-Parteivorsitzende, soll ein neues Kapitel in der wahrlich turbulenten Geschichte der Lippestadt-SPD aufgeschlagen werden. Beide eint, losgelöst von (ur)alten personellen Querelen, die programmatische Ausrichtung der Dorstener SPD in den Mittelpunkt ihres Handelns zu stellen. Der Stadtverbandsvorstand, bestehend aus Delegierten der 8 Dorstener SPD-Ortsvereine, ist sich einig, dass mit Nina Horbelt und Stefan Erbe der dringend nötige Sprung nach vorn erreicht werden kann. Das letzte Wort hat der Stadtparteitag, der am kommenden Samstag zusammentritt.

 

Eigener Bericht. Wird nach dem Parteitag fortgesetzt.

Veröffentlicht am 24.06.2021

 

Kommunalpolitik Rhader zur Mitarbeit aufgerufen (Teil 4 und Schluss)

Bürgerforum lädt zum Workshop in die Turnhalle

 

Das Projekt trägt den Namen Dorfentwicklung. Mit Mitteln des Landes NRW, der Stadt Dorsten und anderer Fördertöpfe sollen Rhade und Lembeck „zukunftsfähig“ gestaltet werden. Bereits vor Monaten haben die Bürger dazu Ideen produziert, die nun nochmals und wiederholt auf den Prüfstand gestellt werden sollen. Allen Rhadern die mitgemacht haben, gebührt Respekt, Anerkennung und Dank. Zu wünschen ist, dass die neuerliche Bürgerbefragung auch mal zu praktischer Umsetzung führt. An dieser Stelle wurde das gesamte Verfahren der Stadtverwaltung mit Unterstützung eines extern beauftragten Planungsbüros kritisch begleitet. Die Kritik lässt sich in einem Fragesatz zusammenfassen: „Warum wird das bereits mehrfach gemeinsam Erarbeitete und Dokumentierte nicht umgesetzt, anstatt immer wieder das Gleiche zu fragen?“ Dass die Antworten sich ebenfalls wiederholen, kann weder Bürger noch Planer verwundern. Den Akteuren des Bürgerforums und den motivierten Bürgern ist morgen Erfolg zu wünschen. Der wird sich aber nur dann einstellen, wenn alle zu diskutierenden Einzelideen ein logisches Gesamtes ergeben. Diese Rhader Zielformulierung müsste aber am Anfang der Aussprache stehen. Sie taucht in der von der Verwaltung vorgegebenen Tagesordnung erstaunlicherweise gar nicht auf. Ohne diese Grundorientierung besteht die große Gefahr, dass einzelne Themen überhöht werden, andere dagegen untergehen. Schade. Alles gut gemeint aber unerklärlich seltsam organisiert.

 

Ein Zwischenruf in Richtung Bürgerforum, Rathaus und Planungsbüro Frauns

 

In eigener Sache: Auf dieser Internetseite wird (noch) die gewohnte Schreibweise praktiziert. Wenn Bürger geschrieben steht, sind Bürgerinnen gleichwertig und gleichberechtigt gemeint. Der Leser wird gebeten, tolerant alle Möglichkeiten der Personenbezeichnungen zu akzepteren. So wie es unsere Sprachwissenschaftler zurzeit empfehlen.  

Veröffentlicht am 23.06.2021

 

Kommunalpolitik Unser Dorf soll schöner werden? Nicht wieder fragen – auch mal machen! (Teil 3)

„Neue“ Rhader Zukunftswerkstatt könnte auf vorhandene Dokumente zurückgreifen

In 3 Tagen trifft sich das Rhader Bürgerforum. Die Tagesordnung hat die Verwaltung aufgestellt. Es geht um die Bewertung der 205 Bürgerhinweise zu Rhades Zukunft. Interessierte Bürger können aus 9 vorgegebenen Schwerpunktthemen wählen, um „mitzubestimmen“, was für Rhade wichtig wäre. Wer einen Blick in die bereits vorhandenen, vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Dokumente wirft, kann die mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten Anregungen kopieren und vor Ort präsentieren. Sie haben nämlich an Aktualität nichts eingebüßt. Zwei weitere Beispiele:

 

Die Verwaltung fragt: Treffpunkte: Forksbusch und Mühlenteich. Welche Ziele wollen Sie erreichen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: Der Mühlenteich könnte durch die Anlage eines Weges mit Ruhebänken für Spaziergänger und für die Bewohner des gegenüberliegenden Altenheims freizeitmäßig genutzt werden. Für den Forks Busch besteht von Seiten der Rhader der Wunsch, den Park aufzuwerten und als Dorfpark zu nutzen.

