Nachrichten zum Thema Stadtentwicklung

Stadtentwicklung Forks Busch - Wenn Bürgerideen auf Fachwissen treffen

Grünfläche mitten in Rhade ist laut Gutachter ökologisches Juwel

Wer sich die Bürgeranregungen im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses nochmals ansieht, kommt am Forks-Busch nicht vorbei. Die Baum- und Wiesenfläche im Kreuzungsbereich Lembecker- und Erler Straße, gegenüber der neuen Tankstelle, soll sich zum Bürgerpark entwickeln. Boule-Bahn, Bühne mit Besucherplätzen, Spiel- und Bolzplatz. Klettergarten, Gastronomieangebot und vieles mehr, sollten aus der Grünfläche einen Treffpunkt für jung und alt machen. Die Verwaltung beauftragte daraufhin ein externes Fachbüro, die Fläche zu untersuchen und die gemachten Vorschläge einzuordnen. Bei der Präsentation wurde deutlich, dass die Fläche ökologisch sehr wertvoll ist, und im übergroßen Teil nicht umgewandelt werden sollte. Die im genannten Kreuzungsbereich tiefer gelegene Wiese könnte, so der Experte,  als Veranstaltungsfläche genutzt werden, ohne besonderen Umweltschaden im übrigen Bereich zu verursachen. Aber die Lärmbelastung der viel befahrenen Kreisstraße kann (eigentlich) nur durch Schallschutzmaßnahmen gemindert werden. Ernüchterung machte sich bei den zuhörenden Vertretern des Bürgerforums breit. Dass bereits 1991 der Planer Peter Broich der Stadt ein Gutachten geliefert hat, das sich u. a. auch mit Forks-Busch auseinandersetzt, scheint im Rathaus in Vergessenheit geraten zu sein. Zitat (Auszug): „Anlage eines Grünzugs zwischen Lembecker- und Debbingstraße als Dorfpark. mit Spiel-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, der als unbebauter, naturnah gestalteter Bereich auch kleinklimatisch und ökologisch wirksam ist.“ Nun soll, so die Stadtverwaltung, weiter untersucht werden, was umsetzbar und ökologisch verantwortbar ist. Ende offen.

Einschätzung eines Zuhörers nach der Video-Präsentation der Stadtverwaltung

Veröffentlicht am 14.02.2022

 

Stadtentwicklung Rhade hat was - Gute Seiten und verbesserungswürdige Seiten

Verbesserungsvorschläge stecken in der Ankündigungs-Pipeline

Rhade hat ca. 5800 Einwohner. Es liegt mitten im Grünen und ist verkehrstechnisch bestens angeschlossen. Angeschlossen, um in kürzester Zeit die wichtigsten Metropolen um uns herum zu erreichen. Entweder über die Autobahn, Bundesstraßen oder mit der Bahn. Parallel entstehen Radwegeverbindungen, die im Zeitalter der E-Bikes ein wichtige Rolle spielen werden. Einzelne Quartiersräume wuchsen entlang der Mittelachse Lembecker- und Erler Straße. Kleine grüne Inseln wie der Forks-Busch wollen mehr sein, als nur verwildertes Gelände. Und genau hier darf beispielhaft kritisch hinterfragt werden, wie Rhade sich weiter entwickeln soll. Nur Wohn- und Schlafstadt reicht nicht, um zukunftsfähig zu sein. Seit Jahren werden Gutachter beschäftigt, um eine Blaupause für morgen zu entwickeln. Seit Jahren ist es besonders die örtliche SPD, die Ideen entwickelte und die Bürger an ihren Überlegungen beteiligte. Seit Jahren drehen wir uns, also die Verwaltung, die örtlichen Parteien SPD und CDU, unterschiedliche Planungsbüros und neuerdings ein Bürgerforum im Kreis. Rhade hat viele gute Seiten, die immer wieder herausgestellt werden. Das Verbesserungswürdige bleibt aber erstaunlicherweise, bis auf kleinste Veränderungen, in der Ankündigungs-Pipeline stecken. Dennoch, und das soll das Fazit unseres kleinen gedanklichen Rundgangs sein, Rhade hat eine sehr hohe Aufenthaltsqualität. Rhade hat was und genau das gilt es zu erhalten, bzw. behutsam aber kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ein Zwischenruf zur Stadtentwicklungspolitik in Dorsten

