Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung

Stadtentwicklung Dorfentwicklungskonzept - Rhade neu denken

Anspruch und Wirklichkeit

Um eine Stadt, ein Dorf oder einen Stadtteil für die Zukunft fit zu machen, muss vorwärts gedacht werden. Die Herausforderungen in unserer schnelllebigen Zeit sind so groß, dass das Reparieren des Vorhandenen nicht ausreicht, oder nur kurz kaschiert, was ausgetauscht werden müsste. Stadtentwicklungsplanung gehört daher zu den wichtigsten kommunalpolitischen Werkzeugen, um den eigenen Lebensmittelpunkt auch für kommende Generationen zu gestalten. In Rhade wird seit ca. 12 Monaten an einem neuen Rahmenplan mit Bürgerbeteiligung gearbeitet. Nun liegt das Konzept des von der Stadtverwaltung extern beauftragten Planungsbüros vor. „Rhade neu denken“, so die sehr gute Aufforderung der Planer, dabei nicht nur an Symptomen zu kratzen, sondern mit mutigen neuen Vorschlägen Rhade zu einem Vorbildstadtteil Dorstens zu entwickeln. Das Ergebnis, auf 105 DIN A-4-Seiten dokumentiert, ist ernüchternd. Das Aneinanderreihen von Einzelmaßnahmen und die dazu vorgestellten Umsetzungszeitachsen ergeben noch lange keinen in sich geschlossenen Entwicklungsplan, der Zukunft verspricht. Rhade neu denken! Damit ist nicht gemeint, Traditionen über Bord zu schmeißen. Rhade neu denken heißt z. B., ein neues Verkehrskonzept zu entwickeln, Klimaneutralität anzustreben, Kultur und (Weiter)Bildung vor Ort zu ermöglichen, Waldkindergärten zu bilden, neue Wohnformen zu ermöglichen, usw. usw. Wenn der erste Entwurf des Dorfentwicklungskonzepts entsprechend überarbeitet würde, um dann mit einem Gesamtplan, der alle Themenbereiche gleichberechtigt und gleichwertig berücksichtigt, dann hätte Rhade wirklich Zukunft. Noch besteht die Hoffnung, das Rhader Dorfentwicklungskonzept entsprechend abzurunden.

Ein Rhader Zwischenruf zur Zukunftsdiskussion

Veröffentlicht am 30.10.2021

 

Stadtentwicklung Rhade: Mit neuem Dorfentwicklungskonzept in die Zukunft?

Ideen sind dokumentiert - Fördergelder winken - Umsetzung jetzt anstoßen

Diejenigen, die den ersten Entwurf des Planungsbüros Frauns aus Münster zurzeit gegenlesen (dürfen), stoßen auf fast alle Verbesserungsvorschläge der Rhader Bürger, die sie im Laufe der letzten 12 Monate schriftlich eingereicht haben. Auf 105 Seiten sind aber auch die wenigen Meetings berücksichtigt, die es Corona bedingt gegeben hat. Daraus ergibt sich ein Bild, dass Rhade Zukunft hätte, wenn es nicht nur (wieder) bei der Ideensammlung bliebe, sondern parallel die „winkenden“ Fördergelder beantragt und die Umsetzungen einleitet würden. Bis zum 1. November sollen die Lücken des Konzepts geschlossen werden, das dann am 29. November als „Finaler Entwurf“ auf dem Bürgerforum präsentiert werden soll. Daran beteiligen sich aktiv auch Mitglieder Rhader SPD, die seit Jahren das Team des Bürgerforums verstärken. Da sie den Rhader Entwicklungsprozess bereits seit 1975, dem Jahr als Rhade seine Selbständigkeit verlor und Teil Dorstens wurde, aktiv begleitet haben, sind sie bestens im Bilde. Ihre aktuellen Vorschläge zum neuen Konzept, inzwischen der Verwaltung und dem Büro Frauns zugestellt, unterscheiden sich daher nicht wesentlich von denen, die 1976, 1998 und 2012 bereits der Verwaltung und dem Stadtrat vorgestellt wurden. Obwohl für gut befunden, landeten sie in unteren Rathausschubladen. Nun soll alles besser werden. Nun soll mit den winkenden Fördergeldern Rhade zukunftsfähig gemacht werden. Wir berichten weiter. In der nächsten Folge zeigen wir auf, was noch aufgegriffen werden muss, um das Dorfentwicklungskonzept Rhade abzurunden. Noch dominieren wenige Einzelvorschläge, während das Ganze nicht richtig  erkennbar ist.