 

Die Verwaltung fragt: Wirtschaftsförderung: Welche Ziele wollen Sie erreichen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: Die Stärke Rhades ist seine Lage im Grünen. Die Landwirtschaft nimmt einen hohen wirtschaftlichen Stellenwert ein. Hier ist Entwicklungspotenzial, das touristisch mit Naherholung zu verbinden ist. Die Leerstände in den Geschäftsbereichen sind zu reaktivieren. Dieses bedeutet große Anstrengungen der Eigentümer, sowie der Unterstützung der Wirtschaftsförderung. Für die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben sollte die Baufläche am Höfer Weg abschnittsweise entwickelt werden. Defizite in der mittelfristigen Versorgung wird vor allen Dingen bei den Segmenten Bekleidung, Sportartikeln und, nach der Schließung der Schlecker-Filiale, bei Drogerieartikeln gesehen. Mit der Belebung dieser Segmente könnte der Dorfkern gestärkt werden. Hier sind unternehmerisches Handeln, gemeinschaftliche Anstrengungen der Rhader Unternehmer Gemeinschaft (RUG) und der Wirtschaftsförderung in Dorsten (WINDOR) und die Bereitschaft in die Immobilie zu investieren, um den Vermarktungswert zu erhalten / zu erhöhen, gefragt.

 

Wird am Mittwoch, 23.6. mit Teil 4 abgeschlossen

Veröffentlicht am 21.06.2021

 

Kommunalpolitik Unser Dorf soll schöner werden? Nicht wieder fragen – auch mal machen! (Teil 2)

„Neue“ Rhader Zukunftswerkstatt könnte auf vorhandene Dokumente zurückgreifen

 

In 5 Tagen trifft sich das Rhader Bürgerforum. Die Tagesordnung hat die Verwaltung aufgestellt. Es geht um die Bewertung der 205 Bürgerhinweise zu Rhades Zukunft. Interessierte Bürger können aus 9 vorgegebenen Schwerpunktthemen wählen, um „mitzubestimmen“, was für Rhade wichtig wäre. Wer einen Blick in die bereits vorhandenen, vom Stadtrat einstimmig beschlossenen Dokumente wirft, kann die mit Bürgerbeteiligung erarbeiteten Anregungen kopieren und vor Ort präsentieren. Sie haben nämlich an Aktualität nichts eingebüßt. Zwei weitere Beispiele:

 

Die Verwaltung fragt: Was verstehen Sie unter „sanftem“ Tourismus? Welche Ziele wollen Sie erreichen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: Rhade ist das Dorf im Grünen. Von den 1.310 ha Gesamtfläche von Rhade werden nur rd. 16 % oder 200 ha für Gebäude und Hofflächen und Öffentliche Straßen, Wege und Plätze in Anspruch genommen. Rhade ist ein Ortsteil mit hohem Freiraumanteil, den es zu schützen und bewahren gilt. Eine behutsame Entwicklung in die Richtung sanfter Tourismus wird angestrebt. Jedoch sollten alle touristischen Aktivitäten aus den Naturschutzgebieten herausgehalten werden. Direktvermarktung mit Bauerncafe, jahreszeitlichen Festen und Übernachtungsmöglichkeit auf den Bauerhöfen kann der Landwirtschaft ein zusätzliches Einkommen sichern und der Naherholung für Wanderer und Radfahrer dienen.

 

Die Verwaltung fragt: An welchen Orten kann „Dorfgrün“ entstehen?

Die Antwort im Rhader Rahmenplan 2014 lautet: …fehlt dem Ortsteil ein durchgängiges Grünkonzept. Das zu entwickelnde Grünkonzept sollte sich an standortgerechten Gegebenheiten orientieren. Viele Flächen liegen unnötigerweise unter Asphalt. Eine Entsiegelung der Asphaltflächen auf das Maß der notwendigen Verkehrsflächen sowie deren Nutzung als unbebauter naturnah gestalteter Bereich würde das Kleinklima verbessern und die Regenwasserversickerung fördern. An ausgewählten Stellen sollte die Begrünung verbessert werden. Durch die Ausbildung von Siedlungsrändern könnte der Ortsrand sowohl ökologisch wie auch optisch verbessert werden.

 

Wird fortgesetzt

Veröffentlicht am 19.06.2021

 

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