Veröffentlicht am 07.02.2022

 

Stadtentwicklung Rhades Zukunft und das Dorfentwicklungskonzept - Ein Kommentar

Am Anfang war das Leitbild - das Ende bilden die Umsetzungsstrategien

Das umfangreiche „neue“ Rhader Leitbild des Dorfentwicklungsplans darf als wichtige Absichtserklärung gewertet werden. Auch wenn es sich (fast) ausnahmslos um Selbstverständlichkeiten handelt, gehört es an den Anfang aller Überlegungen, um Rhades Zukunft zu  beschreiben. Ganz am Ende der 110 Seiten werden die Umsetzungsstrategien aufgeführt. Unübersehbar war während des gesamten Planungsprozesses, dass die örtlichen Parteien als Teil der Bürgerschaft keine Rolle spielen sollten. Mehrere Versuche als konstruktiver Partner einbezogen zu werden, fanden keinen Widerhall. Im Gegenteil! Auch in den Umsetzungstrategien werden, Zitat: „vielfältige Akteurinnen und Akteure (mit thematischen Bandbreiten) Stadtverwaltung Dorsten, Bürgerforum Rhade, Vereine, Dorfinitiativen, Wirtschaft, nicht-organisierte Bürger_innen,“ als mögliche Partner aufgeführt. Die Parteien finden nicht statt. Ein gravierender Fehler deswegen, weil die örtlichen Parteien den Gesamtzusammenhang des kommunalen Geschehens bestens kennen und damit alle Bürgerinnen und Bürger mit diesem Wissen unterstützen könnten. Statt dessen wurden Teile des Bürgerforums zu quasi zu „sachkundigen Bürgern - ehrenhalber“ ernannt, um als verlängerter Arm der Stadtverwaltung den neuen Begriff DORFMANAGEMENT umzusetzen. Das ist nicht falsch, aber eine absolute zeitliche und fachliche Überforderung dieser Personen. Das vorliegende Dorfentwicklungskonzept krankt nämlich daran, dass die vorgegebenen Themenschwerpunkte nebeneinander stehen, ohne eine Verbindung untereinander herzustellen. Die Rhader SPD hat in den letzten 50 Jahren bewiesen, ein verlässlicher Partner der Bürger und der Stadt zu sein. Wenn sich aber ihre fristgerecht eingereichten Ergänzungsvorschläge nicht einmal im sogenannten „Finalen Dortentwicklungsplan“ wiederfinden, dann ist etwas falsch im Mitwirkungskonzept der Stadt. Und dass der Plan jetzt nicht abschließend von den Rhader Bürgern beschlossen werden konnte, ist nicht nur auf die Corona-Pandemie zurückzufüheren. Das Taktieren der Verwaltung, partout nur ausgewählte Mitglieder des Bürgerforums zu Partnern zu ernennen, rächt sich bitter. Denn nun muss das Projekt in die Corona-Warteschleife. 

Dirk Hartwich

Veröffentlicht am 07.12.2021

 

Stadtentwicklung „Finales“ Dorfentwicklungskonzept Rhade liegt vor - Lob und Kritik