 

Veröffentlicht am 25.10.2021

 

Stadtentwicklung Rhade und LEADER: Ein neues Projekt? – Erinnerungen an 2014

Fördergelder locken: Gestern – Heute – Morgen

 

Der ländliche Raum hat (plötzlich) etwas. Lange versank er im Dornröschenschlaf und wurde vernachlässigt. Nun soll er mit aller Kraft, sprich mit viel Geld, aufgeweckt und am Leben gehalten werden. Projekte werden aufgelegt, Bürger zum Mitmachen motiviert und Planungsbüros beauftragt, förderwürdige Konzepte zu erstellen. In Rhade war es gestern der Rahmenplan, der seit 7 Jahren auf seine Umsetzung wartet, heute wird alter Wein in einen neuen Schlauch gekippt, der „Dorfentwicklung Rhade“ heißt. Morgen soll unser Dorf mit LEADER* eine nochmalige Ergänzung der vorliegenden Zukunftspläne erfahren. Bereits 2014 hat sich Dorsten (Rhade) mit einigen Nachbarkommunen beteiligt, um mit interessanten Ideen die „Geldgeber“ zu überzeugen, Rhader Projekte finanziell zu fördern. Leider erfolglos. Nun eine Neuauflage. Anstatt wieder bei Null zu beginnen, sollten die „alten“, aber immer noch aktuellen örtlichen Verbesserungsvorschläge aus der Rathausschublade geholt werden. Zum Beispiel diesen: Rhade innerhalb von max. 10 Jahren klimaneutral zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit allen Bürgern, dem Planungsamt, Architekten, Energieversorgern, Forstamt, Landwirtschaft, … Wir blicken gespannt in Richtung Rathaus, ob die 2014 gemeinsam in zwei Workshops erarbeiteten Rhader Verbesserungsvorschläge auffindbar sind und mit Bürgerbeteiligung aktualisiert werden können.

 

* Die Abkürzung LEADER steht für „Liasons entre actions de développement de l`économie rurale“, was übersetzt heißt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“.

 

Rhader Erinnerungen

Veröffentlicht am 22.10.2021

 

Stadtentwicklung Rhade: Ist die Einzelhandelsversorgung ausreichend?

Video-Konferenz mit Informationen, ohne Festlegungen, mit Fragezeichen

 

Rhade hat sich vom reinen Wohn- und Schlafstadtteil positiv entwickelt. Neben einem guten Gastronomieangebot, Tank- und Raststellen sticht besonders das Einkaufszentrum an der Erler Straße hervor. Im Rahmen der Dorfentwicklungsdiskussion wurde aber kritisiert, dass zur Abrundung ein Drogeriemarkt vor Ort fehlen würde. Nun hat die Stadt zu einer Video-Konferenz eingeladen, um die Ausgangslage vorzustellen und Möglichkeiten einer Ansiedlung zu diskutieren. Dabei wurde deutlich, dass über den Tellerrand geblickt werden muss. Ein tragfähiges Einzelhandelskonzept hat immer auch die Gesamtstadt und die Nachbargemeinden im Blick zu halten. Rhade und Lembeck mit fast 12.000 Einwohnern sind zusammen ein interessanter Markt mit entsprechender Kaufkraft. Findet sich ein Investor und schafft die Verwaltung die Rahmenbedingungen, könnte es zu einer Drogerieansiedlung im Dorstener Norden kommen. Welches wäre der beste Standort? Lembeck oder Rhade? Noch wird konkurrierend diskutiert. Plötzlich wird aber auch wieder von gemeinsamen Interessen, die doch am besten gemeinsam vertreten werden sollten, gesprochen. Wir erinnern: Von 1975 bis 1998 gab es den gemeinsamen Bezirksausschuss Rhade/Lembeck. Dort wurde vor Ort und gemeinsam alles geregelt, was Rhade und Lembeck gut tat. Einige, die heute nach Gemeinsamkeit rufen, waren die Totengräber des Bezirksausschusses. Die Rhader SPD wird konstruktiv das neue Wirtschaftsförderungskonzept begleiten und weiter aktuell informieren.

Veröffentlicht am 15.10.2021

 

Stadtentwicklung Rhade und der „Sanfte Tourismus“

Gute Ansätze und erstaunliche Lücken

Rhade hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Knotenpunkt für Naherholungssuchende entwickelt. Rhade hat etwas, was andere nicht haben. Eine grüne abwechslungsreiche Umgebung, durchzogen von Bächen, Wallhecken, Wiesenarealen, Feld- und Waldbereichen. Und ein asphaltiertes Wirtschaftswegenetz, bestens geeignet für Radfahrer. Es ist kein Zufall, dass inzwischen mehrere überregionale Radwanderwege Rhade queren. Darunter die 100-Schlösser-Route (960 Kilometer lang) und die Hohe Mark RadRoute (282 Kilometer lang). Sie sind nicht zu übersehen, die guten Hinweisrichtungsschilder mit der Übersichtskarte. So wie hier (Foto) der Knotenpunkt 25 im Kreuzungsbereich Schilfweg - Rhader Weg, vor den Toren Rhades. Was fehlt, ist ein Zusatzschild, wo es in Rhade oder der näheren Umgebung eine Übernachtungsmöglichkeit gibt und/oder wo man sich stärken kann. Eine klassische Aufgabe für die Dorstener Wirtschaftsförderung in Zusammenarbeit mit der RUG (Rhader Unternehmergemeinschaft). Übrigens schon mehrfach angeregt. Blicken wir in das aktuelle Konzept „Dorfentwicklung Rhade“. Da heißt es zwar, dass die „Vermarktung regionaler Produkte“ gefördert werden soll, aber so einfache Hinweise, wie das genannte Zusatzschild tauchen nicht auf. Diese Lücke zu schließen, wäre einfach, schnell und kostengünstig zu erreichen.

Eine Radfahreranregung aus Rhade

Veröffentlicht am 21.07.2021

 

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