Rhade hat Zukunft, wenn die dokumentierten Ideen umgesetzt werden

Nun ist auf 110 DIN A-4 Seiten abschließend beschrieben, was in Rhade besser werden soll, um unser Dorf zukunftsfähig zu entwickeln. Das fertige Konzept soll am 29. November im Rahmen des nächsten Bürgerforums präsentiert werden. Ein erster Blick zeigt, dass noch viel zu tun ist. Beim zweiten Blick wird klar, dass fast alle Ideen nicht neu sind und in anderen Worten bereits mehrfach dokumentiert wurden. Nach dem dritten Blick müssen die Bürger, Bürgerinnen kommen übrigens nicht oder kaum vor, die aktiv mit der Verwaltung und dem extern beauftragten Planungsbüro zusammengearbeitet haben, ohne Einschränkung für ihr Engagement gelobt werden. Kritisch wird an dieser Stelle die Rolle des städtischen Planungsamtes bewertet. Hoch qualifizierte MitarbeiterInnen glänzten mit unerklärlicher Zurückhaltung. Dem aufmerksamen Beobachter wurde nämlich früh deutlich, dass allen Bürgerakteuren fachliche Beratung geholfen hätte, einen Gesamtrahmen Rhade im Blick zu behalten. Das Nebeneinander der 8 vorgegebenen Themenfelder und die vorgeschlagenen Zeitachsen (Priorisierung) zur Umsetzung, lassen nämlich nicht erkennen, wie sich zum Beispiel die Verkehrsentwicklung auf das lokale Klima auswirken soll. Oder wie die Förderung des sanften Tourismus mit Wirtschaftsförderung in Einklang gebracht werden könnte. Oder, dass die Beschreibung von geplanten zentralen „Treffpunkten“, hier werden der Kirchplatz und Forks Busch genannt, ohne kulturelle Begleitprogramme keine Lebendigkeit für alle Rhader entwickeln können. Bei aller Kritik bleibt heute aber festzuhalten, dass Rhade es dringend verdient hat, mehr als bisher gefördert zu werden. Wenn die neuen Versprechen eingehalten werden, dann hat Rhade Zukunft. Aber nur dann!

Ein Rhader Zwischenruf in Richtung Bürgerforum und Stadtverwaltung

Veröffentlicht am 12.11.2021

 

Stadtentwicklung Dorfentwicklung - damit Rhade Zukunft hat

SPD-Vorschläge ergänzen vorliegendes Planungskonzept

Nun ist die wichtigste Frist abgelaufen, um das „Dorfentwicklungskonzept Rhade“ mit weiteren Vorschlägen zu ergänzen. Die Rhader Sozialdemokraten haben die Chance beim Schopf ergriffen, das Papier, obwohl nichtöffentlich, intensiv studiert und 12 Vorschläge zur Erweiterung schriftlich auf den Weg gebracht. Nun liegt es an der Verwaltung und dem beauftragten Planungsbüro Frauns aus Münster, die Rhader Verbesserungsvorschläge aufzugreifen und in das „Finale Konzept“ einzubauen. Abschließend wird es dann im Rahmen des nächsten Bürgerforums am 29. November präsentiert, bevor der Umwelt- und Planungsausschuss sowie der Stadtrat das letzte Wort haben. Hier die SPD-Ergänzungsvorschläge:

  • Radwegenetzplan Schlehenweg – Pättken – Mainstraße mit neuer Brücke sofort als erste Maßnahme umsetzen. (Der Gesamtplan liegt vor)
  • Abschaffung der Straßenbaubeiträge um sicheren Verkehrsraum für alle zu gestalten.
  • Gründung einer Rhader Bürgergesellschaft zur Förderung klimaneutraler Energieformen vor Ort
  • Neue Bebauungspläne nur noch mit Photovoltaik-Dächern ausweisen
  • Baumalleen durch Nachpflanzungen schließen
  • Neue Wohngebiete immer mit sozial geförderten Wohnungen planen
  • Neue Wohnkooperationen (Wohnungssharing) mit umliegenden Universitäten prüfen, um jungen  Menschen hier Wohnraum zu bieten und alten mit Rat und Tat zu unterstützen
  • Verbindliches Bildungs- und Kulturangebot vor Ort vorsehen
  • Waldkindergarten-Gruppen einrichten
  • Einen verantwortlichen Ansprechpartner im Rathaus für alle Rhader Belange benennen
  • Einen verantwortlichen Ansprechpartner bei WINDOR für alle Rhader Unternehmerbelange benennen
  • Halbjährliche Rathaus-Bürgerinformation durch Hauswurfsendung über Rhades Entwicklung festschreiben

Veröffentlicht am 03.11.2021

 

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